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Thema: Welche Elemente bei Aufnahmetechnik sind die wichtigsten...

  1. #1

    aus Bielefeld
    29 Beiträge seit 04/2017

    Welche Elemente bei Aufnahmetechnik sind die wichtigsten...

    Mikrofon? Audiointerface? Soundkarte? Welches Element, welche Elemente sind die, mit denen man am meisten Tonqualität erreicht?
    Ich habe eine einfach Dreikette: Laptop, Interface (focusrite scarlett), Mikrofon (Shure Sm 58). Ich nehme an, dass das Mikrofon am meisten Veränderung erzielen würde: Welche Mikrofone im unteren Preissegment wären sinnvoll? Gibt es die Möglichkeit eine Soundkarte zusätzlich zum Interface zu nutzen? Ich denke, das Focusrite dürfte ausreichend sein.

  2. Nach oben    #2
    Avatar von MS-SPO
    116 Beiträge seit 10/2017
    Danke
    9
    "Welche Elemente bei Aufnahmetechnik sind die wichtigsten..." - Der Musiker?

    Also, alle Glieder der Kette müssen gut genug sein: Verändert eines davon den Klang, dann können die anderen das nicht mehr herausreißen.

    Bei Audio-Digitalwandlern ist der Audioteil der kritische. Vorausgesetzt, die Eingangsverkabelung ist richtig (brummfrei, impedanzgerecht usw.), haben unterschiedliche Wandlerkonzepte damit (prinzipiell) auch hörbare Unterschiede (analoge Verzerrungen, Quantisierungsrauschen, Jitter usw.). Liegen die 24-bit erst einmal vor, ist man aus dem Gröbsten raus (aber: der gewandelte Klang bleibt dann, wie er dann ist).

    WER diese Unterschiede hört, kommt darauf an. Otto-Normal-Nutzer hört's vermutlich überhaupt nicht, besonders in der iPhone-Ohrstöpselzeit. Ein hörtrainierter Toningenieur mit geeichtem Wiedergabemedium (Elektronik, Lautsprecher, Raum, Aufstellung, Gehör usw.) hört jedes Artefakt, bis hinunter zu unvorstellbaren 1/2 dB Unterschieden. Schaue gerne nach Bob Katz: Der hört auch jeden Kompressor, jedes Dithering, jeden Filter, jedes Gerät usw. heraus. Bob wäre das sensibelste Ende in der menschlichen Hörkette, Hobbyisten und Amateure liegen oft am anderen Extrem, alle kommerziell auf diesem Gebiet Tätigen liegen dazwischen, eher zum Ende von Bob Katz hin.

    In unserer Billig-Billig-Zeit ist im Zweifel die Soundkarte on-board nicht die hochwertigste. Einsteckbare hochwertigere Soundkarten werden in Notebooks praktisch kein Plätzchen finden, in klobigen PC's dagegen schon. Externe Audi-Interfaces könnten da oft besser sein, aber das kann man schlecht pauschalisieren.

    Dass die Audiokabel einen Einfluss haben, wenn wir auf Bob's Ebene sind, sollte nicht überraschen.

    Mikrofone, ein Quell akustischer "Freuden". Mit der Nierencharakteristik liegst Du tendentiell richtig, um Nebengeräusche auszublenden. Aber: Mikro, Raum und Schallquelle (Sänger, Saiteninstrument usw.) zusammen machen den Klang. Wir nehmen ja nicht schwebend in der Luft auf, wo ringsherum weit und breit keine Reflektionsquellen sind. Wir stehen ja wenigsens auf dem Boden im Freien: Damit haben wir einen Bodenreflektor, den man schon hört (Laufzeit, Interferenzen, erste leichte Filtereffekte). Tun wir noch ein paar Wände hinzu und schließen den Raum, hört man den immer mehr (Laufzeiten, Interferenzen, Tendenz Kammfilter). Tun wir noch ein paar verwinkelte Wände hinzu und Inneneinrichtungen, dann modifiziert sich der Klang noch weiter, zum Guten wie zum Schlechten.

    Setze Dich in Gedanken als Zergenzwerg auf die Mikrofonmembran und schaue nach Außen entlang der Mikrofonlängsachse, vereinfachend mit dem Gesichtsfeld nach vorne, wegen der Nierencharakteristik. Stelle Dir vor, alle Wände und sonstige Oberflächen wären verspiegelt. Was Du dann kalaidoskopartig siehst, entspricht dem, was das Mikro "hört", und zwar in jedem Frequenzbereich ein wenig anders (wie scharf und unscharf geguckt). Wo dann überall (optische oder) akustische Spiegelbilder Deiner Tonquelle sind (Mund, Resonanzkörper usw.) und wie stark die abgeschattet werden (Kopf und Operkörper u.a.), bestimmen den Klang. Und dazu kommt, dass aufgrund der Beugung für immer tiefere Frequenzen (ca. mittlerer kHz-Bereich) diese Hindernisse von Wellen einfach umlaufen werden. Kleine Unterschiede in der Mikro-Ausrichtung können also mitunter dramatisch sein. Die Umgebungsgeräusche (verkehrsgünstige Lage, hellhöriges Gebäude usw.) würzen dann entsprechend.

    Zusammen führt diese Akustikette der analogen, also der richtigen, Welt in der Tendenz zu einem dumpferen und halligerem Klang, je nachdem.

    Welches Element ist nun das Wichtigste? Das wird sehr stark von Deiner konkreten Situation und von Ansprüchen an die Aufnahmequalität abhängen. Ist eines "zu schwach in der Kette", können die verbleibenden es nicht mehr herausreißen. Im Zweifel wird's doch der Musiker sein: Meine ersten Hörerlebnisse hatte ich per Kurzwelle, also bei schwankenden Sendern, Störungen aller Art usw. - und dennoch waren starke Songs hörbar und Songnieten blieben auch später in Bestqualität Songnieten

    "Ich nehme an, dass das Mikrofon am meisten Veränderung erzielen würde" - Ohne den Raum, Ausrichtung und Schallquelle mitzubetrachten, ist das etwas kurz gedacht. Wechsle doch versuchsweise einmal die Räumlichkeiten (also: viele Räume ausprobieren), und bemerke den Einfluss von Standorten und Ausrichtungen. Je getreuer ein Mikro all diese Effekte wiedergibt, desto weniger wird ein noch teureres "verbessern". Man muss halt erkannt haben, wo man bohren muss und wo nicht, um auf akustisches Gold zu stoßen


  3. Nach oben    #3

    aus Bielefeld
    29 Beiträge seit 04/2017
    danke für deine ausführliche antwort. nun, aber so ganz einfach ist es nicht. So z.b. die Stimme: Wenn ich sie übers Mikro höre per monitorfunktion klingt sie um vielfaches voller, detaillierter und natürlicher im Vergleich zu der Aufnahme, die ich mir dann anhöre. Dort muss also ein erheblicher Qualitätsverlust stattfinden. Ich frage also: Wo findet dieser Verlust statt?

    Es liegt wahrscheinlich, so wie ich es verstehe, am interface, dass nunmal kein Topteil ist (Focusrite Scarlett). Also habe ich mir einen Mikrofonvorverstärker bestellt, und werde sehen ob das Verbesserung bringt. Was ich annehme. Weiterhin wäre es natürlich möglich in ein besseres Interface zu investieren. Oder nicht?

    Ich weiss z.b. aus Erfahrung, dass eine Soundkarte in einem standalone pc ebenfalls erhebliche klangverbesserung erzeugt. Hier gehts auch wirklich nich um den "Musiker": Es ist nunmal so, wenn die Aufnahmequalität nicht gut ist, kommt der beste Song nie wirklich als solcher rüber. Man kann zwar erkennen dass es ein guter song ist, aber richtig geniessen kann man ihn noch nicht. Ich denke da an Rammstein Demos die wirklich schlecht klangen. Oder an die guten alten Bootlegs mit mieser Soundqualität, die zwar geile songs hatten, die man aber nicht wirklich gut hören konnte, bzw. vieles von der Wirkung geht verloren.

    Jedenfalls, trotzdem nochmal die Frage an euch: Woraus resultiert dieser erhebliche Qualitätsverlust?

  4. Nach oben    #4
    Avatar von MS-SPO
    116 Beiträge seit 10/2017
    Danke
    9
    Zitat Zitat von satanael Beitrag anzeigen
    Jedenfalls, trotzdem nochmal die Frage an euch: Woraus resultiert dieser erhebliche Qualitätsverlust?
    So könntest Du für Deine konkrete Situation der konkreten Wahrheit ein wenig näher kommen:
    * Inventur machen, wovon Du alles eine 2. Variante hast (oder auch eine 3. Variante; Beispiele unten)
    * je nach Anzahl alle Kombinationen oder einen bestimmten Teil davon durchprobieren
    * Schlußfolgern UND belegen (gute/schlechte Qualität ein/ausschalten können).

    Meistens hat man mehr 2. Varianten, als man denkt:
    * 2. Raum
    * 2. Standort (siehe mein Beitrag)
    * 2. Stimme
    * 2. Mikro (z.B. das eingebaute)
    * 2. Mikrokabel
    * 2. Soundkarte
    * 2. Weg in den Rechner hinein
    * 2. Rechner
    * 2. DAW
    * 2. Satz Pegeleinstellungen
    * 2. Audio-Output
    * 2. Kopfhörer
    usw.

    Neben einer konkreten Antwort hast Du am Ende dann auch eine konkrete Verbesserung, wenigstens Hinweise auf konkrete Schwachstellen - oder die Einsicht, dass es mit diesem Equipment im weitesten Sinne eben begrenzt bleibt.

  5. MS-SPO´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  6. Nach oben    #5

    aus Bielefeld
    29 Beiträge seit 04/2017
    Zitat Zitat von MS-SPO Beitrag anzeigen
    So könntest Du für Deine konkrete Situation der konkreten Wahrheit ein wenig näher kommen:
    * Inventur machen, wovon Du alles eine 2. Variante hast (oder auch eine 3. Variante; Beispiele unten)
    * je nach Anzahl alle Kombinationen oder einen bestimmten Teil davon durchprobieren
    * Schlußfolgern UND belegen (gute/schlechte Qualität ein/ausschalten können).

    Meistens hat man mehr 2. Varianten, als man denkt:
    * 2. Raum
    * 2. Standort (siehe mein Beitrag)
    * 2. Stimme
    * 2. Mikro (z.B. das eingebaute)
    * 2. Mikrokabel
    * 2. Soundkarte
    * 2. Weg in den Rechner hinein
    * 2. Rechner
    * 2. DAW
    * 2. Satz Pegeleinstellungen
    * 2. Audio-Output
    * 2. Kopfhörer
    usw.

    Neben einer konkreten Antwort hast Du am Ende dann auch eine konkrete Verbesserung, wenigstens Hinweise auf konkrete Schwachstellen - oder die Einsicht, dass es mit diesem Equipment im weitesten Sinne eben begrenzt bleibt.
    Ich denke, es liegt in erster Linie am Equipment in zweiter vlt. an anderen Details. Mikrofonvorverstärker hab ich glaub ich schon erwähnt, diesen werde ich testen. Dann würde ich evtl in ein neues Mikro oder ein neues Interface investieren. Welchem der Beiden würdest du/ihr den Vorzug geben, leistungsfähigeres Mikro oder Interface. Ansonsten, dort wiederhole ich mich, lag es zu 100 Prozent an der verbauten Soundkarte, dass die Qualität um einiges besser war. Ich arbeite aber mit Laptop, somit siehts mit Soundkarte schlecht aus. Ich muss also die Soundkarte durch entsprechende Technik ersetzen. Hier fällt mir eigentlich nur das Interface ein, evtl noch der Vorverstärker. Richtig?

  7. Nach oben    #6
    Avatar von MS-SPO
    116 Beiträge seit 10/2017
    Danke
    9
    Als Beobachtung: Das sind viele Annahmen und Vermutungen. Das ergibt die besten Voraussetzungen für einen kostspieligen Blindflug.

    Als Gedankenanstoß: Eine kostenlose Alternative gegen Blindflug habe ich beschrieben. Eine weitere wäre es, einen Sachkundigen an Deinem Wohnort zu finden, der sich Deinen Aufbau einmal ansieht und anhört. Maßnahmen machen nur dort Sinn, wo sie auch wirken ...

  8. MS-SPO´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  9. Nach oben    #7

    aus Bielefeld
    29 Beiträge seit 04/2017
    ja aufjedenfall, die liste ist gut, werd ich mir genauer anschauen und testen. Nun nochmal zur Hardware: Shure SM 58 und Scarlett Focusrite 2i2 nicht gerade hochpreisig aber auch nich das billigste: Wie würdest das potenzial einschätzen....sind damit gute aufnahmen grundsätzlich möglich oder nicht??! Hinzukommt jetzt noch ein Mikrofonvorerstärker von Art für knappe 50 eus.

  10. Nach oben    #8
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
    636 Beiträge seit 11/2011
    Danke
    18
    Zitat Zitat von satanael Beitrag anzeigen
    ja aufjedenfall, die liste ist gut, werd ich mir genauer anschauen und testen. Nun nochmal zur Hardware: Shure SM 58 und Scarlett Focusrite 2i2 nicht gerade hochpreisig aber auch nich das billigste: Wie würdest das potenzial einschätzen....sind damit gute aufnahmen grundsätzlich möglich oder nicht??! Hinzukommt jetzt noch ein Mikrofonvorerstärker von Art für knappe 50 eus.
    Es immer noch "billig" und mag für den Anfang "okay" sein -nicht mehr und nicht weniger.

    Bei dem geringen Budget kann man natürlich keine großen Sprünge machen und ob die Qualität ausreichend ist, liegt nur an deinen Ansprüchen.
    Für ein gutes Mikro / Preamp sollte man so zwischen 1.000 bis 1.500 Euro einplanen können, dann kann lassen sich damit auch schon recht professionelle Aufnahmen hinbekommen.
    Aber egal wo du am Ende sparst, es muss eben alles gut zusammenpassen.
    fix it in the mix

  11. Nach oben    #9

    aus Bielefeld
    29 Beiträge seit 04/2017
    naja, so ganz am anfang bin ich nun nicht mehr. Das prob is nur, dass die Möglichkeiten nicht mehr ganz den Anforderungen entsprechen. 1000 für mic und preamp....jeweils 500, oder? nenn mir doch ma bitte ein paar vernünftige produkte. Möglicherweise kanns auch tieferpreisig sein. ich will ja nicht jedes prozent steigerung mit 100 oder mehr euros bezahlen. Also wo is quasi der beste quotient bei Qualitätssteigerung und Preis.

  12. Nach oben    #10
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
    636 Beiträge seit 11/2011
    Danke
    18
    Zitat Zitat von satanael Beitrag anzeigen
    naja, so ganz am anfang bin ich nun nicht mehr. Das prob is nur, dass die Möglichkeiten nicht mehr ganz den Anforderungen entsprechen. 1000 für mic und preamp....jeweils 500, oder? nenn mir doch ma bitte ein paar vernünftige produkte. Möglicherweise kanns auch tieferpreisig sein. ich will ja nicht jedes prozent steigerung mit 100 oder mehr euros bezahlen. Also wo is quasi der beste quotient bei Qualitätssteigerung und Preis.
    Ein gutes Preis- /Leistungsverhältnis wäre beispielsweise ein Neumann TLM-103 und als Vorstufe dazu ein Focusrite ISA One.
    Natürlich gibt es zig Alternativen, irgendwo hat ja schließlich auch jedes Mikro seinen eigenen Sound.

    Ich selbst nutze hier gerne die Kombination TLM-49 mit dem ISA One und bekomme wirklich gute Ergebnisse damit hin. Habe auch schon alles Mögliche durchprobiert. Das ist für meine Zwecke ausreichend und bezahlbar.
    Klaro, so ein Telefunken U-87, Neumann U-67 oder Brauner VMX wären noch etwas besser, aber sie sind preislich auch außerhalb meiner Möglichkeiten.
    Mikrofonkauf ist immer ein Kompromiss, aber den doppelten Preis für ein kleines bisschen mehr Brillanz ...

    Eventuell hast du einen größeren Musikladen in der Nähe, der dir übers Wochenende mal 3 verschiedene Mikros zum Vergleich ausleiht.
    fix it in the mix

  13. Nach oben    #11
    Avatar von MS-SPO
    116 Beiträge seit 10/2017
    Danke
    9
    Zitat Zitat von satanael Beitrag anzeigen
    Wie würdest das potenzial einschätzen....sind damit gute aufnahmen grundsätzlich möglich oder nicht??! Hinzukommt jetzt noch ein Mikrofonvorerstärker von Art für knappe 50 eus.
    Das Problem für uns Leser ist, dass wir ohne Audiobeispiele von Deinem Equipment nicht wirklich wissen können, was für Dich aufnahmetechnisch gute oder schlechte Qualität ist.

    Um es zu erläutern. Wenn die Aufnahmequalitäten so sind, wie im kürzlich privat ausgetauschten Beispiel, dann deutet das für mich auf einen "Aufbaufehler" im weitesten Sinne hin, denn jedes Smartphone macht heute bessere Aufnahmen als das. Dein Equipment sollte also wenigstens die Smartphone-Liga übertreffen - so gut ist es immerhin gebaut. Aber auch das ist, siehe 1. Absatz, nur eine Vermutung, die ich anstellen kann - ich kann es nicht wissen, Leser können es nicht wissen.

    Sollte es so sein, und unterläuft Dir dieser Fehler stets und immer wieder, dann kannst Du ausgeben, was immer Du willst - ohne nennenswerte Verbesserung.

    Sollte es nicht so sein, dann reden wir über den Unterschied zwischen Hobby- und Studio-Qualität?

    Also: Gib' uns Blinden hörbare Farbe

  14. Nach oben    #12

    aus Bielefeld
    29 Beiträge seit 04/2017
    https://instaud.io/2Z1R

    hier ein song als beispiel...

  15. Nach oben    #13
    Avatar von MS-SPO
    116 Beiträge seit 10/2017
    Danke
    9
    Zitat Zitat von satanael Beitrag anzeigen
    https://instaud.io/2Z1R

    hier ein song als beispiel...
    Prima

    Nun fehlt nur noch diese Info: Was ist für Dich in Punkto Aufnahmequalität daran gut, nicht so gut, schlecht, verbesserungsfähig, wünschenswert ... usw. ?

  16. Nach oben    #14

    aus Bielefeld
    29 Beiträge seit 04/2017
    Vorallem die Vocals. Die Stimme erscheint mir wenig detailliert im Klang, sehr reduziert, es fehlen die Feinheiten. Könnte voller sein und mehr Stimmfarbe haben. Weiterhin die akkustische Gitarre, die die Grundakkorde spielt. Die klingt sehr hart und metallisch, auch wenig Details, man hört den Klang der Saiten nicht richtig, sondern mehr einen einzigen Ton. Die Stimme sollte einfach natürlicher klingen und die Details im Klang sollten hörbar sein. Die Gitarre sollte insgesamt weicher und detaillierter klingen.

    Wie findest du/ihr den Klang?

  17. Nach oben    #15
    Avatar von MS-SPO
    116 Beiträge seit 10/2017
    Danke
    9
    Tja, es klingt in der Tendenz dumpf und weiter weg. Das wundert mich, denn diese Soundbeispiele klingen ganz anders: https://www.thomann.de/de/shure_sm58...673fc728ff82a6 . Details zur Aufnahme findest Du unter "i" wie Information.

    Vgl. auch: https://www.bonedo.de/artikel/einzel...re-sm58/2.html

    Kannst Du Deinen Aufbau und die Aufnahme etwas näher beschreiben? Welches Aufnahmeprogramm verwendest Du? Hast Du irgendwelche Filter eingestellt? Nimmst Du Gesang und Begleitung gleichzeitig auf, oder nacheinander, mit wievielen Mikrofonen? In welchem Raum nimmst Du auf? In welchen Abständen zum Mikro, in welchen Ausrichtungen zum Mikro? Usw. Also alles, um sich als Außenstehender ein Bild von Deiner Aufnahmesituation machen zu können?

    Des Weiteren: Dass die eigene aufgenomme Stimme anders klingt, als man sich hört, weißt Du?

    Wie klingen andere Audio-Dateien auf diesem System, etwa eine Musik-CD? Also in einer Konfiguration, die möglichst viele Deiner Aufnahmeelemente enthält (Laptop, dasselbe Aufnahme-/Wiedergabeprogramm, gleiche Soundkarte, Lautsprecher/Kopfhörer usw. ) ?

  18. Nach oben    #16

    aus Bielefeld
    29 Beiträge seit 04/2017
    Ich benutze immer nur ein Mikrofon. Der Raum ist relativ klein. Die Gitarre nehm ich mal in der Mitte mal von der hinteren Wand aus auf, genau wie Stimme. Gitarre nehm ich auch über Mikro auf, direkt vor dem Schalloch positioniert. Werde aber auch mal testen, es direkt in das Interface zu gehen (elektroakkustische Gitarre). Viel mehr kann ich dazu eigentlich nicht sagen. Schon klar dass die Stimme anders klingt. Ich meine damit, dass wenn ich die Stimme über Monitor höre, direkt ins Mikro und dann in den Kopfhörer, klingt sie um Längen besser. Das heisst, es liegt weder am Raum noch am Mikro, sondern es liegt an irgendwas während der Aufnahme. Die Aufzeichnung ist einfach viel schlechter als der Input. Ich nutze Ableton. Naja, wenn Moogman recht hat, dann lieg ich eh hoffnungslos unter dem Budget, da mein Mikro usw gerade mal ein Zehntel von dem kostet, was er empfiehlt. Wie dem auch sei, ich wiederhole mich, aber die Sache ist, dass der Klang eigentlich ziemlich gut ist, nur sehr schlecht aufgezeichnet wird, könnte auch an der Rechnerleistung liegen, die u.U. zu schlecht ist, um wirklich alle signale umwandeln und aufzeichnen zu können.

  19. Nach oben    #17
    Avatar von MS-SPO
    116 Beiträge seit 10/2017
    Danke
    9
    Vielen Dank.

    Zitat Zitat von satanael Beitrag anzeigen
    (...) Ich meine damit, dass wenn ich die Stimme über Monitor höre, direkt ins Mikro und dann in den Kopfhörer, klingt sie um Längen besser. (...) sondern es liegt an irgendwas während der Aufnahme. Die Aufzeichnung ist einfach viel schlechter als der Input. Ich nutze Ableton. (...) aber die Sache ist, dass der Klang eigentlich ziemlich gut ist, nur sehr schlecht aufgezeichnet wird (...)
    Wichtige Beobachtungen !

    Zitat Zitat von satanael Beitrag anzeigen
    (...) Naja, wenn Moogman recht hat, dann lieg ich eh hoffnungslos unter dem Budget, da mein Mikro usw gerade mal ein Zehntel von dem kostet, was er empfiehlt. (...) nur sehr schlecht aufgezeichnet wird, könnte auch an der Rechnerleistung liegen, die u.U. zu schlecht ist, um wirklich alle signale umwandeln und aufzeichnen zu können.
    Das sind beides keine Gründe, die gegen eine gute Aufzeichnung und Wiedergabe mit Deinem vorhandenen Equipment sprechen ! Du schreibst selbst, Dein Mikro ist (erst einmal) gut genug. Dass Rechner Digitaldaten (gewandelte Audiosignale) beschneiden, wäre schon sehr, sehr ungewöhnlich (Das müsste Ableton schon so vorsehen, und dann ist es wahrscheinlich auch per Menu beeinflussbar). Reicht die Rechnerleistung nicht, wird halt alles ewig langsam, aber nicht dumpfer.

    Also, ich würde mich jetzt von hinten nach vorne durchhangeln, also vom Kopfhörer hin zum Mikro, etwa so:
    * A ) letzte Strecke: irgendein Audioplayer, der irgendein/e gute/s CD/mp3 wiedergibt (sollte gut klingen)
    * B ) vor-letzte Strecke: nun mit Ableton, also: guteAudioDatei -> Ableton -> Kopfhörer (klingt das genauso gut oder schlechter?)
    * C ) vor-vor-letzte Strecke: Interface -> Ableton -> Kopfhörer // bei den Signalquellen hast Du mehrere Auswahlmöglichkeiten, etwa Mikro, EGitarre, Recorder-Output usw. (klingt das genauso gut oder schlechter?)
    Usw.

    B ) könnte schon Einstellungsschwierigkeiten sichtbar machen (DAW's wie Ableton sind bereits ein guter Kandidat für Ärger)
    C ) zeigt ganz gewiss Verstellmöglichkeiten, wie kleine Schalterchen, falscher Eingang, unklug konfigurierte Ansteuersoftware usw.

    Der WEG geht dabei von gesichert zu immer ungewisser.

    ZIEL ist es, den Teil der Strecke zu isolieren, der irgendeinen Ärger macht. Versuche in Schritt 2 auch ein anderes Aufzeichnungsprogramm, wie etwa eins aus der OpenSource-List in https://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Audio_Workstation oder schlicht den Recorder in Windows (gibt's auf anderen Betriebssystemen sicher genauso.). Versuche auch, das im Laptop eingebaut Mikro ins DAW (Ableton etc.) einzuspeisen.

    Gehst Du systematisch so vor, von hinten nach vorne, kommst Du fast unausweichlich zum Übeltäter

    (Und mit etwas "Glück" im Sinne von Einsichten kannst Du dann auch wahlweise gute und schlechte Aufzeichnung ein- oder ausschalten. Das zeigt den Meister )

  20. MS-SPO´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  21. Nach oben    #18

    aus Bielefeld
    29 Beiträge seit 04/2017
    Vielen Dank? mmmh, wofür? Danke dir...!

    Nun, das wäre tatsächlich die Möglichkeit die ich fast vergessen habe, nämlich das bei Ableton ein Einstellungsfehler vorliegt. Wo wir beim nächsten Thema wären: Ableton oder eine andere DAW...? Und natürlich die Frage, welche Einstellungen bei Ableton stimmen müssen. Ansonsten bin ich wahrscheinlich diese Woche wieder so weit, dass ich Ableton reaktiviere und dann sehe, was es da alles zu tun gäbe, was Einstellungen angeht.

    Ansonsten, die Liste werde ich dann zum Teil durchgehen, vorallem was andere daw s angeht.....dann ist ja recht schnell klar, obs an Ableton liegt oder nicht.

    Ach ja, hab ich noch vergessen, klar ich nehme spur für spur auf, nichts gemeinsam.

  22. Nach oben    #19
    Avatar von MS-SPO
    116 Beiträge seit 10/2017
    Danke
    9
    Zitat Zitat von satanael Beitrag anzeigen
    Vielen Dank? mmmh, wofür?
    Beschreibung + Beobachtung: Ist ja ein Puzzle

    Zitat Zitat von satanael Beitrag anzeigen
    Danke dir...!

    Nun, das wäre tatsächlich die Möglichkeit die ich fast vergessen habe, nämlich das bei Ableton ein Einstellungsfehler vorliegt. Wo wir beim nächsten Thema wären: Ableton oder eine andere DAW...? Und natürlich die Frage, welche Einstellungen bei Ableton stimmen müssen. Ansonsten bin ich wahrscheinlich diese Woche wieder so weit, dass ich Ableton reaktiviere und dann sehe, was es da alles zu tun gäbe, was Einstellungen angeht.

    Ansonsten, die Liste werde ich dann zum Teil durchgehen, vorallem was andere daw s angeht.....dann ist ja recht schnell klar, obs an Ableton liegt oder nicht.

    Ach ja, hab ich noch vergessen, klar ich nehme spur für spur auf, nichts gemeinsam.
    Viel Erfolg, da findet sich schon etwas Interessantes. Höre später gerne von Deinen Fortschritten

  23. MS-SPO´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  24. Nach oben    #20

    aus Bielefeld
    29 Beiträge seit 04/2017
    naja letztendlcih fällt mir da eigentlich nur noch "necro sound" sein.....;D

  25. Nach oben    #21

    1 Beiträge seit 12/2018
    Danke
    1
    Zu erst mal Respekt.
    Wie oben schon geschrieben wurde, wenn ein Song Scheiße ist kann die beste Technik daraus keinen tollen Song machen.
    Mir gefällt dein Soundbeispiel sehr sehr gut. Ich würde daran, wenn man es das erste mal hört nichts ändern an den Instrumenten.
    Das ist einfach so gewollt und kling gut. Finde ich. Wie du selber gesagt hast sind die Vocals etwas beschränkt.
    Da wird dir nur ein Kondensatormikro helfen. Wenn du nur einzeln aufnimmst wird das gehen. Wenn du einen gute gekapselten Kopfhörer zum abhören benutzt. Denke dann vielleicht mal an einen Micscreen.

    the t.bone Micscreen XL von Thomann oder ähnliches (Kann man auch selber bauen)

    Beim Kondensator Mic hast du wieder eben die Wahl. Dein Shure SM58 ist eigentlich ein gutes Mikro für eine Livebühne. Ist praktisch das Mikrofon das jeder kennt und immer auf einer Bühne funktoniert. Eigentlich eben auch nur für die Bühne für einen Liveauftritt.
    Ist sehr Rückkopplungsarm. Jedes Kondensator wird gerade bei den S Lauten besser sein, aber dann gibt es Probleme mit den Rückkopplungen. Was aber eigentlich nur auf der Live-Bühne zum tragen kommt. Wenn du zu Hause jede einzelne Spur aufnimmst und dabei eine guten abgeschirmten Kopfhörer benutzt (hier ist ein Bayerdynamik DT770 pro ein Standard den jeder kennt und nutzt, gibt da natürlich auch bessere und schlechte) ist das unwichtig.
    Ich habe bei mir einen Kompromiss gemacht, da ich mal gerne zu Hause alleine Aufnehme, aber auch in 2 Bands spiele, habe ich mir ein Kleinmembrankondensator geholt. Das ist auf der Livebühne beherschbar wenn man schön hinter der PA bleibt und mit In Ear sich abhört, aber auch zu Hause einigermaßen pasabeln Sound aufnimmt. Da gibt es dann ein paar. Hab eine von THOMAN für 50 €
    welches zur Abnahme eines Instrumentes auch mal ausreicht. Mein Hauptmikro ist das Senheiser E865 welches bei den S-Lauten deutlich besser Auflöst als mein SM58 Clone den ich noch daheim habe. Oder ein Neumann KMS 105. Leider mir zu teuer.
    Am Laptop wirst du keine Soundqualität einbüsen, weil wie oben erwähnt im Audiointerface schon umgewandelt wird in Digital und ins Laptop per USB.
    Bei Gitarre würde ich mal versuchen, wenn du ein Kondesator Mikro dann hast (egal ob so wie ein Kleinmembran oder ein Großmembran) würde ich deine Gitarre mit zwei Spuren aufnehmen. Gleichzeitig per Klinke am eingebauten Abnehmer und mit dem Kondensator an der Gitarre. Beim Kondensator mußt du auch nicht mehr so nah ans Mikro ran. Am SM 58 sollte der Sänger ja mit den Lippen am Mikro kleben für mehr Bass.
    Dann hast du zwei Spuren gleichzeitig aufgenommen und kannst mal so die eine Spur und mal die andere höher drehen. Eine vielleicht doppeln und ganz links und die andere ganz rechts im Pan. Dann leicht zeitversetzt kommt auch immer gut.
    Da ist sehr viel machbar.

  26. lappy67´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  27. Nach oben    #22

    aus Bielefeld
    29 Beiträge seit 04/2017
    https://www.thomann.de/de/mxl_2006.htm

    was is mit dem?

    wobei ich ja denke, dass was ich über monitor höre vom mikro is so gut, dass das voll ausreichen würde, aber so klingt es ja nie auf dem band.

  28. Nach oben    #23
    Avatar von MS-SPO
    116 Beiträge seit 10/2017
    Danke
    9
    Zitat Zitat von satanael Beitrag anzeigen
    Öl findet man, wenn man an der richtigen Stelle bohrt. Qualität findet man, wenn man den Fehler gezielt ein- und ausschalten kann. Lass' Dich also nicht ablenken

    Zitat Zitat von satanael Beitrag anzeigen
    [url]wobei ich ja denke, dass was ich über monitor höre vom mikro is so gut, dass das voll ausreichen würde, aber so klingt es ja nie auf dem band.
    Ja, siehe vorigen Absatz ... Lass' Dich also nicht ablenken. Sieh es einmal so: Ableton und alle damit vergleichbaren DAW-Programme und Audio-Interfaces liefern heute glasklare 24-bit Audio-Qualität für den Hobby-Bereich ab. Und das liegt weit jenseits des technisch Möglichen der ausgereiften Analog-Audio-Technik vor mehreren Jahrzehnten.

    Wenn Deine Aufnahmen also nicht klingen, OBWOHL Du eine ausreichend gute Ausrüstung hast, dann liegt irgendeine Art von Fehler vor (Hardwarefehler, Softwarefehler, Einstellfehler, Konfigurationsfehler usw.). Wenn Du den nicht findest, kannst Du Dich totkaufen. Das freut die Wirtschaft, nun ja ... Und wenn's ein Fehler ist, den Du Dir am Ende selbst zuschreiben musst, wie etwa eine falsch gesetzte Option im Menue-Labyrinth, dann wirst Du diesen oder einen ähnlichen wieder machen.

    Also: Lass' Dich also nicht ablenken und kreise die Fehlerquelle systematisch ein.

    (Jedenfalls würde ich das so machen.)


  29. MS-SPO´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


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