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Thema: Angst und Zweifel beim Singen

  1. #1

    Angst und Zweifel beim Singen

    Hallo, liebe Forummitglieder.
    Ich bin etwas älter, habe in meinem Leben immer gern gesungen, für mich allein. Hab mich nie getraut irgend wo mitzusingen. Vor 3 Jahren, also ca. 30 Jahre später, ich bin so Anfang 50, begann ich im Chor mitzusingen, im 1. Sopran. Immer begleitet mich die Angst, zu laut zu sein, hervorzustechen. Die Menschen dort sind ja auch nicht alle gleich. Die Motivation ist für mich dort nur einmal ganz kurz von einer Mitsängerin und gekommen, dass meine Stimme schön ist. Das hat mir etwas Mut gemacht. Vor dem ganzen Chor zu singen, würde mir jedoch sehr viel Angst im Nacken machen. Aus Angst ich könnte einen Ton nicht treffen.
    Nun habe ich dem Ganzen noch etwas hinzugegeben, in dem ich bei einem Musical-Casting mitgemacht habe und dort doch promt genommen wurde. Am Anfang war alles noch ganz schön, Texte durchstöbern, Tanzschritte üben, Chorgesang (ein ganz kleiner Chor) üben. In der Zeit habe ich die Mitglieder etwas besser kennengelernt und ihre gegenseitige Bewertung. Während der letzten Proben insbsondere für Gesang, die sehr kurz waren, stieg meine Angst auf der Bühne ins Unermessliche. Alle schauten zu mir, als ich das Mikrophon testen sollte, kam alles nur noch ganz leise aus mir raus. Von keinem Mitglied oder insbesondere dem Regisseur kommt eine Motivation. Das es Mut macht. Es ist als würde jeder nur für sich alleine dort singen, keine Hilfe, keine Unterstützung.
    Die anderen Gesangsmitglieder beim Musical, waren sehr selbstsicher, obwohl manche auch schief und die ein oder andere Sängerin die Instrumente übertönt haben. Es gab auch hervorragende Solisten, die aber auch von den Teilnehmern heimlich bewertet wurden.
    Im Chor üben wir ja wenigsten noch einige Stunden vorher für einen Auftritt.
    Nun frage ich mich, ob ich dafür überhaupt geeignet bin, zu singen? Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und einen Weg daraus gefunden. Vielen Dank.

  2. Nach oben    #2

    musik soll dir spaß machen

    ich habe ähnliches bei musicals erfahren. leider ist der druck dort sehr hoch und für die die mitmachen ist eine schöne stimme nur noch selten was besonderes. ich hab mich selbst leider schon erwischt, wie ich zu gleichgültig mit super sängern zusammengesessen hab. das war auch der punkt wo ich mir gesagt habe, ich singe nur noch was ich will. ein lied singen zu müssen, um eine rolle zu spielen hat mir eh nicht so gefallen. generell gilt bei musicals: wenn dir keine kritik gegeben wird, warst du gut. ich hab auch im chor angdfangen und war froh dass mich damals meine ex quasi dazu gezwungen hat eine solostrophe zu singen.
    ich bin jetzt auf mittelaltermärkten als lagerbarde unterwegs(keine shows sondern nach marktschluss für die heerlager) und singe quer durch meinen liederordner worauf ich lust habe und oft wird mir nur still zugehört, schief mitgesungen, aber manchmal und das ist das tolle, treffe ich leute, die wie du eine tolle stimme haben(ok, ich kenne deine stimme nicht), aber ebenso schüchtern sind und nur mit lob und alkohol vor leuten singen können. dann nehm ich sie mir beiseite und ermunter sie laut mit mir zu singen. das ist das tolle, wenn man andere nicht nur berührt, sondern auch aus sich rauskommen lässt. das persönliche bei musik ist das besondere. wenn du dich aber beengt fühlst auf der bühne, dann ist das vielleicht nichts für dich auf der bühne zu stehen. bei mir war es vor und nachher auf der bühne ganz schlimm für mich, aber wenn ich dran war, war alles vergessen. das war aber nix für mich. ich stell mich gerne bei open mic nights in kneipen auf die bühne, sonst macht alleine oder im kleinen kreis singen aber genauso viel spaß


  3. Nach oben    #3

    Dabei seit
    02/2017
    Ort
    Wolfenbüttel
    Beiträge
    1
    Mir geht es ähnlich wie dir. Ich bin generell ein ängstlicher Mensch, stets am Anzweifeln seiner Skills...dank des Gesanges bzw. generell der Musik habe ich aber gelernt, dass diese Hemmungen überwindbar sind. Dafür braucht es viel Übung, viel Routine. Versuche, so oft wie möglich vor Leuten zu singen, und wenns "nur" vor dem kleinen Neffen ist. Alles davon wird dir helfen, als Sängerin zu wachsen, auch die Male, wo du dich nicht als gut genug empfandest. Denn an ihnen kannst du lernen, Durchhaltevermögen und Willensstärke zu entwickeln. Wenn du wirklich willst, wirst du auch eines Tages so einigermaßen dich frei fühlen können auf der Bühne. Manche brauchen einfach nur länger dafür als andere. Letztendlich finde ich die Qualität wichtiger!
    Also: Mach dich darauf gefasst, dass mal "Rückschläge" kommen können-versuche aber stets, die besten Strategien und Mittel für dich zu finden, Nervosität einzudämmen. Denke stets daran, dass andere bereits sagten, dass deine Stimme schön ist :-) Also keinen Grund zur Angst.

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