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Vielleicht stimmt der Eindruck nicht, es fühlt sich aber so an: Die populäre Musik steckt in der Sackgasse. Keine Innovationen mehr. Boomer schauen zurück, ob sie früher was verpasst haben, weil heutige Nonkonformisten so ermüdend berechnend konform gefällig sind, um ja nicht zu weit weg vom goldenen Kalb zu stehen. Verlässlich an den Fettnäpfchen vorbei bringt die Chance auf die Multiplikatoren der Vermarktungsindustrie. Und so wird es halt glatt. Manch Künstler will politisch sein, ist es aber kaum, da zu oberflächlich. Manch Künstler will nicht politisch sein, ist es aber, natürlich auch oberflächlich. Jüngst war einer so komplex beredet oberflächlich, da lernt man einebnende Dialektik im Endstadium nochmal neu. Am langweiligsten die Virtuosen aus dem Fundus der Superstars. Früher gab es ganz tolle Sachen, aber das Leben sollte weiter gehen. Schwarz weiß in Farbe ist so ermüdend. Natürlich gibt es Ausnahmen. Hier macht ein Ausnahmekünstler der Tradition schon ein paar Jahre vor seinem Tod einen Abgang - was er wohl zeitlebens tat. Irgendwann löste das Schicksal den Widerspruch auf. R.I.P.
JJ Cale - Leaving in the Morning
https://www.youtube.com/watch?v=OQS7...ezyaPM&index=8
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10.04.2026, 12:51
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#2939
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Anmaßungen und Fake
Unter der Überschrift geht immer mehr. Mal eben ein neues Bluesrock-Produkt als Zusammenarbeit von alten Helden und Heldinnen angepriesen. "Janis Joplin & Jimi Hendrix" sind das jedenfalls nicht...
Hätte eher auf Beth Hart und eine eher belanglose Gitarrenarbeit getippt (das Beste ist der Sound, aber sonst...naja, die Klampfe macht ihren Job).
https://www.youtube.com/watch?v=dTjB...&start_radio=1
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10.04.2026, 12:59
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#2940
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Tolle Ansage, undogmatisch, tolle Nummer:
Haindling - Leit hoit's z'samm - Live 1996
https://www.youtube.com/watch?v=2t4G...&start_radio=1
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12.04.2026, 10:54
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#2941
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Der Song ist von 88, für mich aber eher ein Rückgriff auf die 90er. Bevor die Band sich auflöste, gehörte sie in mein Mosaik. Das Comeback schien mir zu poppig und weich. Was die dann so über die Jahre machten, weiß ich gar nicht. Aber dieser Song gehört zu den Meilensteinen der Rockmusik. Expressiv extrovertiert, guter Text. Geiles, lebendiges Gitarrenspiel (Living Colour halt). War auch das Ende der nennenswerten Weiterentwicklungen der E-Gitarre? Irgendwann hat dieses Vintage-Gedönse den Sound hinter sich gelassen. Hat auch seine Berechtigung, wenn es um Sound und nicht kindisch verkratzten Gitarrenkitsch geht ("Vintage-Sound" ist eher mein Ding). Aber bis heute klingt niemand wie Vernon Reid. Könnte sehr gerne so bleiben, der Gitarrist.
Living Colour - Cult Of Personality
https://www.youtube.com/watch?v=7xxg...&start_radio=1
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