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Thema: Bandmitglied werden/gründen als "zweitklassiger" Musiker

  1. #1

    aus Oranienburg
    21 Beiträge seit 10/2019

    Bandmitglied werden/gründen als "zweitklassiger" Musiker

    Hallo,

    kurz zu mir: Ich habe mir so mit 10-12 Jahren das Keyboard-Spielen selber beigebracht. Daher kann ich zwar nicht so gut nach Noten aber ganz gut nach Gehör spielen (meist brauche ich nur die Akkorde und den Anfang und dann klappt das schon, oder eben Eigenkomposition).
    Ich habe in den 80ern mit Casio-Keyboards meinen Spaß gehabt, dann einen Yamaha Synthie bekommen. Dann ließ das wieder etwas nach mit dem Spielen, Irgendwann 2002 oder so habe ich mir einen Gebrauchten Roland Synthesizer dazu gekauft und habe halt ab und zu mal gespielt. Um 2010 habe ich dann VST Instrumente für mich entdeckt und das Spielen ging weiter. Allerdings war das immer mit etwas Aufbau verbunden und ich spielte halt nur wenig.
    Vor 2 Jahren habe ich mir dann endlich mal ein Keyboard gekauft (PSR S670) und das hat seinen Festen Platz und da spielte ich dann täglich drauf. Anfangs noch unsicher, mittlerweile schon ganz ordentlich. Aber sicher nicht Fehlerfrei. Irgendwann habe ich auch "eingesehen", dass das Nachspielen von vorhandener Musik auch sehr schön sein kann und kein "abpausen" ist und auch für Zuhörer meist interessanter als die Eigenkompositionen. Seitdem spiele ich fast nur noch nach.
    Meist wie erwähnt nach Gehör, wie ich das Lied "interpretiere".

    Nun hatte ich mal bei einer Kleinanzeige ein Gesuch gehabt, wo eine Sängerin mit zwei "Restmusikern" eine neue Gruppe gründen wollte und dazu einen Gitarristen und Keyboarder suchte. Die hatten wohl vorher eine kleine Schülerband (16 bis 32 Jahre alt), die ein paar Auftritte in der Region hatte. Und die Sängerin (32) hatte sich dann getrennt oder so und wollte nun was "größeres" machen. Mit Live Auftritten und vielleicht ne CD. Eigenkompositionen und Coverversionen.

    Ich hatte mich da mal vorgestellt, aber hat nicht geantwortet. Ich hatte nach dem abschicken der "Bewerbung" aber auch über mich nachgedacht. Dass ich zwar Spaß am spielen habe und auch gerne in einer Band spielen würde, aber ob ich da eine "Bereicherung" wäre ist ja doch fraglich. Auf meiner Tastatur kleben "Notenhelferlein", die ich zwar nur selten Nutze, aber manchmal doch hilfreich sind. Ich verspiele mich häufig und spiele "lieber" nach Gehör als das was da auf dem Notenblatt steht...
    Mir fehlt die Erfahrung für "coole Keyboard-Riffs", die meiner Meinung nach für Live-Auftritte unumgänglich sind und das "Fingersystem" beherrsche ich schon mal gar nicht

    Aber wie gesagt. Mal so mit anderen zusammen zu Spielen ist bestimmt eine Bereicherung und ist vielleicht auch gar nicht mehr so schwierig, wenn man nicht mehr als "Alleinunterhalter" für alle Instrumente zuständig ist und sich z.B. nicht mehr auf Bass und Schlagzeugbegleitung konzentrieren muß.. Und Übung macht ja bekanntlich den Meister.
    Aber wie sollte man da vor gehen? Eine Band gründen? In Form von "Zweitklassiger Keyboarder sucht zweitklassige Musiker zum Mitmachen"? Das kann ja auch schnell Frustig werden, wenn es am Ende so gar nicht klappt.

    Ich hatte bei meiner "Bewerbung" damals auch geschrieben, dass ich halt auch gerne übergangsweise mitmachen würde um einfach meine Fähigkeiten zu schulen und einzuschätzen und wenn jemand besseres kommt, wäre ich sicher auch still zur Seite getreten. Aber wie gesagt. Keine Antwort.

    Ein weiteres Problem ist auch, dass die meisten Bands halt auf Hardrock/Metal/Punk spezialisiert sind und selten mal welche, die einfach nur gerne Oldies spielen so wie ich (60er bis 80er).

    Vielleicht habt ihr ein paar Tips, die über das "Einfach machen" hinaus gehen

    Vielen Dank

    Gruß
    Andreas

  2. Nach oben    #2
    Avatar von Pedda
    aus Bayern
    20 Beiträge seit 11/2019
    Danke
    7
    Hallo Andreas
    Ich kenne deine Situation gut. nur eben als Gitarrist. Ich habe nie Noten gelernt und spiele seit 42 Jahren nach Gehör.
    DAS war nie das Problem. Ich habe immer wieder festgestellt, dass man selbst entweder" zu gut" spielt, oder zu schlecht spielt. Oder die bevorzugte Musikrichtung passt überhaupt nicht mit meinen Vorlieben zusammen. Und wenn mal alles einigermaßen zusammen passt.........
    Scheitert es entweder daran, dass man selbst zu alt ist oder die anderen zu jung. Dass die Band Karriere machen will und 30 Auftritte im Jahr (was ich nicht will).
    Und wenn das dann auch noch passen sollte, gibt es mit Sicherheit einen Deppen in der Band, der einem jegliche Freude am Zusammenspiel raubt.
    Du merkst, es ist zum Mäusemelken.
    Was ich dir aber empfehlen würde. Nimm Unterricht! Bei einem Musiklehrer, der auf Noten verzichten kann und dir trotzdem Kniffe, Riffs und Sounds zeigen kann, die dir weiterhelfen. Das lässt sich ja vorher fragen.
    Mit meinen 56 Jahren nehme ich seit 2 Monaten zum ersten mal in meinem Leben auch Unterricht.
    Gruß, Peter

    P.S. Und es führt kein Weg daran vorbei in eine Band einzusteigen um sein eigenes Spiel zu verbessern und auch das Zusammenspiel mit anderen zu trainieren. Auch wenn es schiefgeht.....man lernt trotzdem eine Menge dazu. Also irgendwie doch "einfach mal machen"


  3. Nach oben    #3

    aus Oranienburg
    21 Beiträge seit 10/2019
    Ich habe kürzlich mal überlegt, Klavierunterricht zu nehmen. Ich meine, es ist ja nicht so, dass ich nicht gerne Noten lernen würde wollen. Aber es geht irgendwie nicht rein
    Ich spiele ja vieles "nach Noten", aber eher so eine Mischung aus "Akkorde Spielen", "Notenanfang erhaschen" und dann nach Gehör weiterspielen
    Die Bass-Noten sind meine Archilles-Verse. Und da spielen, was da WIRKLICH steht ist ohnehin nicht drin. Da habe ich dann auch ein wenig "Angst", wenn man mal was Nachspielt und da wird dann das "berühmte Piano-Solo" gefordert und ich mag aber lieber nur die Akkorde Schmettern und die restlichen Finger so, dass es "halbwegs ähnlich" klingt.. Auf der anderen Seite ist es bestimmt auch was ganz anderes, wenn man kein "Alleinunterhalter" mehr ist und andere die anderen Parts spielen und ich mich tatsächlich nur noch auf die Piano-Begleitung kümmern muss..

    Manchmal bin ich allerdings auch von mir selbst überrascht, wenn ich da "irgendwas spiele", von dem ich nicht mal wüsste, wie ich das eigentlich gerade spiele..

    Mit dem Unterricht hat dann erstmal an den 120 Euro im Monat gestockt und letztendlich denke ich auch, dass ich - gerade was die Noten angeht - mich nur mal hinsetzen muß und mich damit auseinandersetzen sollte.. Und da kann mir ein Lehrer vermutlich auch nicht wirklich weiterhelfen.. Ohne Fleiss kein Preis, oder wie war das
    Mein Problem: Ich spiele einfach zu gerne

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