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Thema: 4 Jähriger spielt täglich Keyboard!

  1. #1

    4 Jähriger spielt täglich Keyboard!

    Hallo ihr Lieben,
    ich selbst spiele kein Keyboard, wir haben aber immer eins Zuhause gehabt, da mein Mann früher mal eine kurze Zeit gespielt hat. Mein Sohn zeigt jetzt großes Interesse daran und möchte täglich auf dem Keyboard spielen. Ich weiß nicht ob das gerade eine Phase o.ä. ist oder ob er das wirklich langfristig machen wird. Ich möchte ihn natürlich unterstützen, da man Kinder so früh wie möglich ein Hobby zeigen solle bzw. etwas was sie eben als solches ausüben dürfen wenn sie möchten. Wäre es zu früh ihn bei einem Kurs anzumelden? Ich kann ihm nicht wirklich dabei lehren, bzw. habe ich nicht so viel Ahnung davon. Hat einer eine Idee was da zu tun ist?

  2. Nach oben    #2
    Premium-Mitglied Avatar von Sir Raven
    aus Berlin
    410 Beiträge seit 06/2011
    Danke
    14
    Hallo liebker und willkommen im Musikerforum,

    es ist überhaupt nicht ungewöhnlich, wenn Kinder in diesem Alter mit dem Instrumental-Unterricht beginnen. Die Größten haben fast alle zwischen drei und fünf Jahren angefangen. Zu früh ist es nie. Natürlich kann es passieren, dass ein Kind das Interesse verliert, was jedoch seltener ist, je früher begonnen wird. Gewöhnung (Prägung) spielt dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle. Je früher man mit etwas beginnt, umso selbstverständlicher wird es und umso leichter fällt es. Ich hätte in dem Alter viel gegeben, hätten sich meine Eltern Klavierunterricht leisten können (Keyboardunterricht gab es damals noch nicht).

    Gruß
    Ted

    99 % aller Leute, die sich als Produzenten bezeichnen, haben keinen Schimmer von der Arbeit eines Produzenten. Ich bin keiner.

  3. Nach oben    #3
    Sir Raven,
    danke für die hilfreiche Antwort. Ich kenne das aus dem Bereich Sport, dass es nur gut ist Kinder früh bei einem Verein anzumelden um natürlich auch Disziplin beizubringen. Musikalisch habe ich da einfach keine Erfahrung und will den kleinen natürlich nicht zu etwas drängen, nur weil ich das so toll finde, dass er gerne spielt. Aber ich denke ich schließe mich deiner Meinung an. Wie reagiert man denn dennoch, wenn das Kind mal keine Lust darauf hat? Trotzdem hinschicken?

  4. Nach oben    #4
    Premium-Mitglied Avatar von Sir Raven
    aus Berlin
    410 Beiträge seit 06/2011
    Danke
    14
    Nun, meine Frau und ich sind kinderlos, weswegen es mir nicht zusteht, Dir Erziehungstipps zu geben. Ich stelle mir einfach vor, was ich damals gewollt hätte und was rückblickend gut für mich gewesen wäre. Ich denke, Ausnahmen sollten möglich sein aber auch wirklich Ausnahmen bleiben. Wenn ein Kind öfter nicht zum Unterricht will, sollte man, statt es zu "zwingen", herausfinden, warum das so ist. Verliert das Kind die Lust oder liegt es am Lehrer? Warum ist das so? Was läuft schief? Ein Lehrer, der zu viel verlangt, wird sich negativ auf die Motivation und das Selbstwertgefühl des Kindes auswirken. Wenn ein Kind das Gefühl bekommt "ich kann das eh nicht", liegt es immer am Lehrer. Jeder kann alles lernen! Diese Erfahrung habe ich gemacht als ich Mathe-Nachhilfe gab und mit den richtigen individuellen Methoden aus Vierer- und Fünfer-Schülern Zweier- oder gar Einser-Schüler gemacht hatte. Ok, das waren hauptsächlich Abiturienten und Berufsschüler, also mit Vierjährigen nicht wirklich zu vergleichen. Wobei wir wieder bei "so früh wie möglich" wären. Spricht ein Lehrer dem Kind jedes Talent ab, dann liegt das daran, dass der Lehrer zu ungeduldig ist oder er das Kind schlicht nicht mag. Talent ist hilfreich aber Nebensache. Die Fähigkeit ein Instrument gut zu beherrschen kann man in vier Teile à 30%, 30%, 30% und 10% einteilen. Die ersten 30% sind Übung, die zweiten 30% sind Übung, die dritten 30% sind Übung, die restlichen 10% sind Talent. Und sollten selbst diese 10% fehlen, kann man sie durch Übung kompensieren.

    Gruß
    Ted
    99 % aller Leute, die sich als Produzenten bezeichnen, haben keinen Schimmer von der Arbeit eines Produzenten. Ich bin keiner.

  5. Nach oben    #5
    Ob kinderlos oder nicht, selbst ich die Kinder hat, weiß erziehungstechnisch nicht weiter Aber ich finde das, was du da geschrieben hast klingt doch schlüssig. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke hat es mir auch an Motivation gefehlt, sobald ich überfordert war oder ein falscher Lehrer kam. Ich denke es ist aufjedenfall einen Versuch wert, solange das Kind von alleine soviel Spaß daran findet. Und immerhin befindet er sich noch in der Entwicklung, selbst wenn er irgendwann wirklich die Lust daran verlieren sollte, denke ich ist es nicht all zu schlimm.


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