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Thema: Pfändung von Musikinstrumenten und Equipment?

  1. #1

    15 Beiträge seit 02/2019
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    Pfändung von Musikinstrumenten und Equipment?

    Hallo allerseits!

    Erstmal vorweg, es geht nicht um mich selbst, sondern um einen Bekannten. Er hatte in der Vergangenheit immer mal wieder Probleme damit, seine Schulden zu bezahlen und befürchtet nun, dass demnächst der Gewrichtsvollzieher bei ihm klingelt, um bei ihm zu pfänden.
    Viel wertvolles dürfte bei ihm nicht zu holen sein, aber er meinte, er hätte ein paar hochwertige E-Gitarren und Keyboards (Genaueres weiß ich nicht, aber er deutete an, dass ihr Wert im vierstelligen liegt) sowie anderes teures Equipment (Mischpult, Verstärker etc.). Die benötigt er für seine gelegentlichen Auftritte, bei denen er auch immer mal wieder was verdient. Ein Grund mehr warum er die nicht hergeben möchte.

    Jetzt frage ich mich, ob seine Beführchtungen richtig sind? Werden auch Instrumente gepfändet, erst recht wenn man damit ein (wenn auch unregelmäßiges geringes) Einkommen erzielt?

    Würde mich sehr interessieren.

  2. Nach oben    #2
    Avatar von crisben
    aus Stralsund
    56 Beiträge seit 01/2019
    Danke
    3

    Pfändung von Instrumente

    Sieh das bitte als guten Rat an von mir.

    Sage Deinem Bekannten er soll einer geregelten Arbeit nachgehen, dann bekommte er auch
    das mit den Schulden auf die Reihe.
    Außerdem kann er dann in aller Ruhe und Freude nebenher Musik machen, und dann
    sollte es doch möglich sein alles in den GRiff zu bekommen.
    Das machen ganz viele Hobbymusiker genau so.

    LG Crisben


  3. Nach oben    #3

    15 Beiträge seit 02/2019
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    1
    Oh, mir musst du nicht sagen, dass man als Musiker nicht reich wird.

    Und soweit ich das sagen kann, weiß das auch mein Bekannter. Aber es ist bekanntlich nicht immer ganz einfach, mal eben so ein Arbeitsverhältnis zu finden. Er ist auf der Suche.
    Bis dahin ist aber die Musik eben sein einziges Einkommen.

  4. Nach oben    #4
    Avatar von crisben
    aus Stralsund
    56 Beiträge seit 01/2019
    Danke
    3
    Du musst zugeben, das Die Frage komisch ist, denn angenommen es ist ernst, wird man als erstes die Instrumente
    pfänden, wenn sie denn einen gewissen Wert darstellen.

    Das sagt doch der gesunde Menschenverstand.
    Ich kenne so einige, die Tagsüber auf der Matte liegen, und dann zwischendurch muggen gehen.
    Ist ja nichts gegen einzuwenden, solange er dann nicht noch vom Arbeitsamt Geld bekommt.
    Dann wird es nämlich richtig eng.
    Und erzähl mir nicht, dass man keine Arbeit bekommt. Das sind billige ausreden.
    Die Geschichte vom armen verkannten Musiker, der chronisch Pleite ist, hör auf.

    Ich weiß was im Leben Los ist, und habe schon so lange ich denken kann Musik gemacht.
    Die meisten Jahre nebenbei, und dann später als festes Hauptstandbein. Trotzdem immer noch
    andere Tätigkeiten gemacht.
    Von nichts kommt nichts, und die Backen muss man schon ein wenig zusammen kneifen.
    Also ruf Ihn an und sag ihm er soll Aufstehen und Bewerbungen tippen.

    LG Crisben

  5. Nach oben    #5

    15 Beiträge seit 02/2019
    Danke
    1
    Wow, urteilst du immer so schnell über Menschen, über die du absolut nichts weißt?

    Ich lasse mich jetzt nicht auf die Diskussion ein, inwieweit jemand die Schuld an seiner Arbeitslosigkeit trägt. Das war nie Bestandteil meiner Frage und ich habe diese Frage auch nicht gestellt, um meinem Bekannten irgendwelche Tipps in Sachen Lebensführung zu führen. Auch er ist ein Mensch, "der weiß was im Leben los ist".

    Ich habe gefragt, weil mich die rechtliche Situation hier interessiert, nicht mehr und nicht weniger, weshalb ich gerne wieder auf das eigentliche Thema zurückkommen möchte: Inwieweit dürfen hochwertige Gegenstände gepfändet werden, wenn sie nötig für das Einkommen des Schuldners sind?

  6. BluesClues´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  7. Nach oben    #6
    Avatar von MS-SPO
    153 Beiträge seit 10/2017
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    Hier ein paar Hinweise:

    https://www.schuldnerberatung.de/pfaendung/ (Kann er eine Pfändnerberatung aufsuchen?)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Pf%C3%A4ndung
    https://de.wikipedia.org/wiki/Pf%C3%A4ndungstabelle

    https://www.schuldnerberatung-diskret.de/pfaendung (Was kann man pfänden, unter welchen Umständen?)

    Wie in jedem Rechtsfall werden auch hier die individuellen Umstände den Ausschlag geben.

    Grüße von Tante Google

  8. Nach oben    #7
    Avatar von crisben
    aus Stralsund
    56 Beiträge seit 01/2019
    Danke
    3
    Zitat Zitat von BluesClues Beitrag anzeigen
    Wow, urteilst du immer so schnell über Menschen, über die du absolut nichts weißt?

    Ich lasse mich jetzt nicht auf die Diskussion ein, inwieweit jemand die Schuld an seiner Arbeitslosigkeit trägt. Das war nie Bestandteil meiner Frage und ich habe diese Frage auch nicht gestellt, um meinem Bekannten irgendwelche Tipps in Sachen Lebensführung zu führen. Auch er ist ein Mensch, "der weiß was im Leben los ist".

    Ich habe gefragt, weil mich die rechtliche Situation hier interessiert, nicht mehr und nicht weniger, weshalb ich gerne wieder auf das eigentliche Thema zurückkommen möchte: Inwieweit dürfen hochwertige Gegenstände gepfändet werden, wenn sie nötig für das Einkommen des Schuldners sind?
    Warum sagst Du sowas ?
    Ich urteile über niemanden, sondern erzähle aus meinem Erleben. Außerdem bekommt man dafür kompetente
    Rechtsauskunft in einer Schuldner Beratung, und deswegen gehört meines Erachtens solch eine Thematik
    nicht in ein Musikforum.
    So, und jetzt halte ich mich da raus, das hätte ich vorher schon tun sollen, denn Schuld haben sowieso immer
    die Anderen.

    LG Crisben

  9. Nach oben    #8
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
    666 Beiträge seit 11/2011
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    22
    Zitat Zitat von BluesClues Beitrag anzeigen
    ...weshalb ich gerne wieder auf das eigentliche Thema zurückkommen möchte: Inwieweit dürfen hochwertige Gegenstände gepfändet werden, wenn sie nötig für das Einkommen des Schuldners sind?
    Das kann alles gepfändet werden.
    Wenn er die Instrumente regelmäßig verwendet, um damit für einen Teil seines Lebensunterhaltes zu sorgen, so müsste er seine Einkünfte natürlich auch beim Amt angegeben haben, was ich allerdings bezweifle. Da hätte er vielleicht noch eine Chance.
    Das man sich schwarz was nebenbei verdienen möchte, wird den Gerichtsvollzieher eher nicht jucken.
    fix it in the mix

  10. Nach oben    #9
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
    666 Beiträge seit 11/2011
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    22
    Zitat Zitat von crisben Beitrag anzeigen
    So, und jetzt halte ich mich da raus, das hätte ich vorher schon tun sollen, denn Schuld haben sowieso immer
    die Anderen.
    LG Crisben
    Es sind immer die anderen Schuld, das ist halt auch bequemer so.
    Natürlich sucht man die Schuld bei sich selbst zuletzt, wenn man bei dem heutigen Überangebot an Jobs keine Arbeit finden kann.
    fix it in the mix

  11. Moogman´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  12. Nach oben    #10

    15 Beiträge seit 02/2019
    Danke
    1
    *seufz* Und natürlich ist es gleich wieder ein Faulenzer und Schwarzarbeiter, natürlich kann es nichts anderes sein ...

    Das nächste Mal stelle ich meine Frage einfach rein hypothetisch mit Person XYZ, dann können wir vielleicht die Vorurteile und Pauschalisierungen unterlassen und beim eigentlichen Thema bleiben.

    @MS-SPO: Danke für die Links, die waren tatsächlich sehr aufschlussreich.
    Irgendeine Beratung hat er aufgesucht, kann jetzt aber nicht sagen, ob das beim Anwalt war, beim Insolvenzberater oder Pfändungsberater (gibt's zwsichen den letzten beiden eigentlich einen Unterschied?).

    Ergänzung: Okay, nachdem was ich hier https://www.privatinsolvenz.net/schu...tung-aufgaben/ gelesen habe und was er mir erzählt hat, war's wohl ne Schuldnerberatung.

    @Moogman: Gehen wir mal davon aus, die Einkünfte sind ordnungsgemäß als Nebenverdienst angemeldet.
    Auf der einen SEite stehen die Forderungen der Gläubiger, die durch die Pfändung wertvoller Gegenstände wie der Instrumente, beglichen werden sollen. Auf der anderen Seite die Tatsache, dass der Eigentümer mit diesen Gegenständen - legale - Einkünfte erzielt, die ja ebenfalls zur Rückzahlung der SChulden genutzt werden können. Und zur Sicherung des Lebensunterhalts.
    Ich fragte mich jetzt in dem Zusammenhang, welcher Anspruch rechtlich schwerer wiegt.

    Nochmal @MS-SPO: Stimmt, individuelle Umstände spielen bei der Juristerei immer eine große Rolle. Allerdings gibt es ja meistens einen Rahmen, in dem sich Anwälte, Richter, Gerichtsvollzieher etc. bewegen dürfen/müssen. Glücklicherweise.

  13. Nach oben    #11
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
    666 Beiträge seit 11/2011
    Danke
    22
    Zitat Zitat von BluesClues Beitrag anzeigen
    @Moogman: Gehen wir mal davon aus, die Einkünfte sind ordnungsgemäß als Nebenverdienst angemeldet.
    Auf der einen SEite stehen die Forderungen der Gläubiger, die durch die Pfändung wertvoller Gegenstände wie der Instrumente, beglichen werden sollen. Auf der anderen Seite die Tatsache, dass der Eigentümer mit diesen Gegenständen - legale - Einkünfte erzielt, die ja ebenfalls zur Rückzahlung der SChulden genutzt werden können. Und zur Sicherung des Lebensunterhalts.
    Ich fragte mich jetzt in dem Zusammenhang, welcher Anspruch rechtlich schwerer wiegt.

    Nochmal @MS-SPO: Stimmt, individuelle Umstände spielen bei der Juristerei immer eine große Rolle. Allerdings gibt es ja meistens einen Rahmen, in dem sich Anwälte, Richter, Gerichtsvollzieher etc. bewegen dürfen/müssen. Glücklicherweise.
    Da gibt es sicherlich Wege, aber muss man mit dem Gerichtsvollzieher klären, eine Schuldenberatung ist da immer gut.

    Ähnliche Fälle gab es ja auch schon mit Handwerkern, denen man das komplette Werkzeug wegpfänden wollte. Hier werden die aber immer abwägen, ob von ihm eine ernste Gewinnabsicht dahinter steht, oder ob er sich nur durch etwas Schwarzarbeit noch ein kleines Zubrot verdienen will. Wenn einer gerade erst mit seiner Firma startet, möchte man ihm ja nicht gleich die Zukunft verbauen.
    Wenn dein Kollege allerdings sehr teure Gitarren, also Sammlerstücke hat, so werden die sehr wahrscheinlich gepfändet werden, da man auch mit günstigeren Gitarren Musik machen kann. Die werden auch darauf drängen, das ihm eine zum Musikmachen ausreicht.
    Er muss das eben kommunizieren und wahrscheinlich künftig seine Einnahmen offenlegen.

    Zitat Zitat von BluesClues Beitrag anzeigen
    *seufz* Und natürlich ist es gleich wieder ein Faulenzer und Schwarzarbeiter, natürlich kann es nichts anderes sein ...
    Das ist ja eher auch der Normalfall und natürlich gibt es auch Ausnahmen.
    In meinem näheren Bekanntenkreis wäre allerdings kein Musiker unter der Ausnahme einzuordnen.
    fix it in the mix

  14. Nach oben    #12

    15 Beiträge seit 02/2019
    Danke
    1
    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Ähnliche Fälle gab es ja auch schon mit Handwerkern, denen man das komplette Werkzeug wegpfänden wollte. Hier werden die aber immer abwägen, ob von ihm eine ernste Gewinnabsicht dahinter steht, oder ob er sich nur durch etwas Schwarzarbeit noch ein kleines Zubrot verdienen will. Wenn einer gerade erst mit seiner Firma startet, möchte man ihm ja nicht gleich die Zukunft verbauen.
    Das ist ein interessanter Hinweis, danke. Werde mal schauen, ob ich dazu ein paar Urteile finde.

  15. Nach oben    #13
    Avatar von MS-SPO
    153 Beiträge seit 10/2017
    Danke
    12
    Zitat Zitat von BluesClues Beitrag anzeigen
    (...)@MS-SPO: Danke für die Links, die waren tatsächlich sehr aufschlussreich.
    Irgendeine Beratung hat er aufgesucht, kann jetzt aber nicht sagen, ob das beim Anwalt war, beim Insolvenzberater oder Pfändungsberater (gibt's zwsichen den letzten beiden eigentlich einen Unterschied?). (...)
    Gerne, schön, wenn's hilft Michael


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