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Thema: Wie Fanbase aufbauen?

  1. #1

    aus Niederösterreich
    55 Beiträge seit 12/2017

    Wie Fanbase aufbauen?

    Wurstel


    Leider ist es so, daß meine Band (ich meine meine Hauptband) praktisch kaum Fans hat, obwohl es die Band seit 2009 gibt.

    Nun meine ich, daß dieser Umstand geändert werden soll. Aber wie?

    Anfangs hatte mir ein Journalist angeboten, eine Webseite für meine Band zu machen, welche allerdings nicht kostenlos war. Von Zeit zu Zeit schrieb er dort Beiträge, wofür er aber Geld verlangte. Dann war er lange nicht erreichbar und schrieb nur mehr sporadisch. Inzwischen meldeten sich bei mir Rechtsanwälte, die auf der Bandseite von dem Journalisten angegriffen worden sind und verlangten von mir die Löschung dieser Beiträge, was ich nicht machen konnte, weil ich die Zugangsdaten nicht habe. Der Journalist war dann überhaupt nicht mehr erreichbar.

    Da mich die (Berufs-)Musiker nach dem ersten Auftritt verlassen haben, wurde die CD meiner Band mit Studiomusikern eingespielt. In der Zeit, als die Plattengesellschaft die CD im Vertrieb hatte, gab es lediglich einen Auftritt mit 8 Zuschauern (der zweite Auftritt mußte abgesagt werden) - vorher gab es einen von der Plattengesellschaft aufgestellten Auftritt, den ich mangels Musiker playback spielen mußte und zu dem genau zwei Zuschauer kamen. Die Musiker dieser zweiten Formation meiner Band verließen mich, da ich meinte, wir sollten regelmäßig proben - die Musiker sagten, daß bei 8 Zuschauern maximal eine Probe vor dem Auftritt drinnen ist; da ich dennoch auf regelmäßigen Proben bestand, verließen sie die Band mit der Begründung, für Proben keine Zeit zu haben.

    Eine Bekannte machte drei Videos aus Liedern der CD und verlangte dafür einen Haufen Geld. Die Videos stellte sie auf YouTube. Sie wollte dann noch ein viertes Video drehen, was ich abgelehnt habe. Aus Wut hat sie dann zwei der drei Videos auf YouTube wieder gelöscht. Immerhin brachten mir diese Videos einige Musiker, und es gab einen Auftritt bei einem Bandwettbewerb. Allerdings wollten diese Musiker, daß bei den Auftritten gleich Geld fließt, was natürlich nicht möglich war.

    Unser Gitarrist hat ebenfalls ein Video gemacht. Ein weiteres Video wurde gedreht, aber das ist bis heute nicht fertig geworden...

    Dann diskutierte ich in einem Musikerforum (in dem ich später gesperrt wurde) über meine Bandprobleme. Dies las ein Wiener Musiker, der dann Kontakt mit mir aufnahm und dann weitere Musiker fand. Jetzt sind wir seit etwa 2014 komplett (wobei uns heuer aber der Bassist abhanden kam).

    Zu den Konzerten kamen von mir eigentlich höchstens zwei Leute und von den anderen Musikern auch kaum mehr.

    Unser Gitarrist hat eine Bandseite auf Facebook gemacht. Ich weiß aber nicht, wieviel die bringt.

    Wie kann Ich erreichen, daß mehr Leute zu den Konzerten kommen? Ich habe öfter Flyer auf meinem Drucker gedruckt und ausgelegt {zweimal auch in einer Druckerei machen lassen) und Plakate in die Lokale gehängt (vor dem ersten Auftritt auch in ganz Wien plakatieren lassen). Gebracht hat es nicht wirklich was.


    Wurstel

  2. Nach oben    #2
    Hallo Wurstel,

    fangen wir doch umgekehrt an: "(...) praktisch kaum Fans (..)" bedeutet umgekehrt, dass es wenigstens einige Fans gibt, vielleicht auch langjährige.

    Was gefällt denen an Deiner/Eurer Musik oder am Gesamtpaket?

    Grüße, Michael


  3. Nach oben    #3
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
    581 Beiträge seit 11/2011
    Danke
    18
    Zitat Zitat von Wurstel Beitrag anzeigen
    Wie kann Ich erreichen, daß mehr Leute zu den Konzerten kommen?
    Eine dauerhaft treue Fanbase muss man sich mühsam erspielen, also möglichst oft auftreten und sich so mit der Zeit einen Namen machen. Wenn es den Leuten gefällt, dann werdet ihr auch gebucht.
    Gäbe es andere einfachere Wege, dann würde das ja Jeder machen.
    fix it in the mix

  4. Moogman´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  5. Nach oben    #4

    aus Niederösterreich
    55 Beiträge seit 12/2017
    Wurstel


    Zitat Zitat von MS-SPO Beitrag anzeigen
    fangen wir doch umgekehrt an: "(...) praktisch kaum Fans (..)" bedeutet umgekehrt, dass es wenigstens einige Fans gibt, vielleicht auch langjährige.

    Was gefällt denen an Deiner/Eurer Musik oder am Gesamtpaket?
    Das kann ich nur von meinen beiden Fans sagen:

    Der eine ist einer meiner wenigen Freunde, ein Schulfreund aus der Wiener Handelsschule. Der kommt, weil er ein Freund von mir ist. Allerdings hat er außer mir nur einen Freund (ebenfalls ein ehemaliger Schulkollege), der aber nur zu klassischen Konzerten {Philharmoniker und sowas) geht und somit nicht zu Auftritten meiner Band. Der bringt keine weiteren Leute, weil seine Arbeitskollegen nur Ö3 hören.

    Dann habe ich einen weiteren Freund, der eine Orgel hat und Alleinunterhalter ist und bei meiner Zweitband mitspielt. Allerdings steht der auf ganz andere Musik (Glem Miller, Schlager, alte Wienerlieder). Als wir (lange Zeit) in einem Lokal auf der dortigen Bühne geprobt haben, brachte dieser Freund einen seiner Freunde mit; Letzterer wurde dann ein Fan von uns und kommt auch zu den Konzerten (mein Freund mit der Orgel hingegen eher nicht, weil er kein Fan von Rockmusik ist). Mittlerweile gibt es dieses Lokal aber nicht mehr, und wir proben in stundenweise mietbaren Proberaumstudios.

    Also weitere Zuschauer bringen uns diese beiden Fans nicht.

    Das Problem hängt auch damit zusammen, daß ich nicht in Wien wohne, sondern ca. 30 Kilometer entfernt. Aus meiner Ortschaft oder der nahen Kleinstadt fährt keiner meiner Bekannten nach Wien zu einem Konzert, das ist ihnen zu weit. Auch die Bands dieser Kleinstadt spielen nicht in Wien, da dort ihre Fans nicht hinfahren und sie in Wien ja unbekannt sind. (Da es in dieser Kleinstadt mittlerweile kaum mehr Auftrittsmöglichkeiten gibt, haben sich die meisten dieser Bands bereits aufgelöst.)

    Und meine Familie ist ja sowieso dagegen, daß ich Musik mache...


    Wurstel

  6. Nach oben    #5

    aus Niederösterreich
    55 Beiträge seit 12/2017

    Die Facebook-Statistik

    Wurstel


    Unser Gitarrist hat ja im August 2014 eine Band-Webseite auf Facebook gemacht. Hier die statistischen Daten für den Zeitraum 24. - 30. Juli 2018:

    32 Seitenaufrufe (100 %)
    5 erreichte Personen (17 %)
    20 Beitragsinteraktionen (400 %)
    7 Videos (250 %}
    1 Seitenabonnent (100 %)
    Das ganze für eine Woche.

    Ist das jetzt ein gutes oder ein schlechtes Ergebnis?


    Wurstel

  7. Nach oben    #6
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
    581 Beiträge seit 11/2011
    Danke
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    Zitat Zitat von Wurstel Beitrag anzeigen
    Ist das jetzt ein gutes oder ein schlechtes Ergebnis?
    Objektiv betrachtet ist das gar nix, sorry.
    Wie viele Seitenaufrufe sind denn nur alleine von euch? Wenn du diese noch abziehst bleibt da nichts mehr viel übrig.
    Reine Aufrufe bedeuten ja auch nicht viel, eher wie viele Minuten die Videos abgespielt wurden.
    fix it in the mix

  8. Nach oben    #7
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
    581 Beiträge seit 11/2011
    Danke
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    Zitat Zitat von Wurstel Beitrag anzeigen
    Das kann ich nur von meinen beiden Fans sagen
    Freunde oder Bandmitglieder sind keine Fans, das kann man doch nicht mitzählen.
    Fans sind solche Leute, die eure Konzerte besuchen und eure Platten kaufen, also auch gerne bereit sind, etwas Geld für eure Musik auszugeben.
    fix it in the mix

  9. Nach oben    #8
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
    581 Beiträge seit 11/2011
    Danke
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    Zitat Zitat von Wurstel Beitrag anzeigen
    Unser Gitarrist hat ja im August 2014 eine Band-Webseite auf Facebook gemacht. Hier die statistischen Daten für den Zeitraum 24. - 30. Juli 2018:
    haste mal einen Link? Ich schau gerne mal rein und hinterlasse ein like.
    fix it in the mix

  10. Nach oben    #9

    aus Niederösterreich
    55 Beiträge seit 12/2017
    Wurstel

    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    haste mal einen Link? Ich schau gerne mal rein und hinterlasse ein like.
    Ich habe Dir eine PN gesendet.


    Wurstel

  11. Nach oben    #10
    Tja Wurstel,

    das klingt ja alles sehr ernüchternd. Warum reagiert Deine Familie so: "(...) Und meine Familie ist ja sowieso dagegen, daß ich Musik mache... (...)"? Und: Warum kannst Du's nicht lassen?

    Bin einmal auf Moogman's Feedback gespannt.

    Generell gäbe es schon einen Weg, eine Vorgehensweise, (auch) Musik und zukünftige Fans zueinander zu bringen. Allerdings ist der langwierig, arbeitsintensiv und kommt prinzipiell ohne Deine eingangs erwähnten Ausgaben aus. Die notwendige Startbedingung ist, dass man auch Etwas zu bieten hat.

    Grüße, Michael

  12. Nach oben    #11

    aus Niederösterreich
    55 Beiträge seit 12/2017
    Wurstel


    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Eine dauerhaft treue Fanbase muss man sich mühsam erspielen, also möglichst oft auftreten und sich so mit der Zeit einen Namen machen.
    Naja, es hat leider nur wenige Auftritte gegeben. Lange Zeit praktisch keine, weil ich keine Musiker hatte. Und wenn, dann waren das sehr kleine Auftritte, wo in der Regel kein Eintritt verlangt wurde.

    Die meisten Zuschauer kamen, wenn wir bei einem Bandwettbewerb gespielt haben.

    Normalerweise ist es bei diesem Bandwettbewerb so, daß, wenn eine Band spielt, nur die Fans dieser Band im Saal sind und die anderen Gäste derweil rausgehen was trinken (im Saal gibt es keine Bar). Nur bei uns war das anders: Da waren immer fast alle Gäste im Saal, weil wir ja eine Bühnenshow bieten und die anderen Bands nicht. Nur ist es bei diesem Bandwettbewerb so, daß in der ersten Runde ausschließlich das Publikum entscheidet. Und da wählt natürlich jeder die Band, deren Fan er ist, auch wenn ihm eine andere Band viel besser gefallen hat. (Das habe ich bei diesem Wettbewerb recht oft von Gästen gehört.) Jede Band bekommt 120 Eintrittskarten zugeschickt, die sie verkaufen kann oder auch nicht. Die nicht verkauften Karten konnte man zurückgeben - da die Bands die Karten billiger bekamen als der Vorverkaufspreis, hatte man dann einen (bescheidenen) Gewinn.

    Diesmal haben die leider die Konditionen geändert: Die Karten sind teurer geworden, und man kann die nicht verkauften Karten nun NICHT MEHR zurückgeben. Deshalb hat es unser Gitarrist abgelehnt, diesmal mitzumachen - früher hat er selber Karten aus eigener Tasche bezahlt und diese an seine Freunde verschenkt.

    Unser Problem ist halt die fehlende Fanbase.

    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Wenn es den Leuten gefällt, dann werdet ihr auch gebucht.
    Man kann natürlich schnell zu einem Auftritt vor viel Publikum kommen: Und zwar, indem man Support zu einem bekannten Act (z. B. zu URIAH HEEP) spielt. Dazu muß man dem Veranstalter (das ist bei diesen Auftritten meistens eh der Saalbesitzer) nur einen entsprechenden Betrag bezahlen oder eine entsprechend hohe Anzahl Eintrittskarten abkaufen, dann hat man den Gig. Von dieser Möglichkeit machen in Wien viele Bands Gebrauch.

    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Gäbe es andere einfachere Wege, dann würde das ja Jeder machen.
    Wenn er die Kohle dazu hat...

    Ich weiß, wie eine Band aus der nahen Kleinstadt ihr Publikum gewonnen hat:
    Die Musiker spielten vorher in verschiedenen Bands, und zu den Auftritten kamen nur wenige Zuschauer. (Hier am Land wollen die Gäste möglichst wenig bezahlen.) Als sich diese Musiker zusammengefunden haben, sagten sie, daß sie mit der neuen Band nicht wieder vor 20 Leuten spielen wollen, denn das bringt nichts. Also mieteten sie den Stadtsaal, stellten eine PA rein und ließen plakatieren:
    Erstes Konzert der neuen Band *NAME*
    Eintritt frei!
    FREIBIER für alle!!!!!!

    Der Saal war voll wie nie...
    Tja, und da den Leuten obendrein die Musik gefiel, kamen sie dann auch zu den weiteren Konzerten dieser Band, obwohl die dann Eintritt kosteten.


    Wurstel

  13. Nach oben    #12
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
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    Danke
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    Zitat Zitat von MS-SPO Beitrag anzeigen
    Bin einmal auf Moogman's Feedback gespannt.
    Ja was soll ich dazu sagen?
    Ich kann da jetzt auch keinen tollen Tipp abgeben, mir fällt da nichts Neues mehr ein.
    fix it in the mix

  14. Nach oben    #13
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
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    Danke
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    Zitat Zitat von Wurstel Beitrag anzeigen
    Unser Problem ist halt die fehlende Fanbase.
    wie ich schon sagte, Fans muss man sich erspielen und das ist harte Arbeit.
    Zitat Zitat von Wurstel Beitrag anzeigen
    Man kann natürlich schnell zu einem Auftritt vor viel Publikum kommen: Und zwar, indem man Support zu einem bekannten Act (z. B. zu URIAH HEEP) spielt. Dazu muß man dem Veranstalter (das ist bei diesen Auftritten meistens eh der Saalbesitzer) nur einen entsprechenden Betrag bezahlen oder eine entsprechend hohe Anzahl Eintrittskarten abkaufen, dann hat man den Gig. Von dieser Möglichkeit machen in Wien viele Bands Gebrauch.
    Das macht dir vielleicht dieses eine mal den Saal voll, aber das Publikum kommt ja zu 99% wegen dem Hauptact.
    Richtige eigene Fans generierst du damit kaum.
    Zitat Zitat von Wurstel Beitrag anzeigen
    Die Musiker spielten vorher in verschiedenen Bands, und zu den Auftritten kamen nur wenige Zuschauer. (Hier am Land wollen die Gäste möglichst wenig bezahlen.) Als sich diese Musiker zusammengefunden haben, sagten sie, daß sie mit der neuen Band nicht wieder vor 20 Leuten spielen wollen, denn das bringt nichts. Also mieteten sie den Stadtsaal, stellten eine PA rein und ließen plakatieren:
    Erstes Konzert der neuen Band *NAME*
    Eintritt frei!
    FREIBIER für alle!!!!!!
    Auch hier bezweifle ich, das du so dauerhaft eine treue Fanbase aufbauen kannst.
    Die Leute kamen wegen dem Freibier.
    Das nächste Konzert hofften sie vielleicht nochmal drauf, ein drittes mal gehen sie nicht mehr hin.
    Grundsätzliches: Es interessiert keine Sau, ob die Leute auf dem Land das Geld ausgeben wollen. Ein Eimer Farbe ist im Baumarkt dort auch nicht viel billiger und die Butter beim Aldi kostet das Gleiche.
    Wer auf dem Land wohnt bekommt das Ticket für Helen Fischer auch nicht billiger und geht trotzdem hin.

    Wer Helene Fischer nicht mag, der geht auch dann nicht auf das Konzert, wenn du ihm die Eintrittskarten schenkst.

    Du solltest als erstmal hinterfragen, warum die Leute nicht bereit sind, eure Arbeit entsprechend zu honorieren.
    Vielleicht liegt es ja an der Musik, das die bei den Leuten nicht so dolle ankommt.
    Ich kann das aber wirklich nicht beurteilen, denn ich höre eigentlich keine Rockmusik und kenne mich mit dem Genre nicht aus.
    Vielleicht sind ja andere Forumsuser da besser bewandert.
    fix it in the mix

  15. Nach oben    #14
    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    ... denn ich höre eigentlich keine Rockmusik und kenne mich mit dem Genre nicht aus.
    Vielleicht sind ja andere Forumsuser da besser bewandert.
    Ein paar Links könnten da Wunder wirken

  16. Nach oben    #15
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
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    Danke
    18
    Zitat Zitat von MS-SPO Beitrag anzeigen
    Ein paar Links könnten da Wunder wirken
    sicherlich wäre das von Vorteil, seine Seite steht ja auf Facebook und die Videos auch.
    fix it in the mix

  17. Nach oben    #16

    aus Niederösterreich
    55 Beiträge seit 12/2017
    Wurstel


    Zitat Zitat von MS-SPO Beitrag anzeigen
    Warum reagiert Deine Familie so: "(...) Und meine Familie ist ja sowieso dagegen, daß ich Musik mache... (...)"?
    Das ist eine alte Geschichte...

    Schon 1980, als ich anfing, auf Pop- und Rockkonzerte in Wien zu gehen, mokierten sich meine Eltern darüber. Ihr Argument war, daß die Fahrtkosten nach Wien so hoch waren. (Außerdem hatte ich das Problem, daß ich oft den Hauptact nicht sah, sondern nur die Supportband, weil die Konzerte meist mit gehöriger Verspätung anfingen und ich den letzten Zug zu mir aufs Land erwischen mußte - die Verkehrsverbindungen waren damals noch lange nicht so gut wie heute.) Meine Eltern meinten, ich soll mir jemanden suchen, wo ich mit dem Auto mitfahren kann oder mir die Konzerte hier am Land anschauen. Leider gab es außer mir niemanden hier, der zu einem Konzert nach Wien fuhr, und es gab damals in meiner Gegend auch keine Aufttritte, da der Stadtsaal in der nahen Stadt nicht für Rock- und Popkonzerte hergegeben wurde (der damalige Bürgermeister ließ nur Volksmusik und Marschmusik zu).

    Ebenfalls ab 1980 wollte ich eine Band gründen, kannte aber keine Musiker. Meine diesbezüglichen in Lokalen in meiner Gegend aufgehängten Zettel blieben unbeantwortet. Damals begann ich auch, Liedtexte zu schreiben, die ich im Verwandtenkreis vorlas. Das gefiel meiner Mutter nicht, und sie verbrannte meine Texte; sie verbot mir, sie vorzutragen und mich mit dieser "grauslichen" Musik zu beschäftigen.

    Ich kaufte mir in Wien viele Platten und kam über einen Schallplattenverkäufer zu einer Wiener Rock-Schock-Band, bei der ich 1991 Akteur für die Bühnenshow wurde und 1999 erstmals ein Lied mit dieser Band live sang (beim Donauinselfest in Wien vor 40.000 Zuschauern). Im Jahr 2000 wurde ich ins Studio gebeten, um ein Lied (eine Verarschung volksdümmlicher Lieder) aufzunehmen. Ich kannte vorher weder Text noch Musik und bekam im Studio nur die Instrumente mit einer Pilotstimme über Kopfhörer und den Text ausgedruckt zum Singen. Da stellte man fest, daß es bei mir mit Gesang und Rhythmik nicht weit her war. Ich mußte also immer zwei oder vier Zeilen singen, und das immer wieder mal. Dann wurden die besten Teile zusammengeschnitten und richtig reingepaßt (wenn ich zu früh oder zu spät war) und in der Länge korrigiert (wenn ich zu langsam oder zu schnell war). Immerhin haben die das im Studio geschafft, und es wurde eine recht akzeptable Nummer daraus. (Bezahlt hat das ja die Plattengesellschaft, bei der diese Rock-Schock-Band unter Vertrag war.)

    Einer der Musiker der Rock-Schock-Band holte mich als originellen Ansager zu zwei seiner Bands, mit denen ich dann auch ein, zwei Nummern als Special Guest sang. Da sagte ich auch, daß ich eine Band gründen muß - ein Name dafür wurde schnell gefunden. Allerdings stellten mir die Musiker die Bedingung, daß ich zuerst Auftritte ausmachen muß, dann erst fangen wir zum Proben an, denn "wir proben da nicht herum, und dann gibt es keinen Auftritt". Erst Anfang 2009 konnte ich einen Freund, der ein Treffen von Computerveteranen ausrichtete, dafür gewinnen, daß wir im Herbst 2009 bei diesem Treffen spielen durften. Obwohl der Auftritt schon 6 Monate vorher feststand, gab es nur sechs Proben. Die Musiker ließen sich sowohl die Proben als auch den Auftritt teuer bezahlen (was sie nicht von Anfang an gesagt haben, sonst hätte ich das aufgrund des hohen Preises nicht gemacht) und lehnten obendrein die im Saal vorhandene PA ab und meinten, daß diese ungeeignet ist - ich mußte auf eigene Kosten eine andere PA reinstellen. Ich erhielt den Eintritt jener Leute, die nur zum Konzert kamen (obwohl ich in ganz Wien plakatieren ließ, waren das nur 15 Zahlende), die Computerveteranen hatten ja freien Eintritt zum Konzert. In Summe hatten wir (mit den Computerveteranen und einigen Veranstaltern, die Freikarten bekamen) etwa 150 Gäste bei diesem ersten Konzert.

    Nach diesem Konzert gab es (auch, weil es in der Musikpresse positive Berichte dieses Auftrittes gab) Anfragen von Veranstaltern, da hätten wir aber auf Hut oder auf Eintritt spielen müssen. Das lehnten meine Musiker ab. Dann schlug ich ihnen vor, pro Auftritt 100 - 150 Euro pro Musiker zu bezahlen (das hätte ich mir bei etwa vier Konzerten im Jahr leisten können), was die Musiker jedoch "der Reinhard Fendrich zahlt viel mehr!" ablehnten und mich dann verließen. Dann stand ich wieder ohne Musiker da.

    Dann wurde mir die Produktion einer CD vorgeschlagen. Die Studioarbeit zog sich über mehr als ein Jahr hin. Da ich keine Musiker hatte, wurde die CD mit Studiomusikern aufgenommen, und die Lieder entstanden erst im Studio. Das mußte ich alles selber bezahlen. Immerhin bekam ich einen Bandübernahmevertrag, der 30 Jahre gültig ist und auch für die nächste Produktion gilt. Erst langsam haben sich dann Musiker eingefunden (anfangs wechselnde Besetzung und kaum Auftritte), und es entstanden drei Videos aus Liedern der CD. Erst seit 2014 haben wir eine mehr oder weniger feste Besetzung (mittlerweile ohne Bassisten).

    Meine Mutter war stets dagegen, daß ich Musik mache. Ihr Argument war, daß dies Schmach und Schande für die Familie bedeutet, und sie wollte nicht, daß die Leute mit dem Finger auf uns zeigen. Ich konnte mit eigener Band daher auch erst lange nach ihrem Tod beginnen. Allerdings wirft mir meine restliche Familie vor, schuld am Tod meiner Mutter zu sein. (Ich habe damals Theater gespielt, worüber sie sich derart aufgeregt hat, daß sie ins Spital kam und unter höllischen Schmerzen zugrunde ging - meine Schwester und ihr Mann werfen mir seitdem vor, meine Mutter durch mein Theaterspielen in den Tod getrieben zu haben.)

    Und meine Schwester ist auch voll dagegen, daß ich Musik mache. Ihr ist sehr wichtig, was die Leute reden. Sie meint, daß die Musiker alle rauschgiftsüchtig sind und das ja dann zum Gerede in der Ortschaft führt. (Dabei rauche ich nicht und trinke noch nicht mal was - okay, Energiedrinks.) Weiters kommt sie mit den Kosten (9.000 Euro für den ersten Auftritt plus 15.000 Euro für die CD-Produktion) daher und hat da öfter Meldungen an das Gericht gemacht, man möge mich entmündigen und sie als Sachwalterin einsetzen. Das hat dann letztlich zu einer Einschränkung meiner Geschäftsfähigkeit (jedoch nicht zu meiner Besachwaltung) geführt.

    Außerdem kommt mir die Familie mit dem Argument, daß ich mit meinen Band-Aktivitäten meinen Arbeitsplatz gefährde. (Daß sie damit recht hat und es in letzter Zeit tatsächlich solche Probleme gibt, habe ich ihr natürlich nicht erzählt.)

    Zitat Zitat von MS-SPO Beitrag anzeigen
    Und: Warum kannst Du's nicht lassen?
    Na, weil ich sehr gerne auf der Bühne stehe.
    Um mich zu verbessern, nehme ich auch Gesangsunterricht.

    Zitat Zitat von MS-SPO Beitrag anzeigen
    Generell gäbe es schon einen Weg, eine Vorgehensweise, (auch) Musik und zukünftige Fans zueinander zu bringen. Allerdings ist der langwierig, arbeitsintensiv und kommt prinzipiell ohne Deine eingangs erwähnten Ausgaben aus. Die notwendige Startbedingung ist, dass man auch Etwas zu bieten hat.
    Das habe ich ja. Vor allem eine außergewöhnliche Bühnenshow.

    Wie schaut dieser Weg aus?


    Wurstel

  18. Nach oben    #17

    aus Niederösterreich
    55 Beiträge seit 12/2017
    Wurstel


    Zitat Zitat von MS-SPO Beitrag anzeigen
    Ein paar Links könnten da Wunder wirken
    Ich habe Dir eine PN geschickt und in dieser auch beschrieben, warum ich hier nicht aus der Anonymität heraustreten möchte.
    (Vor längerer Zeit habe ich in einem anderen Forensystem die Frage gestellt, ob ich [falls alle Stricke reißen] von meiner Musik leben könnte.)


    Wurstel

  19. Nach oben    #18
    Hallo Wurstel,

    vielen Dank für Deine Antworten. Das sind ja heftige Randbedingungen. Bestimmte Dinge nicht-öffentlich zu halten, finde ich Ok.

    Zum möglichen Weg. Er ist eine stärkenorientierte Nischenspezialisierung. Der Name mag merkwürdig klingen: EKS - Engpass Konzentrierte Strategie. Hat sich seit Jahrzehnten für Unternehmungen aller Art bewährt ... wird also auch für Musisches funktionieren.

    Der Ausgangspunkt (Schritt 1 von 6) ist eine Stärkenanalyse, in diesem Fall wären das etwa, aber nicht nur: Stärken des Wurstels als Mensch und Musiker, seines Umfeldes, seiner Texte usw. Da kommt regelmäßig eine Menge zusammen: Eine sprach ich in meiner privaten Nachricht an. Dein eingangs erwähntes vorhandenes Material gehört hier mit auf den Prüfstand.

    Der Endpunkt von Schritt 1 ist eine (sehr) kleine Liste der bereits jetzt herausragenden Stärken. Und hier lauert eine Falle. Die Selbstsicht hilft da nicht, insofern zählt sie nicht länger. Die EKS setzt ab hier auf ein jury-artiges Verfahren: Echo-Feedback. D.h. praktisch, die lange Liste (Selbstsicht, grüner Tisch) verkürzt sich augenöffnend durch Feedback aus Deiner relevanten Umwelt (Fremdsicht, Echo) auf das Wesentliche. (Jury meint hier neutrale und ehrliche Bewerter.)

    Die weiteren Schritte bauen genau hierauf auf und erarbeiten immer weiter Orientierung und eigene Veränderungen, per Umweltfeedback. Da passiert viel. Das ist in einem Bild so, wie es Fledermäuse auf der Jagd machen: erfolgreich im Unsichtbaren. In einem anderen Bild ist es so, als ob man mit Schritt 1 ein belastbares Fundament im Nebel setzt, und in den weiteren Schritten Ausrichtung, Länge, Bauart usw. gleichsam weiterentwickelt ... bis hin zu den Fans, die Dir über diese Brücke entgegeneilen und händeringend das aus den Händen reißen, was nur Du bietest. EKS-ler beschreiben den Prozess als "ein Feuer, das es anzufachen gilt ... ups, es zündelt ja schon ... legen wir also nach und ..."

    Wie gesagt, es ist ein längerer, arbeitsreicher Prozess. Wer ohne besagte Echo-Steuerung arbeitet, was im ersten Durchgang immer passiert, landet auf dem Bauch. Wer den Echos folgt, landet in (s)einer geräumigen Nische.

    Wo findest Du mehr dazu?

    Es gibt mehrere Bücher, die "1 × 1 der Erfolgsstrategie: EKS" im Titel haben. Ich persönlich finde die 2006-er Ausgabe, 8. Auflage, immer noch am besten: https://www.amazon.de/Das-neue-Erfol...3185251&sr=1-5 . Wie die EKS einzuordnen ist, siehst Du an der neuesten Ausgabe https://www.amazon.de/Das-gro%C3%9Fe...APBGJ0QWQQR4FD : Ein gewisser Fredmund Malik aus St. Gallen, ehemals Berater von Top-Managern mit Fokus auf "richtiges und gutes Management", hat's gekauft und, wie Du in der Vorschau sehen kannst, mit den eigenen Erkenntnissen angereichert. Wie gesagt, die 2006-er Ausgabe ist da vielleicht praktikabler: 80 % der EKS findest Du darin.

    Es gibt immer wieder recht günstig gebrauchte Ausgaben, etwa bei abebooks.

    Noch ein Wort zu Schwächen. Da hat die EKS eine interessante Perspektive. Sie sagt sinngemäß: "Woher will ich denn heute in Schritt 1 wissen, was eine Schwäche ist? Das kann ich doch erst in Schritt 6 aus Sicht meiner heute noch verborgenen Zielgruppe wirklich sehen." Also: weg mit Schwächenfokusballast. Konzentriere Dich auf das Wesentliche, die bereits heute vorhandene herausragende Stärke." Hat eine gewisse befreiende Logik

    Im Übrigen ist es mit der EKS wie mit den Worten und den Texten: Jedes Wort gibt es schon, aber ihre Zusammenstellung macht den Unterschied. So auch hier. Viele Elemente der EKS wirken bekannt und altbacken, aber die Mischung, die macht den Unterschied Und weil Menschen sind, wie sie sind, funktioniert die EKS immer noch.

    Ein weiterer Effekt der EKS ist dieser. Selbst, wenn man das Verfahren irgendwann abbricht, ist man deutlich schlauer im Sinne von einsichtiger und verständiger als heute. Irgendwie kann man damit nur gewinnen, und das kostet nur fleißige Beharrlichkeit, Offenheit und Entdeckerfreude.

    Grüße, Michael

    P.S.: Weil Bandauftritte, virales Marketing usw. in Deinem Fall noch nicht wirklich funktionieren, werden diese Dinge erst ab ca. Schritt 4 zum Tragen kommen. Lässt sich schwer vorher sagen, aber so zur Orientierung. Denn ab dort hast Du persönlichen Zugang zu einer kleinen Schar aus Deiner relevanten, heute noch verborgenen Zielgruppe. In Worten ist das eine Leidens-Zielgruppe, deren Erlösung zum Teil aus Deiner herausragenden Stärke kommen wird. Aber nicht nur. Und weil Ihr Euch später, in Schritt 4, persönlich kennt, wird's sehr dynamisch im Brückenbau

  20. Nach oben    #19
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
    581 Beiträge seit 11/2011
    Danke
    18
    Zitat Zitat von Wurstel Beitrag anzeigen
    Wurstel



    Das ist eine alte Geschichte...

    Schon 1980, als ich anfing, auf Pop- und Rockkonzerte in Wien zu gehen ...
    Vielleicht findet sch ja mal Einer, der dein musikalisches Leben verfilmt.

    Das deine Musik schon etwas, sagen wir mal, "außergewöhnlich" ist, das weißt du ja auch.
    Sie trifft sicher nicht Jedermanns Geschmack, aber das geht ja vielen Leuten so.

    Ich gebe ja Konzerte mit Ambient / Berlin School und das ist auch nicht besonders massenkompatibel.
    Das muss man sich vorher überlegen, wo das reinpasst, denn in der falsche Location vor unpassendem Publikum zu spielen, das kann ja nur floppen. Manchmal ist auch schon die Uhrzeit wichtig.

    Hab auch schon in einem Club gespielt, wo sonst nur Reggae und Blues gespielt wird, dementsprechend war der Saal auch nur zu 50% gefüllt. Bin aber auch erfolgreich auf Rock Festivals aufgetreten. Sonntags Vormittag, als die Leute noch etwas groggy von der Nacht waren, kam Ambient richtig gut bei den an. Die lagen alle völlig relaxed im Gras und haben faul abgechillt, bevor das Nachmittags wieder richtig mit lautem Gebretter abging. Oder spät in der Nacht als Abschluss.

    Als Vorband und Anheizer bei einer passenden Hauptband kann ich mir euch gut vorstellen, ihr solltet aber vorher noch etwas mehr proben.
    fix it in the mix

  21. Nach oben    #20
    Premium-Mitglied Avatar von Sir Raven
    aus Berlin
    343 Beiträge seit 06/2011
    Danke
    7
    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Das deine Musik schon etwas, sagen wir mal, "außergewöhnlich" ist, das weißt du ja auch.
    Sie trifft sicher nicht Jedermanns Geschmack, aber das geht ja vielen Leuten so.
    Davon kannst Du ja ein Lied singen. SCNR

    Wurstel, hier sehe ich schon ein Problem: Dieses Forum ist jetzt nicht riesig aber ein paar mehr Leute könntest Du schon erreichen, wenn Du Links zu Deiner Musik nicht per PN, sondern öffentlich posten würdest. Ich habe keine Ahnung, ob mir Eure Musik gefällt, so kann ich es nicht einmal herausfinden und ebenso kann ich kein Fan werden, ohne die Musik gehört zu haben.

    Ich finde, Links zu eigener Musik, die ohnehin im Internet zu finden ist, sollten öffentlich gepostet werden.

    Gruß
    Ted
    99 % aller Leute, die sich als Produzenten bezeichnen, haben keinen Schimmer von der Arbeit eines Produzenten. Ich bin keiner.

  22. Nach oben    #21
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
    581 Beiträge seit 11/2011
    Danke
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    Zitat Zitat von Sir Raven Beitrag anzeigen
    Davon kannst Du ja ein Lied singen. SCNR

    Wurstel, hier sehe ich schon ein Problem: Dieses Forum ist jetzt nicht riesig aber ein paar mehr Leute könntest Du schon erreichen, wenn Du Links zu Deiner Musik nicht per PN, sondern öffentlich posten würdest. Ich habe keine Ahnung, ob mir Eure Musik gefällt, so kann ich es nicht einmal herausfinden und ebenso kann ich kein Fan werden, ohne die Musik gehört zu haben.

    Ich finde, Links zu eigener Musik, die ohnehin im Internet zu finden ist, sollten öffentlich gepostet werden.

    Gruß
    Ted
    Sehe ich auch so.
    Das ist schon irgendwie kurios. Einerseits möchte Wurstel mehr Fans, aber gleichzeitig versteckt er sich und seine Musik und möchte inkognito unterwegs sein.
    Zwei Dinge die nicht gut zueinander passen, denn wer gerne als Rampensau auf der Bühne steht, der steht auch im realen Leben mitten im Leben.
    Man sollte das eben vorher wissen, ob es einen stört, wenn man beim Bäcker von anderen Kunden angesprochen wird oder im Restaurant beim Essen auch mal fremde Leute an den Tisch kommen.
    Bei mir kommt das ja nicht ständig vor, nur hier in der Umgebung wo ich auch wohne.
    Fans sind eben auch neugierig wollen mal ein Selfi mit ihren Idolen und ihnen auf den sozialen Netzwerken folgen.

    Bin vorhin mit dem Fahrrad 15 km von hier durch den Wald gefahren, als ein Spaziergänger mit seinem Hund wild mit den Händen ruderte und meinen Namen rief. Hab kurz für angehalten, weil ich ja ein höflicher Mensch bin. Der war letztes Jahr auf einem Konzert von mir Konzert von mir und hat vorhin sogar noch meine neue CD bestellt.
    fix it in the mix

  23. Nach oben    #22

    aus Niederösterreich
    55 Beiträge seit 12/2017
    Wurstel


    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    wie ich schon sagte, Fans muss man sich erspielen und das ist harte Arbeit.
    Mir ist schon klar, daß es Auftritte geben muß. Aber es ist auch wichtig, dafür zu sorgen, daß zu den Auftritten auch Gäste kommen.

    [Support zu bekanntem Act]
    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Das macht dir vielleicht dieses eine mal den Saal voll, aber das Publikum kommt ja zu 99% wegen dem Hauptact.
    Richtige eigene Fans generierst du damit kaum.
    Das hat SEXTIGER (eine Wiener Hardrockband) in ihrer Anfangszeit gemacht. Die haben bei allen möglichen Bands Support gespielt und wurden dadurch bekannt. Und da sie damals auch eine Bühnenshow boten (sie hatten eine Art Lesbenshow), kamen dann auch die Gäste, wenn SEXTIGER als Hauptact spielten. Der Bandchef von SEXTIGER hat mir gesagt, daß ich das mit meiner Band falsch anpacke und daß ich mit meiner Band ebenfalls immer wieder Support zu internationalen Acts spielen soll, weil nur da wirklich viel Publikum hingeht. Jedoch hatte ich nicht soviel Geld, um das stemmen zu können.

    [Band bot freien Eintritt und Freibier]
    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Auch hier bezweifle ich, das du so dauerhaft eine treue Fanbase aufbauen kannst.
    Die Leute kamen wegen dem Freibier.
    Das nächste Konzert hofften sie vielleicht nochmal drauf, ein drittes mal gehen sie nicht mehr hin.
    So war das bei dieser Band aber nicht. Deren folgende Konzerte wurden doch von einer (für die Verhältnisse in meiner Gegend) respektablen Anzahl Gäste besucht, obwohl diese Band bei ihren folgenden Konzerten 8 - 10 Euro Eintritt verlangt hat.

    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Grundsätzliches: Es interessiert keine Sau, ob die Leute auf dem Land das Geld ausgeben wollen. Ein Eimer Farbe ist im Baumarkt dort auch nicht viel billiger und die Butter beim Aldi kostet das Gleiche.
    Hier unterscheide ich mich von vielen anderen Leuten in meiner Gegend. Denn ich kaufe bessere Buttersorten, welche halt teurer sind. Meine Schwester kauft immer nur die ganz billige, und (soweit ich das sehe) auch fast alle anderen Leute hier. (Daher muß man die besseren Buttersorten hier suchen, oft kriege ich die nur in Wien.)

    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Wer auf dem Land wohnt bekommt das Ticket für Helen Fischer auch nicht billiger und geht trotzdem hin.
    Nein, der geht nicht hin, weil es ihm zu teuer ist.

    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Wer Helene Fischer nicht mag, der geht auch dann nicht auf das Konzert, wenn du ihm die Eintrittskarten schenkst.
    Wenn der Auftritt in der nahen Kleinstadt ist, geht er mit geschenkte Eintrittskarte hin, egal ob es ihm gefällt oder nicht.
    Ist der Auftritt hingegen in Wien, dann geht er nicht hin, weil ihm die Fahrkarte nach Wien zu teuer ist.
    So sind die Leute bei uns am Land.

    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Du solltest als erstmal hinterfragen, warum die Leute nicht bereit sind, eure Arbeit entsprechend zu honorieren.
    Die Leute aus der nahen Kleinstadt würden hingehen, wenn der Eintritt nicht mehr als 3 Euro kostet UND der Auftritt in dieser Kleinstadt ist.

    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Vielleicht liegt es ja an der Musik, das die bei den Leuten nicht so dolle ankommt.
    Ich kann das aber wirklich nicht beurteilen, denn ich höre eigentlich keine Rockmusik und kenne mich mit dem Genre nicht aus.
    Vielleicht sind ja andere Forumsuser da besser bewandert.
    Die Musik ist sicher verbesserungswürdig. Aber so eine Bühnenshow wie wir hat nicht bald wer.


    Wurstel

  24. Nach oben    #23

    aus Niederösterreich
    55 Beiträge seit 12/2017
    Wurstel


    Mittlerweile habe ich die beiden verbliebenen Musiker meiner Hauptband gefragt. Die meinten auch, daß wir nicht wirklich Fans haben. Der Gitarrist sagte, bei der Band, wo er vorher war, ist die Band nach dem Auftritt mit den Gästen saufen gegangen, das heißt, die Bandmitglieder haben die Gäste auf Getränke eingeladen. Und da sind wohl dann die Leute wiedergekommen wegen dem Saufen. (Hm, ich kenne eine Wiener Hardrockband, die in den frühen 80ern ihr Publikum auf dieselbe Weise kreiert hat. Die hat sich ihre Fans nicht erspielt, sondern quasi ersoffen.)

    Weiters meinte der Gitarrist, daß es auch daran liegt, daß wir durchschnittlich zweimal im Jahr spielen.

    Der Schlagzeuger spielt noch in einer anderen Band, die eine ganz andere Musikrichtung bedient (ich glaube, das ist Indie).

    Ich bemängle, daß es mit neuen Liedern kaum weitergeht. Unser Programm ist maximal 50 Minuten lang, daher müssen wir bei jedem Konzert immer dasselbe spielen, nur die Reihenfolge der Lieder variiert. Meiner Meinung nach sollten wir mehr Lieder haben, damit wir daraus eine Zusammenstellung machen und nicht immer dasselbe spielen. (Wir haben ja ein paarmal bei einem Bandwettbewerb gespielt und hatten da die meisten Zuschauer. Ich habe es mir aber in den Kopf gesetzt, daß wir bei diesem Bandwettbewerb jeweils mindestens eine neue Nummer bringen sollten. Da es die letzten zwei Jahre keine neue Nummer mehr gegeben hat [die letzte war "Zähnd'weh" und wurde von den Musikern nach der zweiten Strophe abgebrochen, weil sie damals noch nicht richtig funktionierte], habe ich uns nicht mehr für diesen Wettbewerb angemeldet.)

    Aus meiner Gegend kann ich wie gesagt keine Leute lukrieren, die nach Wien zu einem Konzert fahren, weil es ihnen zu weit weg ist. Die anderen beiden Musiker (Gitarrist und Schlagzeuger) sind aus Wien.

    Bei den Konzerten, wo wir derzeit spielen, ist meist der Eintritt frei.
    Unser Gitarrist ist ja der Ansicht, Musiker sollten nichts verdienen, sodaß die Musik ein Hobby bleibt. Allerdings meinte er auch, ich soll keine Pay-to-play-Auftritte ausmachen...

    Allerdings spielen wir jetzt am 24. August 2018 bei einem (von mir angeleierten) Benefiz-Konzert.
    (Eine Akteurin der Rock-Schock-Band, von der ich schrieb, ist gestürzt und hat einen Oberschenkelhalsbruch, war im Krankenhaus und muß jetzt drei Monate in ihrer Wohnung bleiben. Sie hat sechs Hunde, die diese drei Monate in einer Tierpension sind, was Geld kostet, das sie nicht hat. Daher das Benefizkonzert, um diese Kosten bezahlen zu können.)

    Ich habe zwar angeleiert, daß man ein Benefizkonzert machen soll. Es gab in dieser Location nur diesen einen möglichen Tag, an dem jemand schon eine Veranstaltung in diesem Saal macht. Der meinte jedoch, wir können das als Benefizkonzert machen. Da treten insgesamt vier Bands auf.

    Wichtig ist, daß da möglichst viele Gäste kommen. Die anderen Bands kenne ich nicht, eine ist aus Bratislava...

    Leider gibt es keine Probe vor dem Auftritt mehr, die letzte war vorgestern. Montag und Dienstag ist der Gitarrist nicht da, und am Mittwoch fliegt der Schlagzeuger in den Urlaub und kommt in der Nacht vor dem Auftritt heim.


    Wurstel

  25. Nach oben    #24
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
    581 Beiträge seit 11/2011
    Danke
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    Zitat Zitat von Wurstel Beitrag anzeigen
    Allerdings spielen wir jetzt am 24. August 2018 bei einem (von mir angeleierten) Benefiz-Konzert.
    Ich drücke dir die Daumen, Hauptsache ist doch überhaupt zu spielen, damit ihr bekannter werdet.
    fix it in the mix

  26. Nach oben    #25

    aus Niederösterreich
    55 Beiträge seit 12/2017
    Wurstel


    Zitat Zitat von Sir Raven Beitrag anzeigen
    Wurstel, hier sehe ich schon ein Problem: Dieses Forum ist jetzt nicht riesig aber ein paar mehr Leute könntest Du schon erreichen, wenn Du Links zu Deiner Musik nicht per PN, sondern öffentlich posten würdest. Ich habe keine Ahnung, ob mir Eure Musik gefällt, so kann ich es nicht einmal herausfinden und ebenso kann ich kein Fan werden, ohne die Musik gehört zu haben.

    Ich finde, Links zu eigener Musik, die ohnehin im Internet zu finden ist, sollten öffentlich gepostet werden.
    Nun denn...

    Hier mal die ersten drei Videos, die eine Bekannte aus Liedern der CD gemacht und nicht zu knapp dafür kassiert hat. (Die Musik ist von der CD, also mit Studiomusikern aufgenommen):

    Menschenfresser

    http://www.youtube.com/watch?v=O5GuZMDstc0

    Ich bin ein Gourmet

    http://www.youtube.com/watch?v=iEDYLOHJPYs

    I waar' so gern a Rockstar

    http://www.youtube.com/watch?v=mgRvV5N3M8Y


    Wurstel

  27. Nach oben    #26

    aus Niederösterreich
    55 Beiträge seit 12/2017
    Wurstel


    Und hier ein Lied, das in der aktuellen Besetzung (damals noch mit dem Bassisten, der leider nicht mehr dabei ist) aufgenommen wurde:

    Hupfade Hans

    http://www.youtube.com/watch?v=FEF4MrJ_3rk

    Und eine Liveaufnahme in der gleichen Besetzung:

    Hilfe, Hilfe (live)

    http://www.youtube.com/watch?v=m7cjiLg7qWw


    Wurstel

  28. Nach oben    #27
    Premium-Mitglied Avatar von Sir Raven
    aus Berlin
    343 Beiträge seit 06/2011
    Danke
    7
    Ich habe die Videos gesehen und bin überrascht. Nicht, ob der Musikrichtung oder der Darstellung, sondern weil Du Helmi (DER Helmi ) bist. Das zweite Video kannte ich eh schon. In einem anderen Forum hatten wir Dich vor ein paar Jahren als einen modernen, abgedrehten Georg Kreisler bezeichnet. Als österreichischer Hans Söllner gehst Du auch durch. Für manche, besonders in der österreichischen Indie-/(Fun-)Punk-Musik-Szene, scheinst Du eine Art Ikone zu sein (zumindest kam das so rüber). Umso mehr wundert es mich, dass es Dir an Erfolg mangelt. Ich dachte, Ihr spielt vor vollen Säälen. Da das offensichtlich nicht so ist, weiß das Publikum einfach nicht, was es verpasst. Also, was Moogman immer wieder sagt: Spielen ist die beste Werbung, deswegen spielen, spielen, spielen. Wenn Ihr in NÖ nicht so viel Erfolg habt, wie Ihr haben solltet, dann raus, Österreich hat noch andere Städte außer Wien. Mir fällt da auch gerade der Spruch mit dem Propheten und dem eigenen Land ein. Hier in Berlin gibt es bestimmt eine ganze Reihe Läden, die sich nach Euch die Finger lecken würden. Wenn Ihr hier spielen würdet, wäre ich im Publikum. Eure Musik ist zwar nicht ganz mein Fall aber Deine Auftritte wären mir das wert. Und wenn Ihr könnt, macht noch zusätzliche Werbung. Werft den Leuten die Links zu den Videos an den Kopf und macht mehr Live-Videos. Ich sehe mir, um zu entscheiden, ob ich auf einen Gig gehe, vorher fast immer Live-Videos an.

    Ich dachte die ganze Zeit, Du seist jemand, der null Erfahrung hat und krampfhaft versucht, ein paar Leute für eine Band zusammenzuhalten und kläglich daran scheitert. Aber Du hast doch selbst schon einige Jahre Erfahrung. So sieht die Sache ganz anders aus.

    Gruß
    Ted
    99 % aller Leute, die sich als Produzenten bezeichnen, haben keinen Schimmer von der Arbeit eines Produzenten. Ich bin keiner.

  29. Nach oben    #28

    aus Niederösterreich
    55 Beiträge seit 12/2017
    Wurstel


    Also, der Auftritt am 24. August 2018 ist gut verlaufen. Allerdings wußten wir nicht, wann wir anfangen sollen. Angegeben war ja, daß insgesamt drei Bands spielen (wir als zweite) und der Beginn um 20 Uhr ist, aber die erste Band ist ausgefallen, und um 20 Uhr waren praktisch noch keine Gäste da. Also warteten wir noch. Gegen 22:30 Uhr meinte unser Gitarrist, daß wir einfach anfangen sollen, also sind wir auf die Bühne gegangen, dann kamen die Gäste herein.

    Bei diesem Konzert waren hauptsächlich Punks da, weil der Headliner eine Punkband war.

    Schon im Vorfeld meinte unser Gitarrist, daß ich die ruhigen Nummern rausnehmen soll. Als ich dann aber erfuhr, daß statt drei nur zwei Bands spielen, befürchtete ich, daß unser Programm dann zu kurz ist und habe zwei etwas gemächlichere Nummern wieder ins Programm gegeben, allerdings weigerte sich unser Gitarrist vor Ort, diese beiden Lieder zu spielen, er fing einfach mit dem darauffolgendem Lied an.

    Normalerweise habe ich eine Bühnenshow, bei der ich mich zwischen den Nummern umziehe. Das war nicht möglich, weil mir der Gitarrist keine Zeit dafür gegeben hat. Daher zog ich mir am Anfang nur ein Kostüm an, dann wurden die Lieder eins nach dem anderen heruntergerattert.

    Die Tontechnikerin der Location verlangte vom Gitarristen, daß er sich herunterdreht. Worauf er meinte, daß das nicht geht. Sie hat sich aber durchgesetzt. Das hat dazu geführt, daß ich im Saal auch verstanden wurde. (Normalerweise gelingt das nicht, weil der Gitarrist so laut aufdreht, daß ich das nicht übertönen kann.)

    Bei "I waar' so gern a Rockstar" vergaß der Gitarrist auf das Intro mit dem Gitarrensolo und setzte gleich mit der Strophe ein. Ich rief ihm zu, daß er nochmal anfangen soll, da ich deswegen meinen Einsatz verpaßt habe. Das hat er aber nicht getan, also war ich mit meinem Text so ca. 20 Takte hintennach. Da der Text sehr wichtig ist, habe ich ihn dann unrhythmisch aufgesagt, bis ich "aufgeholt" habe.

    Insgesamt waren bei unserem Auftritt ungefähr 20 Gäste da, die Pogo tanzten (was es bei unseren Auftritten noch nie gegeben hat). Beim Headliner (der etwa eine Stunde nach unserem Auftritt begann), waren dann 50 - 70 Gäste im Saal.


    Wurstel

  30. Nach oben    #29
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
    581 Beiträge seit 11/2011
    Danke
    18
    Na also, es läuft doch!

    Das muss ja live nicht immer alles perfekt laufen und das du den Text dann gesprochen hast, ist doch prima.
    Vielleicht war das sogar besser, als nochmal neu anzufangen. Nicht alle kennen die Stücke und denken das muss so sein.

    Wirklich wichtig ist doch nur, das dein Publikum seinen Spaß hatte und das habt ihr bei dem Konzert doch erreichen können.
    Was willst du denn mehr, wenn die alle gut drauf sind und zur Musik sogar tanzen -mehr geht ja nicht.

    Also weitermachen und vielleicht auf lange Sicht den Gitarristen auswechseln.
    Wünsche dir jedenfalls viel Erfolg!
    fix it in the mix

  31. Nach oben    #30
    Avatar von KDreher
    aus Birkenstein
    24 Beiträge seit 08/2018
    Ich will zwar nicht widersprechen, denn sicher hat das alles seine Berechtigung.. aber in der heutigen Zeit wird man eben nicht mehr nur über das Spielen bekannt. Man sollte auch Social Media und Videoplattformen bedienen und vor allen Dingen pflegen können. Online-Inhalte sind extrem wichtig und entscheidend für den heutigen Erfolg. Da ins Detail zu gehen sprengt hier den Rahmen und könnte in einem anderen Thread diskutiert werden. Erzwingen kann man es aber definitiv eh nicht.

    LG

  32. Nach oben    #31
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
    581 Beiträge seit 11/2011
    Danke
    18
    ich halte nicht besonders viel von social media.

    Livekonzerte schaffen mir da eher die treuen Hörer, die rappeln sich nämlich noch richtig auf und kommen zum Konzert, weil ihnen die Musik gut gefällt. Das sind auch Leute, die noch ein paar Scheinchen für CDs ausgeben.
    Wenn ich dann manche meiner Veranstaltungen auf Facebook sehe, wie viele daran teilnehmen möchten und interessiert sind und wer letztendlich Eintritt bezahlt hat und tatsächlich vor mir im Publikum, sitzt -das sind fast immer die treuen Fans, die auch ohne Facebook & Co kommen würden.

    Natürlich freut man sich auch über die Likes, aber das machen viele "einfach nur so", einfach mal nett sein und flott auf den Daumen klicken.
    Kaufen kann ich mir aber nix davon.
    Ein kleiner Artikel in der Zeitung ist mir da auch lieber, ich Samstag auch wieder in der Offenbach Post und wurde heute in einem anderen Artikel zumindest namentlich erwähnt. Das lesen die "normalen" Bürger.
    fix it in the mix

  33. Nach oben    #32
    Premium-Mitglied Avatar von Sir Raven
    aus Berlin
    343 Beiträge seit 06/2011
    Danke
    7
    Zitat Zitat von Wurstel;148541Schon im Vorfeld meinte unser Gitarrist, daß ich die ruhigen Nummern rausnehmen soll. [...
    allerdings weigerte sich unser Gitarrist vor Ort, diese beiden Lieder zu spielen, er fing einfach mit dem darauffolgendem Lied an. [...] Das war nicht möglich, weil mir der Gitarrist keine Zeit dafür gegeben hat. [...] Die Tontechnikerin der Location verlangte vom Gitarristen, daß er sich herunterdreht. Worauf er meinte, daß das nicht geht. [...] vergaß der Gitarrist auf das Intro mit dem Gitarrensolo und setzte gleich mit der Strophe ein. Ich rief ihm zu, daß er nochmal anfangen soll, da ich deswegen meinen Einsatz verpaßt habe. Das hat er aber nicht getan
    Mal eine blöde Frage: Heißt die Band "Helmi's Nightmare" oder "Helmi's Guitarist's Nightmare"? Du bist, verdammt nochmal, der Namensgeber und Band-Leader. Wenn Du sagst, was gespielt wird, könntest Du in einer demokratischen Abstimmung eines besseren belehrt werden und Deine Entscheidung überdenken, aber ein einzelner hat sich gefälligst an Deine Vorgaben zu halten. Wenn er das wiederholt nicht tut, soll er sich eine andere Band suchen, die seinen Allüren nachgibt. Ich weiß, ich wiederhole mich: Warum tust Du Dir das an? Such Dir einen neuen Gitarristen, die gibt es wie Sand am Meer.

    Gruß
    Ted
    99 % aller Leute, die sich als Produzenten bezeichnen, haben keinen Schimmer von der Arbeit eines Produzenten. Ich bin keiner.

  34. Nach oben    #33

    aus Niederösterreich
    55 Beiträge seit 12/2017
    Wurstel


    Das Problem ist, daß der Gitarrist eigentlich derjenige ist, der die Band (momentan nur bestehend aus dem Gitarristen, dem Schlagzeuger und mir) zusammenhält. Würde der Gitarrist gehen, ginge der Schlagzeuger auch.

    Über meine Probleme, Musiker zu finden, habe ich ja schon berichtet. Ich bin froh, daß wirf seit einiger Zeit doch eine Band aus fixen Musikern sind (wobei uns voriges Jahr der Bassist abhanden gekommen ist, weil er delogiert wurde und jetzt ca. 800 km entfernt wohnt und daher nicht mehr kommt).


    Wurstel


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