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Thema: Petition der GEMA: Make The Internet Fair

  1. #1

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    Petition der GEMA: Make The Internet Fair

    Für alle Musikschaffenden, die es leid sind, dass Milliarden-schwere Unternehmen wie YouTube weiterhin unser aller Musiken nutzen, jedoch nicht bereit sind auch nur einen Cent an die Verwertungsgesellschaft GEMA zu zahlen, sollten diese Petition unterschreiben. Jede Stimme zählt!

    http://www.makeinternetfair.eu/

    Zu den namhaften Unterzeichnern gehören u. a.:

    David Guetta, Smudo, Andreas Bourani, Klaus Meine (Scorpions), Wolfgang Niedecken (BAP), Frida Gold, Ennio Morricone (Filmmusikkomponist), Andrea Bocelli, Alex Christensen uvm.

    Hier die komplette Liste der bisherigen Unterzeichner:

    http://www.authorsocieties.eu/upload...e%20letter.pdf

  2. Nach oben    #2
    Avatar von Sikzo
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    Was ich immer so lustig finde ist, dass ausländische Künstler von einer deutschen Gesellschaft vertreten werden. Gerade so bei Leuten wie David Guetta, der sehr wohl Geld durch Youtube verdient. Man braucht doch nur eins seiner Lieder in einem Video verwenden und zack, bekommt man eine Nachricht, dass der Urheber des Werkes auf deinem Video jetzt monetarisierte Werbung schalten darf. Nicht dass der arme Millionär uns noch verhungert.

    Diese Leute machen überall ihr Geld. Eben nur nicht durch die GEMA.

    Warum? Ganz einfach. Die GEMA will von Google exorbitante Summen, die in den Milliarden Bereich gehen. Google ist dazu aber nicht verpflichtet, da die Nutzungsbestimmungen von Youtube seit der Übernahme von Google eindeutig waren.

    Was viele wohl nicht versteht ist, dass Youtube eben keine öffentliche oder "private" Plattform ist, sondern von einem Konzern geleitet wird. Dieser Konzern hat gewisse Regeln für die Nutzung der Plattform, die dieser bereitstellt, wie es auch in fast jedem Forum der Fall ist. Was ihr in einem Forum schreibt, darf von der Forenleitung/den Eigentümern des Forum verwendet werden. Sowas nennt man Nutzungsbestimmung. Das, was ihr auf dieser Plattform (Youtube) bereitstellt, darf vom Eigentümer verwendet werden. So steht's auch in den Nutzungsbestimmung von Youtube/Google.

    Wer also seine Werke auf Youtube hochlädt, geht einen bindenden Vertrag ein und hat kein Recht, da noch irgendwas zu verlangen. Wer nicht will, dass Youtube/Google/deren Partner die eigenen Werke verwendet, darf es nicht auf Youtube hochladen. Da hilft auch die GEMA nicht, da es einzig und allein die Verantwortung des Künstlers ist (oder der Manager dieser Künstler), der es auf Youtube oder etwaigen anderen Plattformen hochlädt, die eben solche Nutzungsbestimmungen haben.

    Außerdem gibt es immer noch für internationale Künstler die Möglichkeit, eine DMCA (Digital Millenium Copyright Act) Beschwerde einzureichen. Dadurch könnt ihr Dritte (auch Youtube selbst) daran hindern, euer geistiges Eigentum zu verwenden. Alles ganz einfach, und dauert teilweise nur ein paar Stunden, bis etwas passiert. Dadurch wird es dann aber von der Plattform genommen, da ihr Youtube das durch die Nutzungsbestimmungen gesetzte Recht verweigert, euer Werk zu verwenden.

    Wer also auf Youtube Geld machen will, soll Partner werden und seine Videos monetarisieren. Das macht mehr Sinn und hat mehr Aussicht auf Erfolg, als einen US Konzern dazu zu zwingen sich einer Gesellschaft zu beugen.


  3. Nach oben    #3
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    Na, da kennt sich ja einer aus ;-)

    Man kann es auch anders sehen. Z.B. dass SACEM (Frankreich) und PRS (UK) von YouTube über den Tisch gezogen wurden - und seither hoffen, dass GEMA für die den Karren aus dem Dreck zieht.

    Die "Leute", die die professionellen Videos in YouTube einstellen, sind übrigens die Labels. Denen sind die Urheber (und meistens auch ihre eigenen Künstler) ziemlich Wurscht.

    EIN Problem gibt es wirklich (da wird auch dran gearbeitet): die regionalen Rechte-Vertretungen passen nicht gut mit dem globalen Internet zusammen.

  4. Nach oben    #4
    Avatar von Sikzo
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    Naja, wer nun die Uploads tätigt, ist eigentlich egal, da es auf das Gleiche hinausläuft. Wenn es ein Label macht, so machen die es mit einer vertraglichen Vollmacht. Sonst wäre es ja illegal. Nun ist und bleibt Youtube aber Eigentum von Google und kann demnach auch von Google verwendet werden, wie die es gerade wollen.

    Wer sich von der GEMA vertreten lässt, sollte doch wissen worauf er sich einlässt, oder? Die GEMA soll das Urheberrecht und/oder die rechtlichen Interessen der Künstler schützen. Wenn man nun aber seine Werke *freiwillig* irgendwo zur Verfügung stellt, wo keine Pflicht auf Vergütung besteht und *dann* sich bei der GEMA beschwert, so nach dem Motto "Hey, die bezahlen ja gar nichts! Macht da mal was!", der scheint wohl entweder nur Richtung Geldbeutel gedacht zu haben, oder hat eben das Denkmett komplett ausgeschaltet.

    Man kann doch nicht das Durchsetzen der rechtlichen Interessen durch die GEMA beantragen, in der gleichen Zuckung aber seine Sachen auf eine Plattform hochladen (lassen), die nicht zur Vergütung verpflichtet ist. Das ist hirnrissig.

    Bei Funk und Fernsehen und vielleicht auch großen Clubs und Veranstaltungen kann ich das ja noch verstehen, da der Künstler da nun wirklich keinen Einfluß hat, doch das Ding mit Youtube ist einfach nur geldgeiler Unfug.

  5. Nach oben    #5

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    Hallo Sikzo,

    herzlichen Dank für Deinen Beitrag!

    Es geht darum, dass das Milliarden schwere Unternehmen Google, zu dem YouTube gehört, die Urheber der musikalischen Werke, die auf YouTube zu hören sind, gerecht entlohnt. Hierbei sind auch die Uploads inbegriffen, die weder vom Urheber eines musikalischen Werkes, noch vom jeweiligen Music Label autorisiert wurden.

    Bzgl. DMCA (Digital Millenium Copyright Act):

    Es ist für den Urheber sehr schwer bis nicht möglich, herauszubekommen, wer wo und wie oft seine Werke spielt. Ich weiß, dass es hierfür technische Mittel (u. a. spezielle Software) gibt, die Internetplattformen (wie z. B. YouTube) "scannen" oder bestimmte Webseiten in bestimmten Regionen. Wie genau dies technisch im Detail abläuft, hierzu habe ich nur rudimentäre Kenntnisse.

    Ich hatte mich vor einigen Monaten mit dem CEO eines Musikverlages getroffen, die ihrerseits eine solche Software-Lösung für's Music Tracking entwickelt haben, die er mir mal kurz erläutert hat. Auch die GEMA setzt eine solche Software-Lösung ein, um nachvollziehen zu können, wann, wer, wo und wie oft einen Song gespielt hat, welcher bei der GEMA gemeldet ist, um den Urheber, so genau wie es nur irgend geht, für sein Werk zu entlohnen.

    Und wie Du schon richtig in Deinem Beitrag geschrieben hast, prallen die Bestimmungen von Google / YouTube und der GEMA hier aufeinander. Vermutlich (!) könnte es auch so sein, dass US-amerikanische PRO(s) mit dem US-amerikanischen Unternehmen Google / YouTube wie auch immer geartete Vereinbarungen haben, da diese nun mal auch ein Interesse daran haben, dass ihre eigenen Künstler mehr Vorteile von YouTube haben, als Künstler anderer PROs, egal wo die Künstler ihren Hauptsitz haben.

    Fakt ist: Wer Musik nutzt, egal von wem, egal bei welcher PRO der Künstler / Urheber / das Werk angemeldet ist, muss dafür einen fairen Preis bezahlen. Ich nenne immer wieder gern das Beispiel: Wer eine Veranstaltung ausrichten möchte und dafür, für's Catering belegte Brötchen beim Bäcker haben möchte, muss auch dafür bezahlen. Kein Bäcker der Welt würde seine Brötchen kostenlos liefern. Auch er sieht zu, dass derjenige, der seine Leistungen in Anspruch nehmen möchte, dafür auch bezahlt.

    Beste Grüße,

    Sylvio
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  6. Nach oben    #6

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    Zitat Zitat von Sikzo Beitrag anzeigen
    Wenn man nun aber seine Werke *freiwillig* irgendwo zur Verfügung stellt, wo keine Pflicht auf Vergütung besteht und *dann* sich bei der GEMA beschwert, so nach dem Motto "Hey, die bezahlen ja gar nichts! Macht da mal was!", der scheint wohl entweder nur Richtung Geldbeutel gedacht zu haben, oder hat eben das Denkmett komplett ausgeschaltet.

    Man kann doch nicht das Durchsetzen der rechtlichen Interessen durch die GEMA beantragen, in der gleichen Zuckung aber seine Sachen auf eine Plattform hochladen (lassen), die nicht zur Vergütung verpflichtet ist. Das ist hirnrissig.

    Bei Funk und Fernsehen und vielleicht auch großen Clubs und Veranstaltungen kann ich das ja noch verstehen, da der Künstler da nun wirklich keinen Einfluß hat, doch das Ding mit Youtube ist einfach nur geldgeiler Unfug.
    Hallo Skizo,

    vielen Dank auch für diesen Beitrag!

    Da hast Du Recht! Darum geht es bei dieser Petition nicht. Wer nicht bei der GEMA oder einer anderen PRO angemeldet ist und seine Werke freiwillig bei YouTube hochlädt, darf sich im Nachgang natürlich nicht beschweren.

    Es geht hier um musikalisch Werke, welche bei der GEMA gemeldet sind und in welcher Form auch immer früher oder später auf YouTube erscheinen. Wir alle wissen, dass es immer wieder Privatpersonen gibt, wo die Meisten bestimmt sich auch legal Musik kaufen, sei es auf CD oder online als mp3, und die Musiken ihrer Lieblingskünstler dann (sicher oft auch unwissentlich) illegal auf YouTube hochladen. Auch damit verdient YouTube / Google letztlich Geld.

    Auch darum geht es.

    In unserem Fall war es mal so, dass unser komplettes Album auf irgendwelchen, teils illegalen Internetplattformen erschienen, wo unsere Werke auch teils kostenpflichtig zum Download angeboten wurden, wo wir nicht einen Cent davon gesehen haben. Wir wissen bis heute nicht, woher das stammt und wer dafür verantwortlich war. Es besteht somit auch die Möglichkeit, dass jemand dann im Nachgang diese Werke "legal" erwirbt, unwissentlich dessen, dass er die Musik von jemand erworben hat, der sie nicht legal erworben hat, und diese dann für seine Zwecke mit z. B. auf seinem YouTube-Kanal nutzt.

  7. Nach oben    #7
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    Zitat Zitat von Sikzo Beitrag anzeigen
    Ganz einfach. Die GEMA will von Google exorbitante Summen, die in den Milliarden Bereich gehen. Google ist dazu aber nicht verpflichtet, da die Nutzungsbestimmungen von Youtube seit der Übernahme von Google eindeutig waren.
    Ja, ja, immer die "böse" GEMA.
    Das Youtube / Google aber auch Milliarden damit verdient, wird dabei schnell übersehen.

    Ich sehe einfach nicht ein, das andere von meiner persönlichen Leistung profitieren.
    Die Monetarisierung bei Youtube ist doch ein Witz, davon kann man sich nix kaufen.
    Wer hat schon Klicks, die über die 100.000 hinausgehen, sodas da etwas bei rumkommt?

    Ich möchte dein Gesicht mal sehen, wenn du am Ende des monats kein Geld bekommst, sondern nur die lapidare Antwort von deinem Chef: "Freue dich doch, da sind doch so viele Leute, die deine Arbeit klasse finden".
    fix it in the mix

  8. Moogman´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  9. Nach oben    #8
    Avatar von Sikzo
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    So wie es aussieht, bin ich wohl jemanden auf den Schlips getreten. Dafür entschuldige ich mich. Nun aber weiter im Text:

    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Ja, ja, immer die "böse" GEMA.
    Das Youtube / Google aber auch Milliarden damit verdient, wird dabei schnell übersehen.
    Man darf den Umsatz von Google aber nicht als Meßlatte für "bösartigkeit" nehmen. Diesen macht das Unternehmen nämlich auch ohne die Musik von unabhänhigen Künstlern zu verwenden und dafür nichts abzudrücken. Nur weil Google da schweres Geld macht, sind die da nicht weniger Menschen wie Ich und Du. Das nur mal am Rande.

    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Ich sehe einfach nicht ein, das andere von meiner persönlichen Leistung profitieren.
    Die Monetarisierung bei Youtube ist doch ein Witz, davon kann man sich nix kaufen.
    Wer hat schon Klicks, die über die 100.000 hinausgehen, sodas da etwas bei rumkommt?
    Goldrichtig, doch wer erwartet ernsthaft von Youtube leben zu können? Sicher, ich weiß, dass man etwas dazuverdienen möchte und dass jeder Cent der einem flöten geht, ein großes Ärgernis ist, doch seien wir mal ehrlich:

    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Ich möchte dein Gesicht mal sehen, wenn du am Ende des monats kein Geld bekommst, sondern nur die lapidare Antwort von deinem Chef: "Freue dich doch, da sind doch so viele Leute, die deine Arbeit klasse finden".
    Von Musik alleine kann Heutzutage keiner mehr leben. Das war aber schon vor 10 Jahren so. Um Heute im digitalen Zeitalter überhaupt noch ein Lied verkaufen zu können, darf der einzelne Track ja nicht mal 0,90€ teuer sein. Die meisten haben ihre Preise auf 0,50€ pro Titel gesenkt, um überhaupt noch irgendwie Umsatz zu machen.

    Nur die Gigs/Live Acts machen noch Geld, welches erwähnenswert wäre.

    Zitat Zitat von studio649 Beitrag anzeigen
    Fakt ist: Wer Musik nutzt, egal von wem, egal bei welcher PRO der Künstler / Urheber / das Werk angemeldet ist, muss dafür einen fairen Preis bezahlen. Ich nenne immer wieder gern das Beispiel: Wer eine Veranstaltung ausrichten möchte und dafür, für's Catering belegte Brötchen beim Bäcker haben möchte, muss auch dafür bezahlen. Kein Bäcker der Welt würde seine Brötchen kostenlos liefern. Auch er sieht zu, dass derjenige, der seine Leistungen in Anspruch nehmen möchte, dafür auch bezahlt.
    Vollkommen richtig, dem stimme ich zu 100% zu. Jedoch sieht die Realität ja leider etwas verkorkster aus, als sie hier dargestellt wird. Wie gesagt, auch ich finde es wichtig, dass wenn jemand meine Musik aufführen/öffentlich zur Verfügung stellen will (Clubs, Veranstaltungen ect.), ich dafür entsprechend entlohnt werde. Es ist ja immerhin mein Aufwand/meine Arbeit, mit der der Betreiber da Gäste anlockt/unterhält.

    Nun aber das Problem: Es gibt einen riesigen Haufen Künstler, die eben von der GEMA vertreten werden, aber trotzdem ihre Musik auf eine Plattform hochladen (lassen), welche zum größten Teil ihren Dienst kostenlos anbietet. Youtube hat die Lieder ja nicht genommen und einfach hochgeladen, sondern die Labels (oder Künstler) waren das selber.

    Wieso verlangt die GEMA da jetzt aber noch Geld für, wo doch bekannt ist, dass Youtube überhaupt keine Vergütung garantiert? Youtube ist ja eine kostenlose Sache (auch in Sachen "hochladen"), von daher eben auch *freiwillig* (was ich mit meinem vorigen Beitrag meinte), was dann eben die Frage aufwirft: Warum sich auf einer (freiwilligen) Plattform anmelden, Material zur Verfügung stellen und dann vom Betreiber der Seite für das bereitstellen des Materials Geld verlangen, nur weil dieser eventuell damit arbeitet? (was ja eben auch in den Nutzungsbestimmungen steht)

    Ich backe ja auch keine Brötchen, bring den ganzen Kappes zu einer Veranstaltung auf der es alles kostenlos gibt, verlange dann aber Geld dafür und wundere mich, warum mich der Betreiber ausschließt. Das ist, was ich an der GEMA <-> Youtube Sache überhaupt nicht nachvollziehen kann.

  10. Nach oben    #9
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    Zitat Zitat von Sikzo Beitrag anzeigen
    Von Musik alleine kann Heutzutage keiner mehr leben. Das war aber schon vor 10 Jahren so. Um Heute im digitalen Zeitalter überhaupt noch ein Lied verkaufen zu können, darf der einzelne Track ja nicht mal 0,90€ teuer sein. Die meisten haben ihre Preise auf 0,50€ pro Titel gesenkt, um überhaupt noch irgendwie Umsatz zu machen.

    Nur die Gigs/Live Acts machen noch Geld, welches erwähnenswert wäre.
    Du solltest nicht von dir auf Andere schließen!. Ich bin sicher nicht der Einzige hier, der ausschließlich von der Musik leben kann und da gehören der Verkauf von CDs eben auch dazu.

    Zitat Zitat von Sikzo Beitrag anzeigen
    Nun aber das Problem: Es gibt einen riesigen Haufen Künstler, die eben von der GEMA vertreten werden, aber trotzdem ihre Musik auf eine Plattform hochladen (lassen), welche zum größten Teil ihren Dienst kostenlos anbietet. Youtube hat die Lieder ja nicht genommen und einfach hochgeladen, sondern die Labels (oder Künstler) waren das selber.
    Das ist nicht immer so, denn viele private Youtuber nutzen einfach die Musik und laden sie hoch, ohne die Rechte daran zu haben.
    Wenn jemand meint, er müsste seine Musik verschenken, dann kann er das ja gerne tun, die meisten Musiker stellen aber nur Demos oder schlechtere Qualität online, das mache ich ja auch. Bei Hobbymusikern ist das natürlich anders, für viele ist das die einzige Möglichkeit die Musik unter die Leute zu bringen.

    Zitat Zitat von Sikzo Beitrag anzeigen
    Wieso verlangt die GEMA da jetzt aber noch Geld für, wo doch bekannt ist, dass Youtube überhaupt keine Vergütung garantiert?
    Youtube wäre ohne die ganze geschützte Musik doch ein armseliges Würstchen. Im Prinzip dürften Youtube die ganze Musik, wo die Rechte bei einer Verwertungsgesellschaft liegen, überhaupt nicht auf dem Server haben.
    Die meisten Profimusiker in meinem Bekanntenkreis, sind auch alle in der GEMA organisiert und sie haben die Verwertungsrechte ja freiwillig abgetreten. Ohne die GEMA würden ja viele Einnahmen überhaupt nicht beim Künstler ankommen, daher ist das schon sehr wichtig.
    fix it in the mix

  11. Nach oben    #10

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    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Youtube wäre ohne die ganze geschützte Musik doch ein armseliges Würstchen. Im Prinzip dürften Youtube die ganze Musik, wo die Rechte bei einer Verwertungsgesellschaft liegen, überhaupt nicht auf dem Server haben.
    Die meisten Profimusiker in meinem Bekanntenkreis, sind auch alle in der GEMA organisiert und sie haben die Verwertungsrechte ja freiwillig abgetreten. Ohne die GEMA würden ja viele Einnahmen überhaupt nicht beim Künstler ankommen, daher ist das schon sehr wichtig.
    Genau so ist es! Und was viele, vor allem junge Musikschaffende oft nicht wissen ist, dass nicht nur die "ganz Großen" von der GEMA leben können, sondern auch vermeintlich unbekanntere Künstler. Es kommt hier natürlich auf viele Faktoren an. Ein "Hobby-Musiker", welcher seine Songs nur online irgendwo hochlädt, hat keinen Benefit von der GEMA. Wenn ich richtig informiert bin, ist es so, dass man entweder gar kein GEMA-Mitglied werden kann, wenn kein entscheidendes Projekt bei der Anmeldung dahinter steht (z. B. Jingle-Produktion für Radiostation XYZ) oder zumindest dass die GEMA jeden Künstler darüber informiert und zu bedenken gibt, dass er selbst die Entscheidung zu treffen hat, ob eine Mitgliedschaft sich für ihn lohnt, welche Ausgaben er bzgl. des jährlichen Mitgliedsbeitrages hat und welche Einnahmen er mit der GEMA hätte. Das entzieht sich meiner Kenntnis, wie die GEMA entscheidet, wenn man bei der Anmeldung kein signifikantes Projekt wie im o. g. Beispiel angeben kann.

  12. Nach oben    #11
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    der Nachweis bereits verwerteter (aufgeführter oder auf CD produzierter) Titel ist Voruassetzung für die GEMA-Mitgliedschaft. Zudem weist sie ausdrücklich darauf hin, dass es sich möglicherweise nicht rechnet (wobei die "Gewinn"-Schwelle ja sehr gering ist, ein bis zwei kleine Singer-Songwriter Konzerte mit eigenen Titeln decken bereits den Mitgliedsbeitrag).

    Im Internet ist es schwieriger, überhaupt Geld zu machen. Verkauf von Downloads über Amazon etc. geht noch ganz gut, zumindest, wenn alles aus einer Hand stammt (Urheberschaft, Musiker, Produktion). Vergütung beim Streaming etc. ist lachhaft (um 0,2 Cent pro Stream, davon ca. 7% für die Urheber).

    Was hier etwas untergegangen ist: Youtube ZAHLT JA Lizenzgebühren in den USA, auch im UK und in Frankreich. Nur sind die eben auch lächerlich, zumal die Labels kein Interesse an Vergütungen für Urheber (und auch für die von ihnen "vertretenen" Musiker) haben. Bislang haben sie das Internet vor allem als Werbe-Plattform betrachtet - sind aber seit einer Weile am "Umdenken".

    In Europa ist das "Problem", dass die bisherigen Abschlüsse eine Klausel enthalten, dass automatisch höhere Lizenzen fällig werden, wenn eine Europäische PRO einen besseren Abschluss mit Youtube erzielt. Für diese Rolle ist sozusagen die GEMA auserkoren. Die anderen PROs hoffen still und heimlich, dass GEMA möglichst viel heraus hohlt. Damit würden ihre bisherigen Ramschverträge hinfällig. Das generelle Problem dahinter ist, dass das Internet eben keine Grenzen kennt, und - die eh schon spärlichen - Einnahmen aus den USA kaum nach Europa fließen, weil sich die Märkte eben doch deutlich unterscheiden.

  13. Nach oben    #12
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    Interessante Diskussion! Ich werfe mal noch einen weiteren Punkt hinein: Wer würde denn youtube überhaupt klicken, wenn es da nicht kostenlose downloads gäbe? Diese Plattform lebt doch förmlich davon, dass viele ILLEGAL Musikwerke einstellen und sich damit ihren Kanal füllen, um Populär zu werden. Bevor man ihnen an den Kragen kann, verschwinden sie - teilweise sogar MIT Entlohnung durch Youtube. Irgendwo kann es nicht sein, dass jeder alles hochlädt, damit Werbegelder (für sich und die Plattform) einfährt und die Macher nichts davon sehen?

    Im dem Zusammenhang stelle ich mal die Frage, wieso ein Musiker wiederum seine Sachen dort hochlädt, wenn er weiß, dass er aus deutschen Landen nichts bekommt? Kann er das trennen? Kann er das steuern?

    Das Problem mit solchen Plattformen ist, dass sie eine quasi rechtsfreien Raum schaffen. Es reicht, wenn ein Hansel über TOR ein Album einer Band hochlädt und es sich dadurch verbreitet. Da kann die GEMA gegen vorgehen oder auch nicht - die Nummer ist durch.

    Wichtiger wäre also, dass man die Plattformen stärker an das Recht bindet. Dann würde es auch funktionieren, gezielt in die GEMA zu gehen, bzw es nicht zu tun, um die Vermarktung seiner Musik zu steuern.

    Und jetzt wird es lustig:

    Wenn man sich nun vor Augen führt, dass YT gezielt gewisse Angebote für manche Länder in D sperrt, dann fragt man sich, ob da nicht beiderseitige Taktik dahinter steckt?

    Wenn z.B. ein Großverdiener der Branche ohnehin an den Klicks verdient, einen channel hat, dann ist vielleicht das Hochladen Ausdruck einer gewollten Symbiose? Man kassiert doppelt über die GEMA (die sich bekanntlich nur für die Grossverdiener lohnt) und nochmal von YT?

  14. Nach oben    #13
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    Man kann als Musiker schon Youtube vernünftig als Werbeplattform nutzen, in dem man einerseits kein komplettes Album veröffentlicht und die Stücke gekürzt und in schlechterer Qualität einstellt.
    fix it in the mix

  15. Nach oben    #14
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    Zitat Zitat von engineer Beitrag anzeigen
    Im dem Zusammenhang stelle ich mal die Frage, wieso ein Musiker wiederum seine Sachen dort hochlädt, wenn er weiß, dass er aus deutschen Landen nichts bekommt?
    Unter anderem weil es glücklicherweise nach wie vor Musiker gibt, denen es um die Musik und nicht um den Mammon geht.

  16. Nach oben    #15
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
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    Zitat Zitat von Sir Raven Beitrag anzeigen
    Unter anderem weil es glücklicherweise nach wie vor Musiker gibt, denen es um die Musik und nicht um den Mammon geht.
    Das kommt immer darauf an, ob man es mehr als Hobby betreibt oder als Profimusiker. Da muss man schon sehen wo man bleibt, wenn man sonst keine Einkünfte hat.
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  17. Nach oben    #16
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    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Das kommt immer darauf an, ob man es mehr als Hobby betreibt oder als Profimusiker. Da muss man schon sehen wo man bleibt, wenn man sonst keine Einkünfte hat.
    Das versteht sich von selbst. Wer wäre ich, Berufsmusikern die Notwendigkeit des Geldverdienes absprechen zu wollen. Dennoch begrüße ich es, dass es Musiker gibt, bei denen das nicht der Fall ist und die ihre Musik nur zum Spaß im WWW bereitstellen.

  18. Nach oben    #17

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    Zitat Zitat von Sikzo Beitrag anzeigen
    So wie es aussieht, bin ich wohl jemanden auf den Schlips getreten. Dafür entschuldige ich mich. Nun aber weiter im Text:

    Von Musik alleine kann Heutzutage keiner mehr leben.
    Das stimmt so nicht. Ein geringer Teil der Musikschaffenden können von ihrer Musik leben. Hinzu kommt, dass leider auch immer mehr von den etablierten Musikschaffenden vom Wertverfall der Musik betroffen sind und auch immer mehr namhafte Tonstudios in eine existenziell bedrohliche Lage dadurch kommen und einige sogar schon "das Handtuch geworfen" haben.

    Newcomer, die jetzt oder vor relativ kurzer Zeit mit dem Musizieren, dem Komponieren und Produzieren von Musik begonnen haben, sollten definitiv sicherheitshalber Plan B und C in der Tasche haben, wenn sie keinen Schiffbruch erleiden wollen.


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