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Thema: Sehr lange nicht gesungen wie finde ich am besten wieder rein?

  1. #1

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    Sehr lange nicht gesungen wie finde ich am besten wieder rein?

    Hallo,

    Ich habe sehr lange nicht gesungen auf Grund meiner Psyche, ( ich habe starke Depressionen )
    Ich habe insgesamt 6 Monate nicht mehr gesungen. Ich habe davor 10 Jahre jeden Tag fast den ganzen Tag durchgesungen immer nur gesungen wo es nur geht, hatte auch Gesangsunterricht.

    Jetzt habe ich mich entschlossen wieder zu singen, weil ich meine kraft gesammelt habe und ich das singen ja liebe und ich ja nur durch die Lustlosigkeit und Traurigkeit aufgehört habe die zwar immer noch besteht und in Behandlung ist, aber ich weiß gar nicht wie ich das angehen soll ich habe gerade paar Gesangsübungen gemacht, mir fällt das singen etwas schwerer als früher zwar treffe ich schon noch die töne aber nicht mehr so gut und das stützen habe ich glaub ich auch verlernt, oder ich bin einfach noch draußen und muss mich wieder einklinken, und wieder alles bisschen aufarbeiten. Aber wie gehe ich das jetzt am besten an? Kann mir da jemand einen Tipp geben?

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen, liebe grüße Quise!

  2. Nach oben    #2
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    Das Singen am besten ruhig und gelassen angehen - wie (fast) alles.

    Servus Quise,

    Deine Lage kann ich recht gut nachvollziehen, weil ich selbst in einer ähnlichen stecke.

    Von Februar bis Juni dieses Jahres hatte ich eine Grippe, die mich infolge Schwächung durch eine fünfzehn Jahre währende und noch andauernde private und berufliche Talfahrt fast das Leben gekostet hätte. Wegen einer von mir selbst erkannten Lungenentzündung ließ ich mich per Notarzt ins Krankenhaus bringen. Dort stellte man praktisch nebenbei fest, dass nur noch 30% von meinem Herzmuskel übrig waren.

    Zwischen dem 24. April und dem 24. Juli hatte ich keine Gitarre in der Hand und keine Note gesungen. Ab etwa Ende Januar war es immer anstrengender geworden, und seit Anfang September wird es wieder besser.

    Meine größte Hilfe waren und sind Ruhe und Gelassenheit. Ich gehe soweit zu sagen, dass ich nur durch Entspannung überlebt habe. Loslassen war hilfreicher als Kämpfen, vor allem deshalb, weil Kampf schnell in Krampf umschlägt.

    Das Wichtigste ist Atmen durch die Nase. Sprechen und Singen sind anstrengend, weil Teile der Luft durch den Mund ausgeatmet werden müssen. Dabei gehen Wärme und Feuchtigkeit verloren, was Atemwegen einschließlich Stimmbändern und der Lunge schadet.

    Ein- und Ausatmen durch die Nase ist der Plan der Natur. Das wird häufig verschwiegen, weil mit der Nichtbeachtung Milliarden verdient werden und durch die verkürzte Lebenserwartung Rente gespart wird. Nur bei Gähnen, Niesen und Husten hat die Natur den Mund eingeplant. Wer auch immer etwas anderes erzählt, redet Unsinn.

    Ein Nebeneffekt ist, dass das Atmen durch die Nase das Zwerchfell stärkt. Haupteffekte und Sinn der Sache sind, dass die Luft gereinigt und angefeuchtet wird sowie ein Unterdruck in der Lunge entsteht. Letzterer gestattet dem Blut die Abgabe des Kohlendioxids an die eingeatmete Luft, und die Feuchtigkeit erleichtert den Übergang des Sauerstoffs ins Blut.

    Kurz gesagt: Atme zügig durch die Nase ein und gemächlich durch die Nase wieder aus. Wenn Dir danach ist, stelle Dich dabei gerade hin und pendele Dich so im Schwerpunkt ein, dass Du mit geringstmöglichem Kraftaufwand stehen kannst. Flaches Schuhwerk oder barfüßig Sein ist sinnvoll. Dann versuche, ohne große Anstrengung ein paar Töne zu singen. Achte darauf, dass es sich für Dich gut anfühlt. Lass Dir Zeit und taste Dich mit Geduld an Deine Vorstellungen von Ton- und Dynamikumfang heran, Tag für Tag und Woche für Woche.

    Sei zuversichtlich, Du wirst feststellen, dass es klappt, wenn es zwischendurch auch mal auf und ab gehen mag.

    Viele Grüße

    capmaster

    Geändert von capmaster (04.11.2015 um 19:30 Uhr) Grund: Tippfehler

  3. Nach oben    #3

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    Danke

    Zitat Zitat von capmaster Beitrag anzeigen
    Servus Quise,

    Deine Lage kann ich recht gut nachvollziehen, weil ich selbst in einer ähnlichen stecke.

    Von Februar bis Juni dieses Jahres hatte ich eine Grippe, die mich infolge Schwächung durch eine fünfzehn Jahre währende und noch andauernde private und berufliche Talfahrt fast das Leben gekostet hätte. Wegen einer von mir selbst erkannten Lungenentzündung ließ ich mich per Notarzt ins Krankenhaus bringen. Dort stellte man praktisch nebenbei fest, dass nur noch 30% von meinem Herzmuskel übrig waren.

    Zwischen dem 24. April und dem 24. Juli hatte ich keine Gitarre in der Hand und keine Note gesungen. Ab etwa Ende Januar war es immer anstrengender geworden, und seit Anfang September wird es wieder besser.

    Meine größte Hilfe waren und sind Ruhe und Gelassenheit. Ich gehe soweit zu sagen, dass ich nur durch Entspannung überlebt habe. Loslassen war hilfreicher als Kämpfen, vor allem deshalb, weil Kampf schnell in Krampf umschlägt.

    Das Wichtigste ist Atmen durch die Nase. Sprechen und Singen sind anstrengend, weil Teile der Luft durch den Mund ausgeatmet werden müssen. Dabei gehen Wärme und Feuchtigkeit verloren, was Atemwegen einschließlich Stimmbändern und der Lunge schadet.

    Ein- und Ausatmen durch die Nase ist der Plan der Natur. Das wird häufig verschwiegen, weil mit der Nichtbeachtung Milliarden verdient werden und durch die verkürzte Lebenserwartung Rente gespart wird. Nur bei Gähnen, Niesen und Husten hat die Natur den Mund eingeplant. Wer auch immer etwas anderes erzählt, redet Unsinn.

    Ein Nebeneffekt ist, dass das Atmen durch die Nase das Zwerchfell stärkt. Haupteffekte und Sinn der Sache sind, dass die Luft gereinigt und angefeuchtet wird sowie ein Unterdruck in der Lunge entsteht. Letzterer gestattet dem Blut die Abgabe des Kohlendioxids an die eingeatmete Luft, und die Feuchtigkeit erleichtert den Übergang des Sauerstoffs ins Blut.

    Kurz gesagt: Atme zügig durch die Nase ein und gemächlich durch die Nase wieder aus. Wenn Dir danach ist, stelle Dich dabei gerade hin und pendele Dich so im Schwerpunkt ein, dass Du mit geringstmöglichem Kraftaufwand stehen kannst. Flaches Schuhwerk oder barfüßig Sein ist sinnvoll. Dann versuche, ohne große Anstrengung ein paar Töne zu singen. Achte darauf, dass es sich für Dich gut anfühlt. Lass Dir Zeit und taste Dich mit Geduld an Deine Vorstellungen von Ton- und Dynamikumfang heran, Tag für Tag und Woche für Woche.

    Sei zuversichtlich, Du wirst feststellen, dass es klappt, wenn es zwischendurch auch mal auf und ab gehen mag.

    Viele Grüße

    capmaster


    Danke für deine Antwort, ich habe mich sehr darüber gefreut und ich hoffe dir geht es wieder gut !

    Ich werde es so probieren du es mir gesagt hast.

  4. Nach oben    #4
    Hallo Quise,

    wollte grade ein ähnliches Thema eröffnen... Vielleicht sollte ich doch noch?

    Du hattest richtig Gesangsunterricht? Ich nämlich nicht. Mein Problem ist auch, dass ich schon seit einigen Jahren nicht mehr übe, meine Stimme trainieren. Auch aus gewissen Umständen heraus. Hat sich irgendwie so ergeben.

    Bei mir ist das Problem, dass mein Partner irgendwie andere Arbeitszeiten hatte und quasi um 13 Uhr immer schon zu Hause war. Dann musste er schlafen und abends... Naja, irgendwie war er ja dann auch da. Und mittlerweile ist es wieder so, wer weiß für wie lange.

    Da ich halt später aufstehe, bleibt mir nicht großartig Zeit, die Stimme braucht ja auch bis sie wach ist.

    Ich nehme an, dass du solche Probleme jetzt aber wirklich nicht meinst.

    Wenn ich singe, dann klappt es einfach nicht mehr so wie früher. Man merkt schon, dass die Stimme an Leichtigkeit verloren hat. Und hoch komme ich auch nicht mehr gut. Mich macht es wahnsinnig, wenn mein Partner den ganzen Tag da ist. Ich mag nicht üben, wenn jemand mithört und vielleicht noch irgendwelche Kommentare kommen :o(

    Darf ich fragen, wie du das jetzt genau machst? Wie lange übst du? Bringt es was?

    @capmaster
    Habe ich das nun richtig verstanden. Einfach fließen lassen und gucken, was kommt? Geduld haben?!

  5. Nach oben    #5

    Dabei seit
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    Zitat Zitat von Lurfz Beitrag anzeigen
    Hallo Quise,

    wollte grade ein ähnliches Thema eröffnen... Vielleicht sollte ich doch noch?

    Du hattest richtig Gesangsunterricht? Ich nämlich nicht. Mein Problem ist auch, dass ich schon seit einigen Jahren nicht mehr übe, meine Stimme trainieren. Auch aus gewissen Umständen heraus. Hat sich irgendwie so ergeben.

    Bei mir ist das Problem, dass mein Partner irgendwie andere Arbeitszeiten hatte und quasi um 13 Uhr immer schon zu Hause war. Dann musste er schlafen und abends... Naja, irgendwie war er ja dann auch da. Und mittlerweile ist es wieder so, wer weiß für wie lange.

    Da ich halt später aufstehe, bleibt mir nicht großartig Zeit, die Stimme braucht ja auch bis sie wach ist.

    Ich nehme an, dass du solche Probleme jetzt aber wirklich nicht meinst.

    Wenn ich singe, dann klappt es einfach nicht mehr so wie früher. Man merkt schon, dass die Stimme an Leichtigkeit verloren hat. Und hoch komme ich auch nicht mehr gut. Mich macht es wahnsinnig, wenn mein Partner den ganzen Tag da ist. Ich mag nicht üben, wenn jemand mithört und vielleicht noch irgendwelche Kommentare kommen :o(

    Darf ich fragen, wie du das jetzt genau machst? Wie lange übst du? Bringt es was?

    @capmaster
    Habe ich das nun richtig verstanden. Einfach fließen lassen und gucken, was kommt? Geduld haben?!

    Hallo sorry, dass ich erst jetzt schreibe ( ich habe es erst jetzt gesehen )

    Ich kenne das sehr gut, ich bin in einer ählichen Situation gefangen mit meinen Eltern und Geschwistern ich lebe noch dort, bin auch erst 19 Damals wurde es kräftig unterstüzt dass ich das Hobby singen pflegte und deshalb der Gesangsunterricht. Meine Mutter hat sich erhofft, dass ich berühmt werde und viel Geld ins Haus bringe. Was jetzt nicht der Fall ist und war und deshalb sind jetzt alle der Meinung ich darf nicht mehr singen und ich werde immer zusammengestaucht wenn ich singe. ( ich singe immer wenn alle weg sind was zum glück fast jeden Tag der Fall ist )

    Bei dir lese ich heraus, dass du ja angst hast vor doofen kommentaren oder dass man dich hört, solche Hemmungen sind ganz ganz schlecht für deinen Gesang und für die Stimme und für den allgemeinen Lernprozess. Denn deine Hemmungen verhindern, dass du loslassen kannst, und überhaupt anfängst richtig zu singen damit unterdrückst du deine Stimme was schlecht ist.
    Ich denke, du solltest mit deinem Partner ernsthaft darüber sprechen, wenn du so gerne singen magst, ihr könnt ja feste Zeiten ausmachen wann es okay ist, eine Stunde am Tag muss man schon mindestens singen. Du solltest auch deine ängste äußern, über die blöden kommentare und dass du dich schämst wenn er / sie dich hört. Vielleicht kann er / sie dir ja die Angst nehmen und nimmt darauf Rücksicht.

    Zum Gesang selber, wird es bei mir ein stücken besser und ich habe jeden Tag paar gesangsübungen gemacht für die problemzonen die wieder aufgetaucht sind, wie tiefen und höhen und Kopfstimme usw..
    Bevor ich singe, singe ich nur kruz alle bereiche an wie mitten tiefen und höhen und trinke auch ein warmes glas wasser aus.

    Wenn ich dann anfange zu singen, dann versuche ich es einfach wie früher es kommen zu lassen und wenn etwas nicht mehr klappt oder irgendwas anders ist, dann versuche ich die Ursache dafür zu finden,warum das so sein könnte, und versuche es noch mal aber ohne mich zu übernehmen, wenn etwas nicht mehr klappt dann sollte man auch nicht verzweifeln, das macht alles noch schlimmer und man verkampft total was wiederrum gar nicht gut für den Gesang ist.
    Ich denke für dich ist es wichtig, deine angst vom gehört werden und von dem ''beleidigt'' werden zu nehmen und ich denke auch, dass du eine Gesangslehrerin/Gesangslehrer brauchst. Klar, kannst du dir auch Videos von Gesangslehrern auf Youtube anschauen manche Videos sind sogar richtig gut, aber da besteht halt immer die gefahr, dass du dir was falsches antrainierst und dich niemand korrigieren kann.

    Ich hoffe ich konnte ein bisschen helfen. LG Quise

  6. Nach oben    #6
    Das ist sehr schade, dass deine Familie so darauf reagiert. Allerdings könnte ich es schon verstehen, wenn man sich jeden Tag anhören "muss", wenn jemand übt. Geht ja nun nicht so auf Zimmerlautstärke...

    Das hast du ja richtig Glück, dass du Zeiten für dich alleine hast... Freut mich zu lesen, dass du langsam wieder reinfindest...

    Mein Mann ist leider zur Zeit den ganzen Tag zu Hause. Mit den neuen Nachbarn werde ich das dann wohl auch langsam angehen lassen *grins*. Aber es ist auch schwierig, weil's eben doch schon ein paar Jahre sind, wo ich kaum was gemacht habe. Hatte eben viel berufliche Gründe, private Probleme etc. Mir ist das Singen halt immer schon wichtig gewesen und ich bin traurig, dass das alles irgendwie nicht mehr so klappt :o(

    Danke für deinen Beitrag und ich wünsche dir alles Gute und dass du den Gesang noch weiter lange pflegen kannst...

    LG

    Lurfz


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