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Thema: Selbstständigkeit anmelden? Freiberufler? Gewerbe abmelden? Musiker!;)

  1. #1

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    Selbstständigkeit anmelden? Freiberufler? Gewerbe abmelden? Musiker!;)

    Hallo,

    mein Gewerbe habe ich seit 10 Jahren, damals Promo-Jobs etc.
    Brauche ich das als Musiker überhaupt noch? Kostet mich an sich ja nichts, aber würde es gerne mal abmelden?
    Oder habe ich auf lange Sicht Vor- bzw. Nachteile?

    Würde mich lieber einfach Freiberufler nennen, da ich das ja eh bin. Muss ich mich da irgendwo anmelden?

    Wie ist wiederum mit Selbstständigkeit? Auch hier dem Finanzamt irgendwie sagen oder nicht?

    Danke für Tipps, vor allem erst mal, ob ich das Gewerbe lieber abmelden sollte, wenn ich lediglich als freiberufl. Musiker arbeite?!

    danke

  2. Nach oben    #2
    Avatar von Petra-Sue
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    Lass dein Gewerbe angemeldet: Selbst wenn du als Freiberufler nur geringe gewerbliche Tätigkeiten ausübst, kann das wohl dazu führen, dass deine gesamten Tätigkeiten vom Finanzamt als gewerblich angerechnet werden. Da gibt es eine so genannte Abfärberegelung. Deklarierst du hingegen die beiden Teilbereiche separat, passiert das wohl nicht.

    So wurde uns das jedenfalls früher mal (vor ca. 10 Jahren) beigebracht. Ob das immer noch gilt, wird dir wohl nur das Finanzamt oder ein Steuerberater mitteilen können.

    Tschüssi,
    Petra


  3. Nach oben    #3

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    Zitat Zitat von Petra-Sue Beitrag anzeigen
    Lass dein Gewerbe angemeldet: Selbst wenn du als Freiberufler nur geringe gewerbliche Tätigkeiten ausübst, kann das wohl dazu führen, dass deine gesamten Tätigkeiten vom Finanzamt als gewerblich angerechnet werden. Da gibt es eine so genannte Abfärberegelung. Deklarierst du hingegen die beiden Teilbereiche separat, passiert das wohl nicht.

    So wurde uns das jedenfalls früher mal (vor ca. 10 Jahren) beigebracht. Ob das immer noch gilt, wird dir wohl nur das Finanzamt oder ein Steuerberater mitteilen können.

    Tschüssi,
    Petra
    Aber mit Gewerbe muss man ab 25k € Gewerbesteuer zahlen, als Freiberufler nicht?!
    Also falls man da mal drüber kommt im Jahr? Ist der Umsatz wieder gemeint oder der Gewinn?

  4. Nach oben    #4
    Avatar von Petra-Sue
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    Zitat Zitat von mazemania Beitrag anzeigen
    Aber mit Gewerbe muss man ab 25k € Gewerbesteuer zahlen, als Freiberufler nicht?!
    Also falls man da mal drüber kommt im Jahr? Ist der Umsatz wieder gemeint oder der Gewinn?
    Steuern bezahlst du auf Gewinn. Das andere ist "Umsatzsteuer", und die fällt jenseits des Kleingewerbes (wo du die dann aber auch nicht bei Einkäufen abziehen kannst!) prinzipiell, auch bei freiberuflichen Tätigkeiten an.

    Das Entscheidende ist, dass du mit der Aufspaltung deiner Tätigkeiten in gewerblich und freiberuflich dafür sorgst, dass deine freiberuflichen Sachen gerade nicht "aus Versehen" als gewerblich gerechnet werden und dann gerade die angesprochene Grenze zu sprengen drohen - du also nicht womöglich auf Freiberufliches Gewerbesteuer zu zahlen hast.

    Aber wie schon geschrieben: Das ist mein Wissensstand von vor einigen Jahren. Wenn du Sichereres wissen wlllst, frag die Fachleute. Dafür sind die da.

    Tschüssi,
    Petra

  5. Nach oben    #5

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    Zitat Zitat von Petra-Sue Beitrag anzeigen
    Steuern bezahlst du auf Gewinn. Das andere ist "Umsatzsteuer", und die fällt jenseits des Kleingewerbes (wo du die dann aber auch nicht bei Einkäufen abziehen kannst!) prinzipiell, auch bei freiberuflichen Tätigkeiten an.

    Das Entscheidende ist, dass du mit der Aufspaltung deiner Tätigkeiten in gewerblich und freiberuflich dafür sorgst, dass deine freiberuflichen Sachen gerade nicht "aus Versehen" als gewerblich gerechnet werden und dann gerade die angesprochene Grenze zu sprengen drohen - du also nicht womöglich auf Freiberufliches Gewerbesteuer zu zahlen hast.

    Aber wie schon geschrieben: Das ist mein Wissensstand von vor einigen Jahren. Wenn du Sichereres wissen wlllst, frag die Fachleute. Dafür sind die da.

    Tschüssi,
    Petra
    Danke schon mal

    Aber es gibt ja dennoch Gewerbesteuer. Die muss man nicht zahlen, wenn man kein Gewerbe hat, klar
    Und was genau sollte ich aufspalten, wenn ich nur "normale Musikerjobs" habe? die sind ja alle per se freiberuflich?
    Würde es halt gerne einfach haben wollen, daher die Aufgabe des Gewerbes.
    Aber klar, kann sein, dass es Vorteile bringt...nur verstehe ich das bei Dir noch nicht ganz

    lg, maz

  6. Nach oben    #6
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    Hallo Maz,

    Zitat Zitat von mazemania Beitrag anzeigen
    Aber es gibt ja dennoch Gewerbesteuer. Die muss man nicht zahlen, wenn man kein Gewerbe hat, klar
    Und was genau sollte ich aufspalten, wenn ich nur "normale Musikerjobs" habe? die sind ja alle per se freiberuflich?
    Würde es halt gerne einfach haben wollen, daher die Aufgabe des Gewerbes.
    Aber klar, kann sein, dass es Vorteile bringt...nur verstehe ich das bei Dir noch nicht ganz
    Ich versuch's noch mal an einem Beispiel:

    1. Du musizierst (freiberuflich) für 900 EUR.
    2. Du verkaufst ein Musi-Gerät (gewerblich) für 100 EUR.

    Wenn du reiner Freiberufler bist, kann es sein, dass das Finanzamt dir den Verkauf trotzdem als "gewerblich" einstuft. Wenn aber der Anteil an Gewerblichkeit (auf's Jahr gerechnet) insgesamt zu hoch liegt, "färbt" diese Gewerblichkeit auch auf die freiberuflichen Einnahmen ab, so dass du möglicherweise alle Einnahmen vom FA als gewerblich eingestuft werden und du damit für deine eigentlich freiberuflichen Tätigkeiten Gewerbesteuer bezahlen darfst. Diese Abfärberei fängt - meines Wissens - bereits bei wenigen Prozent an!

    Muss man nicht verstehen ...

    Genaueres: Frag das FA oder einen Steuerberater. Mehr kann ich dazu nun wirklich nicht schreiben.

    Tschüssi,
    Petra

  7. Petra-Sue´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  8. Nach oben    #7

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    Zitat Zitat von Petra-Sue Beitrag anzeigen
    Hallo Maz,



    Ich versuch's noch mal an einem Beispiel:

    1. Du musizierst (freiberuflich) für 900 EUR.
    2. Du verkaufst ein Musi-Gerät (gewerblich) für 100 EUR.

    Wenn du reiner Freiberufler bist, kann es sein, dass das Finanzamt dir den Verkauf trotzdem als "gewerblich" einstuft. Wenn aber der Anteil an Gewerblichkeit (auf's Jahr gerechnet) insgesamt zu hoch liegt, "färbt" diese Gewerblichkeit auch auf die freiberuflichen Einnahmen ab, so dass du möglicherweise alle Einnahmen vom FA als gewerblich eingestuft werden und du damit für deine eigentlich freiberuflichen Tätigkeiten Gewerbesteuer bezahlen darfst. Diese Abfärberei fängt - meines Wissens - bereits bei wenigen Prozent an!

    Muss man nicht verstehen ...

    Genaueres: Frag das FA oder einen Steuerberater. Mehr kann ich dazu nun wirklich nicht schreiben.

    Tschüssi,
    Petra

    Anderes Beispiel:
    ich bin Freiberufler und kaufe eine Gitarre für 2000€, habe kein Gewerbe:
    Wie genau setze ich die Gitarre ab, wenn ich ja "nur" Freiberufler bin und sie priavt gekauft habe, am besten noch bei Ebay?
    Geht das ohne Gewerbe?
    Und wenn ja, dann auch wieder über 10 Jahre? Oder auch über 3 Jahre, wenn ich sage, ich brauche dann wieder eine neue, anderer Style etc?

    danke mehr fragen kommen auch nicht mehr

  9. Nach oben    #8
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    Zitat Zitat von mazemania Beitrag anzeigen
    Anderes Beispiel:
    ich bin Freiberufler und kaufe eine Gitarre für 2000€, habe kein Gewerbe:
    Wie genau setze ich die Gitarre ab, wenn ich ja "nur" Freiberufler bin und sie priavt gekauft habe, am besten noch bei Ebay?
    Geht das ohne Gewerbe?
    Du brauchst das Ding zur Ausübung deiner Freiberuflichkeit, also kannst du Sie auch als Investition kaufen und den Tabellen entsprechend abschreiben. Das hat mit Gewerblichkeit überhaupt nix zu tun. Das bezieht sich ja nur auf die Einnahmen für Tätigkeiten, die du ausübst.

    Wie lange die Abschreibungszeit für Musikinstrumente ist, weiß ich nicht => Siehe Tabellen.

    Oder auch über 3 Jahre, wenn ich sage, ich brauche dann wieder eine neue, anderer Style etc?
    Nö. Die Abschreibung des einen Investitionsguts wird wohl nichts mit der eines anderen zu tun haben. Angenommen, es gelten 10 Jahre: Dann schreibst du die beiden Gitarren separat zeitversetzt ab.

    Tschüssi,
    Petra

  10. Nach oben    #9
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    das sind dann wohl sonstige Einkünfte bei Veräußerungen. Vorsicht auch bei gezogener Vorsteuer, die MWST muß dann wieder bezahlt werden an das Finanzamt.

    Sonst kannst Du KSK oder GVL (Künstlersozialkasse) veranschlagen, die Deine Auftraggeber zahlen.

    Ziel ist die Gewinnerzielungsabsicht beim Gewerbe. Sonst mal mit dem Finanzamt sprechen.

    Kleinunternehmerstatus nach § 19, USTG beibehalten ohne Steuer auszuweisen.

    Bei Privakäufen keinesfalls die Vorsteuer ziehen, ohne Gewerbe gilt das als sog. gewillkürtes Betriebsvermögen, da ist Rücksprache zu halten mit dem Finanzamt, dh. privat gekaufte Instrumente plötzlich ins Firmeninventar verbuchen.

    Bei mobiler Nutzung bei Beschallungsanlagen kann man linear auf 5 Jahre mit 20% AfA ansetzen, also umgangssprachlich Abschreibungen, das Finanzamt hat dies anerkannt. Auch Instrumente, die ich als sog. "Backliner" vermiete


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