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Thema: Formen der Eignungsprüfung

  1. #1

    Formen der Eignungsprüfung

    Hallo Ihr

    Da ich mich ohnehin schon hobbyhalber sehr stark mit Musik auseinandersetze, mich dafür interessiere und auch schon komponiere, habe ich mir immer wieder überlegt, ob ich nicht auch ein Studium aufnehmen möchte. Jedoch ist diese Idee immer an einer Sache gescheitert:
    Der Eignungsprüfung.

    Ich selber habe zwar Jahre lang Klavierunterricht gehabt - jedoch entweder bei Lehrern, die mich zu sehr unter Druck gesetzt haben, oder bei meinen Eltern, die mir aus persönlichen Gründen ohnehin schon von Grund auf unsympathisch waren. Dazu kam, dass mir Klavier sowieso nie recht lag, sodass ich es schließlich auch aufgegeben habe, das zu erlernen. Ich spiele faktisch also keinerlei Instrument und mit Singen ist es seit meinem Stimmbruch auch nicht mehr weit her.

    Die Frage, die ich mir (und nun euch) stelle ist daher:
    Gäbe es auch eine Form der Eignungsprüfung, die ich absolvieren könnte, um ein Musikstudium zu beginnen? Kann ich mir nicht meine Kompositionen anerkennen lassen? Oder meine Werke durch eine Aufführung geltend machen? Jetzt noch ein neues Instrument zu erlernen, ist im Alter von fast 25 sicher nicht mehr so einfach und braucht wohl auch mehr, als ein paar Monate. Was also gäbe es für mich, was einer Leistungsprüfung entsprechen würde?
    Oder welche Möglichkeit hätte ich noch, um im Bereich der Musik Fuß fassen zu können, um vielleicht nächstes Jahr in diesem Gebiet ein Studium aufzunehmen?

  2. Nach oben    #2
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    So leid es mir tut, aber diese Idee wirst du wohl verwerfen müssen.
    Es gibt an keiner staatlichen Hochschule die Möglichkeit ohne Haupt- und Nebenfach, sowie Stimmbildung und Theorie, ein Studium aufzunehmen.

    Gemäß der Prüfungsordnung sieht es wie folgt aus:
    2. Anforderungen in der Aufnahmeprüfung
    Die Aufnahmeprüfung findet an zwei aufeinanderfolgenden Tagen statt. Am ersten Tag werden Sie im Hauptfach und in Gehörbildung geprüft.
    Nach diesen Prüfungen trifft die Prüfungskommission die Entscheidung, ob Sie zum zweiten Prüfungstag zugelassen werden.
    Am zweiten Tag folgt für diejenigen, die die Prüfungen des ersten Tages bestanden haben, die schriftliche Prüfung (Klausur) in Musiktheorie.

    2.1 Hauptfachprüfung
    Grundlage für die Prüfung im Bachelor Komposition ist die Vorlage eigener Kompositionen (instrumental und/oder elektronisch) und evtl. weiterer Arbeiten (Konzepte, Instrumentationen, Arrangements, Stilkopien etc.) zusammen mit den Bewerbungsunterlagen.
    Mündliche Prüfung (Dauer ca. 30-45 Minuten):
    Präsentation der eigenen Kompositionen und Arbeiten; Nachweis eines guten und zu schöpferischen Vorstellungen fähigen Gehörs insbesondere in Klangwelten Neuer Musik (Klangfarben, Klangbewe-gungen, Klangeigenarten hören, beschreiben und deren Potential in der Phantasie entwickeln); Fähigkeit auf eine vorgelegte Aufgabe schöpferisch zu reagieren; Nachweis von Grundkenntnissen in zeitgenössischer Musik (Fragen zu Kompositionstechnik, Stilistik, Partiturkunde, Instrumentation);
    Instrumentalvorspiel: Klavier kann durch ein anderes instrumentales Hauptfach oder Gesang ersetzt werden.
    Ich frage mich allerdings an dieser Stelle zu Recht, wie du auf die Idee des Studiums kommst, wenn dich die wichtigen Grundlagen eigentlich überhaupt nicht interessieren?


  3. Nach oben    #3
    Zitat Zitat von stepbeyond Beitrag anzeigen
    Ich frage mich allerdings an dieser Stelle zu Recht, wie du auf die Idee des Studiums kommst, wenn dich die wichtigen Grundlagen eigentlich überhaupt nicht interessieren?
    Wo habe ich denn sowas geschrieben? -.-

    Mein Problem ist, kein Instrument spielen zu können, nicht dass ich Probleme in Musiktheorie oder in Komposition usw. hätte und erst Recht nicht, dass ich es ablehnen würde, noch mehr dazu lernen zu wollen.
    Das sind für mich einfach zwei Paar Schuhe, ein Instrument zu spielen oder Musik für ein oder mehrere Instrumente zu komponieren.

    Ich suche einfach nach einem Weg, mein musikalisches Talent zu fördern, zu entwickeln und meine Musik zu komponieren und möglicherweise sogar mal zu vermarkten.

  4. Nach oben    #4
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    Zwischen den Zeilen hast du es geschrieben.
    Es ist sehr schade, dass du anscheinend Nichts vom meinem Post verstanden hast, aber ich erkläre es dir gerne nochmal etwas simpler.

    Vorweg würde ich allerdings gerne noch eine Kleinigkeit ansprechen; sag bitte Aufnahmeprüfung.
    Eine Eignung gibt es vielleicht bei der Bundeswehr, aber nicht in der Musik.

    Ich hatte dir ja bereits zitiert wie die Prüfung läuft. Die Prozedur teilt sich auf zwei Tage auf. Am ersten Tag wird die Praxis geprüft, nach erfolgreichem Bestehen am zweiten Tag die Theorie.

    D.h. zweierlei Dinge:
    1) Die Praxis ist, auch für Komposition, von der Gewichtung her bedeutender als die Musiktheorie
    2) Ist ein Instrumentalvorspiel und/oder Stimmbildung unumgänglich

    Schwierig wird es an dieser Stelle schon, weil du eigenen Angabe zufolge beides nicht sonderlich gut kannst.
    Selbst dann, wenn du dir jetzt Mühe geben würdest so viel praktisch lernen zu können, wie dir eben irgendwie möglich ist, wären deine Chancen weiterzukommen im Vergleich zur erfahrenen, meist Jahrzehnte lang, Konkurrenz eher gering.

    Natürlich musst du ebenso in der praktischen Prüfung am ersten Tag deine eigenen Kompositionen vorweisen können, in a.o. Weise. Das versteht sich von selbst, hilft dir allerdings nicht das Vorspiel und/oder die Stimm-/Gehörbildung zu umgehen. Es ist lediglich eine Teilleistung der Gesamtbewertung, welche in ihrer Gewichtung nicht den entscheidenden Teil ausmacht. Die Gewichtung ist eher ziemlich, nicht absolut, aber ziemlich, gleich verteilt (je nach Hochschule).

    Mein Schluss, dass dich die Grundlagen anscheinend nicht interessieren, leite ich daraus ab, dass dir eben diese a.o. Fähigkeiten bisher fehlen, weil sie, deinen eigenen Angaben gemäß, nicht dein Fall waren oder an Sympathie scheiterten (übrigens kann das bei Profs ebenso der Fall sein, das solltest du wohl bedenken). Die Bedeutung dieser doch absolut wichtigen Schlüsselkompetenz scheint dir folglich nicht sonderlich wichtig zu sein, sonst hättest du die Situation nicht ohne dazustehen.

    Im Hinblick auf ein Studium an einer staatlichen Hochschule, das sage ich dir aus eigener, jahrelanger Erfahrung im Lehrstuhl, wirst du sehr sehr schlechte Karten haben. Ich würde es dir nicht raten, dass du dich allzu sehr darauf versteifst.

    Wenn du etwas mit Musik machen möchtest, wie wäre es dann mit einem Lehramt? Da sind die Anforderungen für dich eher machbar. Musikwissenschaft wird wahrscheinlich nicht unbedingt etwas für dich sein, da deine Interessen woanders liegen und Musiktheorie als eigenständiger Studiengang ist eher auf die universitäre Forschung und Lehre ausgerichtet, aber nicht auf Komposition.

    Ich meine es auch wirklich nicht böse mit dir, immerhin kenne ich dich überhaupt nicht, aber von den bisherigen Informationen ist es relativ aussichtslos. Dir fehlt einfach sehr sehr viel in der Praxis und das ist nunmal das entscheidende Kriterium.

    Wenn es dir nur darum geht einen Studienplatz zu erhalten, egal wie und wo, kannst du dir so ziemlich jede private Hochschule aussuchen. Die nehmen eigentlich fast Jeden ohne irgend eine Art von Filter durchlaufen zu lassen. Dann muss dir nur klar sein, dass du deinen Abschluss monatlich aus der eigenen Tasche bezahlen musst, eigentlich ausschließlich den Schwerpunkt Pop hast und damit später weniger Chancen hast, als irgend ein Komponist, der "richtig" studiert hat.

    Ich bin allerdings weder die Studien-, noch die Lebensberatung und halte viel zu wenig von privaten Hochschulen, um dir da etwas raten zu wollen. Die Entscheidung musst du selber treffen.

    Du musst nur eins akzeptieren: Praxis und Musiktheorie sind eben nicht zwei Paar Schuhe. Sie sind unzertrennlich und fundamental.

  5. Nach oben    #5
    Also mit anderen Worten, ohne Instrumentausbildung habe ich keinerlei Chance?
    Ich hatte es befürchtet.
    Naja, wäre ich so gut, dass ich mir alles selbst beibringen könnte, wäre es ja nicht schlimm. Aber ich möchte nicht als Dilettant enden, der zwar Grundkenntnisse hat, aber von den Feinheiten keine Ahnung besitzt.

    Okay - welches Instrument ist für einen Autodidakten mit viel theoretischem Wissen, aber auf praktischer Ebene blutigen Anfänger mit ein paar Grundkenntnissen denn gut geeignet?
    Ich gehe mal davon aus, dass für jedes Instrument, sollte ich es ernsthaft erlernen wollen, ein paar Monate sicher nicht reichen?

    Mit Lehramt kann man mich jagen. Das einzige, was mich an Musik ernsthaft interessiert ist, mich, meine Kenntnisse und meine Fähigkeiten weiterzuentwickeln mit dem Ziel, meine Werke publikumswirksam zur Aufführung zu bringen. Wenn das nur über das Erlernen eines Instrumentes geht, dann soll das eben so sein.


    Dass mich Grundlagen nicht interessieren, ist übrigens eine offensichtliche Fehlinterpretation. Ich bin nicht am Klavier interessiert, u.A. auch gerade wegen meiner schlechten Erfahrungen damit.
    Dass heißt nicht, dass ich generell uninteressiert an Instrumenten oder an Musikgrundlagen bin.

  6. Nach oben    #6
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    Zitat Zitat von USS Nelame Beitrag anzeigen
    Also mit anderen Worten, ohne Instrumentausbildung habe ich keinerlei Chance?
    Ich hatte es befürchtet.
    Ja, leider sieht es genauso aus.

    Zitat Zitat von USS Nelame Beitrag anzeigen
    Okay - welches Instrument ist für einen Autodidakten mit viel theoretischem Wissen, aber auf praktischer Ebene blutigen Anfänger mit ein paar Grundkenntnissen denn gut geeignet?
    Ich gehe mal davon aus, dass für jedes Instrument, sollte ich es ernsthaft erlernen wollen, ein paar Monate sicher nicht reichen?


    Dass mich Grundlagen nicht interessieren, ist übrigens eine offensichtliche Fehlinterpretation. Ich bin nicht am Klavier interessiert, u.A. auch gerade wegen meiner schlechten Erfahrungen damit.
    Dass heißt nicht, dass ich generell uninteressiert an Instrumenten oder an Musikgrundlagen bin.
    Die Antwort wird dir nicht gefallen
    Am "einfachsten" wäre das Piano.
    Zusätzlich brauchst du aber noch Gehör- und Stimmbildung (also auch ein bischen Gesang).

    Komponisten werden da schon bevorzugt behandelt, weil jeder Andere zwei Instrument zzgl, Gehör- und Stimmbildung braucht, du nur eins.
    Grundsätzlich gilt allerdings, wenn es nicht Piano sein soll: Immer ein Melodieinstrument, kein Harmonieinstrument.

    Ich bezweifel allerdings, dass Violine, Viola, Cello (eher ausschl. bei Alter Musik), div. Blasinstrumente oder Ähnliches dir leichter fallen wird.

  7. Nach oben    #7
    Zitat Zitat von stepbeyond Beitrag anzeigen
    Die Antwort wird dir nicht gefallen
    Am "einfachsten" wäre das Piano.
    Zusätzlich brauchst du aber noch Gehör- und Stimmbildung (also auch ein bischen Gesang).

    Komponisten werden da schon bevorzugt behandelt, weil jeder Andere zwei Instrument zzgl, Gehör- und Stimmbildung braucht, du nur eins.
    Grundsätzlich gilt allerdings, wenn es nicht Piano sein soll: Immer ein Melodieinstrument, kein Harmonieinstrument.

    Ich bezweifel allerdings, dass Violine, Viola, Cello (eher ausschl. bei Alter Musik), div. Blasinstrumente oder Ähnliches dir leichter fallen wird.
    Naja, am Gesang oder am Talent zu singen scheitert es nicht, sondern an der Stimme (die ist seit meinem Stimmbruch leider nur noch auf eineinhalb Oktaven begrenzt, die vier, die ich ursprünglich als Kind mal geschafft habe, sind passe -.-).

    Gehör habe ich zum Glück einen kleinen Vorteil mit meinem absoluten Gehör, da sehe ich also nicht so sehr das Problem.


    Nun, Violine und Viola könnten in der Tat schwierig werden, ich bin zu alt, um die noch so virtuos spielen zu lernen, wie es notwendig wäre. Cello oder ein Blasinstrument klingen da wohl sinnvoller. Was gilt denn als anfängerfreundlich? Flöte? Oboe? Oder möglicherweise Trompete oder Posaune?
    Klarinette und Horn stelle ich mir wegen der Transposition schwierig(er) vor?
    (Auch wenn mich der Klang vom Horn durchaus fasziniert).

  8. Nach oben    #8
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    Es kommt nicht auf das Timbre Deiner Stimme oder auf gut sitzende Resonanzen oder gut geformte Vokale an. Siehe bitte Deine Gesangsdarbietung als praktische Beweisführung für ein gutes Gehör, d.h. Gehörbildung und Erkennen von guter/schlechter Intonation etc. an. Du willst ja nicht Gesang studieren und dementsprechend wird auch gewertet werden.

    Nun zum Klavier. Es ist mir wirklich schleierhaft, wie das Instrument, das Dir am ehesten, am leichtesten und am idealsten Kompositionen in Form von Partiturspiel ermöglicht, wieso gerade das auf Deiner "Beliebtheitsskala" so weit unten steht?
    Davon mal abgesehen:
    Bei einer Aufnahmeprüfung würde man prinzipiell von Dir "gutes, solides" Klavierspiel erwarten, keinesfalls sehr virtuoses, mit dem Du ein Konzertexamen anvisieren könntest.
    Gut, ich komme vom Klavier und kann Deine scheinbaren Aversionen daher nicht gänzlich verstehen. Aber warum gibst Du dem Klavier nicht noch einmal eine Chance? Vielleicht mit einem anderen Lehrer?

    Das Erlernen eines völlig fremden Instrumentes halte ich jetzt in Anbetracht aller Umstände für sinnlos. Daher wäre eine Rückbesinnung auf das Klavier doch mehr als naheliegend, zumal Du dort ja bereits einige Jahre Unterricht genommen hast. - Ich weiß, wie sehr ein schlechter oder nicht passender Lehrer ein Instrument beim Schüler diskreditieren kann. Ich weiß aber auch, dass ein guter Lehrer enorme Motivation bewirken kann. Außerdem weißt Du ja jetzt im Gegensatz zu früher, wozu Du es benötigst, und kannst daher einem potentiellen Lehrer in einem Vorgespräch genaue Zelvorgaben geben. Daneben wirst Du deine ganz persönliche Herangehensweise an das Instrument in Anbetracht aller Umstände eventuell völlig anders gestalten - wer weiß?

    Ich würde in Deiner Stelle dieses unvergleichlich schöne Instrument ( ) nicht ad acta legen und stattdessen einen neuen Anlauf nehmen. Dann hättest Du doch alles beisammen, was Du für die Aufnahmeprüfung brauchst.

  9. Nach oben    #9

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    Wenn, dann Klarinette. Ich habe beides aus Interesse mal als Nebenfach gemacht und kann dir sagen: Für Horn wirst du lang brauchen, bis es zu etwas reicht. Klarinette zeigt schnellere Erfolge am Anfang auf, wird aber später auch sehr schwer werden. Und beide Instrumente haben den riesigen Nachteil, dass du erst mal einen Ansatz entwickeln musst. Das geht nur mit viel Zeit und dauert Jahre, es sei denn du hast einen Naturansatz, was aber sehr selten ist.

    Komposition wird an einer Hochschule vielleicht auch nicht dein Ding sein. Dort legt man sehr viel Wert auf eigenen Stil und Neue Musik (grob gesagt: Klassik der letzten siebzig Jahre) und muss da teilweise schon einige Wagnisse eingehen und sich einem wirklichen Konkurrenzkampf stellen. Außerdem täte da eine philosophische Auseinandersetzung mit Komposition sehr gut.

    Die einzige Möglichkeit, die mir spontan einfällt ist Musiktheorie, mit einem Profil, das in Richtung Bearbeitungspraxis geht. So ein Profil habe ich und es legt schwerpunkte auf "historisches" Komponieren, Instrumentation und eben die Bearbeitungspraxis. Analyse gehört dazu, genauso wie die Musikwissenschaft, aber in geringerem Maße, als es beispielsweise beim Profil "Analyse" (wie der Name schon sagt) der Fall ist. Trotzdem wirst du dafür das Klavier brauchen. Außerdem finde ich es sehr gut, wenn man als Komponist so ein Werkzeug zur Verfügung hat.
    An manchen Hochschulen geht die Musiktheorie Aufnahmeprüfung auch nur einen Tag. Du musst ein musiktheoretisches Referat vorbereiten, eine Analyse mit Vorbereitungszeit von einer Stunde machen und dann die Standardaufnahmeprüfung. Das kann aber auch je nach Hochschule anders sein.

  10. Nach oben    #10
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    Dazu vielleicht Folgendes:

    Die Ausbildung in Musiktheorie qualifiziert die Studierenden für eine große Bandbreite an Berufsfeldern, in denen musiktheoretisches Fachwissen sowie musikanalytische, kompositorische oder pädagogische Fähigkeiten gefragt sind. Neben der Satzlehre im traditionellen Sinne umfasst die Ausbildung in einem interdisziplinären Ansatz Gebiete wie systematische und historische Musikwissenschaft, Medienarbeit und künstlerisch-praktische Bereiche wie Komposition, Dirigieren und Arrangement, so dass durch breite Kompetenz zahlreiche Berufsfelder erschlossen werden.
    Durch den Mix aus analytischen, kreativen, wissenschaftlichen und musikpraktischen Studieninhalten sind Absolventen ausgezeichnet vorbereitet für zukünftige Tätigkeitsfelder, in denen Musiktheorie zu den Qualifikationsgrundlagen gehört.
    Musiktheorie ist und bleibt für einen Komponisten kein vollwertiges, vergleichbares Studium.
    Desweiteren heisst es:

    An wen richtet sich der Studiengang?
    Zielgruppe sind Studierende, die besonderes Interesse an Musiktheorie mit ihrer Geschichte und ihren Denkmodellen, an der analytischen Auseinandersetzung mit Musik, an ihren schöpferischen und nachschöpferischen Aspekten, wie Komposition und Arrangement, sowie an der Vermittlung dieser Aspekte haben.
    und

    Der Studiengang Musiktheorie bereitet die Studierenden nicht nur auf die „klassische“ Unterrichtstätigkeit im Fach Musiktheorie vor, sondern qualifiziert sie zusätzlich für ein breit gefächertes Berufsbild mit neuen Tätigkeitsfeldern sowie für einen hochschulischen Arbeitsmarkt, auf dem eine besonders breite Qualifikation zunehmend wichtiger wird.
    Das Bedarf also keiner weiteren Erklärung, wie ich finde.

  11. Nach oben    #11

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    Kommt immer drauf an, was man unter "vollwertig" versteht.
    Ich schätze den Threadersteller nicht so ein, als dass er den Hochschulstudiengang Komposition verfolgen will. Das, was er unter Handwerk verstehen und lernen will, wird ihm wohl eher in der Musiktheorie beigebracht. Außerdem legen manche Hochschulen (sowie bei meiner) extrem viel Wert auf Neue Musik und "eigenen Stil", selbst bei Musiktheorie. Wenn er sich allerdings Komposition vorstellen kann, umso besser, nur dann soll er uns sein Werk mal vorstellen, dann kann ich beurteilen, ob das in Komposition, oder in Musiktheorie passt.

  12. Nach oben    #12
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    Zitat Zitat von Br0t Beitrag anzeigen
    Kommt immer drauf an, was man unter "vollwertig" versteht.
    Per definitionem: einwandfrei, hochwertig, vollkommen, äquivalent, gleich, gleichgestellt, gleichrangig, perfekt, vollendet.

    Eben das, was man darunter gemeinhin versteht. Dies trifft auf Musiktheorie nunmal nicht zu, weil es niemals (außer im Wunschdenken mancher Musiktheoretiker) gleichgestellt mit Komposition sein wird.


    Zitat Zitat von Br0t Beitrag anzeigen
    Ich schätze den Threadersteller nicht so ein, als dass er den Hochschulstudiengang Komposition verfolgen will.
    Zitat Zitat von USS Nelame Beitrag anzeigen
    Kann ich mir nicht meine Kompositionen anerkennen lassen? Oder meine Werke durch eine Aufführung geltend machen?
    Zitat Zitat von USS Nelame Beitrag anzeigen
    Mit Lehramt kann man mich jagen. Das einzige, was mich an Musik ernsthaft interessiert ist, mich, meine Kenntnisse und meine Fähigkeiten weiterzuentwickeln mit dem Ziel, meine Werke publikumswirksam zur Aufführung zu bringen.
    Als Maschinenbaustudent geht das jedenfalls nicht und auch für die künstlerische Ausbildung siehts wohl eher nicht relevant aus.


    Zitat Zitat von USS Nelame Beitrag anzeigen
    Das, was er unter Handwerk verstehen und lernen will, wird ihm wohl eher in der Musiktheorie beigebracht.
    In welcher aller möglichen Welten ist dies der Fall? Nochmal mit Bezug hierzu:

    Zitat Zitat von USS Nelame Beitrag anzeigen
    Mit Lehramt kann man mich jagen. Das einzige, was mich an Musik ernsthaft interessiert ist, mich, meine Kenntnisse und meine Fähigkeiten weiterzuentwickeln mit dem Ziel, meine Werke publikumswirksam zur Aufführung zu bringen.
    Darauf ist Musiktheorie nicht ausgelegt. So viel Distanz zu deinem Studiengang solltest du besitzen, um nicht die eierlegende Wollmilchsau heraushängen zu lassen.


    Zitat Zitat von Br0t Beitrag anzeigen
    Wenn er sich allerdings Komposition vorstellen kann, umso besser, nur dann soll er uns sein Werk mal vorstellen, dann kann ich beurteilen, ob das in Komposition, oder in Musiktheorie passt.
    Ich würde mich an seiner Stelle nicht auf so eine Beurteilung verlassen. Lieber sollte er mal einen Termin mit einem Prof. für Komposition vereinbaren, welcher ihm dann auch vernünftige Dinge erzählt.

  13. Nach oben    #13
    Hmm, hier herrscht ja doch ziemliche Uneinigkeit über die geeignete Strategie zum Verfolgen meiner Ziele.

    Vielleicht ist es dann wirklich das Beste, mal einen Komponisten bzw. einen Professor für Komposition aufzusuchen und ihn danach zu fragen. Schwierig wird da wohl nur die Kontaktaufnahme, aber ich bin zäh... ein guter Hahn kräht immer zweimal


    Wenn das bei der Beurteilung hilft, kann ich ja mal eine meiner Computerkompositionen hochladen und zum Download zur Verfügung stellen.
    Muss mir nur überlegen, was da geeignet wäre, bei Werken, die allesamt zwischen 20 und (bis zu) 60 Minuten lang sind...


    Nur das mit dem eigenen Stil habe ich hoffentlich schon beherzigt. Ansonsten würde ich meinem eigenen Anspruch eines "guten Musikers" nicht gerecht werden

  14. Nach oben    #14
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    Das Beste wird es sein, wenn du dir wirklich mal einen Termin bei einem Prof in der Nähe besorgst.
    Das ist auch eigentlich gar nicht so schwierig, eher im Gegenteil. Die meisten, die ich so kenne, sind da sehr locker, zu fast jeder Schandtat bereit und möchten nichtmal Geld dafür.

  15. Nach oben    #15
    Ja, es hat den Anschein.
    Ich werde mich übers Wochenende mal dran setzen und schauen, welches Stück ich hier ins Forum hochladen könnte.

    Und wegen der Professoren... wie wendet man sich am besten an die?
    Ich hab schon vor einiger Zeit mal eine Reihe an Professoren an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz angeschrieben, aber leider keine einzige Antwort erhalten :-/

  16. Nach oben    #16
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    Anschreiben ist immer der vollkommen falsche Weg, Professoren vergessen grundsätzlich regelmäßig Emails zu checken und darauf zu antworten. Ich würde mich also nicht darauf verlassen.

    Der direkteste und beste Weg geht übers Telefon. Geh über die Zentrale Vermittlung der jeweiligen Hochschule oder direkt ins Vorzimmer des jeweiligen Profs / Fakultät.. Nummern solltest du immer der Homepage entnehmen können.

    Bedenke allerdings: Gerade sind Ferien, da ist die Erreichbarkeit eingeschränkt.

  17. Nach oben    #17
    Für diejenigen, die sich ein Musikbeispiel von mir wünschen, habe ich nun hier ein Werk von mir hochgeladen.

    Es handelt sich dabei allerdings nur um eine Symthesizer-Aufnahme, deren Klang nur eine mäßige Qualität aufweist. Um einen Klang zu simulieren, der einer echten Aufnahme (mit echtem Orchester) nahe kommen würde, kann ich nur empfehlen, die Aufnahme laut abzuspielen.


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