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Ergebnis 1 bis 17 von 17

Thema: Wann ein neues Stück beginnen?

  1. #1
    Avatar von jorgel
    aus Raum Schwarmstedt
    10 Beiträge seit 02/2011

    Wann ein neues Stück beginnen?

    Hallo allerseits,

    Das zuletzt einstudierte Stück kann ich mittlerweile auswendig durchspielen und wenn ich gerade meine konzentrierten 5 Minuten habe, sogar mit nur noch wenigen Spielfehlern.
    Nun habe ich ein neues tollen Stück gefunden und möchte mit dem einstudieren starten.

    Was ist denn gute pädagogische Praxis?
    Nur noch das neue Stück spielen bis die Motorik sitzt? Wenn, dann wie weit sitzt?

    Wie vermeide ich unnötige, weil wohlbekannte Erschwernisse?

    Es grüßt herzlich, Jorgel

  2. Nach oben    #2
    Premium-Mitglied Avatar von Hope
    aus Inne Pfalz
    158 Beiträge seit 04/2011
    Hi. Also ich spiele weder Klavier ( Gitarre ) noch bin ich Lehrer. Ich habe mir
    aus Finanzieller Notwendigkeit das meiste selbst beigebracht.

    Wie du am besten übst hängt am meisten davon ab was du erreichen willst.
    Wenn es dir genügt einfach ein paar lieder zu können, dann spiele eins nach
    bis du es einigermassen kannst und fang dann mit dem nächsten an, spiele dann
    die beiden immer wieder.. nimm eins dazu usw usw.

    Langwieriger am Anfang, jedoch umso besser später hinaus ist es wenn du erst
    einmal versucht dein instrument zu beherrschen und dann erst komplette Lieder
    einzuüben. Ich denke das kann man von der Klampfe auf das Klavier durchaus
    übertragen.

    DH.. such dir Läufe aus. Tonleitern. Lerne wo die Noten auf dem Klavier sind und spiel
    eine Tonleiter hoch runter.. versuch das dann zu varriieren und mit der Linken hand
    zu Kombinieren. Einfache Rythmen links und die Tonleiter dazu spielen etc.

    Ich habe zum Beispiel einige Zeit nichts gemacht als bestimme lied Passagen die
    ja immer teile einer tonleiter beinhalten nachzuspielen.. immer und immer und immer
    wieder. So lange bis das ganze von selbst ging.. ohne nachzudenken. Das ganze dann
    mit anderen Tonleitern fortgesetzt. Danach spezielle Techniken gepübt.. bendings Hammering etc ( Wie ich das auf das Klavier übertragen kann weis ich leider nicht, evtl mit mehreren Noten gleichzeitig.. dreiklang.. etc etc )

    Aber ich habe zwischendrin auch immer wieder einfache Lieder angeschaut und diese
    eingeübt um die Sache aufzulockern. Ansonsten wär das in Arbeit ausgeartet und so besessen war ich ( leider muss ich heute sagen ) nicht.


  3. Nach oben    #3
    Premium-Mitglied
    44 Jahre alt
    aus berlin
    199 Beiträge seit 08/2009
    Warum nicht zwei Stücke parallel üben ?
    Allgemein empfiehlt es sich immer neue Stück in mehreren Etappen und diese jeweils nicht zu lang am Stück einzustudieren. Erst einzeln, durchaus auch im Wechsel mit einem völlig anderen Stück und dann schrittweise im Zusammenhang. Auch bei Stücken, die man bereits einigermaßen im Ganzen drauf hat, empfiehlt es sich die Teile, bei denen man immer wieder "daneben haut" im Detail zu üben. Teile dir deine Übungsstunden am besten in Intervalle, so dass du dich an keinem Teilstück länger aufhältst, als z.B. 15-20 Minuten.

  4. Nach oben    #4
    Avatar von jorgel
    aus Raum Schwarmstedt
    10 Beiträge seit 02/2011
    Vielen Dank RSK - So ähnlich habe ich es bisher ja auch gemacht, aber weil es als nächstes ein Walzer sein soll und sich das derart anders anfühlt hatte ich Zweifel an der Methode.

  5. Nach oben    #5
    Hi Jorgel, bei mir ist das ähnlich wei bei Hope. Aus Zeit- und Geldmangel habe ich mir viel selbst beigebracht. Am Anfang habe ich immer den Fehler gemacht die Stücke am Anfang zu schnell spielen zu wollen. Aber wenn man die Stücke langsam übt und vor allem beim Klavier den richtigen Fingersatz nimmt, sollten verschiedene Stücke gleichzeitig eigentlich kein Problem sein .

  6. Nach oben    #6
    Premium-Mitglied Avatar von Epiphonist
    64 Jahre alt
    aus Haltern am See
    203 Beiträge seit 10/2008
    Als reiner Autodidakt habe ich viele Fehler mit dem lernen gemacht. Inzwischen meine ich, dass ich den richtigen Weg gefunden habe.
    Mein Repertoire umfasst z.Zt. 20 Lieder (Fingerstylist auf der Gitarre) also reines Melodiespiel, diese Stücke spiele ich konsequent zweimal die Woche komplett durch, einige Lieder mit schwierigen Passagen spiele ich auch öfter

    Neue Stücke lerne ich nur noch max. zwei auf einmal, sonst verzettele ich mich. Wenn ein neues Stück intus ist, muss dafür ein anderes aus meinem Repertoire weichen. Ich denke für mich, dass ich maximal 30 Lieder spielen könnte, so ändert sich mein Repertoire ständig.

    Wichtig beim lernen von neuen Stücken: In Etappen aufteilen (Intro, Vers, Refrain, Bridge usw.) und nur diese Häppchen langsam lernen, wobei ein zwei Takte ins nächste Häppchen reichen sollten, um den Übergang auch zu lernen. Diese Häppchen auch mal 30 mal hintereinander spielen und konsequent darauf achten, keine Fehler zu machen, so in der Art:"ach irgendwann klappt dass schon". Nein, denn was dann gelernt wird, ist nur der Fehler.

    Hinzu kommen bei mir zum Aufwärmen der Finger einige besondere Übungen, z.B. Tonleitern in kleine Melodien verpackt und etwas Technik, das so 5 - 10 Minuten.

    Gruß
    Epiphonist

  7. Nach oben    #7
    Avatar von jorgel
    aus Raum Schwarmstedt
    10 Beiträge seit 02/2011
    Hallo Epiphonist, vielen Dank für Deinen Beitrag. Bis jetzt erschöpft sich mein Repertoire zwar nur auf zwei Stücke, jedoch baue ich beim kompexeren von beiden immer an den selben Stellen Fehler ein. Und das war schon von Anfang an so. Ich dachte das sich das nach genügendem Üben von selbst geben würde, was aber nicht wirklich eintritt.
    Ich müsste also einen Schritt zurück gehen und die Takte nocheinmal für sich allein fehlerfrei erüben.
    Wie Du das mit Deinem Rpertiore machst finde ich ganz toll, den so um die 20 Stücke zu beherrschen reicht, glaube ich, wahrscheinlich völlig aus.
    Es grüßt, Jorgel

  8. Nach oben    #8
    Premium-Mitglied Avatar von Epiphonist
    64 Jahre alt
    aus Haltern am See
    203 Beiträge seit 10/2008
    Hallo Jorgel,
    bei den anspruchsvollen Passagen solltest du zwei Takte voher beginnen und langsam, aber fehlerfrei durchspielen und noch zwei, drei Takte dranhängen. Das im Loop und ruhig mal 10 - 15 mal wiederholen. Lass alles auch mal zwei, drei Tage liegen und kümmere dich nicht drum, damit gibts du deinem Gehirn die Möglichkeit, die Abläufe zu speichern.
    So mache ich es und fahre gut damit.
    Wenn du mal komplett durchspielst, kannst du die "Angststelle" langsamer spielen, als das andere.

    Mit meinem Repertoire muss ich allerdings dabei sagen, dass ich den größten Teil zwar auswendig spielen könnte, aber immer die Partitur dabeihaben muss, obwohl ich da kaum drauf gucke. Ich brauche einfach die Sicherheit, wenn ich mal nicht weiter weiß.

    Vielleicht liegt das daran, dass ich ein Späteinsteiger mit der Gitarre bin, ich begann mit 52 Jahren und spiele jetzt seit fünf Jahren.

    Einen schönen Gruß
    Jürgen

  9. Nach oben    #9
    Avatar von jorgel
    aus Raum Schwarmstedt
    10 Beiträge seit 02/2011
    Vielen Dank Jürgen ,
    dann sind wir praktisch ja ein Jahrgang nur das ich noch nicht auf Deine "langjährige" Erfahrung zurück greifen kann.

    So werde ich es mal machen, ich konnte nämlich meine Schwachstellen immernoch nicht ausmerzen.

    Es grüßt, Joachim

  10. Nach oben    #10

    Üben

    Ich habe schon an einem Stück (Entertainer/Hamlisch) so lange geübt (8 Stunden immer wieder die Platte angehört, nachgespielt), bis mein Vater meinte, ich soll was anderes spielen, es wird langweilig.

  11. Nach oben    #11
    Premium-Mitglied Avatar von Sir Raven
    aus Berlin
    343 Beiträge seit 06/2011
    Danke
    7
    Zitat Zitat von Vasektowien Beitrag anzeigen
    Ich habe schon an einem Stück (Entertainer/Hamlisch) so lange geübt (8 Stunden immer wieder die Platte angehört, nachgespielt), bis mein Vater meinte, ich soll was anderes spielen, es wird langweilig.
    Joa, nach sieben(!) Jahren kann man auch mal antworten ...

  12. Nach oben    #12

    Seit heute

    Sorry, aber ich bin erst seit heute dabei.

  13. Nach oben    #13
    Premium-Mitglied Avatar von Sir Raven
    aus Berlin
    343 Beiträge seit 06/2011
    Danke
    7
    Zitat Zitat von Vasektowien Beitrag anzeigen
    Sorry, aber ich bin erst seit heute dabei.
    Dann willkommen im Forum. Und der Hinweis: Oben links in dem grauen Balken steht, wann ein Beitrag verfasst wurde.

    Gruß
    Ted

  14. Nach oben    #14
    Avatar von Calacirya
    aus Thüringen
    63 Beiträge seit 10/2016
    Danke
    1
    Ist doch egal, ist spannend.

    Ich finde das Thema irgendwie komisch. Wenn mir ein Stück gefällt, mache ich das. Ich mache oft mehrere gleichzeitig. Das wird nie langweilig.

  15. Nach oben    #15

    aus Niederösterreich
    55 Beiträge seit 12/2017
    Wurstel


    Zitat Zitat von Sir Raven Beitrag anzeigen
    Joa, nach sieben(!) Jahren kann man auch mal antworten ...
    Das Thema ist ja zeitlos.
    Ich habe voriges Jahr auf eine Frage geantwortet, die im Jahr 1995 gestellt wurde. Besser spät als nie!

    Zum Thema:
    Ich war ja lange Zeit Zaungast im Proberaum bei einigen Bands. Und da wurde oft gesagt, man kann Nummern auch kaputtspielen; daher wurde von diesen Bands vermieden, dieselbe Nummer öfter als zweimal hintereinander zu spielen. Wenn meine Band ein neues Lied einprobt, dann probieren wir das am Anfang der Probe ungefähr dreimal. Dann spielen wir unser gewöhnliches Programm einmal durch und dann die neue Nummer noch so etwa dreimal. Dann (je nach Dauer der Probe) vielleicht nochmal das übliche Programm und zum Abschluß nochmal das neue Lied. So machen wir das, und ich glaube, das ist nicht so falsch.


    Wurstel

  16. Nach oben    #16
    Premium-Mitglied Avatar von Sir Raven
    aus Berlin
    343 Beiträge seit 06/2011
    Danke
    7
    Zitat Zitat von Wurstel Beitrag anzeigen
    Das Thema ist ja zeitlos.
    Auch wieder wahr.

    Dann will ich auch mal meinen Senf dazugeben.

    Ich selbst mache das einfach so, wie es sich ergibt. Mit der Zeit hat sich für mich allerdings herausgestellt, dass es sich situationsabhängig (fast) immer gleich ergibt.

    Bei mir gab es bisher drei Situationen:
    1. Die häufigste: von anderen Bandmitgliedern komponierte Stücke
    2. Die zweithäufigste: selbstkomponierte Stücke
    3. Die seltenste: Cover

    1. Stücke anderer Bandmitglieder studiere ich üblicherweise recht schnell ein - ca. zwei Stücke pro Woche. Das geht deswegen sehr schnell, weil ich bisher nur als Keyboarder und Backgroundsänger in Bands gespielt habe und die anderen Bandmitglieder in aller Regel keine Keybaorder sind, weshalb die Keyboard-Parts eher einfach ausfallen. Manchmal muss es noch deutlich schneller gehen und ich lerne einen ganzen Gig in zwei bis vier Wochen. Dann spiele ich alle Stücke immer wieder rauf und runter, bis alles sitzt.
    2. Selbstkomponierte Stücke lerne ich während des Komponierens. Also, genau so schnell, wie die Komposition vorankommt. Das gilt auch, wenn ich zu einer Zeit mal an mehr als nur einem Stück komponiere.
    3. Da ich (fast) keine Cover spiele, lerne ich diese eigentlich nur zum Spaß, also in unregelmäßigen Abständen und meistens bis ich sie kann und es mir Spaß macht, ein Stück durchzuspielen.

    Wann man also mit einem neuen Stück beginnt, ist sehr vom Stück, dem Spieler und der Motivation abhängig. Ich würde nicht Monate mit dem Einstudieren eines einzigen Stückes verbringen, das wäre mir viel zu monoton. Allerdings habe ich noch kein Stück gespielt, bei dem ich so lange bräuchte. Ich will nicht behaupten ein überragend virtuoser Keybaorder zu sein, aber selbst für schnellere und komplexere Stücke (z. B. mit schnellen Arpeggios, die ich immer selbst spiele) habe ich noch nie länger als zwei Wochen benötigt.

    Ein Satz im Opener stört mich enorm:
    Das zuletzt einstudierte Stück kann ich mittlerweile auswendig durchspielen und wenn ich gerade meine konzentrierten 5 Minuten habe, sogar mit nur noch wenigen Spielfehlern.
    Der TO versteht unter "auswendig" offensichtlich etwas gänzlich anderes als ich und alle meine bisherigen Mitmusiker. Wenn ich ein Stück spielen kann, bedeutet das, ich spiele es fehlerfrei. Mache ich Fehler, kann ich es eben noch nicht und muss es weiter einstudieren.

    Gruß
    Ted

  17. Nach oben    #17
    Avatar von KDreher
    aus Birkenstein
    23 Beiträge seit 08/2018
    Das ist ein cooles Thema. Bei mir ergibt sich das aus dem kreativen Prozess heraus. Mal spiele ich selbst was ein. Mal cover ich was. Je nach Lust und Laune.


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