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Thema: Gibt es objektiv "gute" oder "schlechte" Musik?

  1. #133
    Premium-Mitglied Avatar von Sir Raven
    aus Berlin
    444 Beiträge seit 06/2011
    Danke
    17
    Zitat Zitat von Jasmin Beitrag anzeigen
    Und Du könntest darüber nachdenken, ob Du jemand sein willst, der dauernd andere beleidigt.
    Alles, was Du bis dahin zum Thema Objektivität geschrieben hattest, ließ mich annehmen, dass Du nicht wirklich weißt, was Objektivität ist. Wenn Du den ernst gemeinten Rat, vermeintlich lückenhaftes Wissen zu vervollständigen, als Beleidigung auffasst, entschuldige ich mich, denn so war es nicht gemeint. Allerdings ist der Terminus "dauernd" in diesem Zusammenhang schlicht unwahr und eine offensichtlich vorsätzliche Provokation, die einer sachlichen Diskussion schadet.

    Zitat Zitat von Jasmin Beitrag anzeigen
    Objektiv lässt sich feststellen, dass (um bei unseren Beispielen zu bleiben) Wolfgang Petry immer nur auf ein paar Stufenakkorden rumreitet und Mozart nicht. Aber jede Wertung dieses objektiv festgestellten Sachverhalts ist subjektiv.
    Ich bin anderer Meinung (s. unten).

    Zitat Zitat von Jasmin Beitrag anzeigen
    Das Feststellen von Fakten ist für mich objektiv, jede Einteilung der festgestellten Fakten in "gut" und "schlecht" subjektiv. Selbstverständlich EMPFINDET ein intellektueller Zuhörer anspruchsvolle Harmonik als besser und Zwei-Akkord-Songs als schlechter.
    Nach der Anzahl der Akkorde oder vergleichbarem würde ich nicht die Qualität eines Musikstückes definieren. Mangelder Einfallsreichtum ist m. M. n kein Maßstab für Qualität sondern für Talent und Mühe.

    Zitat Zitat von Jasmin Beitrag anzeigen
    Was ich meinte, war: Daß ein Mensch etwas objektiv bewerten könnte, existiert für mich nur als Idee.
    Natürlich gibt es Objektivität, und die bedeutet für mich allein das Feststellen von Fakten, nicht deren Einteilung in "gut" und "schlecht".
    Ich glaube beweisen zu können, dass Du Dich in diesem Punkt irrst: 3095 x 4582 = 14.181.290. Richtig, also gut gerechnet. 1 + 1 = 3. Falsch, also schlecht gerechnet.

    Zitat Zitat von Jasmin Beitrag anzeigen
    Zu sagen, We are the Champions ist besser als Let it be, WEIL We are the Champions mehr Akkorde und Tonarten hat, ist für mich Subjektivität. Weil dann jemand mehr Akkorde als gut empfindet und weniger Akkorde als schlecht.
    Du gehst von der falschen Annahme aus, dass Anona oder ich Quantität mit Qualität verwechseln.

    Zitat Zitat von Jasmin Beitrag anzeigen
    Zum Thema Qualität/Erfolg: Alles, was Erfolg hat, hat eine bestimmte Qualität (oder mehrere bestimmte Qualitäten), sonst hätte es keinen Erfolg.
    Nicht nur alles, was Erfolg hat, hat Qualitäten, alles, auch ein Staubkorn hat Qualitäten. Das Vorhandensein einer Qualität, sagt nichts über den (positiven oder negativen) Charakter dieser Qualität aus.
    Dumm ist nicht der, der etwas nicht weiß. Dumm ist der, der nicht fragt.
    90% aller Leute, die sich für Produzenten halten, wissen nichts vom Produzieren.

  2. Nach oben    #134
    Zitat Zitat von Sir Raven Beitrag anzeigen
    Alles, was Du bis dahin zum Thema Objektivität geschrieben hattest, ließ mich annehmen, dass Du nicht wirklich weißt, was Objektivität ist.
    Daß Du das annehmen könntest, kam mir nicht in den Sinn, daher dachte ich, Du willst mich hier zart durch die Blume beleidigen.
    Dann bitte auch ich um Entschuldigung, das "dauernd" stimmt auch nicht.
    Allerdings hab ich mir ältere Beiträge in diesem Thread durchgelesen und finde schon, dass anona und Du häufiger einen offensiveren Ton anschlagen, der auf mich in mehreren Eurer älteren Beiträge etwas beleidigend wirkt. Aber wir können das ganze auch objektiv unter "verschiedene Diskussionsstile" verbuchen.

    Offenbar interpretiere ich die Begriffe "Objektivität" und "Subjektivität" nur anders als Du. Ich meine eben, dass eine Bewertung per se quasi das Gegenteil von Objektivität darstellt, und Du bist offenbar anderer Meinung.
    Auf einen grünen Zweig werden wir da wohl eh nicht kommen (was ja auch unwichtig ist), aber ich diskutiere gerade noch so gern.

    Zitat Zitat von Sir Raven Beitrag anzeigen
    Nach der Anzahl der Akkorde oder vergleichbarem würde ich nicht die Qualität eines Musikstückes definieren. Mangelder Einfallsreichtum ist m. M. n kein Maßstab für Qualität sondern für Talent und Mühe.
    Aber es hat immer wieder Musikschaffende gegeben, die bewusst auf anspruchsvolle Komposition verzichtet haben, gerade um ein Stück schlicht wirken zu lassen oder, anders ausgedrückt, es absichtlich "primitiv" zu halten. Wie soll man beurteilen, ob Primitivität als Stilmittel eingesetzt wird oder ob der Komponist es nicht besser konnte? Wer weiß schon, ob Schlager-Schreiber nicht auch genau wissen, wie sie künstlerisch anspruchsvollere Musik schreiben könnten, und ob sie es nur deshalb lassen, weil sie eine finanziell rentable Masche für sich entdeckt haben? Selbst "billiges" Komponieren setzt einen gewissen Intellekt voraus. Man gerät da schnell in den Bereich der Unterstellungen.

    Zitat Zitat von Sir Raven Beitrag anzeigen
    Ich glaube beweisen zu können, dass Du Dich in diesem Punkt irrst: 3095 x 4582 = 14.181.290. Richtig, also gut gerechnet. 1 + 1 = 3. Falsch, also schlecht gerechnet.
    Das meinte ich mit der Interpretation von Objektivität und Subjektivität. Für Dich ist richtig = gut, falsch = schlecht, für mich nicht.
    Wenn z. B. jemand in einem Stück in C-Dur absichtlich einen formal ("objektiv") falschen Fis-Dur-Akkord dazwischenhaut, ist das für mich nicht falsch, sondern eben eine musikimmanente Möglichkeit. Ob ich die dann gut oder schlecht finde, ist meine Subjektivität.

    Zitat Zitat von Sir Raven Beitrag anzeigen
    Du gehst von der falschen Annahme aus, dass Anona oder ich Quantität mit Qualität verwechseln.
    Weiter oben hast Du bei der Gegenüberstellung "anspruchsvolle Harmonik/Zwei-Akkorde-Songs" von mangelndem Einfallsreichtum geschrieben. Bei mir kommt gerade folgendes diffuses Bild an:

    - Zwei-Akkorde-Songs sind gegenüber Stücken mit anspruchsvoller Harmonik ein Zeichen für mangelnden Einfallsreichtum des Songschreibers.

    - Die vier Akkorde von "Let it be" sind gegenüber den (ich schätze) zehn bis zwanzig Akkorden von "We are the Champions" kein Zeichen für mangelnden Einfallsreichtum des Songschreibers.

    Beides passt nicht zusammen, aber vielleicht habe ich Dich falsch verstanden.

    Zum Thema der Qualität:

    Der Begriff ist nunmal leicht zweideutig, mal meint man damit "gute Qualität", mal meint man eben nur "Qualität".
    Aber richtig, das Vorhandensein einer Qualität sagt nichts über den positiven oder negativen Charakter dieser Qualität aus, wie Du schriebst. Menschen sagen etwas über den positiven oder negativen Charakter von Qualitäten aus, und Menschen sind subjektiv.
    Bzw.: Des Menschen Definieren von "gut" und "schlecht" IST für mich Subjektivität. Da haben wir wohl zwei Standpunkte. Trotzdem würde ich gerne mal konkret Deine und anonas Definitionen von Objektivität und Subjektivität erfahren.

    Es hilft leider auch nicht, die Begriffe Objektivität und Subjektivität nochmal nachzulesen.
    Schlusspointe: Das hab ich nämlich nach Deinem letzten Beitrag gemacht ( ) und interpretiere beide Begriffe trotzdem nicht anders.

    Edit:

    Mir fällt noch was zu Deinem Mathe-Beispiel ein:

    Du selbst bewertest darin ja, wie jemand rechnet.
    Nicht die Rechnungen selbst.
    "1 + 1 = 3" ist falsch.
    "1 + 1 = 3" ist schlecht? Das hört sich schon wieder leicht merkwürdig und subjektiv bewertet an.
    Und "1 + 1 = 3" bewertest Du ja auch gar nicht, sondern das Rechenvermögen einer Person.
    Objektiv würde ich feststellen, "1 + 1 = 3" ist eine Rechnung, und zwar eine falsche.
    Aber die ist nicht "gut" oder "schlecht".
    Die Beurteilung von Rechenvermögen ist für mich natürlich auch wieder subjektiv.
    Objektiv lässt sich feststellen, ob jemand in der Lage ist, 1 + 1 zu addieren oder nicht.
    Ob ich es als gut oder schlecht definiere, wenn sein Ergebnis "3" beträgt, bleibt mir überlassen und stellt für mich Subjektivität dar.

    Manch einer von uns würde vielleicht eine große anarchische Freude daran verspüren, absichtlich ein ganzes Mathe-Heft mit "1 + 1 = 3" vollzuschreiben und sich dadurch selbst erheitern. Für die betreffende Person wäre "1 + 1 = 3" dann sogar gut!

    678561 + 42345 = 3456
    3453445 - 6456 = 345456
    6732454 + 49562 - 0 = 456
    124564 : 54667 = 5

    Das sind falsche Rechnungen.
    Habe ich jetzt schlecht gerechnet?
    Nein, ich habe überhaupt nicht gerechnet, und zwar intentional.
    Die falschen Rechnungen sagen nichts über mein Rechenvermögen aus und lassen in ihrem Falsch-Sein nicht erkennen, ob ich ein guter oder schlechter Rechner bin. In obigem Fall sind sie überhaupt keine Rechnungen, sondern Stilmittel.
    Geändert von Jasmin (17.05.2012 um 13:23 Uhr)

  3. Nach oben    #135

    Relative Musikqualität gibt es nicht

    Musik ist das, was man feiert, woran man sich mit in einem bestimmten Muster identifizieren kann und mit der man auf eine bestimmte Art und Weise kommuniziert. Nicht ohne Grund gibt es für bestimmte Gesellschaften bestimmte Musikgenre. Musiker sind oft mit komplexer Musik, die schwer verständlich ist, zugange, während Nichtmusiker meistens eher einfachere Musik hören. In dem Sinne möchte ich hier die Verbindung setzen. Musikgeschmack gibt es in dem Sinne, wie man ihn versteht, nicht. Musikgeschmack zeichnet nur aus, mit welcher Musik man sich auseinandersetzt und mit welcher nicht. Um wirklich sagen zu können, welchen Musikgeschmack man hat, muss man wissen, mit welcher Musik man sich identifizieren will und kann.

    Um hier mal ein Beil in das Denken der meisten Musiker hier zu stoßen. Hip Hop ist qualitativ nicht besser oder schlechter als Progressive Rock, genauso, wie Metalcore qualitativ nicht besser oder schlechter als Musik mit klassischer Besetzung ist. Jedes Genre, jede Musikart hat verschiedene Qualitäten, die man aufnehmen und verarbeiten kann. Ob man das zulässt (Gesellschaft) oder auch verstehen kann (Musikalisches Verständnis, Harmonielehre), ist eine andere Frage.

    Meine musikalische Laufbahn bis jetzt: Kinderschlager, Discopop, Pop, Hip Hop, Gangster Rap / R&B, Rock, Heavy Metal, Progressive Rock, Funk, Progressive Metal, Progressive Experimental Hard Rock, Rock Blues, Jazz, klassische Musik, Neue Musik, House, Techno (wobei mir eigentlich dazwischen auch im Nachhinein noch ein paar andere Genre einfallen) und im Laufe der musikalischen Anreicherung an Erfahrungen habe ich gelernt, das jede Musikart / Musikrichung, egal wie komisch sie klingen mag, verschiedene Qualitäten besitzt, die man verstehen lernen muss, damit man diese Musik mögen kann.

    Ich denke, einfache Musik wie Schlager kann genau so viele Reize zum anhören haben, wie komplexere Musik wie Progressive Rock, Jazz oder klassische Musik. Außerdem erkenne ich viele Parallelen des Musikgeschmackes mit der Erkenntnistheorie von Platon, denkt mal drüber nach.

    Noch ein Zitat von John Cage zum Schluss: «If you celebrate it, it's art, if you don't, it isn't.»

    Gruß
    Oliver
    Geändert von Oliversnap (06.01.2013 um 22:30 Uhr)

  4. Nach oben    #136
    Premium-Mitglied Avatar von capmaster
    aus Südbayern
    233 Beiträge seit 10/2015
    Danke
    21

    Es gibt für jeden von uns nur zwei Arten von Musik:

    Solche, die einem gefällt, und solche, die einem nicht gefällt.

  5. Nach oben    #137
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
    801 Beiträge seit 11/2011
    Danke
    39
    Zitat Zitat von Jasmin Beitrag anzeigen
    Weiter oben hast Du bei der Gegenüberstellung "anspruchsvolle Harmonik/Zwei-Akkorde-Songs" von mangelndem Einfallsreichtum geschrieben ...
    Ist es oft nicht viel schwieriger, einem simplen 2 Akkordsong Spannung und Leben einzuhauchen, als mehrere verschiedene Melodien aneinander zu nageln?
    Zitat Zitat von Jasmin Beitrag anzeigen
    "1 + 1 = 3" ist falsch.
    "1 + 1 = 3" ist schlecht?
    "1 + 1 = 3" -das ist Kunst!
    fix it in the mix

  6. Nach oben    #138
    Zitat Zitat von kalle Beitrag anzeigen
    Hallo,

    interessante Ansichten und Einblicke habt Ihr geschildert.

    Ich denke, dass eine Analyse von Musik nur dann Sinn macht, wenn man sich auf gemeinsame Beurteilungsmaßstäbe einigen kann. Die daraus ableitbare sehr wissenschaftliche Herangehensweise ermöglicht in der Konsequenz dann eine objektive Kritik an Musik.
    Für Mathematik wurden die Maßgaben in der Logik festgehalten. Eine fest definierte Zahl mit einer fest definierten Operation, wie 1 und 1 Addieren, kann falsch prozessiert werden. Es können neue Regeln geltend gemacht werden, z.b. wenn 1 als1,5 definiert wird.
    Ästhetik ist eine soziokulturelle Interpretationspraxis. Die Konditionen der Bewertung können sich historisch, sachlich und sozial verändern. Das lässt sich zeigen, an der Diversität von Notenskalen und ihrem historischen Gebrauch; an Kunstmoden und den daraus resultierenden Kunstperioden; oder auch an kulturell spezifischen Konditionalprogrammen der Kunstbewertung. Musik kann, meiner Beobachtung nach, nie "an-sich" als schlechte Musik erklärt werden, da wir als Zuhörer immer durch die Ohren eines Konditionierten Zuhörers hören. Objektivität kann festgelegt werden und an derer dann entschieden, ob das Entsprechungsverhältnis die innere oder äußere Seite der Unterscheidung Schön oder Hässlich markiert.


  7. Nach oben    #139
    Also nichts gegen Schlager-Fans, aber ich haassssee Schlager

  8. Nach oben    #140

    aus Niederösterreich
    80 Beiträge seit 12/2017
    Danke
    1
    Wurstel


    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Ist es oft nicht viel schwieriger, einem simplen 2 Akkordsong Spannung und Leben einzuhauchen, als mehrere verschiedene Melodien aneinander zu nageln?

    "1 + 1 = 3" -das ist Kunst!
    Najo…

    http://www.youtube.com/watch?v=p0UT-3KMdbs


    Wurstel

  9. Nach oben    #141

    9 Beiträge seit 06/2019
    Danke
    1
    Denke schon das es objektiv schlechte Musik gibt. Zum Beispiel wenn der Klang nicht stimmt weil es schlecht produziert wurde oder wenn jemand das Instrument (da zähle ich auch die Stimme) einfach noch nicht beherrscht. Alles andere ist wahrscheinlich Geschmackssache.

  10. Sopran´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  11. Nach oben    #142

    aus Frankfurt
    1 Beiträge seit 06/2019
    Danke
    1
    Ich denke man kann Musik als objektiv schlecht bewerten, wenn man sich die Theorie anschaut.
    Welche Noten wurden benutzt, wie stehen sie zueinander etc.
    Auf der anderen Seite ist Musik für jeden anders. Die Wahrnehmung für jedes Lebewesen ist anders und deshalb reagiert man auch anders darauf.
    Ich persönlich habe ein paar Titel im Kopf die ich nicht als Musik bezeichnen kann..

    mfg

  12. LauraHarfe´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  13. Nach oben    #143
    Avatar von Thaven
    aus 40 qm D'dorf
    835 Beiträge seit 11/2018
    Danke
    14
    Nicht ganz...

    man muss zugeben, dass selbst praktizierende Musiker (Instrumentalisten) ein 'höheres' Verständnis haben, Musik zu hören, analysieren und zu bewerten, ob ebenso subjektiv sei mal dahin gestellt...

    Für mich ist heutzutage in den Medien schlechte Musik, wenn ich einfachste Rhythmen und Harmonien ertragen muss, die mit zuviel Hall (Hallenbad), und Autotune ('Sprech-Gesang'), oder Brech-Gesang und auch noch zu Tode komprimiert wurde, nur zu dem Zweck, um die untersten Schichten der Bevölkerung anzusprechen und kurzfristig reichlich Kohle vielleicht mit einem Sommer- oder Fußballweltmeisterschafts-Hit abzugreifen... (meist die Plattenfirma und 'Produzent')
    Das hat mit Musik und Kunst m.M.n. überhaupt nichts mehr zu tun.

    LG Tom

    P.S.: Vorsätzliche Publikumstäuschung (Verarschung) hat mich auch schon als Jugendlicher aufgeregt...
    Viele einfacher gestrickte Menschen haben es gar nicht bemerkt, denen musste ich es erst aufwändig erklären, wie... (grummel) ?!

  14. Nach oben    #144
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
    801 Beiträge seit 11/2011
    Danke
    39
    Zitat Zitat von Thaven Beitrag anzeigen
    Nicht ganz...

    man muss zugeben, dass selbst praktizierende Musiker (Instrumentalisten) ein 'höheres' Verständnis haben, Musik zu hören, analysieren und zu bewerten, ob ebenso subjektiv sei mal dahin gestellt...
    Naja, da wäre ich mir nicht so ganz sicher.

    Zitat Zitat von Thaven Beitrag anzeigen
    Für mich ist heutzutage in den Medien schlechte Musik, wenn ich einfachste Rhythmen und Harmonien ertragen muss, die mit zuviel Hall (Hallenbad), und Autotune ('Sprech-Gesang'), oder Brech-Gesang und auch noch zu Tode komprimiert wurde, nur zu dem Zweck, um die untersten Schichten der Bevölkerung anzusprechen und kurzfristig reichlich Kohle vielleicht mit einem Sommer- oder Fußballweltmeisterschafts-Hit abzugreifen... (meist die Plattenfirma und 'Produzent')
    Das hat mit Musik und Kunst m.M.n. überhaupt nichts mehr zu tun.
    Warum denn nicht einfache Rhythmen und Harmonien?
    Ist doch immer von der Art der Musik abhängig und vielleicht auch für welchen Zweck sie produziert wurde.
    Minimal Techno ist Musik zum Tanzen. Da will man sich dazu bewegen, das muss grooven -mehr Anspruch hat das nicht.
    Passt der Flow und nimmt die Leute mit, hat die Musik ihr Ziel zu 100% erreicht, da braucht Niemand anspruchsvolle Akkorde oder polyrhythmische Strukturen.
    Warum "unterste Schichten der Bevölkerung"? Tanzen hat doch mit dem sozialen Umfeld nichts zu tun, auch reiche und auch intelligente Menschen haben manchmal das Bedürfnis abzufeiern. Party, bisschen Spaß und gute Laune -das ist nur für Dummies? Sicher nicht.
    Mit einfach gestrickter Musik seine Kohle zu verdienen ist auch keine Schande.
    Die Toilettenfrau verdient ihr Geld mit Scheiße.
    Mit eigener Arbeit sein Geld zu verdienen ist doch besser als hartzen, was bitteschön soll daran verwerflich sein?
    Musik muss nicht immer zwangsweise auch Kunst sein.
    Zitat Zitat von Thaven Beitrag anzeigen
    P.S.: Vorsätzliche Publikumstäuschung (Verarschung) hat mich auch schon als Jugendlicher aufgeregt...
    Viele einfacher gestrickte Menschen haben es gar nicht bemerkt, denen musste ich es erst erklären, wie... (grummel) ?!
    Die Leute werden doch nicht getäuscht, die machen das doch freiwillig.
    Und sie tun das gerne, na und?
    fix it in the mix

  15. Nach oben    #145
    Avatar von Thaven
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    14

    Sorry, da bin ich anders...

    , weil Musik und Kunst hatte für mich immer einen hohen Stellenwert, ja, etwas Besonderes, vielleicht etwas Mystisches, oder 'Heiliges'?

    Musik, die einen persönlich ergreift und die man mit Inbrunst genießt, die einen melancholisch, aggressiv, oder fröhlich macht, was ist das...? ;-)
    Genau, eine Kunst!

    Dauerberieselung zu Werbezwecken, oder als Lückenfüller, oder Geldmaschine nicht, entweder, oder..., wenn es von allein kommt, weil es einfach gut ist, gerne mehr...;-)

    Hab mich schon bei meiner Verwandtschaft damals tierisch aufgeregt, dass sie nicht zwischen Voll-Playback, Halb-Playback, Viertel-, DJs und einfach, aber richtig live unterscheiden konnten.
    Sobald der Künstler/-in gut aussah und nur die Lippen bewegt haben, waren sie hin und weg.

    Nun sind sie ja leider weg und ruhen in Frieden...

  16. Nach oben    #146
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
    801 Beiträge seit 11/2011
    Danke
    39
    Zitat Zitat von Thaven Beitrag anzeigen
    , weil Musik und Kunst hatte für mich immer einen hohen Stellenwert, ja, etwas Besonderes, vielleicht etwas Mystisches, oder 'Heiliges'?

    Musik, die einen persönlich ergreift und die man mit Inbrunst genießt, die einen melancholisch, aggressiv, oder fröhlich macht was ist das...? ;-)
    Das muss nicht zwangsläufig Kunst sein, das könnte auch gutes Handwerk sein.
    Die Grenzen sind da natürlich fließend.
    Ob ein Musiker auch ein Künstler ist, wird von der Gesellschaft definiert, nicht vom Ausübenden.
    Das ist von verschiedenen Faktoren abhängig.
    Zitat Zitat von Thaven Beitrag anzeigen
    Hab mich schon bei meiner Verwandtschaft damals tierisch aufgeregt, dass sie nicht zwischen Voll-Playback, Halb-Playback, Viertel-, DJs und einfach, aber richtig live unterscheiden konnten.
    Sobald der Künstler/-in gut aussah und nur die Lippen bewegt hat, waren sie hin und weg.
    Playback ist keine Schande, wenn es im TV passiert, auf der Bühne erwarte ich schon etwas mehr.
    So lang es nicht so gefaket ist, wie bei Boney-M ist doch alles okay.
    Aber auch hier gibt es immer Kompromisse, oft auch aus technischer Sicht.
    Man kann ja auch nicht sein ganzes Studio mit auf die Bühne schleppen, es sollte halt noch halbwegs authentisch bleiben.
    fix it in the mix

  17. Nach oben    #147
    Avatar von Thaven
    aus 40 qm D'dorf
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    Danke
    14
    Ich lass mich nicht mehr durch die 'Gesellschaft' definieren...! (Teufelchen)
    (Das macht schon mein morgentliches Spiegelbild..., bei Einigen weniger...)

    Weil, die kennen mich nicht richtig... ;-)

  18. Nach oben    #148
    Avatar von Thaven
    aus 40 qm D'dorf
    835 Beiträge seit 11/2018
    Danke
    14

    Gute Musik ever...


    https://www.youtube.com/watch?v=2jtdllFsB4s

    Ja, ich habe die Hintergründe gelesen, und wieviel Blut, Schweiß und Tränen für das Stück draufgegangen sind...
    Aber erst nachher, gemocht habe ich es auch schon vorher.
    Ich war 16,17 und hatte meine erste Rock and Roll-Band...

    Unübertrefflich... , und immer aktuell!

    https://www.youtube.com/watch?v=EMRJT2ebvAk

    Sehr gut, oder schlecht?
    Hat den Strat-Klang einer ganzen Generation beeinflusst zumindest im Hard-Rock, später Heavy-...
    Sind aber auch Synkopen drin, also auch Jazz-Einflüsse...?

    Lustig ist, wie sich Blackmore und Gillan und anschließend Lord ergänzen (Blicke)...


    https://www.youtube.com/watch?v=04O-B5aAcqE

    Kann das natürlich nur aus meiner Warte beurteilen und von daher subjektiv, aber immer schön...


    https://www.youtube.com/watch?v=opuzm5rvNig

    Ja, ich hab manchmal Tage da kann ich nicht schlafen, wg. der Musik...?

    Seid doch froh, dass Ihr nen Job habt, der ordentlich Geld bringt, sonst würde ich nicht um 6, oder 7 aufstehen...
    By the way, wer hat sich sowas ausgedacht?

    Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass der normale Mensch zwischen 15:00 und 18:00 Uhr seine Hoch-Phase hat, ook, wir Komponisten arbeiten gerne nachts, aber notgedrungen. ;-)

    Kinder 'dürfen' ja auch schon so früh aufstehen, ganz egal, wie sie geschlafen haben, weil der dumme Mensch glaubt, nur der frühe Vogel fängt den Wurm...?

    Ich kontere, der frühe Vogel geht zuerst in die Falle!
    Kenne doch noch meine 3 ehemaligen Katzen gut...
    Fritzi, Flori und zuletzt Putzi.
    Nein, die schwachsinnigen Namen stammen nicht von mir, sondern von Frauen.

    Ich hätte sie vom Naturell eher Offen, Verschlossen, Misstrauisch genannt in Reihenfolge...
    Also Barbara Streisand, Lena Olin, Sophie Marceau, he, he, wahrscheinlich sind die ganz anders...
    Geändert von Thaven (22.10.2019 um 06:08 Uhr)

  19. Nach oben    #149
    Avatar von Thaven
    aus 40 qm D'dorf
    835 Beiträge seit 11/2018
    Danke
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    Auch ein 'guter' Musiker,

    gilt heute nichts mehr, wenn er nicht hipp ist, und soweit gebe ich @Cala recht, weil gute Rock und Folk-Musik einfach nur von den Medien ausgespart wird.

    Ich habe selbst als Stöps mit 8, 9 Jahren Wander-Gitarre zu 'Sah ein Knab ein Röslein stehen...', oder das verhasste Jagd-Stück, was mein Vater immer wieder forderte, spielen dürfen (nach Noten)

    Konnte es kaum erwarten, meine erste Rock-Band zu haben und denen ging es ähnlich...

  20. Nach oben    #150
    Premium-Mitglied Avatar von Sir Raven
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    Zitat Zitat von Lolaa Beitrag anzeigen
    Das ist echt ein interessantes Thema. Egal, was für ein Lied man nimmt, man wird immer jemanden auf der Welt finden, der es gut findet. Wieso sollte dieser dann nicht für sich Recht haben?
    Natürlich hat er für sich Recht. Aber Du beschreibst den subjektiven Geschmack. Die Frage des Threads lautet aber, ob es objektiv gute oder schechte Musik gibt.

    Und wieso sollte man allgemein sagen können, dass eine Musik gut oder schlecht ist
    Weil es für Musik, Regeln gibt, (Harmonielehre, Kontrapunkt usw.)

    nur weil die mehrheit sie mag/nicht mag?
    Auch der subjektive Geschmack der Mehrheit bleibt subjektiv.

    Gruß
    Ted
    Dumm ist nicht der, der etwas nicht weiß. Dumm ist der, der nicht fragt.
    90% aller Leute, die sich für Produzenten halten, wissen nichts vom Produzieren.

  21. Nach oben    #151
    Avatar von Thaven
    aus 40 qm D'dorf
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    Danke
    14
    Nanu?
    Senile Bettflucht...?

  22. Nach oben    #152
    Premium-Mitglied Avatar von Sir Raven
    aus Berlin
    444 Beiträge seit 06/2011
    Danke
    17
    Zitat Zitat von Thaven Beitrag anzeigen
    Nanu?
    Senile Bettflucht...?
    Nö, ich stehe immer so früh auf. Habe vor der Arbeit gerne Zeit.
    Dumm ist nicht der, der etwas nicht weiß. Dumm ist der, der nicht fragt.
    90% aller Leute, die sich für Produzenten halten, wissen nichts vom Produzieren.

  23. Nach oben    #153
    Avatar von Thaven
    aus 40 qm D'dorf
    835 Beiträge seit 11/2018
    Danke
    14
    Zitat Zitat von Sir Raven Beitrag anzeigen
    Nö, ich stehe immer so früh auf. Habe vor der Arbeit gerne Zeit.
    So, gehe jetzt erst in Bett, weil vorher nicht müde, alte Songs zu hören und mich aufgewühlt und daher nur etwas später...( ca., 7-8 Stunden)
    Ist aber Ausnahme, weil so gewöhnlich von 9-18.00 mein Rahmen ist...

  24. Nach oben    #154
    Avatar von Thaven
    aus 40 qm D'dorf
    835 Beiträge seit 11/2018
    Danke
    14
    Zitat Zitat von Sir Raven Beitrag anzeigen
    Nö, ich stehe immer so früh auf. Habe vor der Arbeit gerne Zeit.
    Hör Dir mal mein altes Stück an im Neben-Thread, da hab ich es mit der Zeit übertrieben, nö, war die Drecks PC-Hard- und Software...

  25. Nach oben    #155
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
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    Danke
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    Zitat Zitat von Thaven Beitrag anzeigen
    gilt heute nichts mehr, wenn er nicht hipp ist, und soweit gebe ich @Cala recht, weil gute Rock und Folk-Musik einfach nur von den Medien ausgespart wird.
    Gute Rockmusik wird hier sehr viel gespielt, das läuft in jedem Schuppen und die Konzerte sind allesamt gut besucht.
    fix it in the mix

  26. Nach oben    #156
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
    801 Beiträge seit 11/2011
    Danke
    39
    Zitat Zitat von Thaven Beitrag anzeigen
    So, gehe jetzt erst in Bett, weil vorher nicht müde, alte Songs zu hören und mich aufgewühlt und daher nur etwas später...( ca., 7-8 Stunden)
    Ist aber Ausnahme, weil so gewöhnlich von 9-18.00 mein Rahmen ist...
    Guten Morgen Tom!

    Hier mal etwas ruhiges für dich zum wach werden.
    Nein Pat Metheny ist sicher nicht "hipp".
    Und weil wir es gerade vom Nachspielen hatten ...


    https://youtu.be/MYcZ6s3z1jg
    fix it in the mix

  27. Moogman´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  28. Nach oben    #157
    Avatar von Thaven
    aus 40 qm D'dorf
    835 Beiträge seit 11/2018
    Danke
    14
    Habs mir noch nicht angehört, aber Pat kannte ich natürlich schon vorher, noch vor
    dem Film 'Der Falke und der Schneemann', wo er mit David Bowie die Filmmusik schrieb, was ein Welt-Hit wurde...
    Übrigens, guter Film, wenn man sich einlässt...;-)


    https://www.youtube.com/watch?v=zP_fsm3cRB0

    https://www.youtube.com/watch?v=MTRgn32En-U

    P.S.: Pat, ja, er musste natürlich einen Dur Schlussakkord setzen, was sonst...?
    Wie immer außergewöhnlich...

    Komisch, unser berühmtester Whistleblower hat auch irgendwas mit Schnee zu tun...;-)
    Geändert von Thaven (22.10.2019 um 16:13 Uhr)

  29. Nach oben    #158
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    aus 63110 Rodgau
    801 Beiträge seit 11/2011
    Danke
    39
    Zitat Zitat von Thaven Beitrag anzeigen
    Habs mir noch nicht angehört ...
    ich wollte dir eigentlich damit den Tag versüssen.
    fix it in the mix

  30. Nach oben    #159
    Avatar von Thaven
    aus 40 qm D'dorf
    835 Beiträge seit 11/2018
    Danke
    14
    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    ich wollte dir eigentlich damit den Tag versüssen.
    Danke, habs genossen...

  31. Nach oben    #160
    Avatar von Thaven
    aus 40 qm D'dorf
    835 Beiträge seit 11/2018
    Danke
    14

    Annäherung an Objektivität...

    Da ich gerade wieder meinen Lieblings-Sender sehe 3SAT (geht um Sehen und bewusstes Warhnehmen), in dem ich mich auch manchmal etwas unterentwickelt sehe , hier vielleicht ein Ansatz, Musik annähernd objektiv zu beurteilen, denn 100% objektiv gibts ja nicht als Mensch. Gilt genauso fürs Hören.

    Wenn, sagen wir mal ein bunter Haufen aus zufällig ausgewählten Musikern ein Musikstück beurteilen, sollte das Ergebnis eine gewisse Annäherung an die 'objektive' Wirklichkeit des Menschen gegeben sein und wird umso genauer, je größer und bunter der Haufen aus Musikern wird...

    Subjektivität ist das eigene Erleben, was sich aber auch schon in gewissem Maße an der Gesellschaft und eigenen Erfahrungen ausgerichtet hat und somit auch ein Teil der Wirklichkeit ist, wenn auch etwas ungenauer, aber mit bewährter Tendenz...

    LG Tom


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