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Thema: Gibt es objektiv "gute" oder "schlechte" Musik?

  1. #1

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    Gibt es objektiv "gute" oder "schlechte" Musik?

    Hallo,

    wie oft hat vermutlich jeder nicht schon einmal Diskussionen um gute und schechte Musik geführt. Dabei stoßen oftmals die unterschiedlichen Geschmäcker aneinander.

    Mich würde interessieren, ob Ihr der Meinung seid, dass es objektiv gesehen gute und schlechte Musik gibt, d.h. ist gute Musik wirklich nur eine reine Geschmackssache?
    Wie sehen diese Kriterien aus, inwiefern lassen sich damit Geschmäcker relativieren?

    Ich stelle mal zu Beginn die Behauptung auf, dass Musikqualität nur von denjenigen ernsthaft als (ausschließliche) Geschmackssache bezeichnet werden kann, die keine Ahnung von Musiktheorie (Geschichte, Harmonielehre etc.) und/oder musikalische Spielpraxis haben.

    Grüße
    Kalle

  2. Nach oben    #2
    Premium-Mitglied Avatar von Epiphonist
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    Hallo Kalle,

    interessantes Thema, habe ich mit Freunden auch schon lange und ausgiebig diskutiert.
    Unter schlechter Musik verstehe ich schlechter Sound, schlechte oder nachlässige Aufnahmequalität, schlechte oder lustlose Interpretation usw.
    Verstöße gegen die Harmonielehre akzeptiere ich, solange es sich für meinen Geschmack noch harmonisch anhört.

    Musik, die nicht meinem Geschmack entspricht ist keine schlechte Musik, ich mag sie nur nicht. Im Umkehrschluss ist Musik, die ich gerne höre, nicht unbedingt gute Musik, vor allem dann nicht, wenn sie gegen die erstgenannten Kriterien verstößt.

    Ich bin auf die weiteren Antworten mal gespannt, denn dieses Thema ist wirklich sehr kontrovers.


  3. Nach oben    #3

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    Der Zweck der Musik ist die Message, also sollte auch die im Mittelpunkt stehen.

    Mit Message meine ich jetzt nicht zwanghaft eine Aussage, auch der Eindruck und die sich verbreitende Stimmung kann das sein.


    Vom musikalischen Aspekt ist "gute Musik" klar definierbar. Nämlich die angewandten Fähigkeiten der Musiker.
    Die meisten sehen nur diesen Aspekt, und halten deshalb ihre Musik für besser.

    Findet man oft bei Klassikhörern und Oper-Gänger.

    Deshalb kann aus gegebenem Blickpunkt sowas: http://www.youtube.com/watch?v=Uuadx8KgixQ mit Mozarts Meisterstücken mithalten


    Gruß!

  4. Nach oben    #4
    Avatar von tarati
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    hallo in die runde

    Zitat Zitat von kalle Beitrag anzeigen
    Ich stelle mal zu Beginn die Behauptung auf, dass Musikqualität nur von denjenigen ernsthaft als (ausschließliche) Geschmackssache bezeichnet werden kann, die keine Ahnung von Musiktheorie (Geschichte, Harmonielehre etc.) und/oder musikalische Spielpraxis haben.

    tadaaaa. da bin ich.
    wie von dir beschrieben, kein plan von "Musiktheorie (Geschichte, Harmonielehre etc.) und/oder musikalische Spielpraxis".

    aaaber, ich hab ein gutes gehoer oder sagen wir besser, ich find's interessant einzelne instrumente/toene rauszuhoeren oder auf den 'aufbau' des stuecks zu achten (wenn man das so nennen kann) um dann das gesamtspiel zu geniessen. sofern mir melodie und der rest gefaellt.

    nur wirkliche musiker koennen und duerfen darueber richten, ob ein stueck gut oder schlecht ist (meine meinung)

    wenn ich behaupte das ein stueck schlecht ist dann nur, weil es in meinen ohren sche*sse klingt. in wahrheit aber koennte es ein meisterstueck sein. ich wuerd's bestimmt nicht bemerken oder deshalb meine meinung darueber aendern.

    ob mein post nun inhaltlich produktiv zur diskussion beitraegt... hm... wenn nicht -sry fuers mitmischen... aber ich les' mich so gern reden.

    slán
    Tara

  5. Nach oben    #5

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    Hallo,

    interessante Ansichten und Einblicke habt Ihr geschildert.

    Ich denke, dass eine Analyse von Musik nur dann Sinn macht, wenn man sich auf gemeinsame Beurteilungsmaßstäbe einigen kann. Die daraus ableitbare sehr wissenschaftliche Herangehensweise ermöglicht in der Konsequenz dann eine objektive Kritik an Musik.
    Folgende Kriterien finde in diesem Zusammenhang daher vollkommen unpassend (und danach wird Musik heute leider sehr oft gemessen):
    - Ohrwurmcharakter => weil nicht messbar und somit subjektiv, höchstens statistisch interessant, aber nur unter strengen wissenschaftlichen Voraussetzungen
    - Erfolg in den Charts => weil das Massenpublikum (auch in anderen Bereichen) keineswegs nach objektiven Maßstäben urteilt, sondern sich durch eine Vielzahl subjetiver Eindrücke beeinflussen lässt (zB Werbung)
    - die finale (!) Beurteilung von Musik nur(!) nach objektiven Gesichtspunkten, ohne den Raum für die persönlichen, subjektiven Eindrücke.

    Grüße
    Kalle

    P.S. Mach weiter so, Hannelore! Dabei finde ich, dass der Spaß an der Sache das Wichtigste ist. Und jemand der sowas studiert hat, hört meist nicht gerne, dass man sowas ja nicht studieren braucht. Damit würde in seinen Augen ja sein Studium sinnlos erscheinen;-)

  6. Nach oben    #6
    Avatar von tarati
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    Zitat Zitat von kalle Beitrag anzeigen

    P.S. Mach weiter so, Hannelore! Dabei finde ich, dass der Spaß an der Sache das Wichtigste ist. Und jemand der sowas studiert hat, hört meist nicht gerne, dass man sowas ja nicht studieren braucht. Damit würde in seinen Augen ja sein Studium sinnlos erscheinen;-)
    *S-I-G-N*

  7. Nach oben    #7

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    @ kalle,
    das ist ja interessant mit der wissenschaftlichen Herangehensweise, also wenn ich Hintergrundmusik für den Handel, also sog. Kaufhausmusik komponiere (Marktführer Muzak kompiniert Hintergrundmusik seit mehreren Jahrzenten), diese nach festgelegten Regeln, was die Zielgruppe anbelangt, komponiert wurde, bzw. Songs nach den Regeln der Hintergrundmusik umarbeite und dadurch den Verkauf ankurble, handelt es sich sowohl aus Sicht der Musikwissenschaft als auch aus der mir wesentlich interessanter erscheinenden Musikpsychologie um gute Musik, da sie ihren Zweck erfüllt.
    Was ist mit Musik die in sogenanten Musikgarten-Gruppen z.B. bei Begrüßungsliedern Verwendung findet. Mancher wird diese Musik als primitiv abtun, ist sie aber nicht, es ist gute Musik die genau auf die Zielgruppe (Kleinkinder) abgestimmt ist.
    Man muß denke ich einach unterscheiden, ob ich Musik als Kunstform betrachte oder ob ich sie als Alltagsmusik (dabei beziehe ich jede Form von Musik ein) sehe, bei der ganz andere Kriterien gefragt sind.
    Heutzutage noch in die 2 Bereiche E- und U-Musik zu unterteilen ist nicht mehr zeitgemäß.
    Gruß toni maroni

  8. Nach oben    #8

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    Zitat Zitat von toni maroni Beitrag anzeigen
    @ kalle,
    das ist ja interessant mit der wissenschaftlichen Herangehensweise, also wenn ich Hintergrundmusik für den Handel, also sog. Kaufhausmusik komponiere (Marktführer Muzak kompiniert Hintergrundmusik seit mehreren Jahrzenten), diese nach festgelegten Regeln, was die Zielgruppe anbelangt, komponiert wurde, bzw. Songs nach den Regeln der Hintergrundmusik umarbeite und dadurch den Verkauf ankurble, handelt es sich sowohl aus Sicht der Musikwissenschaft als auch aus der mir wesentlich interessanter erscheinenden Musikpsychologie um gute Musik, da sie ihren Zweck erfüllt.
    Weil sie ihren Zweck erfüllt? Wenn der Zweck die Ankurbelung des Verkaufes oder das gute Gefühl beim Einkauf ist, dann würden hier doch eher Maßstäbe der Werbung angebracht sein, oder?
    Welche objektiven Maßstäbe liegen denn hier vor, um aus Sicht der Musikwissenschaft Muzak als "gute" Musik bezeichnen zu können?


    Zitat Zitat von toni maroni Beitrag anzeigen
    Was ist mit Musik die in sogenanten Musikgarten-Gruppen z.B. bei Begrüßungsliedern Verwendung findet. Mancher wird diese Musik als primitiv abtun, ist sie aber nicht, es ist gute Musik die genau auf die Zielgruppe (Kleinkinder) abgestimmt ist.
    Nur weil sie auf die (eine) Zielgruppe abgestimmt ist, ist es gute Musik;-)? Nach meinen Maßstäben kann derartige Musik gut oder auch primitiv sein...

    Zitat Zitat von toni maroni Beitrag anzeigen
    Man muß denke ich einach unterscheiden, ob ich Musik als Kunstform betrachte oder ob ich sie als Alltagsmusik (dabei beziehe ich jede Form von Musik ein) sehe, bei der ganz andere Kriterien gefragt sind.
    Welche objektiven Kriterien -für alle gleich nachvollziehbar- sind das? Ists subjektiv, dann ist ja nur Deine (oder meine) Meinung.
    Interessant finde ich persönlich wissenschaftliche Kriterien, die aufgrund ihrer objektiven Basis eine gewisse Allgemeingültigkeit besitzen und somit eine absolut gemeinsame Sprache in der Musikbeurteilung darstellen würde. Dass bestimmte andere Kriterien hier natürlich noch ebenfalls eine gewisse Rolle spielen ist selbstverständlich, nur sind diese Kriterien m.E. oftmals leider sehr subjektiv und somit nicht wertbar und gewichtbar. Ob Kunst- oder Alltagsmusik - derartige objektive Kriterien greifen ja (unvoreingenommen) erstmal überall gleich.

    Beispiel: Musiker oder Komponist benutzt Techniken, die vorher noch nie in der Art angewendet wurden. Gleichzeitig stellen sie zB eine Weiterentwicklung vorhandener Techniken dar.

    Zitat Zitat von toni maroni Beitrag anzeigen
    Heutzutage noch in die 2 Bereiche E- und U-Musik zu unterteilen ist nicht mehr zeitgemäß.
    Naja, dass empfinde ich ein bisschen anders. Hat durchaus Nachteile aber auch einige Vorteile.
    Wenn man Musik als Kunstform betrachtet - wie Du erwähnt hast - hats ja auch jeden Fall eine gewisse Berechtigung;-)

    Gruß
    Kalle

  9. Nach oben    #9
    Avatar von Blackmusicfan
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    Ich habe weder Musik studiert, noch bin ich Wissenschaftler, kann daher die Musik die ich höre nicht analysieren. Ich kann auch nicht sagen, was schlechte oder gute Musik allgemein ist, ich kann nur davon ausgehen, was mir gefällt.
    Ich gehe einfach nach meinem Gefühl, denn Musik ist für mich eine sinnliche Wahrnehmung. Dabei ist der Rhythmus für mich ein wichtiges Kriterium.
    Was in die Beine geht, gefällt mir unbewußt, da ist es egal ob die Komposition ausgefeilt ist, das Arrangement raffiniert ist und die Instrumentierung ausgeklügelt ist. Natürlich sollten die Sänger/innen den Ton treffen und die Musiker die Instrumente perfekt beherrschen.
    In etlichen Genres ist auch der Text wichtig, ein guter Text lässt mich über eine einfache Melodie hinweg hören.
    Ich unterstreiche die Ansicht von toni maroni, für mich ist auch der Übergang von E- zur U-Musik fließend. Im Jazz gibt es zahlreiche Beispiele dafür.

  10. Nach oben    #10
    Avatar von Gugelhupf
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    Zitat Zitat von Blackmusicfan Beitrag anzeigen
    Ich habe weder Musik studiert, noch bin ich Wissenschaftler, kann daher die Musik die ich höre nicht analysieren. Ich kann auch nicht sagen, was schlechte oder gute Musik allgemein ist, ich kann nur davon ausgehen, was mir gefällt.
    Ich gehe einfach nach meinem Gefühl, denn Musik ist für mich eine sinnliche Wahrnehmung. Dabei ist der Rhythmus für mich ein wichtiges Kriterium.
    Was in die Beine geht, gefällt mir unbewußt, da ist es egal ob die Komposition ausgefeilt ist, das Arrangement raffiniert ist und die Instrumentierung ausgeklügelt ist. Natürlich sollten die Sänger/innen den Ton treffen und die Musiker die Instrumente perfekt beherrschen.
    In etlichen Genres ist auch der Text wichtig, ein guter Text lässt mich über eine einfache Melodie hinweg hören.
    Ich unterstreiche die Ansicht von toni maroni, für mich ist auch der Übergang von E- zur U-Musik fließend. Im Jazz gibt es zahlreiche Beispiele dafür.
    Kann ich komplett unterschreiben.

    Ich versteh dich (@ kalle) auch nicht richtig. Was ist denn nun für dich objektiv "gute" Musik und "schlechte" Musik
    Die, wo Arragement und Instrumentierung gut bzw. schlecht sind? Oder die, wo Lyrics und Stimme gut bzw. schlecht sind?

  11. Nach oben    #11

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    @ kalle
    sorry, ich hab so den Eindruck, dass du mit Muzak wenig anfangen kannst, bzw. dass du das für einen Komponisten hältst. Fehler von mir, ich bin davon ausgegangen so wie ich geschrigene habe, das klar ist das es sich dabei um ein Ungernehmen handelt.
    Ich empfehle dir, bei google 'muzak musik musikwissenschaft' einzugeben und dir dann muzak wikipedia anzusehen. Da sind die Kriterien nach denen Muzak vorgeht (komponiert) angegeben. Und ja, natürlich ist diese Musik auch im bereich Werbung anzusetzen, wird aber nach festgelegten Kriterien komponiert, also wissenschsaftlich.
    Ferner solltest du dann noch Musik und Musik-2 anklicken. Dabei geht es um Musikwissenschaftliche Seminare. Hier findest du dann auch z.B. dass die Musikwissenschaft die 'veralteten' Kriterien die zur Unterteilung von E- und U-Musik galten langsam ablegt. Was die Musikpädagogik schon lange gemacht hat, naja, die Musikwissenschaftler hinken uns eh immer etwas nach, höhöhö.
    Auch dass die Musikwissenschaft durchaus Musik nach ihrem Verwendungszweck beurteilt, also funktionale Musik zu denen eben auch Hintergrundmusik oder Filmmusik (sehr interessant), zählen.
    Bsp. als ich ende des letzten Jahrhunderts, also 199? in Musikwissenschaft ein Strawinski-Seminar belegte, sagte uns der Dozent gleich zu anfang, das wir zum erwerb des Seminarscheins nur ein Reverat und eine Seminararbeit schreiben müssen, einen abschlußtest kann er nicht machen da Strawinski von musikwissenschaftlicher Seite, noch nicht genug erforscht wurde. Tja, so sind sie, die Musikwissenschaftler. Hab meinen schein dann doch im Seminar 'Musiktherapie' gemacht. Ja auch sowas sinnvolles wird in Musikwissenschaft angeboten.

    @Blackmusicfan
    Einer unserer Dozenten brachte in einem Seminar immer das Beispiel aus den 50er Jahren. Da hatte ein Manager einer Akapellagruppe mit einem Plattenboss telefoniert um 'Band' dort unterzubringen. Dieser fragte, "können sie tanzen?" Darauf der Manager, "wieso, es ist doch eine Gesangsgruppe?" darauf der Plattenboss, "wenn sie nicht tanzen können, können sie auch nicht singen."
    Also du liegst durchaus richtig, wenn du Musik die dir in die Beine geht als gute Musik bezeichnest. Anbei, ich hör mir Morgen in der Arbeit mal Coltrane die Best of an. Lustig dass du ihn als Musik mit Herz aufgeführt hast, da ich seine CD letzte Woche inventarisiert habe. Evtl. änder ich meine Meinung ja noch.
    Gruß toni maroni

  12. Nach oben    #12

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    Zitat Zitat von toni maroni Beitrag anzeigen
    sorry, ich hab so den Eindruck, dass du mit Muzak wenig anfangen kannst, bzw. dass du das für einen Komponisten hältst. Fehler von mir, ich bin davon ausgegangen so wie ich geschrigene habe, das klar ist das es sich dabei um ein Ungernehmen handelt.
    Ich empfehle dir, bei google 'muzak musik musikwissenschaft' einzugeben und dir dann muzak wikipedia anzusehen. Da sind die Kriterien nach denen Muzak vorgeht (komponiert) angegeben. Und ja, natürlich ist diese Musik auch im bereich Werbung anzusetzen, wird aber nach festgelegten Kriterien komponiert, also wissenschsaftlich.
    Ferner solltest du dann noch Musik und Musik-2 anklicken. Dabei geht es um Musikwissenschaftliche Seminare. Hier findest du dann auch z.B. dass die Musikwissenschaft die 'veralteten' Kriterien die zur Unterteilung von E- und U-Musik galten langsam ablegt. Was die Musikpädagogik schon lange gemacht hat, naja, die Musikwissenschaftler hinken uns eh immer etwas nach, höhöhö.
    Was erweckt bei Dir den Eindruck, ich könnte mit dem Begriff Muzak nix anfangen? Ich verwende Ihn doch richtig, oder wo habe ich was falsches geschrieben oder angedeutet?

    Ich rede über ggf. vorhandene allgemeingültige Beurteilungsmaßstäbe, z.B. musikharmonischer Art oder "messbarer" Kreativität im Umgang mit seinem Instrument. Denen müsste sich dann bestimmte Kaufhausmusik genauso stellen wie irgendein Jazzstück. Insofern wären dann bestimmte individuelle Bewertungsmaßstäbe (oder individuellen Kompositionskriterien) des -im weitesten Sinne - Musikstils eher zweitrangig.

    Abgesehen davon ist Kaufhausmusik als Musikstil definiert vermutlich interessanter als die jeweiligen Einzeltitel;-).

    Und bzgl. E,U-Musik : Wie schon gesagt -trotz der Tatsache, dass diese Unterteilung als 'veraltet' bezeichnet werden könnte (obwohl sie meines Erachtens eher als umstritten bezeichnet werden könnte)- ich persönlich finde sie z.T. durchaus sinnvoll.


    Zitat Zitat von toni maroni Beitrag anzeigen
    Auch dass die Musikwissenschaft durchaus Musik nach ihrem Verwendungszweck beurteilt, also funktionale Musik zu denen eben auch Hintergrundmusik oder Filmmusik (sehr interessant), zählen.
    Das ist klar. Interessanter finde ich, wie schon gesagt, allgemeingültige Maßstäbe - also zB stilübergreifende Maßstäbe, die der Musik als Kunstform gerecht werden.


    Mal ein Beispiel aus der Popmusik:
    Künstler A benutzt als Keyboarder in seiner Band ausschließlich Presets seines Markeninstruments.
    Künstler B benutzt als Keyboarder in seiner Band viele selbsterstellten Sounds.
    Künstler B ist diesbezüglich kreativer (weil kreativ = gut), also ist ein Baustein für die finale Beurteilung als objektiv "gute" Musik dazugekommen.
    Dieser Baustein/Maßstab/Faktor ist erst einmal absolut unabhängig von der Art der Musik, bzw. des Musikstils (und des Verwendungszweckes;-)).

    Gruß
    Kalle

  13. Nach oben    #13

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    Zitat Zitat von Blackmusicfan Beitrag anzeigen
    Ich unterstreiche die Ansicht von toni maroni, für mich ist auch der Übergang von E- zur U-Musik fließend. Im Jazz gibt es zahlreiche Beispiele dafür.
    Sagt Toni Maroni das? Wo denn;-) Nur weil man die Unterteilung von E- und U-Musik als veraltet ansieht?
    Fließende Übergänge gibts fast immer...


    Zitat Zitat von Gugelhupf Beitrag anzeigen
    Ich versteh dich (@ kalle) auch nicht richtig. Was ist denn nun für dich objektiv "gute" Musik und "schlechte" Musik
    Die, wo Arragement und Instrumentierung gut bzw. schlecht sind? Oder die, wo Lyrics und Stimme gut bzw. schlecht sind?
    Für mich gibts an der Stelle kein 'oder' sondern eher ein 'und': Die Summe der qualitativen Bestandteile der Musik, für dich ich denke, dass es objektive Maßstäbe gibt und die eine gewisse Allgemeingültigkeit in der Musik besitzen. Wie gesagt, für mich ist die Definition so...;-)

  14. Nach oben    #14
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    Man sieht doch deutlich, dass die Merinungen so unterschiedlich sind wie die Musik und das ist auch gut so.
    Ergo: Es gibt keine gute oder schlechte Musik, sondern nur gute oder schlecht gemachte/gespielte Musik.
    Zudem kann man unterscheiden zwischen "Musik die ich mag / nicht mag" oder "Musik zu einem unpassendem Ereignis / Situation."

  15. Nach oben    #15

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    Zitat Zitat von Epiphonist Beitrag anzeigen
    Man sieht doch deutlich, dass die Merinungen so unterschiedlich sind wie die Musik und das ist auch gut so.
    Ergo: Es gibt keine gute oder schlechte Musik, sondern nur gute oder schlecht gemachte/gespielte Musik.
    Zudem kann man unterscheiden zwischen "Musik die ich mag / nicht mag" oder "Musik zu einem unpassendem Ereignis / Situation."
    Wenns keine gute oder schlechte Musik gibt, weil die Meinungen ja so unterschiedlich sind (sondern nur Musik die ich mag oder nicht mag), warum gibts dann gut oder schlecht gemachte Musik - sind da die Meinungen nicht auch unterschiedlich?
    Gruß
    kalle

  16. Nach oben    #16
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    @Blackmusicfan
    Einer unserer Dozenten brachte in einem Seminar immer das Beispiel aus den 50er Jahren. Da hatte ein Manager einer Akapellagruppe mit einem Plattenboss telefoniert um 'Band' dort unterzubringen. Dieser fragte, "können sie tanzen?" Darauf der Manager, "wieso, es ist doch eine Gesangsgruppe?" darauf der Plattenboss, "wenn sie nicht tanzen können, können sie auch nicht singen."
    Also du liegst durchaus richtig, wenn du Musik die dir in die Beine geht als gute Musik bezeichnest. Anbei, ich hör mir Morgen in der Arbeit mal Coltrane die Best of an. Lustig dass du ihn als Musik mit Herz aufgeführt hast, da ich seine CD letzte Woche inventarisiert habe. Evtl. änder ich meine Meinung ja noch.
    Gruß toni maroni[/QUOTE]

    Welche "Best of..." ist es denn, alleine 2009 sind wieder "2 Best of..." erschienen, insgesamt gibt es rund 250 Ton-Dokumente von John, er war ähnlich besessen von Musik wie Miles Davis. Beide haben auf ihre Art durch die Instrumente "Stimmen" erklingen lassen.

    @Kalle, ich habe zu toni maronis Statement "Heutzutage noch in die 2 Bereiche E- und U-Musik zu unterteilen ist nicht mehr zeitgemäß?" meinen Senf dazu gegeben und diese Ansicht unterstützt, weil das auch meine persönliche Meinung ist. Ich gehe davon aus, wenn er so etwas schreibt, dann vertritt er auch diese Meinung!
    wenn du argumentierst: Fließende Übergänge gibts fast immer..., dann hast meine Wortmeldung damit bestätigt.

  17. Nach oben    #17
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    Zitat Zitat von kalle Beitrag anzeigen
    Wenns keine gute oder schlechte Musik gibt, weil die Meinungen ja so unterschiedlich sind (sondern nur Musik die ich mag oder nicht mag), warum gibts dann gut oder schlecht gemachte Musik - sind da die Meinungen nicht auch unterschiedlich?
    Gruß
    kalle
    Hätte ich besser schreiben sollen: handwerklich (also gespielt) gut oder schlecht? Aufnahmetechnisch gut oder schlecht? Interpretation gut oder schlecht?

    Wie auch immer: Meinungen sind unterschiedlich, darum diskutieren wir hier ja...

  18. Nach oben    #18

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    Zitat Zitat von Blackmusicfan Beitrag anzeigen
    @Blackmusicfan
    @Kalle, ich habe zu toni maronis Statement "Heutzutage noch in die 2 Bereiche E- und U-Musik zu unterteilen ist nicht mehr zeitgemäß?" meinen Senf dazu gegeben und diese Ansicht unterstützt, weil das auch meine persönliche Meinung ist. Ich gehe davon aus, wenn er so etwas schreibt, dann vertritt er auch diese Meinung!
    wenn du argumentierst: Fließende Übergänge gibts fast immer..., dann hast meine Wortmeldung damit bestätigt.
    Ich gebe zu, dass war von mir erbsenzählerisch. Du hast halt deine "fließenden Übergänge" gleichgesetzt mit der Sinnlosigkeit der Unterteilung in E- und U-Musik, was m.E. unpräzise ist, da sich m.E. beides nur begrenzt gegenseitig erklärt...

  19. Nach oben    #19

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    Zitat Zitat von Epiphonist Beitrag anzeigen
    Hätte ich besser schreiben sollen: handwerklich (also gespielt) gut oder schlecht? Aufnahmetechnisch gut oder schlecht? Interpretation gut oder schlecht?

    Wie auch immer: Meinungen sind unterschiedlich, darum diskutieren wir hier ja...
    Nein, nein. Du hättest schreiben sollen, warum Du meinst, dass Musik nicht objektiv gut oder schlecht bewertet werden kann (Zitat: "Es gibt keine gute oder schlechte Musik"), z.B. ob sie gut gemacht wurde (wie auch immer) aber doch (Zitat: "...sondern nur gute oder schlecht gemachte/gespielte Musik").
    Das würde mich interessieren.

  20. Nach oben    #20
    Avatar von Blackmusicfan
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    Zitat Zitat von kalle Beitrag anzeigen
    Ich gebe zu, dass war von mir erbsenzählerisch. Du hast halt deine "fließenden Übergänge" gleichgesetzt mit der Sinnlosigkeit der Unterteilung in E- und U-Musik, was m.E. unpräzise ist, da sich m.E. beides nur begrenzt gegenseitig erklärt...
    Wissenschaft und Juristerei haben ihr eigenes Deutsch, das muss auch niemand anderer verstehen!

  21. Nach oben    #21
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    Ich würde Musik mit Literatur vergleichen.
    Ich habe einmal die Lektüre "Der Prceß" von Kafka gelesen und fand es schrecklich.
    Trotzdem war es gut.
    Man erkennt "gute" Sachen daran, ob ihr Wesen (oder "Message") gut erkennbar ist.
    Ich mag keine traurigen Filme, trotzdem sind diese nicht unbedingt schlecht.
    Wenn ich mir Lieder, die ich nicht wirklich so gern mag, genauer anhöre, kann ich mich doch an den feinen Nuancen erfreuen, oder diese zumindest wertschätzen. Ich ehaupte: Es gibt schlechte Musik.
    Beispiel: Radio-Pop-Songs, in denen man die einzelnen Instrumente nicht heraushören kann, bzw. überhaupt nichts mehr wirklich heraushören kann oder denen man einen erzwungenen fröhlichen, sentimentalen etc Character anmerkt.
    Selstgemachte Musik oder schlechte Musik ist villeicht gut für die eigene Seele.
    Die Musik für sich selbst ohne Anspruch auf Befriedigung anderer Menschen muss aber gut sein um gut zu sein.
    Ich denke, dass hier eine Festlegung auf gut oder schlecht im konkreten Fall schwierig aber möglich ist...

    PS: Natürlich kann auch in diesem Verständnis selbstgemachte Amateurmusik gut sein.

  22. Nach oben    #22

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    Zitat Zitat von Blackmusicfan Beitrag anzeigen
    [...] Wissenschaft und Juristerei haben ihr eigenes Deutsch, das muss auch niemand anderer verstehen!
    Das stimmt wahrhaftig!
    Gruß
    Kalle

    P.S. Ein kleiner Tipp: Man kann eine derartige Aussage leichter verstehen, wenn man das zuvor Gepostete auch liest

  23. Nach oben    #23

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    Hähähä, einen hab ich noch, man unterscheidet nicht nur in E- und U- Musik, nöööö, es kommt auch noch die F-Musik (funktionale) dazu. Im übrigen kann zu E-Musik auch Jazz Metal oder Rap usw. zählen. Einfach mal bei Wiki E- U- und F-Musik eingeben.

    @kalle
    ich verstehe dein Dilemma mit den allgemeingültigen Kriterien die du gerne hättest um eine Unterscheidung zwischen guter und schlechter Musik treffen zu können. Leider gibt es soetwas nicht. Das zeigt uns schon die Musikgeschichte. Der Belkanto hat z.B. seit Orfeo sein Ideal wie man singen muß (ein vermeintlich allgemeingültiges Kriterium) des öfteren geändert. Soll heißen, allgemeingültige Kriterine sind auch immer an Zeit und gesellschaftliche Strömungen gebunden.

  24. Nach oben    #24

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    @kalle
    ich verstehe dein Dilemma mit den allgemeingültigen Kriterien die du gerne hättest um eine Unterscheidung zwischen guter und schlechter Musik treffen zu können. Leider gibt es soetwas nicht. Das zeigt uns schon die Musikgeschichte. Der Belkanto hat z.B. seit Orfeo sein Ideal wie man singen muß (ein vermeintlich allgemeingültiges Kriterium) des öfteren geändert. Soll heißen, allgemeingültige Kriterine sind auch immer an Zeit und gesellschaftliche Strömungen gebunden.
    Das ist ja einer der bekanntesten Kritikpunkte, die du da nennst.
    D.h. deiner Meinung nach, dass man keine allgemeingültigen Kriterien finden kann, die nicht durch Zeit- und gesellschaftlichen Strömungen ständig (mow) neu formuliert werden.
    Eine Behauptung, die Du leider niemals beweisen können wirst...
    Ich denke auch, dass dies für eine Vielzahl von Kriterien gültig ist. Die eigentliche Frage ist doch, obs auch welche geben kann, wo dies (ggf.) nicht so ist.

    Ich denke - und das dürfte inzwischen jedem hier klar sein - das es solche Kriterien gibt (ich habe ja bereits ein Beispiel genannt).
    Von den vielen Ausnahmen hergehend den Umkehrschluss zu machen, dass dies unmöglich sei, erscheint mir unlogisch.

    Gruß
    Kalle

    P.S.
    Allgemeingültigkeit bezieht sich zudem nicht zwangsläufig auf die zeitliche Komponente. Die Geisteswissenschaften müssten aufgrund fehlender "Naturgesetze" ja von daher ohnehin alles von Grund auf und permanent in Frage stellen (mehr als sie es tun;-)).

    P.P.S.an toni maroni
    Ich habe in den bisherigen Posts tw. Statements von Dir konkret hinterfragt. Wäre schön, wenn ich da noch eine konkrete Antwort erhalten würde.

  25. Nach oben    #25
    Premium-Mitglied Avatar von Epiphonist
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    Zitat Zitat von kalle Beitrag anzeigen
    Nein, nein. Du hättest schreiben sollen, warum Du meinst, dass Musik nicht objektiv gut oder schlecht bewertet werden kann (Zitat: "Es gibt keine gute oder schlechte Musik"), z.B. ob sie gut gemacht wurde (wie auch immer) aber doch (Zitat: "...sondern nur gute oder schlecht gemachte/gespielte Musik").
    Das würde mich interessieren.
    Ja aber genau das schreibe ich ja. Musik kann objektiv nicht als gut oder schlecht bewertet werden, weil die Geschmäcker eben verschieden sind. Wie kann ich (Beispiel) bewerten, ob das gespielte Opus von Brahms oder so, gut oder schlecht ist. Ich kann nur sagen, ob es mir gefällt oder nicht. Und der Fachmann schlägt die Hände über den Kopf zusammen und sagt: Oh Mann, war das aber schlecht...

  26. Nach oben    #26
    Avatar von Blackmusicfan
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    Zitat Zitat von kalle Beitrag anzeigen
    Hallo,
    Mich würde interessieren, ob Ihr der Meinung seid, dass es objektiv gesehen gute und schlechte Musik gibt, d.h. ist gute Musik wirklich nur eine reine Geschmackssache?
    Wie sehen diese Kriterien aus, inwiefern lassen sich damit Geschmäcker relativieren?

    Ich stelle mal zu Beginn die Behauptung auf, dass Musikqualität nur von denjenigen ernsthaft als (ausschließliche) Geschmackssache bezeichnet werden kann, die keine Ahnung von Musiktheorie (Geschichte, Harmonielehre etc.) und/oder musikalische Spielpraxis haben.

    Grüße
    Kalle
    Hallo Kalle,
    ich begleite seit Beginn als Leser, Poster diesen Thread und behaupte jetzt einmal provokant, du willst unsere Meinungen nicht wissen und schon gar nicht zur Kenntnis nehmen.
    Du willst, dass wir das was du schreibst als gegeben akzeptiern, dich vielleicht auch noch ein wenig bewundern, ob deines Wissens und uns belehren lassen.
    Warum läßt du uns nicht glauben (denn wissen tun wir sowieso nichts) was wir wollen und bist damit zufrieden.
    Eine Meinung kann eben nie wissenschaftlich untermauert werden, sonst wäre es ja ein Fakt.
    Fakten nimmt man zur Kenntnis, Meinungen werden diskutiert und sind selten gleich.

  27. Nach oben    #27

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    Zitat Zitat von Kalle/Epiphonist Beitrag anzeigen
    Zitat von kalle:
    Nein, nein. Du hättest schreiben sollen, warum Du meinst, dass Musik nicht objektiv gut oder schlecht bewertet werden kann (Zitat: "Es gibt keine gute oder schlechte Musik"), z.B. ob sie gut gemacht wurde (wie auch immer) aber doch (Zitat: "...sondern nur gute oder schlecht gemachte/gespielte Musik").
    Das würde mich interessieren.

    Zitat von Epiphonist
    Ja aber genau das schreibe ich ja. Musik kann objektiv nicht als gut oder schlecht bewertet werden, weil die Geschmäcker eben verschieden sind. Wie kann ich (Beispiel) bewerten, ob das gespielte Opus von Brahms oder so, gut oder schlecht ist. Ich kann nur sagen, ob es mir gefällt oder nicht. Und der Fachmann schlägt die Hände über den Kopf zusammen und sagt: Oh Mann, war das aber schlecht...
    Nochmal: Warum kann man Musik objektiv nicht als gut oder schlecht bewerten, ob sie gut oder schlecht gemacht/gespielt/aufgenommen etc. aber schon...

    --------------------


    Zitat Zitat von Blackmusicfan Beitrag anzeigen
    Hallo Kalle,
    ich begleite seit Beginn als Leser, Poster diesen Thread und behaupte jetzt einmal provokant, du willst unsere Meinungen nicht wissen und schon gar nicht zur Kenntnis nehmen.
    Dann wär ich doch hier nicht mehr im Forum. Würde ich dann auf jede bisher gemachte Aussage akribisch reagieren?

    Zitat Zitat von Blackmusicfan Beitrag anzeigen
    Hallo Kalle,
    Du willst, dass wir das was du schreibst als gegeben akzeptiern, dich vielleicht auch noch ein wenig bewundern, ob deines Wissens und uns belehren lassen.
    Nein, ich will, das wir darüber diskutieren. Wo schreibe ich denn was, was Ihr so schlucken sollt? Beispiel?

    Zitat Zitat von Blackmusicfan Beitrag anzeigen
    Warum läßt du uns nicht glauben (denn wissen tun wir sowieso nichts) was wir wollen und bist damit zufrieden.
    Trotzköpfchen;-)

    Zitat Zitat von Blackmusicfan Beitrag anzeigen
    Eine Meinung kann eben nie wissenschaftlich untermauert werden, sonst wäre es ja ein Fakt.
    Fakten nimmt man zur Kenntnis, Meinungen werden diskutiert und sind selten gleich.
    Genau. Deshalb sollte man hier ja auch diskutieren...



    Ich finde halt, dass manche Aussagen/Meinungen hier ruhig hinterfragt werden können. Ich les mir halt Eure Posts sehr aufmerksam durch, wenn ich finde, dass da was in meinen Augen unlogisch erscheint, dann frage ich nach - bekomme dazu aber leider selten konkrete statements (zB obiges Beispiel von Epiphonist).

    Provokanter Tipp: Lest nicht zuviel zwischen meinen Zeilen, sondern bleibt am Text! Gebt mir doch mal konkrete Antworten auf meine Nachfragen und nehmt mein Geschriebenes auch mal so auseinander...dann würden wir hier über Meinungen diskutieren.

  28. Nach oben    #28
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    Zitat Zitat von kalle Beitrag anzeigen
    Ich finde halt, dass manche Aussagen/Meinungen hier ruhig hinterfragt werden können. Ich les mir halt Eure Posts sehr aufmerksam durch, wenn ich finde, dass da was in meinen Augen unlogisch erscheint, dann frage ich nach - bekomme dazu aber leider selten konkrete statements (zB obiges Beispiel von Epiphonist).
    Hhm, du möchtest ein konkretes Statement? Ich dachte eigentlich, ich war konkret, aber da gehen die Meinungen wohl auch auseinander...


    Also konkret, ich rede jetzt von mir. Mein Musikgeschmack geht in die akustische Ecke, gerne nur eine Gitarre und Gesang oder nur Gitarre. Diese Musik spricht mich an, ich finde sie schön und auch gut, weil ich sie schön finde.
    Metal, Grunge, Jazz, z.B. mag ich überhaupt nicht, aber deswegen ist diese Musik ja nicht schlecht, ich mag sie nur nicht. Ich kann mir nicht erlauben, diese Musik als schlecht zu empfinden, nur weil ich sie nicht mag, denn das wäre arrogant.

    Wenn dort ein Gitarrist und Sänger auf der Bühne sitzt und die Musik spielt, die ich gerne mag, aber immer wieder eine falsche Saite trifft oder nicht im Rythmus bleibt oder den Ton beim singen nicht richtig trifft, ist das schlechte Musik, obwohl ich ja diese Musik mag, aber sie ist handwerklich schlecht gemacht.

    Fazit: Richtig und korrekt gespielte Musik als solche kann nicht als gut oder schlecht empfunden werden, weil der Geschmack das massgebende Kriterium ist. Und Geschmack ist nun mal kein Fakt, sondern ein Gefühl.

    Noch konkreter kann ich nicht, und ich meine, es ist nun alles gesgt von meiner Seite.

  29. Nach oben    #29

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    Zitat Zitat von Epiphonist Beitrag anzeigen
    Hhm, du möchtest ein konkretes Statement? Ich dachte eigentlich, ich war konkret, aber da gehen die Meinungen wohl auch auseinander...


    Also konkret, ich rede jetzt von mir. Mein Musikgeschmack geht in die akustische Ecke, gerne nur eine Gitarre und Gesang oder nur Gitarre. Diese Musik spricht mich an, ich finde sie schön und auch gut, weil ich sie schön finde.
    Metal, Grunge, Jazz, z.B. mag ich überhaupt nicht, aber deswegen ist diese Musik ja nicht schlecht, ich mag sie nur nicht. Ich kann mir nicht erlauben, diese Musik als schlecht zu empfinden, nur weil ich sie nicht mag, denn das wäre arrogant.

    Wenn dort ein Gitarrist und Sänger auf der Bühne sitzt und die Musik spielt, die ich gerne mag, aber immer wieder eine falsche Saite trifft oder nicht im Rythmus bleibt oder den Ton beim singen nicht richtig trifft, ist das schlechte Musik, obwohl ich ja diese Musik mag, aber sie ist handwerklich schlecht gemacht.

    Fazit: Richtig und korrekt gespielte Musik als solche kann nicht als gut oder schlecht empfunden werden, weil der Geschmack das massgebende Kriterium ist. Und Geschmack ist nun mal kein Fakt, sondern ein Gefühl.

    Noch konkreter kann ich nicht, und ich meine, es ist nun alles gesgt von meiner Seite.

    Das war meine Frage von 12:19 Uhr an Dich, die Du mir immer noch nicht beantwortet hast;-):

    "Nochmal: Warum kann man Musik objektiv nicht als gut oder schlecht bewerten, ob sie gut oder schlecht gemacht/gespielt/aufgenommen etc. aber schon..."

  30. Nach oben    #30

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    @ kalle,
    Sorry aber es ist jetzt schon 3.OO, ich bin erst jetzt dazu gekommen deinen Beitrag 25# zu lesen. Mittlerweile sind ja von den Anderen noch ein ganzer Schwung hinzu gekommen. Die will ich mir auch noch durchlesen.
    Wäre echt nett wenn du mit noch mal das eine Kriterium zur Unterscheidung von gut und böse, (sorry dummer Witz) schlecht schreiben könntest, und
    unter P.P.S. hattest du noch auf Statements von mir hingewiesen die du hinterfragt hast. Sorry, die sind wohl bei mir unter gegangen. Wäre nett du schreibst sie noch mal, oder wenn du dir die Mühe nicht machen willst, schreib einfach die Beitragsnummer, dann kann ich mir das noch mal durchlesen und hoffe darauf antworten zu können.
    Wäre gut zu wissen welche, der angegebenen Artikel, z.B. Muzakmusik bei Wiki oder Musik - Musik2 auf google usw. du dir durchglesen hast.
    Es macht ja keinen Sinn, wenn ich Artikel (teils sogar aus der musikwissenschaft) anführe oder aus ihnen sinngemäß berichte und du diese nicht liest, und dann als meine Meinung abtust.
    Ach ja, da hab ich gleich noch einen Tip, da du ja schreibst dass man das nie beweisen kann, dass die allgemeingültigen Kriterien auch zeitlichem und gesellschaftlichem Wandel unterliegen, dazu hab ich ja den Belkanto aufgeführt um meine Behauptung zu unterlegen, also dass es nicht meine Meinung ist sondern das es sich um einen Fakt handelt. Oder ich hab dich falsch verstanden und du hast gemeint dass es eben in diesem Fall so ist (mit dem wander der allgemeingültigkeit) aber dass es andere Kriterien geben muß die keinem Wandel unterliegen.
    Ach ja, der Tip wegen des Belkanto ist von F. Klausmeier - Die Lust sich musikalisch auszudrücken. Langt wenn du die erste hälfte liest, da geht es um den Gesang, vorwiegend um den Belkanto, die zweite Hälfte beschäftigt sich mit dem Instrumentalspiel. Mir geht es nur um den Belkanto und die Fakten über die Veränderung in der Zeit des Operngesangs. Als viel Spaß bei den ersten ca. 150 Seiten. Ja ich mußte die für meinen Magister auch lesen und dann auch noch auswerten.
    Gruß toni maroni

  31. Nach oben    #31

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    Zitat Zitat von toni maroni Beitrag anzeigen
    @ kalle,
    Sorry aber es ist jetzt schon 3.OO, ich bin erst jetzt dazu gekommen deinen Beitrag 25# zu lesen. Mittlerweile sind ja von den Anderen noch ein ganzer Schwung hinzu gekommen. Die will ich mir auch noch durchlesen.
    Wäre echt nett wenn du mit noch mal das eine Kriterium zur Unterscheidung von gut und böse, (sorry dummer Witz) schlecht schreiben könntest, und
    unter P.P.S. hattest du noch auf Statements von mir hingewiesen die du hinterfragt hast. Sorry, die sind wohl bei mir unter gegangen. Wäre nett du schreibst sie noch mal, oder wenn du dir die Mühe nicht machen willst, schreib einfach die Beitragsnummer, dann kann ich mir das noch mal durchlesen und hoffe darauf antworten zu können.
    -was meinst Du mit "noch mal das eine Kriterium..."? Welches /Was meinst Du?
    -s. Beitrag 13#


    Zitat Zitat von toni maroni Beitrag anzeigen
    @
    Wäre gut zu wissen welche, der angegebenen Artikel, z.B. Muzakmusik bei Wiki oder Musik - Musik2 auf google usw. du dir durchglesen hast.
    -s. Beitrag 13#
    (P.S.Ich hab reingelesen, wusste davon aber schon das meiste bzw. (arrogant;-) ) : alles;-).


    Zitat Zitat von toni maroni Beitrag anzeigen
    @ kalle,
    Es macht ja keinen Sinn, wenn ich Artikel (teils sogar aus der musikwissenschaft) anführe oder aus ihnen sinngemäß berichte und du diese nicht liest, und dann als meine Meinung abtust.
    Stimmt, das würde auch keinen Sinn ergeben. Daher treffen die Vorwürfe ja auch nicht zu: so was solltest Du, wenn Du es behauptest, durch Zitate / Äußerungen von mir untermauern können (die es aber nicht gibt!).

    Zitat Zitat von toni maroni Beitrag anzeigen
    Ach ja, da hab ich gleich noch einen Tip, da du ja schreibst dass man das nie beweisen kann, dass die allgemeingültigen Kriterien auch zeitlichem und gesellschaftlichem Wandel unterliegen, dazu hab ich ja den Belkanto aufgeführt um meine Behauptung zu unterlegen, also dass es nicht meine Meinung ist sondern das es sich um einen Fakt handelt. Oder ich hab dich falsch verstanden und du hast gemeint dass es eben in diesem Fall so ist (mit dem wander der allgemeingültigkeit) aber dass es andere Kriterien geben muß die keinem Wandel unterliegen.
    1. Ich habe nicht geschrieben, dass man " das nie beweisen kann, dass die allgemeingültigen Kriterien auch zeitlichem und gesellschaftlichem Wandel unterliegen" - nicht wortwörtlich und nicht sinngemäß. Siehe Beitrag 25#, da ist meine Aussage präzise formuliert.

    2. Zur Erinnerung: Den Belkanto hattest Du schon vorher angeführt (in Beitrag 24#), ich hab "meine Behauptung" erst in Beitrag 25# geschrieben. Insofern ist Deine obige Zusammenfassung der Fakten schon alleine zeitlich inkorrekt.

    Anmerkung: Wenn es so wäre, wie Du geschrieben hast, müsste ich Dir tatsächlich Recht geben. Die Diskussion verlief aber anders, die Inhalte bzw. Aussagen waren anders. Für Jedermann nachlesbar in Beitrag 24# und 25#;-).

    3. Die Aussage des letzten Satzes verstehe ich leider nicht ganz, könnte aber meiner Meinung nahekommen...

    Zitat Zitat von toni maroni Beitrag anzeigen
    Ach ja, der Tip wegen des Belkanto ist von F. Klausmeier - Die Lust sich musikalisch auszudrücken. Langt wenn du die erste hälfte liest, da geht es um den Gesang, vorwiegend um den Belkanto, die zweite Hälfte beschäftigt sich mit dem Instrumentalspiel. Mir geht es nur um den Belkanto und die Fakten über die Veränderung in der Zeit des Operngesangs. Als viel Spaß bei den ersten ca. 150 Seiten. Ja ich mußte die für meinen Magister auch lesen und dann auch noch auswerten.
    Gruß toni maroni
    Huch, aber ich hoffe, dass ich mich nicht erst dann qualifiziere mit Dir über diese Dinge zu diskutieren, wenn ich nachweislich die besagten Werke (inkl. der Wikipedia-Artikel) studiert habe;-).

    Zumal wir als 'studierte' Leute ja hoffentlich darüber hinweg sind, uns bei Diskussionen ausschließlich Lehrbücher und Lehrmeinungen um die Ohren zu hauen. Gerade in den Geisteswissenschaften, die ja ebenfalls an sich an gewisse gesellschaftliche Strömungen (und Zeit) gebunden sind. Somit erübrigt es sich hier (m.E.) in den Geisteswissenschaften (wohlbemerkt in bestimmten Bereichen!) von Fakten zu sprechen, die man Lehrbüchern entnimmt.

    Aber wenn Du mir durch meine Zitate -in deinen Augen- konkretes "Unwissen" bzgl. des Themas attestieren könntest, würden mir Deine Literaturvorschläge vielleicht nicht so als seichte Provokation ins Auge stechen...


    Aber trotzdem Danke für alle Tipps.

    Ich fände es übrigens interessant, wenn Du (toni maroni) auf meine oben angebrachten bzw. forumulierten (<=hey, coole Wortschöpfung;-) Anmerkungen/Fragen/u.v.a. Unklarheiten bzgl. Deines letzen Posts (genauso wie ich bei Dir) unmittelbar reagierst, d.h. konkret Stellung beziehst.

    Grüße
    Kalle

    P.S. Man ist ja schon ziemlich weit weg vom Thema hier, macht mir aber trotzdem Spaß!;-)

    P.P.S. Wie schon gesagt, das macht meiner Meinung nach hier nur Sinn, wenn mir nicht Dinge vorgeworfen werden, die ich so nicht geschrieben habe. Leider lesen hier einige User m.E. die Postings nur "quer"...

    Also mein Vorschlag als Themenstarter: Entweder wir lassen das alles jetzt hier, oder wir diskutieren hier unsere unterschiedlichen Meinungen. Dazu sollte man die Meinungen anderer aber nicht nur querlesen und auch nicht zu viel zwischen den Zeilen lesen. Nah am Text bleiben und möglichst Zitate in die eigenen Posts einbringen. Fragen an andere vielleicht auch mal etwas konkreter formulieren wäre schön.
    Alternativ kann hier -ohne zu diskutieren- auch jeder nur seine Meinung posten - mit der Gewissheit, dass Die vermutlich ohnehin niemand (auch nur quer) liest.

  32. Nach oben    #32

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    Allerliebster kalle (schleim schleim schleim), leider muß ich wenigstens auf die ca. 150 Seiten von Klausmeier über Gesang und dessen beurteilung bestehen um eine gemeinsame Diskusionsgrundlage zu haben, hähähähähä.
    Unsinn, ist natürlich ein April April.
    Nein, ich sitz grade in der Arbeit, bzw. fange gerade an und hab mal schnell im Musikforum reingeluckt. Muß jetzt aber erst mal ein paar CD's inventarisieren, daher komme ich wohl erst abends (nachts) oder Morgen dazu auf deinen aktuellen Post einzugehen. Und die der Anderen wollte ich mir ja auch noch durchlesen.
    Gruß toni maroni

  33. Nach oben    #33
    Avatar von Blackmusicfan
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    @toni maroni, ich habe 2 Fragen die ganz einfach sind:
    a) wie hat dir die CD von John Coltrane gefallen (und welche ist es genau) und
    b) welches Inventar verwaltest du?


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