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Thema: CD-Veröffentlichung

  1. #1

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    CD-Veröffentlichung

    Hi zusammen.

    Ich möchte mit meiner Band einige CDs im Presswerk produzieren lassen.
    Nun bin ich schon seit einigen Tagen dabei mich ziemlich intensiv damit auseinanderzusetzen was dafür (rechtlich) alles getan werden muss, und was man alles an Infos und Klauseln auf die Cd schreiben muss.

    Ist es tatsächlich Pflicht sich beider GEMA und GVL anzumelden, bzw. inen lc-code zu beantragen?
    Wenn es nicht pflicht sein sollte: reicht das übliche "Musiker-Prozedere" aus einfach eine CD an mich selbst zu schicken, und alle Kompositionsrelevanten schriften aufzuheben um rechtlich abgesichert zu sein, falls jemand mir meine Liedideen klaut?

    Welchen Kram muss ich auf die CD schreiben (copyright, Impressum usw.)?
    Wann ist ein EAN-Code, oder ISRC erforderlich

    Was muss ich beim Verkauf beachten? brauche ich eine UST-Nummer vom Finanzamt und muss dann Umsatzsteuer für jede verkaufte CD bezahlen?


    Ihr müsst mir natürlih nicht auf alle Fragen antworten. Teilklärungsbedarf wär natürlich auch toll

    Danke schonmal! Simon

  2. Nach oben    #2
    R.I.P.
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    Schau mal die anderen Beiträge von mir unter

    https://www.musikerforum.de/showthre...ng-von-Liedern


  3. Nach oben    #3

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    CD-Veröffentlichung

    Ich habe das gleiche Anliegen wie derSimon.

    Wir möchten gerne ein Album pressen lassen und dieses selbst vertreiben. Zusätzlich soll es das ganze auch bei Itunes und co zu kaufen geben.

    Wir sind jetzt aber unsicher was alles auf das Cover gedruckt werden muss. Für diesen Online-Vertrieb brauche ich scheinbar schonmal einen EAN Code. Und ein ISRC Code macht ja scheinbar auch Sinn.

    Brauchen wir unbedingt einen Labelcode? Was muss noch draufstehen?

    So wie ich das bisher verstanden habe, brauche ich die CD nicht bei der Gema anmelden wenn ich nicht erwarte das die Lieder täglich im Radio gespielt werden, oder? Aber einen Gema Freistellungsauftrag brauche ich trotzdem, richtig?

    Leider finden sich im Internet nur sehr wenig Infos von Leuten die sowas schonmal gemacht haben, ohne ein Label im Hintergrund zu haben, dass ihnen diese Aufgaben abnimmt.

    Vielen Dank schonmal!

    Grüße
    Henrik

  4. Nach oben    #4
    R.I.P.
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    Einen EAN Code braucht man nur wenn die CD bei Phononet gelistet ist, damit der Mediamarkt Saturn, ect die CD ordern kann.

    Ein ISRC muss nicht sein, hat aber wesentliche Vorteile, es regelt für alle Zeiten die Urheberschaft - bzw die Urhebervermutung. Der ISRC läuft unhörbar mit der Musik mit, und kann immer ausgelesen werden. Den Erstinhaberschlüssel also Länderkennung und XYZ = Verlag erhält jeder der gewerblich Musik Produziert gegen eine Verwaltungsgebühr (ca 1000 € bis man alle Nachweise hat) bei der Ifpi.

    Aufschlüsselung des ISRC

    DE (Landerkennung) XYZ (Verlag/Musiproduktion)
    Aufnahmejahr (z.B. 08)
    00001 laufende Nr. der Produktion/Aufnahme/Katalog

    Der eingemischte ISRC kommt einer Urkunde gleich, einmal eingemischt ist er nur durch Mitschnitt zu umgehen und kommt einer Urkundenfälschung gleich. Einige Verlage vergeben diesen Code gegen eine geringe Verwaltungsgebühr und gelten als Originalverleger ohne Rechte an dem Werk zu haben.

    Du musst die CD in jedem Fall bei der Gema anmelden (Gemavermutung und Gemafreistellung) wenn es keine GEMA - Musik ist kostet die nur die Schreibkosten und Portokosten die dir selbst entstehen. Ohne Labelcode kann die CD (noch) nicht im Radio laufen.

    Im internet wirst du wirklich wenig finden, da wohl kaum ein Presswerk erklären wird, wie du Produktionskosten sparen kannst.

  5. Nach oben    #5
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    CD-Veröffentlichung

    Ich reihe mich mal hier ein, da ich momentan vor einem ähnlichen Problem stehe:

    Möchte meine CD produzieren, mit eigenen Songs, vorerst wohl erstmal nur privat verkaufen, bzw. angedacht ist auch eine Möglichkeit im Netz.

    Warum wird das Radio aber z.B ohne Labelcode meine Scheibe theoretisch nicht spielen? Hab auch mal einen kleinen Finanzierungsplan gemacht und dabei ist die Frage aufgetreten: Lohnt sich die Gema für eine solche Eigenproduktion eigentlich?

    Wenn ich mich selbst um die Sicherung der Urheberrechte kümmere ( danke an wilsonrecords für die ausführlichen Ratschläge diesbzgl. ), und ich erstmal davon ausgehe, dass meine Songs nicht gleich übermorgen im Radio laufen, in Diskotheken gespielt werden oder sie irgendwer covert, dann zahle ich bei der GEMA doch nur drauf, oder?

    Ich danke schon mal für die Antworten, den ihr habt Recht, im Netz findet man wenig.

  6. Nach oben    #6
    R.I.P.
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    Zitat Zitat von Linn Beitrag anzeigen
    Ich reihe mich mal hier ein, da ich momentan vor einem ähnlichen Problem stehe:


    Warum wird das Radio aber z.B ohne Labelcode meine Scheibe theoretisch nicht spielen? Hab auch mal einen kleinen Finanzierungsplan gemacht und dabei ist die Frage aufgetreten: Lohnt sich die Gema für eine solche Eigenproduktion eigentlich?

    ... den ihr habt Recht, im Netz findet man wenig.
    Der Labelcode ist eine Nr. die dem verantwortlichen beim Sender sagt, dass er beim Senden das Recht hat diese CD bzw. das Stück zu senden.

    Der Code sagt aus, dass mit dem Senden an die GVL eine Gebühr fällig ist, die über die GVL an die Künstler weiter geleitet wird.

    Jeder Musiker, Backgroundsänger, Chor der auf der CD mit nur einem Ton zu hören ist hat ein sog. Leistungsschutzrecht.

    Im Normalfall müsste ein Sender von jedem der in dem Stück zu hören ist die Sendeerlaubnis einholen.

    Der labelcode sagt nur dass die CD bei einem Verlag ist der die generelle Sendeerlaubnis erteilt hat.

    In Zukunft wird der Labelcode wegfallen, da man aus der ID also dem Subindex den ISRC auslesen kann.

    Ein Sender erfasst dann sekundengenau die Spielzeit eines Werkes und rechnet dass dann sogar sekundengenau mit der GVL Titelbezogen ab.

    Der Sender zahlt 1,23 € /gespielte Minute an die GVL

    Im Moment wird die Sendegebühr errechnet

    Minutensatz/60 X gespielte Secunden = Lizenzgebühr die an das Label gezahlt wird

    Künftig wird bei der elektronischen Erfassung die Lizenzgebühr wie folgt errechnet

    Minutensatz/60 X gespielte Secunden = Lizenzgebühr für den Titel.

    viele Label wehren sich dagegen da sie dann dem Künstler auch eine secundengenaue Abrechnung vorlegen müssen.

    Dann ist auch die Teilungsvorgabe der GVL 50 : 50 nicht mehr haltbar.

    Im Moment kann ein Verlag 50 % einstecken und wie die anderen 50 % an die Künstler des Verlages aufgeteilt werden ist Sache des Label.

    Presswerke stellen oft den Labelcode kostenlos oder gegen einen Festbetrag zur Verfügung. Laut deren AGB hat der Künstler aber keinen Anspruch auf Auszahlung der GVL Tantiemen.

    Mit dem ISRC ändert sich das.

    ISRC DE GN3 08 00028

    DE = Deutschland GN3 = Label Wilsonrecords 08 ist das Aufnahmejahr 00028 = der Katalogtitel

    Da ich die Server der ARD und andere Rundfunksender online bemustere bin ich mit der Kennung GN3 in den Datenbanken als Label registriert damit auch als Label mit genereller Sendeerlaubnis (über die GVL)

    spielt der Sender "Alle meine Entchen" von Lieschen Müller, bekomme ich in der Abrechnung genau mitgeteilt, wann und zu welcher urzeit der Song wie lange lief und kann dann Titelgenau mit Lieschen Müller abrechnen.


    Zu deine Frage der GEMA Mitgliedschaft - Mit dem ersten Song hat das keinen Sinn, du musst der GEMA ein veröffentlichtes Werk belegen.
    als reine Interpretin kannst Du eh kein Mitglied werden da dort nur Komponisten und Textdichter aufgenommen werden bzw. Verlage die die Rechte der Komponisten und Texter verwalten.

    Gruss Jack

  7. Nach oben    #7
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    an wilsorecords: Die Rechte an den Liedern gehören mir, hab die Stücke mit einem Freund zusammen geschrieben, d.h. Komponist wäre er, Texter ich.

    Noch mal zum Verständnis: Wenn ich mich also um eine ISRC Nummer bemühe bei der IFPI, entfällt für mich der Labelcode? Aber ohne Labelcode ( den mir aber evtl. ein Presswerk ausstellen würde ) hab ich keinen Anspruch auf GVL- Tantiemen? Mann, ist das kompliziert. Gibt es denn einen anderen Weg an einen Labelcode zu kommen?

    Was bleibt mir denn dann aber übrig?

    ich habe eine CD fertig, mit eigenen Songs, aber verkaufen kann ich sie nicht, nur weil ich kein Label habe? Wie machen das denn andere?

    Gruß

  8. Nach oben    #8
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    doch du kannst sie verkaufen, auch ohne Labelcode und ohne ISRC
    Im Stretfall ist der I(nternatinale)S(andart)R(ecording)C(ode) eine Nachweis, wer die Aufnahme gemacht hat und da liegen dann auch die Nachweise der Rechte.
    Der Code wird bei einem Master vor der Pressung (Kopieren) eingemischt.
    (ich mische den in jede Aufnahmespur ein wenn die CD bei mir abgemischt wird)

    Den kannst du dir nicht bei der Ifpi besorgen - den bekommt man nur als Label Verlag ect.
    nennt sich auch Erstinhaberschlüssel - daran erkennt jeder der die Aufnahme bearbeitet - oder eine Band (Master) übernimmt wo das entstanden ist, und muss dort die Vertilung der Rechte anfragen, Ebenso dient er beim Songklau dazu, nachzuweisen wer der Urheber ist.

    GVL Tantiemen stehen dir dann zu wenn das Stück im Radio läuft. (ohne Label Code) läßt das keiner mehr im Radio laufen.
    bei öffentlichen Aufführungen Concerten usw. muss der Veranstalter eine Musikfolge an die GEMA abgeben. In den Gebühren sind auch GVL Anteile enthalten (darum sollte in der Musikfolge ISRC und oder Labelcode angegeben.
    werden)
    GVL Mitglied kann werden, ein Verlag ein Presswerk, ein künstlerischer Produzent.

    Wie das mit einzelnen Künstlern ist weiß ich nicht muss mir mal die Satzung durchlesen.

    Auszahlungen bekommst du aber erst wenn du einen anspruch auf 110 € hast.

    Das Problem bei dir wird sein, dass das Presswerk die Gemafreistellung haben will.
    Hier musst Du nur Komponist und Texter Songtitel angeben.
    Wenn die Gema geprüft hat ob das bei denen ist, dann musst Du entsprechend dem Gema Anteil Gema bezahlen ist da "0" Gema drin bezahlst du auch "0"
    Ser ISRC hat nur den Vorteil dass du nachweisen Kannst dass es Dein song ist und du die Rechte hast.

    Den Labelcode brauchst du nur wenn das auch im radio laufen soll

    Den EBAN kannst vergessen der ist nur dann erforderlich wenn du das über Phononet vertreiben willst also das in jedem Grossen Laden im regal haben willst das lohnt aber erst bei 20.000 Stück.
    dubrauchst alleine 7500 CDs um die wichtigsten Musikgeschäfte /auch Mediamarkt ect. zu bestücken.
    wenn du Pesch hast legst du dir die Rückläufer in den Keller bezahlst die und hast für alle, ob sie es wollen oder nicht für die nächsten 100 Jahre ein geburtstags oder Weihnachtsgeschenk.

  9. Nach oben    #9
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    Label ist besser

    Ich glaube, es ist 1000x einfacher, sich ein kleines junges aufstrebendes Label zu suchen, das den ganzen Verwaltungskram mit GEMA, GVL, ISRC, LC-Code, EAN, PhonoNet, iTunes Store usw. usw. im Griff hat, als das Rad selbst neu erfinden zu wollen und dabei neben hohen Kosten (zB EAN = 363 € im ersten Jahr, was willst Du mit 1000 EAN-Codes) auch alle Anfängerfehler selbst zu machen. Außerdem: Will man sich um den Vertrieb kümmern (= CDs eintüten) oder Musik machen?

    Klar, dass ein Label bei einem unbekannten Künstler i. a. auf der Selbstkostenschiene fahren würde, d.h. die Band muss mindestens so viele CDs abnehmen, dass Pressung und GEMA wieder drin sind. Die Vorteile überwiegen trotzdem, und im Vergleich zum "Alles-Selber-Machen" habt ihr einen Teil der Arbeit und des Risikos ans Label abgegeben. Genau dafür ist ein Label da.

    Ich denke, wir sprechen ja nicht von "Tokyo Hotel II", sondern von "Sollen wir die 1000 CDs selbst pressen?"

    Joe

  10. Nach oben    #10
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    Das ist meine Rede seit 1717 als der grosse wind wehte

    zitat

    Label ist besser
    Ich glaube, es ist 1000x einfacher, sich ein kleines junges aufstrebendes Label zu suchen, das den ganzen Verwaltungskram mit GEMA, GVL, ISRC, LC-Code, EAN, PhonoNet, iTunes Store usw. usw. im Griff hat, als das Rad selbst neu erfinden zu wollen und dabei neben hohen Kosten (zB EAN = 363 € im ersten Jahr, was willst Du mit 1000 EAN-Codes) auch alle Anfängerfehler selbst zu machen. Außerdem: Will man sich um den Vertrieb kümmern (= CDs eintüten) oder Musik machen?

    Im grossen und Ganzen gebe ich Dir recht.

    Mann kann auch Kleinauflagen machen, eine EAN ist nicht nötig, die braucht man erst wenn man über einen Vertrieb geht und in allen Plttenläden stehen will.
    Da ist dann aber schon eine Auflage von einigen 1000 erforderlich.

    ich habe oft genug geschrieben. Eigenvertrieb bei Gigs - bringt mehr - wird man dann grösser kann man sich das mit einem Vertrieb noch mal überlegen.

    Wir haben in den 60zigern unsere Songs auf Musikcassetten verkauft, bevor wir unsere erste Vinyl aufgenommen haben. - Die Cassetten beim auftritt brachten mehr.

  11. Nach oben    #11
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    Der Eigenvertrieb auf Gigs ist ja nicht vom Tisch, nur weil Du ein Label hast. Unser Label übernimmt Pressung und GEMA und verkauft uns die CDs zum Spottpreis (2,50€?) zurück. Wenn wir die beim Gig für 15€ loswerden, haben wir das beste beider Welten vereint.

    Joe

  12. Nach oben    #12
    R.I.P.
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    Zitat Zitat von pianojoe Beitrag anzeigen
    Der Eigenvertrieb auf Gigs ist ja nicht vom Tisch, nur weil Du ein Label hast. Unser Label übernimmt Pressung und GEMA und verkauft uns die CDs zum Spottpreis (2,50€?) zurück. Wenn wir die beim Gig für 15€ loswerden, haben wir das beste beider Welten vereint.
    Ist schon richtig, Das bringt auch noch den Vorteil man kann bei "Joes Kneipe" auf der Ecke einen Gig machen ohne Gage "joe" kauft CDs und verkauft sie als Eintrittskarte.

    Wir haben jetzt wieder einen solchen Deal gemacht 250 CD für 6 € an den Wirt verkauft der hat als Eintritt 10 € genommen dafür gabs die CD und ein Freigetränk.

  13. Nach oben    #13

    Es gibt viele Wege zum Ziel...

    Hallo alle zusammen,

    ich weiß der Beitrag ist schon ein bisschen älter, aber denke für viele immer noch eine sehr aktuelle Thematik, deswegen wollte ich auch noch meine Erfahrung beitragen, vielleicht kann der ein oder andere von euch damit was anfangen:
    Seitdem ich denken kann war Musik ein großer Teil in meinem Leben und seit ca. 2 Jahren mache ich mit einer gewissen Ernsthaftigkeit selber Musik (Hip-Hop & Pop), produziere Musikvideos, hatte schon diverse Interviews im Radio und eine Präsenz auf relevanten Medien des Genres. Zu Beginn habe ich den damals noch relativ frischen und unbekannten Vertriebsservice von Universal, Spinnup, genutzt. Es schien mir wie ein faires und attraktives Angebot. Ähnlich wie der Konkurrenzvertrieb Recordjet bieten sie einen 100 % Deal an und berechnen dafür eine jährliche Gebühr. Die sogenannten "Scouts" bei Spinnup wirkten zuerst auf mich wie eine coole Möglichkeit, stellten sich aber eher als aufgeblähtes "Extrafeature" raus. Der Service bei Spinnup hat mir zudem leider überhaupt nicht gefallen, Fragen an den Support blieben teilweise tagelang unbeachtet oder wurden im Endeffekt auch nicht wirklich beantwortet oder erst nach mehrmaligem Nachhaken. Es gab einen großen Verzug bei der Belieferung meines Releases an Spotify und Google Play, sodass ich am Release Day selber mein Release nur auf iTunes und Amazon fand. Auch die Trends meiner Verkäufe und Auswertung meiner Einnahmen ließ eine halbe Ewigkeit auf sich warten. Teilweise über 3 Monate! (vor zwei Jahren war das so und heute ist es immer noch so, also mit einem sehr großen Verzug) Diese Ungewissheit zu den Verkaufszahlen und der schlechte Support haben mich dazu bewegt, mein nächstes Release via Recordjet zu veröffentlichen.
    Die Benutzeroberfläche war zu dem Zeitpunkt des Releases noch eine andere als heute, sie hat sich deutlich verbessert. Die Seite und die Aufmachung sind ganz gut und übersichtlich. Leider gab es auch hier leider erneut Fehler bei der Auslieferung meines Releases und es war nicht alles rechtzeitig in den Stores und dann eben auch teilweise mit Fehlern (Mehrere Artists als ein Artist in einem Feld zusammengeschrieben usw.). Der Support hat auf meine Anfrage relativ schnell geantwortet, aber bis die Fehler tatsächlich korrigiert waren und das Release in allen Shops auch online war, vergingen knapp zwei Wochen. Das fand ich unzufriedenstellend. Auch hat mir die gewisse Nähe und Erreichbarkeit vom Kundensupport gefehlt.
    So habe ich mir bei dem darauffolgenden Release erneut eine neue Adresse (bzw. einen neuen Vertrieb) gesucht. Und diesmal stieß ich auf iGrooveNext, ein Schweizer Unternehmen aus Lachen Nähe Zürich. Kurz die Website angeschaut, machte alles einen soliden Eindruck. Faire Konditionen, nützliche Services und Tools im Angebot und das Konzept mit dem hauseigenen Shop (iGroove.eu), über den man seine Musik auch ganz einfach für Fans ohne Kreditkarte oder PayPal zum Kauf via SMS anbieten kann... Hat mir alles gut gefallen. Kurz durch die Referenzen und Artikel über iGrooveNext gelesen und dann kurzerhand die Telefonnummer (Schweizer Nummer) angerufen, die auf der Website stand. Verbunden war ich dann einem der Mitgründer von iGrooveNext. Ich habe ihm unzählige, teilweise auch sehr detaillierte Fragen gestellt und er hat mir mit sehr viel Geduld und Kompetenz auf so gut wie alles Antworten geben können. Das Telefonat ging ungelogen über eine Stunde, aber danach war für mich klar, dass ich mein nächstes Release gerne zusammen mit ihnen veröffentlichen möchte.
    Vom Speed Upload (innerhalb von 24h online auf iTunes, Google Play und Spotify), über Instant Gratification (dass einzelne Songs aus dem Release die vorab schon als Single erscheinen dann auch auf iTunes erhältlich sind) bis hin zu einer fehlerfreien Einspielung der Releasedaten in alle Shops hat alles meinen Vorstellungen entsprochen. Die detaillierten Verkaufstrends, die mir auch stets ganz aktuelle Verkaufs- und Streamingstatiken liefern konnten, haben mir sehr gut gefallen. Riesenpluspunkt! iGrooveNext bietet auch eine Vielzahl an nützlichen Tools und Services, um seine Musik zu promoten. Gefällt mir gut! Die Auszahlung meiner ersten Gutschrift funktionierte auch problemlos und schnell.
    Seit kurzem gibt es für Neukunden auch erstmal einen Bewerbungsprozess. Dies zeigt schon, dass sich das Team tatsächlich für qualitative Musik und für Künstler mit Potenzial interessiert, um ihnen ihre Strukturen und einen guten Service bieten zu können.
    Alles in allem kann ich iGrooveNext jedem nur wärmstens empfehlen!

  14. Nach oben    #14
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    Danke
    17
    Zitat Zitat von StayIndie Beitrag anzeigen
    Es gab einen großen Verzug bei der Belieferung meines Releases an Spotify und Google Play, sodass ich am Release Day selber mein Release nur auf iTunes und Amazon fand. Auch die Trends meiner Verkäufe und Auswertung meiner Einnahmen ließ eine halbe Ewigkeit auf sich warten. Teilweise über 3 Monate! (vor zwei Jahren war das so und heute ist es immer noch so, also mit einem sehr großen Verzug) Diese Ungewissheit zu den Verkaufszahlen und der schlechte Support haben mich dazu bewegt, mein nächstes Release via Recordjet zu veröffentlichen.
    Ein richtiges Release sind für mich nur Veröffentlichungen auf Vinyl oder CD in den entsprechenden Stückzahlen und nicht 20 selbstgebrannte Scheibchen oder irgendwas, das man zum Download anbietet. Wie hoch sind denn so deine "Verkaufszahlen"?

    fix it in the mix

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