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Thema: A-Gitarre: wie einen "holzigen" Klang bei der Aufnahme erreichen?

  1. #1
    Avatar von T-Spice
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    A-Gitarre: wie einen "holzigen" Klang bei der Aufnahme erreichen?

    Hallo, ich habe mir jetzt nach meiner Strat eine Akustik-Gitarre zugelegt. Aufnahmetechnisch habe ich erst ein Großmembran-Kondenser ausprobiert (AKG 214), finde aber jetzt mein Kleinmembran-Miko (Rode N5) knackiger, nicht so weich.
    Bzgl Mikoposition habe ich alles ausprobiert und den typischen "sweetspot" (Hals-Korpusübergang) auch für mich als die beste Position herausgefunden.
    Irgendwie erreiche ich aber nicht, dass die Gitarre schön präsent, holzig und trocken klingt - kann mir jemand Tipps geben? Muss mit dem Raum gearbeitet werden, mit dem EQ?
    Merci im Voraus

  2. Nach oben    #2
    Hallo T-Spice,

    manche DAWs bieten einen Spektrumanalysator. Wenn Du damit umgehen kannst, wäre es eine Möglichkeit, zuerst mehrere unterschiedliche Samples von Gitarren, die "richtig" klingen, damit zu untersuchen. Dann kennst Du die wichtigen charakteristischen Merkmale im Frequentspektrum. Im zweiten Schritt vergleichst Du dann Deine Gitarre/Mikro/Raum-Kombi damit. Das sollte Anhaltspunkte für sinnvolle Veränderungen und Erprobungen geben.

    Eine andere Möglichkeit wäre es, Deinen Zielklang per MIDI und gutem Soundfont zu synthetisieren, denn dort hast Du so ziemlich jede Klangmerkmal unter Kontrolle. DAW an (oder MuseScore), MIDI-Spur leicht benoten, Synth an, und rumgeschraubt an Attack, Delay, Hall und hastenichtgehört ... (Auch das Ergebnis wäre einen Spektralblick wert.)

    Verstehe ich Deine Beschreibung richtig? "Präsent" meint hohe Tonanteile, "holzig" bestimmte Charakteristika, "trocken" meint starke Dämpfung im Ausklang? Einige Anteile mag ein EQ herausstellen, andere müssen halt "von Haus aus da sein". Eine ak.Git. aus Metal wird wohl kaum wie Holz klingen können

    Grüße, Michael


  3. Nach oben    #3
    Avatar von T-Spice
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    Hallo Michael,
    wow - das sind ja mal ein paar Vorschläge
    Ich befürchte nur, dass das zu viel Können von mir voraussetzt.. Habe noch nie mit Spektrumanalyzer oder Synthetisierung gearbeitet...
    Das "holzige" ist für mich ein Ideal dass ich im Kopf habe, kann es auch nur schwer beschreiben, ggf Richtung von Stapleton: https://www.youtube.com/watch?v=4bU3awqJ-GY - also nicht zu klirrig / schneidend, nicht zu bassig, aber sehr trocken, halt "holzig".. (schwer zu beschreiben..). Ich denke dass dies bestimmte Mittenfrequenzen sind die herauszuheben sind? Ich konnte sie noch nicht identifizieren..
    VG T-Spice

  4. Nach oben    #4
    Hallo T-Spice,

    ok, dann habe ich eine Vorstellung. Ich denke, wenn die Gitarre bleibt (also kein Tausch oder Wechsel), dann hast Du den größten Einfluss auf den Klang durch die Wahl der Saiten.

    Eine der ersten Aktionen unseres Musiklehrers war es, die Saiten der neuen (nicht ganz billigen) Gitarre zu wechseln ...

    Als Informationsquelle empfehle ich gerne thomann.de . Die haben unter https://www.thomann.de/de/onlineexpe...itenkunde.html auch einen Onlineratgeber zu Saiten. Im Fazit heißt es: "Es gibt viele Gründe, die Saiten frisch zu halten. z.B.: bessere Klangqualität und Ansprache, größere Dynamik und erweiterte Klangmöglichkeiten. (...) Und das (Material und Wickelung) beeinflusst natürlich auch den Sound der Gitarre. Aber auch die Steifigkeit der Saiten und damit ihr Handling (Spielgefühl) thomann ist dadurch unterschiedlich."

    Unter https://www.thomann.de/de/saiten.html findest Du Saiten in allen Geschmacksrichtungen. Ich gehe diese Artikel gerne so durch: Gruppe wählen, auf beste Bewertungen eingrenzen, Eigenschaften kurz ansehen UND die Kundenreviews lesen. Da lernt man 'ne Menge dabei, etwa zu Klang, akustische Haltbarkeit, Spielbarkeit, Einfluss der Saitenstärke usw.

    Und danach wirst Du Deine Saiten mit anderen Augen sehen und anderen Ohren hören

    Grüße und viel Erfolg, Michael


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