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Thema: Musikmanager antworten - Ab wann lohnt sich eigentlich die GEMA?

  1. #1

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    Musikmanager antworten - Ab wann lohnt sich eigentlich die GEMA?

    --------> Keine Lust zu lesen? Klick Dich in den Podcast: https://www.youtube.com/watch?v=ntrCQa9NBG4


    AB WANN LOHNT SICH DIE MITGLIEDSCHAFT BEI DER GEMA?

    Als Urheber (Komponist & Textdichter) zahlst Du für eine GEMA-Mitgliedschaft aktuell eine einmalige Aufnahmegebühr von 90,00 EUR (zzgl. 19 % MwSt.) sowie einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von 50,00 EUR. Unabhängig davon, in welchem Monat Du die Mitgliedschaft bei der GEMA beantragst, liegen die Gesamtausgaben im ersten Jahr bei 157,10 EUR.

    Wenn Du als Singer-Songwriter nun einen Auftritt (mit Deinen eigenen Werken) im INKA-Segment 2 spielst, schüttet Dir die GEMA am 1. April des Folgejahres für 20 Lieder (Stand 2017) insgesamt 100,91 EUR an Tantiemen in den Tarifen U und M aus. Das INKA-Segment 2 ist beispielsweise eine angemeldete Veranstaltung ohne Eintrittsgeld, ohne zusätzliche Einnahmen durch Werbung und bis zu 100 qm Raumgröße bzw. 150 Personen.

    ZUSAMMENGEFASST
    Die GEMA-Mitgliedschaft kann sich folglich bereits dann für Dich lohnen, wenn Du im ersten Jahr zwei Auftritte mit je 20 Songs spielst. Für jedes weitere Jahr reicht sogar nur ein Auftritt.

    Bitte beachte, ...
    dass Du Dir Gedanken dazu machen solltest, welche Rechte Du von der GEMA wahrnehmen lässt. Denn die Mitgliedschaft bei der GEMA als Urheber bedeutet auch, dass Du die Nutzung Deiner eigenen Werke melden und unter Umständen dafür auch Lizenzgebühren zahlen musst. Ein Tipp von uns: nutze hierzu die NK-Lizenzen.

    Solltest Du weitere Infos zu diesem Thema benötigen, sind wir von www.zoundr.com gerne für Dich da.

    Herzliche Grüße,

    Manu von ZOUNDR (wwww.zoundr.com)

  2. Nach oben    #2
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    Zitat Zitat von ZOUNDR Beitrag anzeigen
    --------> Keine Lust zu lesen? Klick Dich in den Podcast: [url]
    Die GEMA-Mitgliedschaft kann sich folglich bereits dann für Dich lohnen, wenn Du im ersten Jahr zwei Auftritte mit je 20 Songs spielst. Für jedes weitere Jahr reicht sogar nur ein Auftritt.
    Das stimmt nur bedingt.
    Fakt ist jedoch leider auch, das man dir als Gema Mitglied schon mal von vorneweg in 2/3 aller Locations die Türe vor der Nase zumacht. Die Veranstalter haben einfach keinen Bock darauf, den Kram auszufüllen und abzuschicken.

    fix it in the mix

  3. Nach oben    #3

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    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Das stimmt nur bedingt.
    Fakt ist jedoch leider auch, das man dir als Gema Mitglied schon mal von vorneweg in 2/3 aller Locations die Türe vor der Nase zumacht. Die Veranstalter haben einfach keinen Bock darauf, den Kram auszufüllen und abzuschicken.
    Und was hindert dich daran selber aktiv zu werden?

  4. Nach oben    #4
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    Zitat Zitat von ZOUNDR Beitrag anzeigen
    Und was hindert dich daran selber aktiv zu werden?
    wie meinst du das?
    Ich bin Musiker und habe keine Zeit, auch nch Veranstaltungen zu organisieren.
    Momentan habe ich nur noch eine Teilmitgliedschaft bei der GEMA, d. h. meine VÖs sind weiterhin bei der GEMA, meine Konzerte jedoch nicht.
    fix it in the mix

  5. Nach oben    #5

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    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    wie meinst du das?
    Ich bin Musiker und habe keine Zeit, auch nch Veranstaltungen zu organisieren.
    Momentan habe ich nur noch eine Teilmitgliedschaft bei der GEMA, d. h. meine VÖs sind weiterhin bei der GEMA, meine Konzerte jedoch nicht.
    Eine Teilmitgliedschaft gibt es nicht, da die Mitgliedschaft nicht Werke- sondern Personenbezogen ist. Du meinst wohl du hast der GEMA die Aufführungs- und Senderechte entzogen. Bzgl. Veranstalter und Musiker in einem zu sein...ist Deine Entscheidung. Doch statt sich zu beschweren, kannst du definitiv aktiv werden und auch gutes Geld damit verdienen

  6. Nach oben    #6
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    Zitat Zitat von ZOUNDR Beitrag anzeigen
    Eine Teilmitgliedschaft gibt es nicht, da die Mitgliedschaft nicht Werke- sondern Personenbezogen ist. Du meinst wohl du hast der GEMA die Aufführungs- und Senderechte entzogen. Bzgl. Veranstalter und Musiker in einem zu sein...ist Deine Entscheidung. Doch statt sich zu beschweren, kannst du definitiv aktiv werden und auch gutes Geld damit verdienen
    Ich beschwere mich ja nicht, aber Fakt ist nunmal, das GEMA Mitglieder nicht gerne genommen werden.
    Die Veranstalter haben da auf den Papierkram einfach keinen Bock drauf.

    Die GEMA selbst bezeichnete es als "Teilmitgliedschaft".
    Mir fehlt einfach die Zeit, um selber Konzerte zu organisieren, außerdem liegt mir das nicht. Räume suchen, anmieten, Orga machen, Flyer drucken und vielleicht sogar noch Getränke kaufen, das kann und will ich nicht auch noch alles so nebenbei machen.
    Ich überlege ja schon länger, meine Bookings an eine Agentur abzugeben, weil mir das schon zu viel Arbeit ist.
    Ich möchte doch einfach nur meine Musik machen -mehr nicht.
    fix it in the mix

  7. Nach oben    #7
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    > Die Veranstalter haben einfach keinen Bock darauf, den Kram auszufüllen und abzuschicken. <

    das können - und sollten! - seit einigen Jahren die Musiker online selbst machen. Ist ziemlich komfortabel, weil sie ihr Repertoire und/oder Setlist hinterlegen können. Bei weiteren Veranstaltungen können die Daten einfach übernommen und editiert werden (Titel entfernt oder hinzugefügt).

    Zwei meiner Partner (Komponisten) machen das so - schon im eigenen Interesse. Ich für mich selbst auch.

    Und damit, wer die Veranstaltungen organisiert, hat das gar nichts zu tun. Ich würde ja vorschlagen, dass das der Veranstalter tun sollte ;-) Nomen est omen.

    Deshalb die Vertretung durch die GEMA für Live-Konzerte auszuschließen ist die absonderlichste Idee, die mir bislang untergekommen ist. Denn Live bringt heute - normalerweise - die meisten Tantiemen. Und der Veranstalter muss soundso eine Setlist einreichen; gerade(!), wenn er sich von der Konzertlizenz befreien lassen will (sie dient dann als Nachweis, dass kein einziges Stück aus dem internationalen Repertoire aufgeführt wurde). Sonst zahlt er - wie bei GEMA-Mitgliedern bzw. Covermusik auch - die übliche Lizenz plus 10% "Strafe" für die fehlende Setlist (Musikfolge).

    Aber Musiker haben - wie die meisten Kreativen - ihre eigene Vorstellung von der Welt (und panische Angst vor allem was nach Bürokratie aussieht). Das kenne ich so auch von meinen Partnern.

    Bernd (Textdichter und ganz selten auch Musiker)

  8. Nach oben    #8

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    Zitat Zitat von texter-bernd Beitrag anzeigen
    > Die Veranstalter haben einfach keinen Bock darauf, den Kram auszufüllen und abzuschicken. <

    das können - und sollten! - seit einigen Jahren die Musiker online selbst machen. Ist ziemlich komfortabel, weil sie ihr Repertoire und/oder Setlist hinterlegen können. Bei weiteren Veranstaltungen können die Daten einfach übernommen und editiert werden (Titel entfernt oder hinzugefügt).

    Zwei meiner Partner (Komponisten) machen das so - schon im eigenen Interesse. Ich für mich selbst auch.

    Und damit, wer die Veranstaltungen organisiert, hat das gar nichts zu tun. Ich würde ja vorschlagen, dass das der Veranstalter tun sollte ;-) Nomen est omen.

    Deshalb die Vertretung durch die GEMA für Live-Konzerte auszuschließen ist die absonderlichste Idee, die mir bislang untergekommen ist. Denn Live bringt heute - normalerweise - die meisten Tantiemen. Und der Veranstalter muss soundso eine Setlist einreichen; gerade(!), wenn er sich von der Konzertlizenz befreien lassen will (sie dient dann als Nachweis, dass kein einziges Stück aus dem internationalen Repertoire aufgeführt wurde). Sonst zahlt er - wie bei GEMA-Mitgliedern bzw. Covermusik auch - die übliche Lizenz plus 10% "Strafe" für die fehlende Setlist (Musikfolge).

    Aber Musiker haben - wie die meisten Kreativen - ihre eigene Vorstellung von der Welt (und panische Angst vor allem was nach Bürokratie aussieht). Das kenne ich so auch von meinen Partnern.

    Bernd (Textdichter und ganz selten auch Musiker)
    Wenn du Musiker bist und einen kommerziellen Gedanken verfolgst, bist du automatisch Gewerbetreibender und somit Unternehmer. Unabhängig davon ob freischaffender Künstler oder Selbstständiger du bist Unternehmer! Demzufolge MUSST du dich genau mit diesen Bereichen befassen und da gibt es auch keine Ausrede!

    Aktiv sein und nicht auf andere warten! GEMA-Setlist abspeichern und schicken dauert vielleicht 2 Minuten - DONE. Und vor allem wird anhand des neuen INKA-Systems auch die Sparte M bei den Live-Ausschüttungen berücksichtigt! Wer sich davor verschließt, schließt auch eine große Tür an Möglichkeiten gutes Geld zu verdienen.

  9. Nach oben    #9

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    Wurstel


    In meiner Gegend ist es so, daß die Besitzer der Auftrittslocations (Discos, kleine Lokale mit Bühne) schon lange selber keine Konzerte mehr veranstalten. Es wird dort so gemacht, daß die Band des jeweiligen Abends Veranstalter ist. Die zahlt für die Benützung der vorhandenen Musikanlage oder muß (wenn es in der Location keine gibt) eine auf eigene Kosten mitbringen. Sie muß natürlich auch die Werbung (hauptsächlich Flyer) selber machen und vor allem die Steuern und Abgaben bezahlen. Dafür bekommt sie dann (je nach Location) 30 - 100 % vom Eintritt, muß aber ihre eigene Konsumation dem Wirten bezahlen. (Selbstverständlich ist der Verzehr von mitgebrachtem Speis und Trank auch für die Bandmitglieder nicht erlaubt.) "Diese Konditionen sind für alle gleich, und wenn der Alice Cooper kommt." (Zitat eines hiesigen Locationbesitzers)

    Also bleibt einer Band hier nichts anderes übrig, als selber Veranstalter zu spielen.
    Und natürlich muß die Band die AKM (das ist die österreichische Entsprechung zur GEMA) selber bezahlen.


    Wurstel

  10. Nach oben    #10

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    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Ich beschwere mich ja nicht, aber Fakt ist nunmal, das GEMA Mitglieder nicht gerne genommen werden.
    Die Veranstalter haben da auf den Papierkram einfach keinen Bock drauf.
    Da geht es den Veranstaltern nicht um den Papierkram, sondern darum, daß sie die Abgabe (in Österreich die AKM) nicht zahlen wollen. Deshalb nehmen viele Veranstalter keine Bands, die ihre Lieder bei der AKM angemeldet haben. Manche Veranstalter verlangen in so einem Fall, daß die Band selber die Abgabe bezahlt (rechtlich geht das, indem sie die Band zum Veranstalter machen).

    Es gibt genug Veranstalter, bei denen es keine schriftlichen Verträge gibt und die Gage bar auf die Kralle gezahlt wird, ohne Rechnung. Da spart sich der Wirt dann auch die Umsatzsteuer.

    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Die GEMA selbst bezeichnete es als "Teilmitgliedschaft".
    Ich weiß gar nicht, ob es bei der AKM sowas gibt.

    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Mir fehlt einfach die Zeit, um selber Konzerte zu organisieren, außerdem liegt mir das nicht. Räume suchen, anmieten, Orga machen, Flyer drucken und vielleicht sogar noch Getränke kaufen, das kann und will ich nicht auch noch alles so nebenbei machen.
    Das mußt Du aber, wenn Du bei uns am Land auftreten willst. Getränke kaufen nicht, denn der Getränkeumsatz bleibt beim Wirten.

    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Ich überlege ja schon länger, meine Bookings an eine Agentur abzugeben, weil mir das schon zu viel Arbeit ist.
    Mit Agenturen verhandeln die hiesigen Locationbesitzer aus Prinzip nicht. Wenn sich da eine Agentur an diese "Veranstalter" wendet, dann lehnen die gleich ab. Sie verhandeln nur mit den Bands direkt.

    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Ich möchte doch einfach nur meine Musik machen -mehr nicht.
    Wer will das nicht?
    Aber gewisse Hürden gibt's halt immer...


    Wurstel


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