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Thema: 1959 Gibson Flying V Custom Shop, ca. 2 Jahre alt

  1. #1

    1959 Gibson Flying V Custom Shop, ca. 2 Jahre alt

    So, da bin ich wieder.
    Ich suche jemanden, der (die) mir eine Expertise über o.g. Gitarre machen kann. Das Instrument habe ich vor 2 Jahren neu gekauft. Grund: es sind Risse im Lack aufgetreten, die m. E. überhaupt nicht hätten entstehen dürfen - schon gar nicht nach 2 Jahren (ich habe Gitarren von Fender und Gibson, die weit älter und in der Hinsicht makellos sind). Dabei zu beachten ist, dass die Risse an ganz bestimmten Stellen aufgetreten sind. Das Instrument ist Wohnzimmer gepflegt, hat das Haus auch bis jetzt nicht verlassen.
    Wer also hat das Wissen und die Erfahrung mir zu helfen?
    Gruss
    Fitzroy

  2. Nach oben    #2
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    da würde ich erst einmal Gibson damit konfrontieren. https://twitter.com/gibsongermany?lang=de

    Lagerprobleme ? In der Wohnung gelagert bei üblichen Temperaturen sowie Luftfeuchtigkeit sollte das nicht auftreten.

    Übliche Händler haben ja eine 2 Jahres-Sachmängelhaftung. Bei einigen Händlern auch 3 Jahre Garantie

    Kulanzantrag stellen. Sonst wird ein Gutachten wohl ziemlich teuer


  3. Nach oben    #3
    Hallo slaytalix,
    danke für die Meldung. Der Verkäufer (Händler) hat meine Beschwerde mit Bildern an Gibson weiter geleitet. Dort heißt es lapidar u. a. , ..."es wird für Lack und Verfärbungen keine Haftung übernommen...." Sei`s drum. Ich erwarte für ein neues Produkt makelloses Aussehen. Mal sehen, wie es weiter geht. Auf jeden Fall zeigt es sich, dass diese Sprüche von wegen ..."wir wollen 100%ige Zufriedenheit unserer Kunden..." bla bla sind. Für DEN Preis ist das wohl angesagt. Und nicht einen Tritt in den...Hintern. Egal - bei dem Händler bestelle ich nix mehr.

    Gruss Fitzroy

  4. Nach oben    #4
    Premium-Mitglied Avatar von Sir Raven
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    Hallo Fitzroy,

    wenn Du den Vorgang belegen kannst, wovon ich ausgehe, wäre es interessant zu wissen, bei welchem Händler Dir das passiert ist, um Anderen die unangenehme Erfahrung zu ersparen. Den Hersteller kennen wir ja.

    Ich bin übrigens der Meinung, dass der Preisunterschied zwischen Epiphone und vergleichbaren Gibson-Instrumenten in keinster Weise gerechtfertigt ist. Die Verarbeitungsqualität ist nach meiner Erfahrung identisch gut. Beim Klang muss man unter Umständen leichte Abstriche machen, was jedoch mit einem Einsatz von 200 bis 300 € für neue Pickups und Saiten erledigt sein sollte. Gibt es dennoch einmal Probleme, wird der Hersteller und vor allem der Händler bei einem Instrument für unter 1000 € deutlich geringere Hemmungen haben, dieses zurückzunehmen als bei einem Instrument für mehrere Tausend €. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass die von Dir beschriebenen Schäden an einem solchen Instrument, gestandene Männer zum Weinen bringen können. Meines Mitgefühls kannst Du Dir jedenfalls sicher sein.

    Gruß
    Ted

  5. Nach oben    #5
    Hi Sir Raven,
    also mir geht es um eines: die entstandenen Lackrisse sind einfach hässlich und in meinen Augen bei einem Instrument, dass 2 Jahre alt ist, nicht zu akzeptieren. Wenn du z.B. bei deinem neuen Wagen nach einiger Zeit ein Klappergeräusch hörst und es einfach nicht findest, dann gehst du auch zum Händler und sagst, dass er (bzw. die Werkstatt) das Klappern beseitigen muss, oder?
    So - was macht der Händler? Er gibt den Fall an den Gibson Support weiter (mit den Bildern). Was sagen die?

    Händler: Wir haben den Herstellerservice mit einbezogen und folgende Rückmeldung von Gibson Europe erhalten:

    > > Vielen Dank für die Anfrage über die Custom Shop Flying V mit der Seriennummer 942326 von der wir Fotos gesehen haben. Risse können im Lack einer Gibson entstehen durch Schwankungen in der Temperatur oder der Luftfeuchtigkeit. Das Holz dehnt sich tendenziell schneller aus als der Lack und die Risse sind auf vielen Gibson Gitarren, doch nicht auf allen, zu sehen. Es handelt sich um kein strukturelles Problem und es besteht kein Grund zur Sorge. Risse oder Verfärbungen im Lack sind von der Gibson Garantie ausgeschlossen.
    > > Wir verwenden immer noch Nitro Zellulose Lack, der von vielen Herstellern wegen des vermehrten Arbeitsaufwand und der langen Trocknungszeit nicht mehr verwendet wird. Der Hauptgrund dafür sind die hervorragenden klanglichen Eigenschaften und die ästhetische Wirkung. Viele Vintage Gitarren Sammler erkennen an Rissen im Lack dass es sich um eine echte Gibson Gitarre handelt, die im Grunde immer noch auf die gleiche Art gebaut werden wie bei den berühmten ersten Solid Body Gitarren, die Les Paul in den 1950er Jahren mit Ted McCarthy bei Gibson entwickelte. Es handelt sich also eigentlich um eine Eigenschaft des Lackes, aber es besteht kein Grund zur Sorge. --------
    ---------
    Noch Fragen? Ich bin aus dem Lachen nicht mehr `rausgekommen. Das Instrument ist immer noch ein Wohnzimmer Objekt (Temp.schwankungen...?) Ich arbeite über 30 Jahren mit Nitro Zellulose und DD Lacken - sowas ist mir noch nicht passiert.
    Die Arroganz mit der Gibson antwortet ist zum kotzen. Der Händler schiebt den "Schwarzen Peter" weiter.
    Egal, ich pflege die Gitarre weiterhin. Sie klingt geil und liegt gut in der Hand. Die Risse sind da - sie werden mich nicht umbringen.

    So gesehen ist Deutschland, wenn es darauf ankommt, immer noch eine Service Wüste.
    Gruß an Thomann - mein gutes Geld gebe ich woanders aus.

    Cu
    Fitzroy

  6. Nach oben    #6
    Premium-Mitglied Avatar von Sir Raven
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    Zitat Zitat von Fitzroy Beitrag anzeigen
    Wir verwenden immer noch Nitro Zellulose Lack
    Also, entweder ich habe es übersehen oder Du erwähnst im Zitat von Gibson zum ersten Mal, dass die Gitarre Nitrozelluloselack hat. Darauf hätte ich allerdings, bei 1959 im Namen, selbst kommen müssen.

    An dieser Stelle muss ich Gibson vollkommen Recht geben. Bei Nitrolack sind Risse und Verfärbungen nicht nur normal, sondern gewollt. Nitrolack ist sehr empfindlich und trocknet nach, er härtet quasi nie vollständig aus und nutzt sich, im Gegensatz zu dem preiswerteren Acryllack, mit den Jahren ab, da er weicher/elastischer ist. Gibson (und andere Gitarrenhersteller) benutzen bei ihren möglichst authentischen Remakes der Fünfziger-Jahre-Instrumente Nitrolack, weil es zur Zeit der Originale nichts anderes/besseres gab. Die meisten Musiker, die sich eine 1959er kaufen, wollen diese, bei Deiner Gitarre entstehenden, Alterungsspuren, damit die Gitarre nach einigen Jahren natürlichen Alterungsprozesses noch authentischer aussieht. Weder Gibson noch Thomann kann man daraus einen Strick drehen. Aber wenn Du selbst mit Nitrolacken arbeitest, müsstest Du das doch alles eigentlich wissen(?).

    Ich selbst würde wegen des Preises und aus den oben genannten Gründen nie eine Gitarre mit Nitrolack kaufen.

    Gruß
    Ted

  7. Nach oben    #7
    Hi Sir Raven,

    also, ich arbeite seit Ende der 70er im Möbelbau. Massivholz ist bestimmt kein leichtes Thema, aber wie ich schon schrieb, mir ist bei der Verarbeitung diverser Lacke - auch Nitro Zellulose - so etwas nicht vorgekommen.

    Ich lege auch keinen Wert auf "altes Aussehen" - wenn ich ein nagelneues Instrument kaufe, dann will ich es auch so haben; nicht mehr und nicht weniger. Ich habe ein paar alte Teile ( 40 Jahre, usw. ) - die hatte ich gebraucht gekauft mit allen Macken und gut is.

    Egal - das Thema ist für mich erledigt. Nichts für Ungut.

    Bye
    Fitzroy


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