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Thema: Wie hilft uns ein Verlag als junge Band? Will er nur an die Tantiemen ran?

  1. #1

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    Wie hilft uns ein Verlag als junge Band? Will er nur an die Tantiemen ran?

    Hallo zusammen,

    als neue/junge Band mit ca. 10 Gigs pro Jahr (Tendenz steigend) und erstem Album im Gepäck sucht man natürlich die Eier legende Wollmilchsau, man will Gigs, Promo und alles zusammen.
    Interessieren tun sich vor allem Verlage für Dich als Band, da sie (vermutlich) an die GEMA Tantiemen wollen (1/3 des Kuchens gesetzlich vorgeschrieben!?).
    Inwieweit empfehlt Ihr einer Band wie uns einen Verlag? Was wird er neben der Tantiemen-Verwaltung für uns machen? Kontakte zu Bookern herstellen, wie uns "versprochen" wird? ("es sieht professioneller aus, wenn der Verlag anklopft?")
    Wird ein Verlag wirklich den GEMA Tantiemen hinterher rennen mit dem Vorwand "es bleibt zu viel Geld liegen und Ihr als Band könnt das nicht kontrollieren etc"? Mag stimmen?
    Der Verlag sagt zudem, ein Label braucht man an sich nicht mehr, da man selbst alles online vertreiben kann. Gebe ich vermutlich auch Recht.

    Viele Aussagen, was seht Ihr als richtig und was als falsch? Wo ist ein Verlag dennoch sinnvoll?

    In erster Linie brauchen wir ja Gigs Die Musikfolgen reiche ich (als GEMA Mitglied) natürlich immer selbst fleißig ein...wozu also ein Verlag?

    Danke für Infos!

    maz

    p.s.: konkret auch jemand Erfahrungen mit Sentric Music in dem Zusammenhang?

  2. Nach oben    #2

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    Zunächst ist die Gema keie "Spasbremse". Wenn ihr Songs anderer Interpreten spielt wird die rechtliche Situation nicht einfach. in der Tat ist es dann so das ihr an der Gema icht vorbei kommt. Anders sieht es bei "eigener Musikstücke"" aus. Die Gema ist dann nicht zu berücksichtigen. Es währe dann nur Interesant eure Musik zu schützen. Dort gibt es abgesehen eines Notars diverse Möglich keiten. Direkte Information ist bei der Gema über Internet einzusehen. Im überigen sieht es mir so aus, das ihr einen hauptverantwortlichen Manager braucht. Dieser müste unter anderem die rechtlichen Hintergründe in Erfahrung bringen. So lange Ihr eure eigene Musik macht mit eigenen Texten ist alles OK.


  3. Nach oben    #3
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    Wenn Ihr eine Band seid und (auch) eigene Stücke spielt braucht Ihr KEINEN Verlag. Verlage vermitteln zwischen Urhebern und Musikern. Ihr seid beides, was sollte da vermittelt werden? Manchmal zwingen Labels ihre Partner in angeschlossene Musikverlage, um auch bei den Tantiemen etwas abzuknapsen. Aber seit man nicht einmal mehr Labencodes braucht (heute werden ISRCs benutzt), sollte man sich sehr genau anschauen, was ein Label genau nützt. Und beim Thema "Verlag" empfehle ich taube Ohren ("Jaja" sagen und nicht unterschreiben bzw. den Passus streichen).

    GEMA könnt und solltet Ihr selbst machen. Die Urheber (vorher überlegen: sind das wirklich ALLE? Schreibt der Drummer Texte und der Bassist Melodien...) müssten Mitglied werden (kostet Aufnahmegebühr und Jahresgebühren pro Nase), Songs anmelden (geht online), und Tantiemen kassieren. 10 Konzerte mit NUR eigenem Material sind etwa 1.000 € (minus die n-Mal 50€ Jahresgebühren).

    Um die Einreichung der Setlists (GEMA-Jargon: Musikfolgebögen) solltet Ihr Euch selbst kümmern. Veranstalter drücken sich gern darum. Schon aus Fairnessgründen gilt das auch für Covers (nur wenn man ausschließlich Charthits spielt, ist es ziemlich egal). Das scheinst Du ja schon zu tun.

    Viel Erfolg!
    Bernd

  4. Nach oben    #4
    Avatar von MainMan
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    Zitat Zitat von texter-bernd Beitrag anzeigen
    Verlage vermitteln zwischen Urhebern und Musikern.
    Verlage vermitteln zwischen Urhebern und Lizenznehmern (die auch Musiker sein können, aber nicht müssen). Das ist ein großer Unterschied. Wenn man einen Verlag hat, der nur darauf wartet, dass das Geld von der GEMA kommt und dann verteilt, kann man es sich sparen. Ein gut arbeitender Verlag ist aber darauf bedacht die Lizensierung auszuweiten um möglichst viel Geld aus der Musik zu holen - für beide Seiten.

  5. Nach oben    #5

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    Zitat Zitat von texter-bernd Beitrag anzeigen
    Wenn Ihr eine Band seid und (auch) eigene Stücke spielt braucht Ihr KEINEN Verlag. Verlage vermitteln zwischen Urhebern und Musikern. Ihr seid beides, was sollte da vermittelt werden? Manchmal zwingen Labels ihre Partner in angeschlossene Musikverlage, um auch bei den Tantiemen etwas abzuknapsen. Aber seit man nicht einmal mehr Labencodes braucht (heute werden ISRCs benutzt), sollte man sich sehr genau anschauen, was ein Label genau nützt. Und beim Thema "Verlag" empfehle ich taube Ohren ("Jaja" sagen und nicht unterschreiben bzw. den Passus streichen).

    GEMA könnt und solltet Ihr selbst machen. Die Urheber (vorher überlegen: sind das wirklich ALLE? Schreibt der Drummer Texte und der Bassist Melodien...) müssten Mitglied werden (kostet Aufnahmegebühr und Jahresgebühren pro Nase), Songs anmelden (geht online), und Tantiemen kassieren. 10 Konzerte mit NUR eigenem Material sind etwa 1.000 € (minus die n-Mal 50€ Jahresgebühren).

    Um die Einreichung der Setlists (GEMA-Jargon: Musikfolgebögen) solltet Ihr Euch selbst kümmern. Veranstalter drücken sich gern darum. Schon aus Fairnessgründen gilt das auch für Covers (nur wenn man ausschließlich Charthits spielt, ist es ziemlich egal). Das scheinst Du ja schon zu tun.

    Viel Erfolg!
    Bernd
    danke, bernd!

  6. Nach oben    #6
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    Zitat Zitat von MainMan Beitrag anzeigen
    Ein gut arbeitender Verlag ist aber darauf bedacht die Lizensierung auszuweiten um möglichst viel Geld aus der Musik zu holen - für beide Seiten.
    Ja, aber leider werden diese Verlage/Labels immer weniger.

    Es gibt einen altgedienten Satz, der da lautet: "Geht es meinem Arbeitgeber gut, geht es auch mir gut." Die Realität zeigt leider, dass es dem Arbeitgeber (hier Label/Verlag) meist auf Kosten den Arbeitnehmers (hier Musiker) gut geht. Wirklich schade.

    Für eine weitere Meinung: https://www.youtube.com/watch?v=qGY8auyDEhI

    Gruß
    Ted


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