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Thema: 15m Cinch Kabel verursacht Brummen im Club! Anderen Weg?

  1. #1

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    15m Cinch Kabel verursacht Brummen im Club! Anderen Weg?

    Live-Musiker im Club, von unserem Mischpult per Cinch 15m zum Haus-Pioneer-DJ-Pult.
    Oft das Problem mit konstantem Brummen. Ist das Netz-Brummen?
    Anderes Kabel, gleicher Effekt.

    Cinch ist nicht gut, das weiß ich Aber der andere Weg wäre, per mono XLR in den Mikro-Eingang des Pults zu gehen.
    Symmetrischer? Aber die Bässe werden vermutlich fehlen? Oder die bessere Alternative?
    Funk im Club sicher keine gute Idee?
    oder extrem gute cinch kabel 15m, gibts die?

    danke!

    maz

  2. Nach oben    #2
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
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    Das funktioniert so mit Chinchkabeln nicht, damit kann man solche Kabellängen von 15 Metern nicht störungsfrei überbrücken.
    Meist schlägt Netzbrumm durch, aber auch Kühlschränke, Elektromotoren, Halogentrafos, Neonröhren, Handys -die Liste der Störquellen ist unendlich lang. Chinchkabel sind nur für kurze Wege geeignet, z. B. vom Plattenspieler in den Mixer direkt daneben usw.

    Entweder symetrisch mit XLR-Kabeln für die langen Wege nutzen und / oder eine DI-Box verwenden.

    fix it in the mix

  3. Nach oben    #3
    Premium-Mitglied Avatar von capmaster
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    Mein Tipp ist die Palmer PLI 04.

    Je nach dessen Ausgangsimpedanz können für einen Cinch-Ausgang auch 15 m XLR-Kabel nach den Übertragern recht lang sein. In vielen Fällen sollte aber eine Palmer PLI 04 selbst mit solchen Kabellängen funktionieren, weil ihre Übertrager die Spannungen untersetzen. Damit werden die Längen der Ausgangs-Leitungen virtuell verkürzt und so die Belastungen der Cinch-Quellen vermindert. Die Palmer PLI 04 ist schon eine Weile auf dem Markt, in Funktion wie Qualität ohne Mitbewerber und kostet bei den günstigsten Händlern aktuell 145€ :
    http://www.palmer-germany.com/pro/de...ptop-PLI04.htm

    Die unsymmetrischen Cinch-Kabel sollten in jedem Fall kurz gewählt und der größte Teil der Kabelstrecke mit den XLR-Kabeln symmetrisch überbrückt werden.
    Geändert von capmaster (09.07.2017 um 06:39 Uhr)

  4. Nach oben    #4
    Premium-Mitglied Avatar von Sir Raven
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    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Entweder symetrisch mit XLR-Kabeln für die langen Wege nutzen und / oder eine DI-Box verwenden.
    Symmetrisch mit XLR ODER DI-Box? Die Hauptaufgabe einer DI-Box ist es, die eingehenden Signale zu symmetrieren und symmetrische XLR-Ausgänge zur Verfügung zu stellen.

    Cinch auf der Bühne halte ich für ein No-Go. Aber wenn sie nunmal notwendig sind, sollte eine DI-Box, die Cinch-Eingänge zur Verfügung stellt, direkt hinter dem MIschpult auf dem Boden platziert werden, für die Cinch-Kabel reicht dann eine Länge von maximal 1,5 m. Für die restlichen 13,5 m sollten dann symmetrische XLR-Kabel verwendet werden (in aller Regel sind gebräuchliche XLR-Kabel nur symmetrisch zu bekommen). Da DI-Boxen mit Cinch-Eingängen schwieriger zu bekommen sind als welche mit Klinken- oder XLR-Eingängen, empfehle ich statt des Cinch-Kabels zwei Kabel Cinch auf Klinke oder eines mit zweimal Cinch auf zweimal Klinke. Vernünftige DI-Boxen gibt es übrigens auch für unter fünfzig Euro, es muss IMO nicht gleich die teure von Capmaster empfohlene Palmer mit Cinch-Eingängen sein. Nichts für ungut Capmaster, aber ich denke ein Adapterkabel ist hier, alleine schon aufgrund der Stecksicherheit, sinnvoller.

    Zitat Zitat von mazemania Beitrag anzeigen
    Symmetrischer? Aber die Bässe werden vermutlich fehlen?
    Symmetrische Übertragung verschlechtert nicht die Basswiedergabe. Wie kommst Du darauf?

    Gruß
    Ted

  5. Nach oben    #5

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    Zitat Zitat von Sir Raven Beitrag anzeigen
    Symmetrisch mit XLR ODER DI-Box? Die Hauptaufgabe einer DI-Box ist es, die eingehenden Signale zu symmetrieren und symmetrische XLR-Ausgänge zur Verfügung zu stellen.

    Cinch auf der Bühne halte ich für ein No-Go. Aber wenn sie nunmal notwendig sind, sollte eine DI-Box, die Cinch-Eingänge zur Verfügung stellt, direkt hinter dem MIschpult auf dem Boden platziert werden, für die Cinch-Kabel reicht dann eine Länge von maximal 1,5 m. Für die restlichen 13,5 m sollten dann symmetrische XLR-Kabel verwendet werden (in aller Regel sind gebräuchliche XLR-Kabel nur symmetrisch zu bekommen). Da DI-Boxen mit Cinch-Eingängen schwieriger zu bekommen sind als welche mit Klinken- oder XLR-Eingängen, empfehle ich statt des Cinch-Kabels zwei Kabel Cinch auf Klinke oder eines mit zweimal Cinch auf zweimal Klinke. Vernünftige DI-Boxen gibt es übrigens auch für unter fünfzig Euro, es muss IMO nicht gleich die teure von Capmaster empfohlene Palmer mit Cinch-Eingängen sein. Nichts für ungut Capmaster, aber ich denke ein Adapterkabel ist hier, alleine schon aufgrund der Stecksicherheit, sinnvoller.
    Ted
    aber dann kann ich doch direkt XLR aus unserem Pult gehen und in den Mikro Eingang per XLR im DJ Pult?
    ist halt mono dann, aber immerhin stabile verbindung? die hausanlage soll ja nur ein zusatz zu unserer anlage sein.

  6. Nach oben    #6
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    Zitat Zitat von Sir Raven Beitrag anzeigen
    Symmetrisch mit XLR ODER DI-Box? Die Hauptaufgabe einer DI-Box ist es, die eingehenden Signale zu symmetrieren und symmetrische XLR-Ausgänge zur Verfügung zu stellen. ... Da DI-Boxen mit Cinch-Eingängen schwieriger zu bekommen sind als welche mit Klinken- oder XLR-Eingängen, empfehle ich statt des Cinch-Kabels zwei Kabel Cinch auf Klinke oder eines mit zweimal Cinch auf zweimal Klinke. Vernünftige DI-Boxen gibt es übrigens auch für unter fünfzig Euro, es muss IMO nicht gleich die teure von Capmaster empfohlene Palmer mit Cinch-Eingängen sein. Nichts für ungut Capmaster, aber ich denke ein Adapterkabel ist hier, alleine schon aufgrund der Stecksicherheit, sinnvoller.


    Symmetrische Übertragung verschlechtert nicht die Basswiedergabe. Wie kommst Du darauf?

    Gruß
    Ted
    Genau hier wird's kritisch. Viele Cinch-Ausgänge sind normgemäß für nachfolgende Eingänge von 47 kOhm ausgelegt. Eine vernünftige und für diesen Zweck geeignete DI-Box muss daher eine Trafo-Untersetzung aufweisen, um die Last anzupassen. Die von mir erwähnte untersetzt die Spannung 3,16:1 und übersetzt daher die Impedanz 10:1. Das ist nicht nur zur Vermeidung nichtlinearer Verzerrungen notwendig, sondern eventuell auch wegen linearer Verzerrungen, die sich immer in fehlenden Bässen äußern. Die Kondesatoren an Cinch-Ausgängen reichen für den vollen Bassfrequenzgang bei Impedanz-Unteranpassung nicht aus, selbst wenn der Ausgangstreiber nicht in Klasse A arbeitet und den Strom theoretisch liefern kann.

    Meine Empfehlung ist die einer Lösung, die ohne Wenn und Aber ohne Zusatzgeräte einwandfrei funktioniert. Die Soft-Ground-Option ist auch nicht zu verachten, wenn man Taktfrequenzen von Quellgeräten unterdrücken muss.

    Traurige Bemerkung am Rande: Ich habe neben anderen eine aktive Radial-DI-Box, bei der so ein Soft Ground fehlt, weshalb hier Taktfrequenzreste einstrahlen, die sie selbst (!) in der Spannungsversorgung erzeugt. Da muss dann immer eine meiner BSS ran.

    Zitat Zitat von mazemania Beitrag anzeigen
    aber dann kann ich doch direkt XLR aus unserem Pult gehen und in den Mikro Eingang per XLR im DJ Pult?
    ist halt mono dann, aber immerhin stabile verbindung? die hausanlage soll ja nur ein zusatz zu unserer anlage sein.
    Dein Pult hat einen XLR-Ausgang in Mono und in Stereo nur Cinch?

  7. Nach oben    #7

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    Zitat Zitat von capmaster Beitrag anzeigen
    Genau hier wird's kritisch. Viele Cinch-Ausgänge sind normgemäß für nachfolgende Eingänge von 47 kOhm ausgelegt. Eine vernünftige und für diesen Zweck geeignete DI-Box muss daher eine Trafo-Untersetzung aufweisen, um die Last anzupassen. Die von mir erwähnte untersetzt die Spannung 3,16:1 und übersetzt daher die Impedanz 10:1. Das ist nicht nur zur Vermeidung nichtlinearer Verzerrungen notwendig, sondern eventuell auch wegen linearer Verzerrungen, die sich immer in fehlenden Bässen äußern. Die Kondesatoren an Cinch-Ausgängen reichen für den vollen Bassfrequenzgang bei Impedanz-Unteranpassung nicht aus, selbst wenn der Ausgangstreiber nicht in Klasse A arbeitet und den Strom theoretisch liefern kann.

    Meine Empfehlung ist die einer Lösung, die ohne Wenn und Aber ohne Zusatzgeräte einwandfrei funktioniert. Die Soft-Ground-Option ist auch nicht zu verachten, wenn man Taktfrequenzen von Quellgeräten unterdrücken muss.

    Traurige Bemerkung am Rande: Ich habe neben anderen eine aktive Radial-DI-Box, bei der so ein Soft Ground fehlt, weshalb hier Taktfrequenzreste einstrahlen, die sie selbst (!) in der Spannungsversorgung erzeugt. Da muss dann immer eine meiner BSS ran.


    Dein Pult hat einen XLR-Ausgang in Mono und in Stereo nur Cinch?
    -> nein, beide XLR ausgänge sind zwar schon von unserer anlage genutzt, würde dann aber aus unserer QSC box den XLR thru nehmen und weiter richtung hausanlage.
    -> aber halt in den Mikro eingang des pioneers dj pult

  8. Nach oben    #8
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    Zitat Zitat von capmaster Beitrag anzeigen
    Viele Cinch-Ausgänge sind normgemäß für nachfolgende Eingänge von 47 kOhm ausgelegt.
    An die Impedanz hatte ich nicht gedacht. Man müsste überprüfen, ob das bei dem Pult auch so ist. In dem Fall muss man dann doch tiefer in die Tasche greifen.

    mazemania: Hat das Pult denn keine Klinken-Ausgänge?

    Gruß
    Ted

  9. Nach oben    #9

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    Zitat Zitat von Sir Raven Beitrag anzeigen
    An die Impedanz hatte ich nicht gedacht. Man müsste überprüfen, ob das bei dem Pult auch so ist. In dem Fall muss man dann doch tiefer in die Tasche greifen.

    mazemania: Hat das Pult denn keine Klinken-Ausgänge?

    Gruß
    Ted
    doch, klar.
    aber wie dann verkabeln?
    und wieso mag keiner die idee, einfach XLR ins haus-pult zu gehen, auch wenn es dort der mic eingang ist?
    dann brauche ich keine DI boxen etc?

  10. Nach oben    #10
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    Zitat Zitat von mazemania Beitrag anzeigen
    und wieso mag keiner die idee, einfach XLR ins haus-pult zu gehen, auch wenn es dort der mic eingang ist?
    dann brauche ich keine DI boxen etc?
    Mikroeingang ist für die Linesignale nicht gut geeignet, kann schnell clippen und zerren.
    Ich würde ein kleines Mischpult nutzen, mit Cinch-Klinke Kabel dort hineingehen und vom symetrischen XLR Ausgang in das Hauptpult rüberstrippen. Mach ich live auch öfter so und es funktioniert tadellos. Hab ein kleines Yamaha MG06 dafür.
    fix it in the mix

  11. Nach oben    #11

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    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Mikroeingang ist für die Linesignale nicht gut geeignet, kann schnell clippen und zerren.
    Ich würde ein kleines Mischpult nutzen, mit Cinch-Klinke Kabel dort hineingehen und vom symetrischen XLR Ausgang in das Hauptpult rüberstrippen. Mach ich live auch öfter so und es funktioniert tadellos. Hab ein kleines Yamaha MG06 dafür.
    wie gesagt, hauptpult hat nur cinch oder eben xlr mic eingang.

    danke schon mal

  12. Nach oben    #12
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    Zitat Zitat von mazemania Beitrag anzeigen
    wie gesagt, hauptpult hat nur cinch oder eben xlr mic eingang.

    danke schon mal
    dann sollte das Pult vielleicht weg, denn es taugt nicht so gut für diese Anwendung.

    fix it in the mix

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