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Thema: Neuer gebrauchter Computer für Musikproduktion

  1. #1

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    Neuer gebrauchter Computer für Musikproduktion

    Hi,
    ich möchte mit Cubase, Fruityloops, EWQL Symphonic Choirs und Orchestra, sowie Easy Drum und selbsteingespielter Gitarre, Bass und Gesang Musik produzieren.
    Als Soundkarte habe ich noch eine alte PCI M-Audio Delta-Karte.
    Bildschirm wird auch nicht benötigt.
    Betriebssystem wird Win7 oder Win10 sein.

    Mein Budget liegt bei ca 400 €.
    Würde ein gebrauchter PC mit i5 CPU mit 3 Ghz und 16GB RAM für meine Bedürfnisse ausreichen?
    Ist eine SSD performancesteigernd oder wird dadurch nur das Programm schneller geladen?

    Schon mal vielen Dank für die Hilfe.

  2. Nach oben    #2
    Avatar von nick nightingale
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    von den Daten her solltest du mit der Ausstattung keine Probleme haben, wenn das system gut eingerichtet ist. Über windows kann ich aber wenig sagen, da ich Macs benutze, aber da gibt es bestimmt über Google Infos, wie man das System gut auf Audio anpasst. Eine ssd fürs System und die Programme ist immer von Vorteil. Ich habe eine kleine aber recht schnelle ssd für Mac OS und Logic & co, die Aufnahmen werden auf eine externe FireWire Platte gespeichert (USB ist da auch möglich)... so kann man den Speed der ssd am besten ausnutzen.


  3. Nach oben    #3

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    Hi,
    danke erstmal.
    Hat denn jemand schon Erfahrungen mit Steinbergprodukten und Win10 machen können?

  4. Nach oben    #4
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    Zitat Zitat von andre666 Beitrag anzeigen
    Hi,
    danke erstmal.
    Hat denn jemand schon Erfahrungen mit Steinbergprodukten und Win10 machen können?
    Ich würde Win 7 für einen Musikrechner definitiv vorziehen, damit läuft alles stabil.
    fix it in the mix

  5. Nach oben    #5

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    Hast du denn WIn 10 schon einmal im dirwekten Vergleich ausprobiert?. Hat jemand schon Erfahrungen mit einer Virtuellenmaschine gemacht?
    Würde die Performance bzw die Latenz ausreichend sein, wenn ich auf ein Linux das Win7 in einer VM installieren würde?

  6. Nach oben    #6
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    Zitat Zitat von andre666 Beitrag anzeigen
    Hast du denn WIn 10 schon einmal im dirwekten Vergleich ausprobiert?. Hat jemand schon Erfahrungen mit einer Virtuellenmaschine gemacht?
    Würde die Performance bzw die Latenz ausreichend sein, wenn ich auf ein Linux das Win7 in einer VM installieren würde?
    wer will denn schon unter Linux arbeiten ...
    fix it in the mix

  7. Nach oben    #7

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    Soetwas kann auch nur jemand sagen der sich noch nicht mit Linux beschäftigt hat.
    Einmal Linux immer Linux
    Kein Stress mit Viren und Trojanern. Keine nervige Windoofwerbung etc. Mein Linux ist auch noch nicht nach einem Update abgekackt wie es bei einigen meiner Freunde der Fall war. Und hübscher ists auch. Ganz zu schweigen von den stundenlangen Updates, die immer dann kommen wenn man es gar nicht gebrauchen kann und der Computer für diese Zeit unbrauchbar ist.

  8. Nach oben    #8
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    Zitat Zitat von andre666 Beitrag anzeigen
    Soetwas kann auch nur jemand sagen der sich noch nicht mit Linux beschäftigt hat.
    Einmal Linux immer Linux
    Kein Stress mit Viren und Trojanern. Keine nervige Windoofwerbung etc. Mein Linux ist auch noch nicht nach einem Update abgekackt wie es bei einigen meiner Freunde der Fall war. Und hübscher ists auch. Ganz zu schweigen von den stundenlangen Updates, die immer dann kommen wenn man es gar nicht gebrauchen kann und der Computer für diese Zeit unbrauchbar ist.
    Ich habe mit Atari angefangen und hatte auch schon mehrfach auf Rechnern mit Linux gearbeitet.
    Ebenso hatte ich in den vielen Jahren, in denen ich Musik produziere, so um die 10 verschiedene Macs (mit Pro-Tools / Logic, Audio Desk und anderem Kram) hier im Studio und ziehe heute allerdings immer noch einen schnellen PC mit Windows vor (Cubase / Wavelab).
    Windows kann nichts dafür, wenn du dir jeden kostenlosen Mist aus dem Netz saugst und auf die Festplatte nagelst.
    Das du keinen Werbeblocker aktivierst und zu geizig für ein anständiges Virenschutzprogramm und eine ordentliche Firewall bist, kannst du einem Betriebssystem auch nicht anlasten. Ich hatte auch noch nie ein Win-Update, das Stunden gedauert hat, keine Ahnung, was du da getrieben hast (Systemwiederherstellung auf 1995?).
    Aber ohne Updates werden Virenschutz und Firewall ja auch nicht mehr aktiviert, daher sollte man das schon machen.
    Ich habe mir das so organisiert, das der PC morgens zu allererst alle Updates macht und während ich das Licht anmache, die Maschinen alle hochfahre, mir noch einen Kaffee ziehe, schraddelt er das schnell durch. Das sind täglich zwischen 30 Sekunden bis maximal 5 Minuten. Ich bin 6-8 Stunden täglich irgendwie am Rechner -so viel Zeit ist also immer drin, ebenso wie meine Datensicherung nach Feierabend.
    Wo ist das Problem?
    fix it in the mix

  9. Nach oben    #9

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    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Ich habe mit Atari angefangen und hatte auch schon mehrfach auf Rechnern mit Linux gearbeitet.
    Ebenso hatte ich in den vielen Jahren, in denen ich Musik produziere, so um die 10 verschiedene Macs (mit Pro-Tools / Logic, Audio Desk und anderem Kram) hier im Studio und ziehe heute allerdings immer noch einen schnellen PC mit Windows vor (Cubase / Wavelab).
    Windows kann nichts dafür, wenn du dir jeden kostenlosen Mist aus dem Netz saugst und auf die Festplatte nagelst.
    Das du keinen Werbeblocker aktivierst und zu geizig für ein anständiges Virenschutzprogramm und eine ordentliche Firewall bist, kannst du einem Betriebssystem auch nicht anlasten. Ich hatte auch noch nie ein Win-Update, das Stunden gedauert hat, keine Ahnung, was du da getrieben hast (Systemwiederherstellung auf 1995?).
    Aber ohne Updates werden Virenschutz und Firewall ja auch nicht mehr aktiviert, daher sollte man das schon machen.
    Ich habe mir das so organisiert, das der PC morgens zu allererst alle Updates macht und während ich das Licht anmache, die Maschinen alle hochfahre, mir noch einen Kaffee ziehe, schraddelt er das schnell durch. Das sind täglich zwischen 30 Sekunden bis maximal 5 Minuten. Ich bin 6-8 Stunden täglich irgendwie am Rechner -so viel Zeit ist also immer drin, ebenso wie meine Datensicherung nach Feierabend.
    Wo ist das Problem?

    Wie kommst du nur darauf dass Linux langsamer ist als Windows? Eher das Gegenteil ist der Fall. Unter Linux kann man zwischen verschiedenen Desktopoberflächen von XFCE, Mate, Cinnamon bis hin zum voll durchkonfigurierbarem KDE wählen, die aber alle den gleichen modernen Kernel verwenden. Auch kann man einen uralten XP-Rechner zum rennen bringen indem man eine resourcensparende Oberfläche wie XFCE oder Mate benutzt. Selbst das sehr gut konfigurierbare und stylische Cinnamon braucht nur 1GB minimum an RAM, wärend Win7 mit 64 bit schon mit 2 GB ordentlich zulangt.

    Dein Gottvertrauen auf Antivirensoftware würde dir jeder Sicherheits*xperte widerlegen.
    Im Gegenteil sogar. Oftmals werdenSchwachstellen im Antivir ausgenutzt um den Rechner zu verseuchen.
    Ausserdem können Antivirenprogramme nur auf schon vorhandene Viren und Trojaner reagieren sobald deren Signaturen bekannt geworden sind. Da kann der Schaden aber schon passiert sein.
    Ebenso würde ein Rootkit dein Antivirenprogramm absolut blind werden lassen.
    Ausserdem finde ich die Datensammelwut von Microsoft gelinde gesagt zum kotzen.
    Naja aber für betriebssystemspezifische Fragen gehe ich dann doch lieber in ein Fachforum und glaube mir, ich kenne mich was Internetsicherheit anbelangt sehr gut aus. Drum bin ich auch auf der Suche nach einer Lösung um den Musikrechner vom Internet und Partyrechner zu trennen. Bankgeschäfte würde ich jedenfalls nicht auf Windows machen.
    Ich habe durch meine Recherchen auch rausbekommen dass man Cubase und Fruityloops wohl problemlos mittels Play on Linux zum laufen bringen kann.
    Eventuell wirds auch ein Dualboot.

  10. Nach oben    #10
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    Zitat Zitat von andre666 Beitrag anzeigen
    Wie kommst du nur darauf dass Linux langsamer ist als Windows? Eher das Gegenteil ist der Fall.
    Das habe ich an keiner Stelle behauptet, wie kommst du darauf?
    Da ich sehr leistungsfähige Rechner einsetze, ist mir das allerdings egal (Intel Core i7 6800K 6x 3,4 GHz CPU mit 16 GB RAM). Ladebalken sehe ich äußerst selten länger als eine Sekunde, meist flackert der nur mal ganz kurz auf. Also wozu soll ich mir dann Linux antun?
    Zitat Zitat von andre666 Beitrag anzeigen
    Dein Gottvertrauen auf Antivirensoftware würde dir jeder Sicherheits*xperte widerlegen.
    Im Gegenteil sogar. Oftmals werdenSchwachstellen im Antivir ausgenutzt um den Rechner zu verseuchen.
    "Oftmals" kannst du streichen. Es kommt bei guten Virenschutzprogrammen doch relativ selten vor, das sich da etwas einschleicht. Es ist auch abhängig davon, wie und wo man im Netz herumsurft und welchen Mist man sich alles auf die Festplatte herunterlädt und wie man mit seinen E-Mails usw. umgeht.
    Zitat Zitat von andre666 Beitrag anzeigen
    Drum bin ich auch auf der Suche nach einer Lösung um den Musikrechner vom Internet und Partyrechner zu trennen.
    Ich habe insgesamt 5 getrennte Rechner hier + iPad, das ist der einfachste Weg. Mein Musik-PC wird ja nur mit dem Internet verbunden, wenn ich neue Software registriere oder mal ein OS-Update für einen Synthesizer installiere, ansonsten ist der von außen nicht angreifbar Abgesehen davon läuft auch hier der Kaspersky, habe da eine Mehrplatzversion.
    fix it in the mix

  11. Nach oben    #11

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    Siehste- Du trennst den Arbeitsrechner ja auch größtenteils vom Netz.
    Du hattest geschrieben, dass du lieber mit einem schnellen Windows-Rechner arbeiten würdest im Zusammenhang mit Linux. Dann wars wohl missverständlich.
    Zum Thema Sicherheit sehe ich das Benutzerverhalten auf dem obersten Rang der Sicherheitsmassnahmen und dass noch weit über Antivir.
    Dann hätten wir das ja geklärt.
    So ein Geschoss als Rechner wie du einen hast ist bei mir finanziell leider nicht drin.
    Was würdest du denn als Mindestanforderung an den Rechner für den Hobbymusiker stellen und gibt es einen Händler deines Vertrauens?
    Interessieren würde mich auch was du von meiner alten PCI- M-Audio Delta Audiophile 2496 hältst. Sie ist zumindest mit 24 bit Technologie ausgestattet.


    LG André

  12. Nach oben    #12
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    Zitat Zitat von andre666 Beitrag anzeigen
    So ein Geschoss als Rechner wie du einen hast ist bei mir finanziell leider nicht drin.
    Was würdest du denn als Mindestanforderung an den Rechner für den Hobbymusiker stellen und gibt es einen Händler deines Vertrauens?
    Bin ja selber Musiker / Sounddesigner und kein PC Spezialist und lasse daher meine Musikrechner immer von Spezialisten zusammenstellen, die sich damit besser auskennen, als ich. Habe zwei erfahrene ITler an der Hand, die mir dabei helfen. Bisher bin ich damit auch immer gut gefahren. Es gibt ja ein paar Firmen, die vorkonfigurierte Musikrechner anbieten, z. B. Digital Audionetworx in Berlin. Hier ist ein Test über eine ihrer Maschinen drin: http://www.soundandrecording.de/equi...treme-im-test/
    fix it in the mix

  13. Nach oben    #13

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    ich glaube ich muss mein Budget ein wenig aufstocken aber für diese Produktionsmaschinen langts dann immer noch nicht. Warscheinlich wirds dann dieser hier. https://www.amazon.de/Memory-PC-Gene...p?ie=UTF8&th=1

    Oder spricht da etwas dagegen?

  14. Nach oben    #14
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    Zitat Zitat von andre666 Beitrag anzeigen
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    ich glaube ich muss mein Budget ein wenig aufstocken aber für diese Produktionsmaschinen langts dann immer noch nicht. Warscheinlich wirds dann dieser hier. https://www.amazon.de/Memory-PC-Gene...p?ie=UTF8&th=1

    Oder spricht da etwas dagegen?
    Das kommt immer auf deinen Anspruch an.
    Ich bearbeite oft Livemitschnitte von Konzerten, die in 96kHz recorded wurden.
    Das sind Audiodateien, die dann auch mal schnell 80 Minuten lang sind und die sind auch dem entsprechend groß.
    Manchmal habe ich hier auch bis zu 70-80 Spuren offen, die digital mit den Pulten verbunden sind, viele Spuren mit Effekten drauf und ein paar Plug Ins wie Omnisphere oder Stylus, da geht ein normaler Standardrechner schnell etwas Knie.

    Da schätze ich natürlich ein flottes Maschinchen, denn ich mache das beruflich und da ist Zeit eben auch Geld.
    Wenn man das als Hobby macht, dann muss das nicht die ultimative Powerkiste sein.

    Bis vor kurzem hatte ich einen Rechner, der auch nicht so schnell war und immerhin 13 Jahre problemlos mit Cubase 3.7 gelaufen ist. So alle 10 Jahre wird es bei mir Zeit über einen neuen Rechner nachzudenken und dann darf der auch etwas schneller = teurer sein. Bis der richtig funktioniert und alles installiert ist, vergehen immer mindestens 3 Monate und in dieser Zeit arbeite ich parallel auf zwei Systemen. Man kann ja nicht dranbleiben, gibt ja auch andere dinge zu tun. Erst wenn alles super flutscht, wird die alte Kiste abgebaut.
    Hatte eine Weile auch parallel einen Mac mit Pro-Tools hier, hab den aber wieder rausgeworfen weil mir das Midi Handling mit Logic zu nervig ist. Midi und Pro-Tools ist Käse, das taugt nur gut für Audio.
    Mache lieber Audio und Midi zusammen in einer DAW, aktuell arbeite ich mit Cubase 8.5 und Wavelab 8Pro und das läuft bestens.
    fix it in the mix

  15. Nach oben    #15
    Avatar von Sascha Leib
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    Computer für Musikproduktion

    Also, als Informatiker fühle ich mich natürlich auch berufen, etwas hier beizutragen

    Zuerst mal: Windows (7 oder 10) läuft heutzutage mindestens so stabil wie ein modernes Linux, und auch in Sachen Sicherheit geben sich die beiden Betriebssyteme nicht viel. Das heißt im Umkehrschluss natürlich auch: warum Geld ausgeben, wenn man ähnliches auch für umsonst bekommen kann... vielleicht weil Windows immer noch etwas benutzerfreundlicher zu bedienen ist - andererseits ist die Kommandozeile (shell) unter Linux wahrscheinlich mächtiger als unter Windows... kurz: es macht keinen Unterschied.

    Wo es einen Unterschied macht ist bei den verfügbaren Programmen. Wenn deine bevorzugte DAW unter Linux läuft, warum nicht das benutzen...

    Wovon ich dringend abraten möchte, ist eine DAW in einer VM laufen zu lassen: Audiobearbeitung ist immer zeitkritisch und eine VM wird immer Verzögerungen mit sich bringen. Also wenn schon, dann bitte als natives Programm (und Linux in der Echtzeitkonfiguration, aber das ist dir ja sicher ohnehin schon klar).

    Was die Hardware betrifft ist die Antwort ebenso: es kommt darauf an!

    Wer professionell mit der DAW sein Geld verdient (Zitate: "70-80 Spuren", "96kHz Live-Mitschnitt), wird sicher gerne ein paar Tausender für eine entsprechend professionelle Audio-Workstation ausgeben - das Geld holt er sich ja durch die höhere Produktivität schnell wieder rein (außerdem kann man's von der Steuer absetzen :-)

    Wer dagegen nur zuhause seine eigenen Songs etwas abmischen möchte, bevor er sie auf Soundcloud (oder sonstwo) hochlädt, der wird wenig Grund finden, mehr als einen Gebrauchtrechner von der Stange hierfür einzusetzen.

    Die Leistungsanforderungen bei so was skalieren relativ linear mit der Zahl der Tracks, der Samplingrate und den Plugins, die man gleichzeitig einsetzen möchte. Die untere Grenze markieren dabei die Anforderungen des Audio-Interfaces, und die sind heutzutage gewöhnlich kaum zu untertreffen (es sei denn du hast ein Firewire-Interface, dann braucht dein Rechner natürlich auch einen Firewire-Anschluss...

    Als Beispiel für ein "Minimum", hier mein eigenes Recording-Setup: im Wohnzimmer habe ich einen alten Laptop (12 Jahre alt, "Core 2 Duo"-Generation) mit einem 2-Kanal USB Audio-Interface und einer "Consumer" DAW. Entsprechende Gebraucht-Laptops bekommt man heute für unter 100 Euro, für das Audio-Interface sind nochmal 100 fällig.

    Für meinen Bedarf reicht das aus. Aufnahme (2 Kanäle plus MIDI) funktioniert ohne Probleme, einfaches Abmischen ist auch drin - einschließlich zusätzliche Tracks – erst wenn ich zu leistungshungrige VST Plugins dazu schalte, oder zu viele (> 10) Tracks anlege geht der Rechner in die Knie. Dann kann ich allerdings auch auf einem anderen Rechner weiterarbeiten...

    Wie gesagt: das ist ein Minimalsetup, für genau diesen Zweck völlig ausreichend und da der alte Rechner ohnehin im Haus (und nicht mehr anderweilig im Betrieb) war, quasi umsonst.

    Wenn ich mir heute einen Rechner genau dafür anschaffen müsste, würde ich natürlich schon etwas "besseres" kaufen. Aber mehr als 500–700 Euro würde ich nicht wirklich ausgeben wollen: Ein Prozessor der i5-Reihe, mindestens 16 GB RAM, möglichst viele USB-Buchsen und wenn's geht auch möglichst leise, das wäre meine Kriterien. Also ganz ähnlich zu dem, was du im OP schon vorschlägst...

    Mein Tipp: schau dir mal die Macintosh-Welt an: einen Mac-Mini bekommst du in der von dir anvisierten Preisklasse auch schon, und der ist schön leise (wichtig!), mehr als schnell genug, hat einen Firewire-Port und du bekommst GarageBand schon mal als Dreingabe dazu (was für den Anfang auch mehr als ausreichend ist - zumindest kann man damit schon eine ganze Menge anstellen, wofür man anderswo nochmal Geld in die Hand nehmen muss...) Ach ja, und der Unterbau von MacOS ist auch ein Unix, als Linux-User wirst du dich da sofort zuhause fühlen

    Außerdem ist der Wertverlust bei Macs deutlich geringer als bei PCs, d.h. einen gebrauchten MacMini kannst du in 5 Jahren immer noch zu einem ordentlichen Preis verkaufen. Ein 5 Jahre alter PC in dieser Preisklasse ist eigentlich nur noch Elektroschrott.

    Allerdings auch eine Warnung: neue Mac Modelle sind überfällig. Lieber noch ein paar Wochen warten, als jetzt ein Auslaufmodell zum Normalpreis zu kaufen!

    Viele Grüße

    /sascha

  16. Nach oben    #16

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    Sehr gut beschrieben Sascha. Danke.
    Das bestätigt dann auch meine Annahmen hinsichtlich der benötigten Hardware.
    Aber ist Linux denn nicht sicherer als Windows weil es sich für Virenhersteller einfach mehr lohnt den viel größeren Markt von Windows zu attakieren, als extra für die paar Hanseln, die Linux benutzen einen Virus oder Trojaner zu schreiben? Ausserdem sind Linuxuser auch schwerer zu knacken als Windowsbenutzer weil man in Linuxforen von IT-Spezialisten immer auf dem neuesten Stand gehalten wird und die Software bezieht man zumeist aus sicheren Quellen und nicht von irgendwelchen dubiosen Seiten im Netz.
    Dadurch, dass die Software zumeist umsonst ist, kommt man auch mit kleinem Geldbeutel nicht in Versuchung sich verseuchte Cracksoftware zu besorgen.
    Laut aktuellem Stand der Dinge ist nach wie vor kein Antivir für Linux nötig.

    Eigentlich wollte ich Quianastudio verwenden, http://mayastudio.tumblr.com/64bit aber meine Soundkarte hat sich trotz stundenlanger Hilfe des Entwicklers höchst perönlich nicht überreden lassen erkannt zu werden. Für Interessierte mit kleinem Geldbeutel ist diese Linuxdistribution, mit einem auf Echtzeitbearbeitung optimierten Kernel und sämtlichen Programmen die man zur Musikproduktion benötigt auf jedenfall mal ein Versuch wert. Die Installation dauerte bei meinem alten Rechner nur 20 Minuten und danach hat man ein komplettes Musikstudio.
    Ausserdem kann man durch den schlanken Mate-Desktop auch durchaus mit einem älteren Computer eine sehr gute Performance erzielen.
    Aber extra ein neues Soundinterface dafür zu kaufen wäre nicht rentabel für mich gewesen, zu mal sowieso ein neuer Rechner fällig ist. Ausserdem ist es praktischer auf dem gleichen System und mit den selben Programmen zu arbeiten wie die Bandkollegen. Das erleichtert die Interaktion.
    Geändert von andre666 (26.03.2017 um 01:41 Uhr)

  17. Nach oben    #17
    Avatar von Sascha Leib
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    Windows vs. Linux

    Ja, verkürzt (stark verkürzt!) könnte man sagen: mit Linux hat man weniger Probleme mit Malware dafür mehr mit Gerätetreibern :-)

    /s.

    PS: Ich würde auch auf einem Windows-System keinen zusätzlichen Virenscanner installieren; Die machen das System meist eher unsicherer als dass sie etwas sinnvolles tun. Der "Windows Defender" von Microsoft reicht da völlig aus. Nur so als Tipp.

  18. Sascha Leib´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  19. Nach oben    #18
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    Zitat Zitat von Sascha Leib Beitrag anzeigen
    Ja, verkürzt (stark verkürzt!) könnte man sagen: mit Linux hat man weniger Probleme mit Malware dafür mehr mit Gerätetreibern :-)

    /s.

    PS: Ich würde auch auf einem Windows-System keinen zusätzlichen Virenscanner installieren; Die machen das System meist eher unsicherer als dass sie etwas sinnvolles tun. Der "Windows Defender" von Microsoft reicht da völlig aus. Nur so als Tipp.
    Ich nutze Kaspersky auf allen meinen Rechnern, das läuft und schützt absolut perfekt.
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  20. Nach oben    #19

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    @Moogman schon mal mit Wireshark überprüft wo deine Computer überall hin telefonieren? Mit Afrika oder Indien haben weder Microsoft noch Steinberg was zu tun Aber ich denke mal dass bei dir alles in Ordnung ist aber das liegt hauptsächlich an deinem Benutzerverhalten, weil du eigentlich nur zum Aktualisieren und Registrieren deiner gekauften Software online gehst und nicht an deinem mächtigen Kaspersky.
    @ Sascha vielleicht lags bei mir einfach auch an einem zerschossenen Motherboard- die hinteren USB-Ports funktionieren schon lange nicht mehr. Vielleicht hats auch die PCI-Slots erwischt. Anscheinend werden die M-Audio-Deltas sonst gut erkannt.
    Auf der Homepage von Quianastudio ist aussredem eine Liste der unterstützten Soundkarten zu finden.

  21. Nach oben    #20
    Avatar von Sascha Leib
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    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Ich nutze Kaspersky auf allen meinen Rechnern, das läuft und schützt absolut perfekt.
    Moogman, ich schätze deine Beiträge zu praktisch allen Bereichen der Musik hier sehr – aaaaber ... ;-)

    Aber hier muss ich sagen: unter Informatikern gelten die handelsüblichen Anti-Virus Pakete schon länger als "snake oil", also als teure aber wirkungslose Medizin - und in letzter Zeit häufen sich auch die Berichte darüber, dass sie nicht nur wenig bis gar nichts bringen, sondern tatsächlich eher neue Sicherheitslücken aufreißen bis hin zum aktiven Deaktivieren von Sicherheitsfunktionen.

    Eine sehr schöne Zusammenfassung und Einführung ist wahrscheinlich dieser Artikel.

    Mein Tipp wäre eher, regelmäßig Sicherheitsupdates einzuspielen, umbenötigte Software zu deinstallieren (fang' mit den Browser PLusings an: Flash, JRE: Brauchst du die wirklich? ) und möglichst produktiv eingesetzte Computer (Musik-Workstation) nicht zum Browsen zu benutzen. E-Mail Anhänge aus unbekannter Quelle öffnet man natürlich auch besser nicht.

    Wenn du Geld ausgeben möchtest für die Computersicherheit empfehle ich eher, Internet-Programme (Browser, e-Mail Client, etc.) in eigene Virtuelle Maschinen "einzusperren"). Wobei, mit ein wenig Bastelarbeit kriegt man das auch für umsonst.

    Wie gesagt, von Microsoft gibt es den "Windows Defender" – und zwar für umme – und den kann ich stattdessen uneingeschränkt empfehlen.

    Andererseits ... wenn du zufrieden bist damit, was soll ich sagen... ;-)

    /s.

  22. Nach oben    #21
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    Zitat Zitat von Sascha Leib Beitrag anzeigen
    Moogman, ich schätze deine Beiträge zu praktisch allen Bereichen der Musik hier sehr – aaaaber ...
    Ich bin mit dem Musikrechner praktisch kaum online, zum Surfen nutze ich ja andere Rechner. Wenn ich mal ein Update herunterlade, wie das neue OS für das Haken Continuum, so ist das vielleicht 2-3 mal im Jahr und die Seiten sind safe.
    Der Studio-PC davor hatte überhaupt keinen Internetzugang, das ging zwar auch, ist aber bei Registrierungen ür Software ziemlich nervig. Die letzten 15 Jahre hatte ich nur ein einziges mal ein kleines Problem, das ließ sich aber schnell wieder fixen. Da ich fast täglich meine Daten extern sichere, ist das auch alles nicht so dramatisch.

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