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Thema: Beratungshilfe E-Piano

  1. #1

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    Beratungshilfe E-Piano

    Hallo zusammen,

    ich bin momentan auf der Suche nach einem guten E-Piano und habe mir folgende Instrumente mit in die Auswahl genommen:

    - Kawai CS 11
    - Casio GP-500
    - Yamaha NU1
    - Yamaha CLP 585

    Aktuell ist es noch schwierig für mich, mich zwischen zu entscheiden. Was mich dabei im Hinterkopf so sehr beschäftigt
    ist die Tatsache , dass das Instrument von Casio nun das erste seiner Generation ist und zuvor in diesem Bereich noch kein so hochwertiges Gerät von Casio gebaut wurde. Betrachtet man den Ursprung der Hersteller, mit Kawai als reiner Musikinstrument-Hersteller und Casio erst ca. 1950 mit Beginn der Digitaluhren, ist man erst einmal gewillt, sich auf den Musikinstrument
    Hersteller zu verlassen, wenngleich das GP 500 ja mit Bechstein zusammen entwickelt wurde.

    Außerdem: Wie kommt der Gewichtsunterschied von 22.5kg zustande zwischen dem GP500 und dem CS 11?
    Da sie sich ja nicht extrem von den Abmessungen unterscheiden, kann es ja nur am Holz und am Resonanzboden des Kawai liegen?

    Wie aufstellungskritisch ist das Kawai mit seinem Resonanzboden?

    Bei uns würde es a) in einer Ecke, die genau 1.60m breit ist, DIREKT mit
    der Hinterseite an der Wand stehen.

    Ist das unkritisch oder sollte man dies bedenken? Wäre da das Kawai mit seinem
    Resonanzboden evtl. sogar die falsche Wahl?

    Darüber hinaus:
    In welcher "Liga" spielt das Yamaha CLP 585? Oder das NU1? Vergleichbar? Besser? Schlechter?

    Preislich liegen ja nahezu alle fast gleich auf.

    Würde mich über ein paar ausführliche Meinungen SEHR freuen!

  2. Nach oben    #2
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    streng genommen ist ein echtes E-Piano recht teuer. Das hat eine spezielle Klangerzeugung, sog. elektro-magnetisch. Das sind Instrumente wie Fender Rhodes Mark 7 & sind dementsprechend recht teuer mit ca. 5500 €

    Tonabnehmer liegen an den Metallplatten & die Hämmer schlagen dann auf die Metallplatten

    Die Digitalpianos, die Du meinst, haben meist Samples oder auch auch sog. mathematisches Modelling (z. B. neue Roland Modelle)

    So weit zur Definition

    Das NU 1 ist relativ teuer. Das wird wohl in die Ecke Hybridpiano gehen. Dort sind immer wieder mal Testberichte im Tastenwelt Heft

    Casio ist mit Bechstein entwickelt worden, das ist recht gut.

    Allein Yamaha sowie Kawai haben eine fast unüberschaubare Menge an Instrumenten. Neu getestet wurde das Kawai CN 37 auch mit Rhythmus

    Das 585 PE Modell ist etwas teurer, u. a. mit einem Bösendorfer Sound

    Die Holzklaviatur war mal in einem Key Heft zu sehen, die ist natürlich noch etwas besser als die vom 585, kostet mit 4600 bei T auch dann einige Hunderter mehr

    Kawai auch recht gut. Die liegen alle im Bereich 4000 €

    Casio mit dem Sound von Bechstein sehr gut, mit 35 Sounds aber am wenigsten umfangreich von den Klängen.

    Mußt Du mal anspielen, die Klaviaturen sind auch etwas unterschiedlich, wobei das NU 1 wohl die Nase vorn haben sollte


  3. Nach oben    #3
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    Zum Resonanzboden: Das neue Transacoustic von Yamaha verzichtet dabei ganz auf Lautsprecher. Hier gibt es eine Verbindung mit einem Transducer im Inneren, der über das mittlere Pedal aktiviert wird.

    Bei den günstigeren Varianten dient der Resonanzboden zusätzlich zu den internen Lautsprechern als "Klangverbesserer".

  4. Nach oben    #4
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    Es gibt natürlich noch andere Kandidaten, die nicht ganz so bekannt sind.

    Blüthner E Klavier 3 made in Germany. http://eklavier.com/index.php/de/

    Aus Italien, ehem. Mitarbeiter bei Roland nach der Schließung des Werks dort. Dexibell H 7 Vivo mit deren X-Mure App. 15 Sekunden Samples True 2 Life

    http://www.dexibell.com/

    Österreich FL Keys von Friedrich Lachnit als beste Klaviatur. Dazu VST Instrumente wie Alicia Keys

    http://www.flkeys.at/

    Patentierte Lichtsensoren, Handarbeit

  5. Nach oben    #5
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    CLP 585

    Hallo Sepi,

    ich habe die Frage leider erst jetzt entdeckt, aber ich dachte mir, vielleicht kann ich wenn nicht mehr dir, dann vielleicht wenigstens anderen, die über die Suche hierher finden, doch noch ein wenig helfen ;-)

    Kurzzusammenfassung:
    1. Die genannten Instrumente sind alle von sehr guter Qualität, klingen gut (= von einem "echten" Piano praktisch nicht zu unterscheiden) und haben alle wirklich hervorragende Klaviaturen (wichtig!).
    2. Letzten Endes musst du vor einer sinnvollen Kaufentscheidung in den Laden gehen und alle Modelle einmal anspielen. Kauf dann das, das dir da am meisten zusagt.

    So, hier jetzt die längere Geschichte:

    Vor ca. 5 Monaten stand ich vor der gleichen Entscheidung, da die Tochter aus dem bisher gespielten "Stage-Piano" ganz buchstäblich "herausgewachsen" war. Zeit für was besseres jedenfalls - und mit Rücksicht auf die Nachbarn sollte es ein Modell mit Kopfhöreranschluss sein... ein Digitalpiano also.

    Nach intensiver Internet-Recherche habe ich eine Liste erstellt, die im Prinzip mit der von dir hier identisch war. Das sind ja jeweils die "Top-Modelle" der verschiedenen Hersteller aufgelistet, da kann man schon mal wenig falsch machen.

    Für mich, als "Bastler" hatte das Kawai den Reiz, dass man da unglaublich viele Parameter einstellen kann, um den Klang und das Verhalten and die eigenen Erfordernisse anpassen zu können...

    Das Yamaha NU1 hat eine Klaviatur aus einem Flügel, was für mich zumindest sehr interessant aussah.

    Das Casio hat sehr gute Reviews bekommen und schien auch sehr interessant zu sein...

    Es blieb also nur ein Weg: die Tochter in den Wagen gepackt und zu einem Händler gefahren, der alle diese Modelle im Showroom hatte. Der einzige, den ich finden konnte, war gut 200 km entfernt, also alles in allem schon eine Tagesreise mit allem Drum und Dran...

    Das war es aber wert. Wir konnten dort in Ruhe alle Klaviere ausprobieren, der Verkäufer hat nicht allzu sehr versucht, uns stattdessen einen Konzertflügel aufzuschwätzen und am Ende fand die Tochter das Yamaha CLP 585 am angenehmsten zu spielen - und ich muss zugeben, dass es im direkten Vergleich auch am gefälligsten klingt (dazu später mehr).

    Zwei Wochen später stand dann ein CLP 585 und wir sind alles in allem sehr zufrieden damit.

    Aber letzten Endes ist es eine Geschmacksfrage. Alle genannten Modelle waren sehr gut zu spielen (nur mit dem NU1 kam das Töchterchen nicht so zurecht) und klangen wirklich hervorragend. Wir haben auch ein paar akustische Klaviere (zum doppelten bis dreifachen Preis) ausprobiert und fanden die nicht wirklich besser - ausgenommen ein Konzertflügel (zum Preis eines neuen Mittelklassewagens), der wirklich fantastisch war, aber leider weder in's Budget noch in's Wohnzimmer passte...

    Jetzt wo wir das CLP 585 seit ein paar Monaten im Einsatz haben, muss ich sagen, dass der Standard-Sound bei sehr kräftigem spielen etwas zum "überstrahlen" neigt, also dass die einzelnen Töne dann nicht mehr so klar voneinander abzugrenzen sind. Hier sollte man dann lieber den (ebenfalls eingebauten) Bösendorfer-Sound verwenden. Aber da meckere ich wirklich auf allerhöchstem Niveau: die meisten akustischen Klaviere, die bei Schulfreunden o.ä. herumstehen haben viel mehr Probleme (wackelige Tasten, labbrige Pedale, scheppernde Saiten, etc.) die man mit den Digitalpianos einfach nicht kennt.

    Ob das dann wirklich auch richtige für dich ist, kann ich nicht sagen, aber ich empfehle es genauso zu machen: setze dir ein Limit und geh in einen guten Klavierladen und probier' einfach mal alles aus.

    Das dürfte mehr bringen als jede noch so fundierte Empfehlung hier im Forum

    Viel Spaß dabei

    /sascha


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