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Thema: Unter Alkohol Musik machen

  1. #1

    Unter Alkohol Musik machen

    Hey Leute,
    wie gut spielt ihr eure Instrumente, wenn ihr betrunken seid?

  2. Nach oben    #2
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    aus Gründen, die in der Familie liegen, trinke ich keinen Alkohol & nehme keine Drogen. Höchstens Schokolade & Kaffee


  3. Nach oben    #3
    Premium-Mitglied Avatar von capmaster
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    Musik ist die einzige Droge, die beim Musikmachen passt.

    Mit Alkohol beim Musikmachen habe ich keine Erfahrungen, und Erfahrungen mit anderen Rauschdrogen habe ich überhaupt nicht. Meine Beobachtungen und Erfahrungen mit berauschten Musikern sprechen aber allesamt gegen jedwedes Rauschmittel, wenn man vorhat, Musik zu machen.

    Als ich 1980 mit meiner allerersten Band das erste und letzte Mal bei einem öffentlichen Konzert auf der Bühne stand, war der Sologitarrist betrunken und bekifft. Wir anderen vier waren völlig klar und mussten mit dem verpeilten Kollegen klarkommen. Obwohl wir versucht haben, das Beste draus zu machen, blieb dem Publikum das Ganze nicht verborgen. Die Auflösung der Band wenige Wochen später war dadurch schon vorprogrammiert.

    Keiner der über dreißig Musiker, mit denen ich seitdem zusammengespielt habe oder noch zusammenspiele, war je berauscht mit mir auf der Bühne. Schon wenn alle paar Jahre mal einer im Probenraum die zweite Halbe Bier intus hat, geht danach nicht mehr viel voran.

    Als Mischer habe ich gelegentlich einen Musiker im Saalmix gezielt "untergehen" lassen, wenn er seiner Formation mehr geschadet als genützt hat. Auch das war zum Glück nur selten der Fall. Fast immer war Alkohol oder irgendein anderes Zeug der Grund für solche Ausfälle auf der Bühne.

    Etliche Bands von befreundeten Musikern sind in Situationen bis zur Zahlung von Konventionalstrafen geraten, weil einzelne Musiker vor lauter Rausch nicht einsatzfähig waren und deshalb Auftritte abgesagt oder abgebrochen wurden. Einige Bands und Freundschaften sind daran zerbrochen, wie man sich leicht vorstellen kann. Durch Rausch sind nicht nur peinliche Vorfälle, sondern auch Bühnenunfälle mit Sach- und Personenschäden aufgetreten. Versicherungen haben sich dann immer stur gestellt - zu Recht. Auch das sollte man bedenken.

    Es ist schon schlimm genug, dass 1980 einmal die Kopfplatte einer Gibson SG abbrach, weil ein nüchterner Bassist über deren Gitarrenkabel gestolpert ist und sie dabei aus dem Ständer gerissen hat. Da der Bassist nüchtern war, hat dessen Haftpflichtversicherung wenigstens die Reparatur bezahlt, aber eben nicht die erheblich bedeutendere Wertminderung. Der leider 2015 verstorbene Gitarrist hat seitdem Gitarrenkabel in Pausen immer abgesteckt.

  4. Nach oben    #4
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
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    Wenn man mit Alkoholpegel oder bekifft Musik macht, dann muss man sich das Ergebnis nur mal am nächsten Tag nüchtern anhören. Das ist dann meistens der größte Müll.
    Ich kenne das noch aus Schülerbandzeiten, wo wir uns erst mal ein paar Bierchen und einen Joint reingezogen haben. Wir hatten immer viel Spaß dabei, aber gute Musik war das nicht. Aber das war in den 70ern und liegt schon über 40 Jahre zurück.
    Heute trinke ich nur ganz selten mal etwas alkoholisches zum Essen und Rauchen habe ich vor 15 Jahren aufgegeben-
    Musik mache ich möglichst gut ausgeschlafen und entspannt, da kann ich mich am besten konzentrieren und als Berufsmusiker, der den ganzen Tag im Studio arbeitet, versuche ich jeden Tag so anzugehen.
    Wobei so ein kleines Gläschen Sekt vor einem Gig auch etwas locker machen kann, nötig ist es aber nicht.
    fix it in the mix

  5. Nach oben    #5
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    dem Beitrag von Capmaster ist eigentlich wenig hinzuzufügen. Das ist schon sehr gut beschrieben. Ich bin Bandtechniker & baue auch für Djs die Anlagen auf.

    Betrunkene Djs wurden des Hauses verwiesen. Gage entfällt & mögliche Konventionalstrafen drohen, Folgeaufträge bleiben aus.

  6. Nach oben    #6
    Premium-Mitglied Avatar von Sir Raven
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    Zitat Zitat von Moogman Beitrag anzeigen
    Wenn man mit Alkoholpegel oder bekifft Musik macht, dann muss man sich das Ergebnis nur mal am nächsten Tag nüchtern anhören.
    Ich habe in meinen Anfangszeiten einmal angetrunken einen Gig gespielt. Aufgenommen, wurde nichts, konnte mir also am nächsten Tag nichts anhören. War auch gar nicht nötig, denn ich habe es jedesmal gemerkt, wenn ich mich verspielt hatte. Sowas ist einfach peinlich.

  7. Nach oben    #7
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
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    Zitat Zitat von Sir Raven Beitrag anzeigen
    Sowas ist einfach peinlich.
    Eine meiner damaligen Bands trug den verheißungsvollen Namen "Kotzbrocken", da muss dir nichts peinlich sein.
    Die kennt vielleicht sogar noch jemand hier.
    fix it in the mix

  8. Nach oben    #8
    Avatar von nick nightingale
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    Lieber Horst32, vielen dank für deine Trollfrage. Musizieren gehört natürlich auch zu den Tätigkeiten, die viel leichter von der Hand gehen, wenn man total dicht ist. So wie auch Autofahren, Stricken, Kochen, Tischtennis, Vögeln oder einfach nur geradeaus laufen.

  9. Nach oben    #9

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    Ich bin zwar kein Trinker aber wenn es meistens auf die Bühne geht habe ich schon mal ein zwei Bier intus (Ich trete nicht sehr häufig auf)

    Ich glaube das ist auch davon abhängig welches Instrument man spielt und wie gut man dieses spielt. Ich bin nämlich Schlagzeuger und würde von mir behaupten, dass ich auch noch mit 10 Bier Intus einen Auftritt über die Bühne bekommen würde

  10. Nach oben    #10
    Haha ja stimmt. Was für die Nerven kann tatsächlich helfen Ansonsten glaube ich auch, dass es sich eher nur besser anhört wenn man betrunken ist.
    Allerdings gibt es ja jede Menge künstler die gerne unter und auch über Drogen musiziert haben. Und bei Bands wie the Doors scheint es ja auch funktioniert zu haben.
    Ich glaube aber nicht, dass man auf so etwas zurückgreiben sollte nur um den eigenen Klang zu verbessern...

  11. Nach oben    #11
    Ich kann auch aus persönlicher Erfahrung berichten, dass es mit steigendem Pegel eigentlich nur begab geht. Vielleicht nicht am Anfang, aber je mehr es wird, desto schwieriger wird das Spiel - als Gitarrist lässt da die Fingerfertigkeit einfach nach.

  12. Nach oben    #12
    Avatar von MusikZauber
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    Also bei mir kommt nur Müll raus

  13. Nach oben    #13

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    Alkohol und Musik geht bei mir auch gar nicht zusammen
    Ich spiele hauptsächlich Klavier und Orgel, da merke ich schon nach dem 1. Bier einen Unterschied...die Technik leidet da bei mir ziemlich schnell.
    Singen geht noch so halbwegs mit Alkohol, da ist das Problem dann eher am Tag danach...

  14. Nach oben    #14

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    hallo Allerseits,

    ich habe noch nicht viel Erfahrung im Musizieren. Habe mich desweggen hier angemeldet. Aber das Verhältnis von Rausch, Droge und Kreativität hat mich als Künstlerin - mein Metier ist das der Literatur und Malerei - schon seit langem beschäftigt. Während meines Philosophiestudiums habe ich mich mit Fragen der Aesthetik und Erkenntnis gern und intensiv beschäftigt. Mich mit solchen Themata bezüglich veränderter Bewusstseinszustände und der (Un)Möglichkeit Kreativität zu entDecken und zu entWickeln auseinandersetzend, habe ich viel gelesen und selbst experimentiert. Zu einer Antwort bin ich nicht gekommen. Ich denke es gibt da wie so oft KEINE! Ich möchte hier aber auf einen Gedankenzug William S. Booroughs verweisen, der meinte durch den Gebrauch von Yage könnte ein jeder zum - ich glaube er schrieb - Michelangelo werden... Es ist ein tolles Thema im wahrsten Sinne des Wortes. Ich selbst habe, ohne Antwort geben zu wollen, die Meinung, das sehr wohl extreme Zustände die Kreativität fördern können, doch das hat ja nicht unbedingt mit dem Gebrauch von "RauschGiften" zu tun, sondern wesentlich mit einer Lebensweise, - art. Abstinenz ist meiner persönlichen Erfahrung nach auch einer der Wege extreme Bewusstseinzustände zu erreichen, wie es eben eine Vielzahl verschiedenster Techniken gibt, reizoffene, bzw. -empfangende und reiz-schaffende mentale und körperliche Zustände zu "synthetisieren", besser zu provozieren.
    Ich bin wohl ganz schön vom Thema abgekommen, denn auf Alkohol bin ich nur indirekt eingegangen. Ich möchte daher mit einem anderem Zitat - ebenfalls das eines Schriftstellers, wie gesagt, ich bin keine Musikerin, ich bin Musikschülerin - von Charles Bukowski schließen:
    "It needs a special talent to be a drunk." und der hatte es drauf zu schreiben.

    so, Prost & let it - or let's roll

    Alexa

  15. Nach oben    #15

    Allo - hicks- loholol?

    Ich glaube, mit fünf Bier noch fahren zu können, aber ich weiß, daß ich mit zwei Bier mein Keyboard nicht mehr richtig beherrsche.
    Der besoffenste Musiker soll maximal soviel Promille haben wie der nüchternste Gast.
    Wenn uns Gäste Getränke spendieren, dann weiß die Kellnerin, daß sie uns nur bleifreies Bier bringen darf.
    Aber das enthält auch so viel Wasser wie das echte - ein anderes Problem.

  16. Nach oben    #16
    Avatar von 88er
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    Ich brauch ein wenig gïgs

    Ich brauch ein wenig güggs um runterzukommen - mit einem Bier spiel ich Klavier - dann ist aber Ende Fahnenstange.

    Habe vor ein paar Jahren eine CD von Jerry Lee Lewis geschenkt bekommen.
    Erstes Stück noch nüchtern - letzes Stück versteht man das gelalle nicht mehr. Traurig!

  17. Nach oben    #17
    Premium-Mitglied Avatar von Sir Raven
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    Zitat Zitat von 88er Beitrag anzeigen
    güggs
    Ich habe erfolglos verschiedene Suchmaschinen bemüht. Was heißt "güggs"?

    Gruß
    Ted

  18. Nach oben    #18
    Avatar von 88er
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    Güggs

    @Ted
    Sorry - wir Schweizer wieder.
    Sie/Er ist auf "Güggs" = hat Alkohol intus - aber noch fahrtüchtig. Das wird aber unterschiedlich interpretiert.
    Öl am Hut = nicht mehr fahrtüchtig
    Wenn wir "Gügelen" gehen, ist damit nicht das bespielen einer Trompete oder Klarinette gemeint. Dann gehen wir ein Glas heben. ;-)

    Oder auch bei der Bestellung: "Kaffe mit Güggs" das ist dann kein normaler Kaffe mehr
    Hier noch eine Karte wo man das findet (geschrieben mit einem "g") http://www.baerenlangnau.ch/sites/be...arte_a4_rz.pdf


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