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Thema: Nebeneinkünfte durch Medienmusik

  1. #1

    Nebeneinkünfte durch Medienmusik

    Hi ich bin Dustin und ich bin auf der Suche nach Musikern und Produzenten, die Lust haben für Werbung, Spiele, Filme und Co Musik zu produzieren und zu verkaufen.

    Ich bin gerade dabei eine Community aufzubauen. Wenn ich genug Interessenten bzw Dienstleister zusammen habe, werde ich Aufträge an Land ziehen, bei denen ihr lukrative Nebeneinkünfte durch Medienmusik erwerben könnt.

    Bei Interesse bitte melden oder auf Tonefeed.de anmelden.

    Lg
    Dustin

  2. Nach oben    #2

    Dabei seit
    07/2016
    Beiträge
    49
    Danke
    1
    Hallo Dustin,

    das ist ein sehr engagiertes Vorhaben. Im Anbetracht dessen, dass vor allem in Deutschland seit langer Zeit selbst etablierte Filmmusikkomponisten und renommierte Filmmusiktonstudios um ihr Überleben kämpfen müssen und viele von ihnen mittlerweile sich aus diesem Bereich zurückziehen - und das nicht ohne Grund - wird dies für dich eine sehr große Herausforderung werden, Aufträge "an Land" zu ziehen.

    Ich empfehle dir folgendes Interview mal durchzulesen, wo ein namhafter, etablierter deutscher Komponist zur aktuellen Situation kürzlich befragt wurde:

    https://www.amazona.de/interview-die...filmkomponist/

    Bei solventen und zahlungswilligen Firmen kommst du nicht rein, da du zunächst über die notwendigen Kontakte verfügen musst. Und bevor du da mal einen Auftrag bekommst, vergehen in der Regel mehrere Jahre. Gerade heutzutage, wo es ein Überangebot an Komponisten gibt, was jährlich wächst. Jedoch ist die Nachfrage gleich geblieben.

    Wir haben uns in der Vergangenheit mit mehreren Filmproduzenten unterhalten. Die Meisten haben ihre Komponisten, mit denen sie seit vielen Jahren erfolgreich zusammenarbeiten. D. h. sie haben schlicht keinen Bedarf an anderen / zusätzlichen Komponisten oder neuen Kooperationen mit Tonstudios. Der andere Teil kauft sich Musik für z. B. 20,- Euro von irgend einer music library und passt den (Werbe)Film an die Musik an, statt dass ein Komponist die Musik dem Film/Video anpassen muss.

    Das Gleiche ist bei der Spieleindustrie der Fall. Die Firmen, die Geld haben und noch bereit sind, vernünftige Honorare an Auftragskomponisten zu bezahlen - da kommst du nur über persönliche Kontakte zu den Entscheidern ran. Und auch diese haben ebenso ihre Komponisten / Tonstudios, mit denen sie seit langer Zeit erfolgreich zusammenarbeiten. D. h. auch da dauert es Jahre, bis du - wenn überhaupt - mal einen Auftrag bekommst.

    Die Anderen haben schlicht nicht das erforderliche Budget um einen Komponist für seine Leistungen vernünftig bezahlen zu können. Und wenn, dann liegt deren Budget meist im unteren dreistelligen Bereich, für eine Arbeit, wo der Komponist gut und gern vier Wochen im Studio sitzen würde. Meist greifen diese auch auf Musiken von music libraries zurück.

    Ich kenne einen der Komponisten, welcher u. a. die Filmmusik für eine namhafte TV-Serie produziert hat, dass selbst namhafte Rundfunksender von Jahr zu Jahr immer weniger Honorar ihren Komponisten bezahlen, mit denen sie seit langer Zeit zusammenarbeiten. Und nicht umsonst müssen diese Komponisten entweder (wieder) einem herkömmlichen Job nachgehen, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können oder haben z. B. noch ein zweites Geschäft in einer anderen Branche laufen, damit sie finanziell über die Runden kommen

    Mit anderen Worten: Null Chance damit heutzutage in absehbarer Zeit noch Geld zu verdienen!

    Dennoch wünsche ich dir alles Gute!

    Beste Grüße,

    Sylvio


  3. Nach oben    #3
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    7
    Für Finanzierungen in diesem Bereich könnte man Crowdfunding nehmen wie www.musicraiser.de oder www.pledgemusic.com

  4. Nach oben    #4
    Hey Silvio.

    Danke für den Link und deine ausführliche Antwort. Wie du es schreibst hört sich die Umsetzung wirklich aussichtslos an. Ich glaube dennoch, dass mein Konzept Auftraggebern und Auftragnehmern neue Möglichkeiten eröffnet und für beide Seiten Vorteile hat.

    Zum Einen, weil die Präsentationsmöglichkeiten durch das Profil der Künstler eine wirklich vernünftige Alternative zu den schrecklich aufgebauten Music Liberys bildet und zum Anderen, weil das Wettbewerbsformat genau das "Überangebot" an Produzenten aufgreift.

    Hast du dir die Webseite angesehen?

    LG Dustin

    @slaytalix Danke für den Tipp mit den Crowdfunding Plattformen

  5. Nach oben    #5

    Dabei seit
    07/2016
    Beiträge
    49
    Danke
    1
    Hallo Dustin,

    wir stehen in Kontakt mit namhaften Komponisten, welche im Bereich Werbefilmmusik tätig sind. Die kämpfen alle um's Überleben. Das liegt schlicht daran, dass die Auftraggeber (Werbeagenturen, Filmproduktionsunternehmen) der Aufbau der music libraries völlig nebensächlich ist. Es ist letztlich auch egal (geworden) wer die Musik liefert. Was für die Firmen zählt ist, dass die Musik qualitativ hochwertig und vom Preis her so günstig wie möglich sein muss.

    Es ist mittlerweile nichts Neues mehr, dass sogar Filmproduktionsunternehmen mit einem Millionen-Budget für einen Spielfilm den Filmmusikkomponist mit 500,- Euro abspeisen will, der dann gut und gern ein halbes Jahr von früh bis nachts dafür im Tonstudio sitzen würden. Haben wir alles selber schon erlebt und in dieser Form von Kollegen auch gehört.

    Dieser Bereich ist (leider) so gut wie tot. Und an die "Global Player", die nicht nur ein Millionen-Budget zur Verfügung haben sondern auch noch wissen, warum man einen Komponist nicht nur mit einem dreistelligen Betrag abspeisen sollte, da kommt man nur mit ganz viel "Vitamin B" und einer Menge Geduld und jahrelanger Ausdauer heran. Man kann auch hier sagen, die Chance ist fast null. Nicht ganz, aber fast. Vergleiche es mit der Chance auf einen Sechser im Lotto.

    Bevor wir uns in diesen Bereich begeben haben, wussten wir auch nicht, wie es tatsächlich aussieht. Als wir dann nach einem Jahr intensiver Arbeit nach und nach feststellen mussten, wie die Realität aussieht und dass viele namhafte Tonstudios und etablierte Komponisten sich aus dem Bereich zurückziehen, haben auch wir uns Anfang diesen Jahres dazu entschlossen, unseren Fokus neu auszurichten.

    Jeder muss natürlich seine eigenen Erfahrungen sammeln. Und das ist auch gut so! Denn daraus kann man lernen und nimmt somit wichtige Informationen für die Zukunft mit sich.

    Liebe Grüße,

    Sylvio
    studio 6/49


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