MUSIC STORE Gibson Deal

+ Auf Thema antworten
Ergebnis 1 bis 5 von 5

Thema: Orange-Tranistor ließe sich schlechter live einmischen mit Band als Fender?

  1. #1

    Dabei seit
    04/2013
    Ort
    Frankfurt
    Beiträge
    248

    Orange-Tranistor ließe sich schlechter live einmischen mit Band als Fender?

    Servus!

    Verkäufer meinte heute, ein (in dem Fall) Orange CR60 Transistor Amp lässt sich eher schlechter in einen Live-Band-Rock-Sound einmischen als ein Fender Princeton Röhren Amp?
    Es ginge um Frequenzen etc...
    Was sagt ihr dazu?
    Ich glaube ihm an sich, wollte aber mal mehr Meinungen hören.
    Der CR60 gefällt mir an sich sehr gut, es war aber in der Tat bei der Bandprobe so, dass er mir alleine (!) im Geschäft besser gefallen hatte als im Band-Gemix?
    Den Fender habe ich noch nicht mit der Band ausprobiert. Der Orange Transistor hat durch das dicke Holz halt ne gute Wucht, die mir gefällt, und ist sehr knackig.

    Danke für Tipps!
    maz

  2. Nach oben    #2
    Premium-Mitglied Avatar von Sir Raven
    Dabei seit
    06/2011
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    241
    Danke
    6
    Ich frage mich gerade, warum Orange-Transen deutlich häufiger auf Bühnen zu sehen sind als welche von Fender.

    Der Verkäufer redet IMO vollkommenen Unsinn. Das ist ungefähr so, wie wenn jemand behauptete, mit Kamera XY könne man nur unscharfe Fotos machen.

    Gruß
    Ted


  3. Nach oben    #3
    Premium-Mitglied Avatar von Moogman
    Dabei seit
    11/2011
    Ort
    63110 Rodgau
    Beiträge
    513
    Danke
    16
    Der Verkäufer möchte dir in den meisten Fällen genau das verkaufen, wo seine Marge am größten ist oder was unbedingt raus aus der Bude muss.
    Ob das optimal klangmäßig in deinen Bandkontext passt, kann er auch gar nicht wissen, woher auch und das sich der oder der Verstärker schlecht abmischen läßt ist völliger Blödsinn, außerdem von ganz vielen anderen Faktoren abhängig (Gitarre, Effekte, Spielweise/Musikrichtung, usw,)
    Solche Dummschwätzer sind ein guter Grund mal wieder das Fachgeschäft zu wechseln.
    fix it in the mix

  4. Moogman´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  5. Nach oben    #4

    Dabei seit
    09/2011
    Ort
    Soest Hamm, Lippstadt
    Beiträge
    45
    Ich denke auch, hier geht s erstmal darum, wie viel Gewinn man macht.
    Trotzdem müsste man wissen, welchen Orange du da im Blick hast, und welche Musik da im Hintergrund gemacht werden soll.
    Klar, eine Röhre ist immer ein Stück weit durchsetzungsfähiger, aber dann sollte es vielleicht nicht gerade der 65er Princeton sein.
    Der hat ganze 15 Watt, ist damit zwar für nen Probenraum sicher geeignet, aber muss auch für eine grössere Bühne abmikrofoniert werden.
    Je nachdem, an welchen Orange - Transi du denkst, ist da vielleicht ein DI oder ähnliches dran, und der Mischmann freut sich - wie übrigens dann auch die Bandkollegen.

    Und warum unbedingt einen Fender - Einkanaler? weniger flexibel zu diesen Preisen geht fast nicht mehr.

    Daher vorab die Frage : Was für Musik macht Ihr und welche Ansprüche hast Du an einen Amp?

    Wenn Du Deinen Sound mit Tretern erbasteln willst, ist der Fender sicher - zumindest eingeschränkt (15 Rö Watt sind zwar laut, aber auch nicht SOOO laut!) eine Plattform dafür.
    Wenn Du einen Flexiblen Sound bereits aus Amp und Gitarre willst, sieht das u.U. anders aus.

    Hintergründe bitte

    Edith sagt noch folgendes:
    Sorry, ich hatte übersehen, dass Du den Crush 60 meinst..

    OK, 60 Trans - Watt sind ungefähr 30 Rö Watt an Lautstärke/Lautheit... Aber der Princeton wäre dann nicht meine erste Wahl... für 600 @ kriegst Du bessere und flexiblere Röhrenverstärker und die würde ich dann gegen den Orange auch testen...

  6. Nach oben    #5
    Premium-Mitglied Avatar von capmaster
    Dabei seit
    10/2015
    Ort
    Südbayern
    Beiträge
    79
    Danke
    2

    Alleine und mit der Band spielen ist völlig verschieden.

    Als Instrumental-Trio mit Schlagzeug, Bass und Gitarre kann eine Menge gut gehen. Sobald Tasteninstrumente hinzukommen, wird es schon enger. Und ob mit oder ohne Tasten, bei zwei Gitarristen kann es schwierig werden, sogar dann, wenn man sich mit dem, was man spielt, kaum in die Quere kommt. Man spricht häufig davon, ein Instrument setze sich im Mix nicht durch, was keineswegs nur mit der Lautstärke zu tun hat, sondern auch mit dem Klang. Das meint den Klang der Gitarre ebenso wie den des Verstärkers. Eine Verstärkereinstellung, die für sich genommen toll klingt, kann im Bandzusammenhang völlig unpassend klingen und umgekehrt.

    Wichtig ist, dass ein Verstärker die Flexibilität mitbringt, um eine bestimmte Bandbreite an verschiedenen Gitarren klar wie verzerrt gefällig 'rüberzubringen. Im besten Fall kannst Du clean alle fünf Einstellungen einer SSS-bestückten Strat und alle drei einer HH-bestückten Les Paul spielen, dazwischen nur die Lautstärkeeinstellung am Amp verändern, und er liefert das ab, was Du aus den Gitarren 'rausholst. Hat dann die Klangregelung noch Spielraum in alle Richtungen und der Amp noch Lautstärkereserven, um clean mit der Band mitzuhalten, sind die Grundlagen vorhanden.

    Auch die Einstellmöglichkeiten für verzerrte Klänge sollten so reichlich bemessen sein, dass man sie in der Praxis nicht ausnützen muss und trotzdem den eigenen Geschmack treffen kann. Dann hat man die Einstellreserven, die man in Abhängigkeit von Raum, Mikrofon, PA und so weiter eventuell braucht.

    Noch etwas zum Live-Mischen: Verglichen mit Studio-Hardware und -Software bieten Live-Mischer meist weniger Möglichkeiten zur Klangbeeinflussung. Das fordert dem Musiker auf der Bühne oft mehr Nachgiebigkeit bei der Einstellung seines Amps ab, als ihm lieb ist. Dazu kommt das unvermeidliche Übersprechen, besonders auf kleinen Bühnen. Wenn dann noch die Zeit drängt, zehrt das an den Nerven. Langer Rede kurzer Sinn: Je flexibler, desto besser - vor Allem, wenn man damit auch umgehen kann. So oder so, Zusammenarbeit ist immer vonnöten.

    Das waren ein paar Gedanken zum Bandsound aus meinen Erfahrungen auf vielen Seiten (Gesang, Gitarre, Bass, Schlagzeug, FOH-Mix, Monitor-Mix, Recording, Mixdown, Mastering).


+ Auf Thema antworten

Ähnliche Themen

  1. Tonleiter, Stimme wird schlechter
    Von isi im Forum Gesangstechnik / Singen lernen
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 30.11.2013, 00:45
  2. fender mustang III oder fender Super Champ XD?
    Von Aria im Forum Equipment, PA & Bühnentechnik
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 12.10.2013, 08:01
  3. MP3 als Begleitung einmischen (abspielen) ...
    Von Paradoximus im Forum Keyboards, Klaviere & Co.
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 04.01.2013, 06:51
  4. Rauschen/schlechter Sound bei Aufnahme mit Mikrofon
    Von Chidori im Forum Aufnahmetechnik & Produktion
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 20.03.2012, 08:26

Lesezeichen für Orange-Tranistor ließe sich schlechter live einmischen mit Band als Fender?

Lesezeichen