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Thema: Vorbereitung zur Eignungsprüfung - ein paar Fragen aus aktuellem Anlass!

  1. #1

    Vorbereitung zur Eignungsprüfung - ein paar Fragen aus aktuellem Anlass!

    Hallo ihr Lieben,

    erst einmal bitte ich um Verzeihung, wahrscheinlich wird derartiges hier redundant. Aber ich denke dass ich eine persönliche Antwort brauche.

    Ein paar grundlegende Infos zu meiner Person vorneweg:
    Ich bin 17 aus Niedersachsen und bereite mich aktuell auf die Eignungsprüfungen zum WS 16/17 vor, HF Violine. Natürlich habe ich mir schon Gedanken über die Bewerbungen etc. gemacht und bin da auch mittendrin.
    Mein Prüfungsprogramm besteht, je nach Hochschule, aus
    1. Bruch Konzert g-Moll op. 26 1. Satz
    2. Mozart KV 2016 1.+2. Satz
    3. Bach Partita III Loure + Gigue
    4. Say "Cleopatra"
    5. Rode aus 24 Capricces Nr. 5

    Ich war bisher nur in Hannover, da meine vorherige Lehrerin mich schon frühzeitig dort zum Vorspielen geschickt hat. Der betreffende Professor war sehr interessiert und so bin ich nun zwei Mal da gewesen und bin dabei, einen dritten Termin abzuklären.
    Auch nach Frankfurt hab ich geschrieben.

    Leider ist mein Lehrer nicht mehr ganz aktuell im Hochschulgeschäft. Zwar hat er mir einige Professoren aufgeschrieben, einige davon sind aber auch nicht mehr an den Hochschulen.
    Ich werde mich in Frankfurt, Hannover, Köln, Mainz, Berlin (Hanns Eisler), Lübeck und Wiesbaden bewerben.

    Da entsteht meine erste Frage;
    ist die Anzahl der Hochschulen gut, zu niedrig oder zu hoch? Sind die Hochschulen wenigstens etwas entsprechen?

    Dann meine zweite Frage:
    Muss man zu JEDEM Professor/Hochschule fahren? Ich sehe nicht, wie ich das schaffen sollte, besonders VOR der Frist betreffend der Lehrerwünsche in den Bewerbungen.

    Da es meine erste "Aufnahmeprüfung" der Art ist, würde ich wahnsinnig interessieren, wie so etwas genau abläuft - nicht unbedingt von technisch sondern von menschlicher Seite aus. Trifft man auf weitere Bewerber usw?

    Von welchen Professoren spricht die Welt momentan?
    Und weiß jemand etwas von Bremen?

    Ich danke euch im Voraus für hilfreiche Antworten!

    Viele Grüße!

  2. Nach oben    #2

    Dabei seit
    08/2012
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    Danke
    2
    Zitat Zitat von Violine Beitrag anzeigen
    Hallo ihr Lieben,

    erst einmal bitte ich um Verzeihung, wahrscheinlich wird derartiges hier redundant. Aber ich denke dass ich eine persönliche Antwort brauche.
    So etwas wird nie "redundant".

    Mein Prüfungsprogramm besteht, je nach Hochschule, aus
    1. Bruch Konzert g-Moll op. 26 1. Satz
    2. Mozart KV 2016 1.+2. Satz
    3. Bach Partita III Loure + Gigue
    4. Say "Cleopatra"
    5. Rode aus 24 Capricces Nr. 5
    Ein sehr gutes, vielseitiges Programm, vor allem der Fazil Say dürfte gut ankommen.

    Leider ist mein Lehrer nicht mehr ganz aktuell im Hochschulgeschäft. Zwar hat er mir einige Professoren aufgeschrieben, einige davon sind aber auch nicht mehr an den Hochschulen.
    Ich werde mich in Frankfurt, Hannover, Köln, Mainz, Berlin (Hanns Eisler), Lübeck und Wiesbaden bewerben.

    Da entsteht meine erste Frage;
    ist die Anzahl der Hochschulen gut, zu niedrig oder zu hoch? Sind die Hochschulen wenigstens etwas entsprechen?
    Auch wenn ich den letzten Satz nicht verstehe: Die Anzahl ist sinnvoll. Wenn Du konkurrenzfähig bist, sollte wenigstens eine Zusage herausspringen (in Hannover hast Du mit dem intensiven Kontakt zum Prof vermutlich die besten Karten).

    Dann meine zweite Frage:
    Muss man zu JEDEM Professor/Hochschule fahren? Ich sehe nicht, wie ich das schaffen sollte, besonders VOR der Frist betreffend der Lehrerwünsche in den Bewerbungen.
    Man muss nicht, man schafft es, wie Du richtig sagst, auch gar nicht. Der maximale Prof-Tourismus vor der AP führt eigentlich eher zu größerer Verunsicherung. Da sollte man sich lieber auf 1-2 Hochschulen konzentrieren, z.B. Hannover und Lübeck.

    Da es meine erste "Aufnahmeprüfung" der Art ist, würde ich wahnsinnig interessieren, wie so etwas genau abläuft - nicht unbedingt von technisch sondern von menschlicher Seite aus. Trifft man auf weitere Bewerber usw?
    Ja, man trifft auf weitere Bewerber. Je nach Glück oder Pech kann das sehr inspirierend oder sehr irritierend oder auch verunsichernd sein. Ich würde mich an Deiner Stelle auf die Mitbewerber einlassen, das macht Dich insgesamt lockerer als wenn Du Dich abschottest. Tunnelblick und Pokerface helfen nicht beim Auftritt.

    Von welchen Professoren spricht die Welt momentan?
    Und weiß jemand etwas von Bremen?
    Das kommt auf Deine Zielsetzung, Deinen Stil, Dein Niveau, Deine Karriereplanung usw. an.

    In Bremen ist eine sehr gute Abteilung für Alte Musik, also Barockgeige u.ä.. Für moderne Geige ist es nicht die erste Adresse.

    Gruß Tommok


  3. Nach oben    #3
    Hallo Tommok!
    Erst mal vielen Dank für deine Antwort!

    Zitat Zitat von Tommok Beitrag anzeigen
    Ein sehr gutes, vielseitiges Programm, vor allem der Fazil Say dürfte gut ankommen.
    Das klingt schon mal vielversprechend...

    Zitat Zitat von Tommok Beitrag anzeigen
    Auch wenn ich den letzten Satz nicht verstehe: Die Anzahl ist sinnvoll. Wenn Du konkurrenzfähig bist, sollte wenigstens eine Zusage herausspringen (in Hannover hast Du mit dem intensiven Kontakt zum Prof vermutlich die besten Karten).
    Das tut mir Leid, ich habe mich ungenau ausgedrückt. Ich wollte wissen ob die Hochschulen an sich vielversprechend sind. Sollte ich noch Hamburg und Dresden auf die Liste setzen? Oder ist noch eine ganz andere Hochschule für Geige in dieser Richtung gut?

    Zitat Zitat von Tommok Beitrag anzeigen
    Das kommt auf Deine Zielsetzung, Deinen Stil, Dein Niveau, Deine Karriereplanung usw. an.

    In Bremen ist eine sehr gute Abteilung für Alte Musik, also Barockgeige u.ä.. Für moderne Geige ist es nicht die erste Adresse.
    Das wusste ich gar nicht. Ich hatte im Kopf, dass Bremen insgesamt für Geige keinen besonders guten Ruf mehr besitzt.

    Ich möchte ganz "klassisch" B.Mus. machen, Orchestermusik betiteln das viele Hochschulen in dem Fall. Der Plan ist also auch, ins Orchester zu gehen. Vielleicht studiere ich noch später Pädagogik dazu, um mir ein bisschen die Wege offen zu halten.
    Anschließend werde ich mich um ein Master-Studium kümmern, evtl. auch Konzertexamen da ja mindestens der Master bei vielen Orchestern "Voraussetzung" mittlerweile ist, oder?

    Viele Grüße
    Violine

  4. Nach oben    #4

    Dabei seit
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    Danke
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    Hannover, Köln, München, Lübeck, Berlin sind (bzw. waren bis vor ein paar Jahren, bin nicht ganz auf dem allerneusten Stand) gute Adressen für Violine. (über Dresden weiß ich leider sehr wenig).

    Ich würde bei der Wahl der Hochschule darauf achten, ob es ein gutes Hochschulorchesterprogramm gibt, bzw. welchen Stellenwert das hat, da die Orchestererfahrungen im HO sehr wertvoll sind und dies nicht an allen Hochschulen so gut funktioniert, einige haben gar kein Hochschulorchester oder zu wenig oder zu kurze Projekte.

    Wenn Du ins Orchester willst, würde ich früh einen zweiten Schwerpunkt auf Kammermusik legen, weil die dort entwickelten Skills bei Orchester-Berufseinsteigern besonders wichtig sind (Stichwort Probejahr bestehen).

    Viel Erfolg,

    Gruß Tommok

  5. Nach oben    #5
    Alles klar, dann bin ich ja auf dem richtigen Weg! Vielen Dank!

    Über das Orchester an der Hochschule selber habe ich noch gar nicht richtig nachgedacht, dann forsche ich da wohl besser noch einmal nach. Danke...
    Einen Schwerpunkt auf Kammermusik werde ich wohl sowieso legen, da es mir unheimlich viel Spaß bereitet. Leider gab es hier in der Gegend niemanden für ein derartiges Projekt.

    Viele Grüße
    Violine

  6. Nach oben    #6
    viel erfolg auf deinem Weg. Gruß

  7. Nach oben    #7

    Werke vollständig?

    Hey,

    ich hab noch eine abschließende Frage;
    in Detmold ist es folgendermaßen formuliert: Im künstlerischen Hauptfach Violine beträgt die Dauer der Eignungsprüfung bis zu 20 Minuten. Der Bewerber legt der Kommission eine Liste der für den Vortrag vorbereiteten Werke vor. Die Werke sollen vollständig vorbereitet sein.



    Werke aus mindestens zwei verschiedenen Epochen. Darunter sollte ein Satz eines Solowerkes oder einer Etüde sein.

    Sind einzelne Sätze dann auch vollständige Werke?

  8. Nach oben    #8

    Dabei seit
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    Danke
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    Das ist etwas unklar formuliert.

    Ich würde annehmen, dass es heißt, dass die Sätze vollständig gespielt werden müssen, und nicht nur Ausschnitte daraus (also ggf. mit Kadenz).

    Allerdings kann man es theoretisch auch so lesen, dass die Kommission dann kurz nochmal einen anderen Satz einfordern kann.

    Ich würde da an Deiner Stelle nochmal direkt bei der Hochschule nachfragen. Ich finde die Formulierung der Ausschreibung jedenfalls unglücklich.

    Viel Erfolg, Gruß Tommok


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