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Thema: Frage zu Quintolen, Synkopen, Metrum und Bindebogen

  1. #1

    Frage zu Quintolen, Synkopen, Metrum und Bindebogen

    Hallo,
    Ich habe in letzter Zeit einige Bücher zum Thema Musiktherorie gelesen. Habe aber noch einige Frage:

    Woher weiß ich wie lange eine Quintole oder Septole gespielt wird?
    Bei einer Triole muss man doch nur einfach eine drei drei Noten "wegstreichen" und die übrigen zusammen zählen um zu wissen wie lang man sie insgesamt spielt, oder ?
    Bei einer Duole muss man doch auch einfach nur eine Note "wegstreichen" und an der anderen einen Punkt setzten um zu wissen wie lange sie gespielt werden muss, oder?

    Wenn man zwei 3/4 Takte hat, welcher nur aus 4tel-Noten bestehen, welche eine Synkope ergeben, wo dann die letzte 4tel-Note, des ersten Taktes, mit der ersten 4tel Note, des zweiten Taktes, verbunden (Haltebogen) ist, wie setzt man dann die Betonung?
    Ist es so, dass im zweiten Takt einfach gar nichts mehr betont wird oder wird stellvertrettend, für den zweiten Takt, die letzte Note des ersten Takts betont?

    Wie verändern die Aktzent das Metrum. Ist es so, dass wenn ich einen 3/4 Takt habe und die zweite 4tel-Note mit eine > betont wird, dass dann immer noch die erste Note des 3/4 Takts betont wird oder wird dann ausschließlich die zweite Note im Takt betont?

    Wenn ich einen Bindebogen hab ist es dann so, dass ich die Note halten muss, bis die Note, wo der Bindebogen endet, beginnt? Oder was genau ist mit Phrasieren gemeint?
    Und beeinflusst der Bindebogen auch die Noten, welche zwichen dem Anfang des Bindebogen und dem Ende des Bindebogen stehen?


    Über eine Antworte würde ich mich sehr freuen.

    p.s Für Buchvorschlage wäre ich sehr dankbar.
    Ist es so, dass im zweiten Takt einfach gar nichts mehr betont wird oder wird stellvertrettend, für den zweiten Takt, die letzte Note des ersten Takts betont?

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    Danke
    2
    Die Antwort auf alle Deine Fragen ist ein klares "es kommt darauf an"!

    Zitat Zitat von win8789 Beitrag anzeigen
    Woher weiß ich wie lange eine Quintole oder Septole gespielt wird?
    Bei einer Triole muss man doch nur einfach eine drei drei Noten "wegstreichen" und die übrigen zusammen zählen um zu wissen wie lang man sie insgesamt spielt, oder ?
    Bei einer Duole muss man doch auch einfach nur eine Note "wegstreichen" und an der anderen einen Punkt setzten um zu wissen wie lange sie gespielt werden muss, oder?
    Du sprichst ein wenig in Rätseln. Mit "wegstreichen" kommt man der Sache nicht näher.

    Es kommt bei N-Tolen generell auf den Kontext an. Mal ein Beispiel:

    In einem 4/4-Takt hat eine Achteltriole (also drei Achtel mit Klammer und "3" drüber oder drunter) die Dauer einer Viertelnote. Die drei Noten sind also zusammengenommen so lang wie zwei "normale" Achtelnoten. Die Triolennoten haben dabei jeweils die identische Dauer. Durch die Triole werden die Noten also etwas schneller, da ja nunmehr 3 Noten in die gleiche Dauer passen müssen wir vorher 2 Noten.

    Duolen sind das genaue Gegenteil, und sie kommen nur in ungeraden Takten vor, z.B. im 6/8-Takt. Ein 6/8-Takt ist naturgemäß aufgeteilt in zwei Dreiergruppen "normale" Achtel. Wenn nunmehr eine Achtelduole da steht (2 Achtel mit einer Klammer und "2" drüber oder drunter), dann haben diese zwei Achtel die Dauer, die sonst die "normalen" drei Achtel hätten, sie sind also geringfügig langsamer.

    Analoges gilt für S*xtolen (schneller) und Quartolen (langsamer).

    Wenn man zwei 3/4 Takte hat, welcher nur aus 4tel-Noten bestehen, welche eine Synkope ergeben, wo dann die letzte 4tel-Note, des ersten Taktes, mit der ersten 4tel Note, des zweiten Taktes, verbunden (Haltebogen) ist, wie setzt man dann die Betonung?
    Ist es so, dass im zweiten Takt einfach gar nichts mehr betont wird oder wird stellvertrettend, für den zweiten Takt, die letzte Note des ersten Takts betont?
    Welche Note betont wird, kommt auf den Kontext an, das kann man pauschal nicht beantworten. Es gibt eine gewisse Tendenz, Synkopen zu betonen, das stimmt. Insofern wäre Deinem Statement jedenfalls partiell zuzustimmen. Wobei die Frage, was im zweiten Takt betont wird, natürlich davon abhängt, was der Synkope noch folgt. Und überhaupt ist das alles Spekulation, generell ergeben sich Betonungen aus dem Kontext und nicht aus immergültigen Regeln, wobei eben Synkopen tatsächlich manchmal gerne mal betont werden.

    Wie verändern die Aktzent das Metrum. Ist es so, dass wenn ich einen 3/4 Takt habe und die zweite 4tel-Note mit eine > betont wird, dass dann immer noch die erste Note des 3/4 Takts betont wird oder wird dann ausschließlich die zweite Note im Takt betont?
    Das ist nun wirklich nicht mehr ohne Kenntnis des Kontextes zu beantworten. Es könnten auch die ersten beiden betont werden, oder alle drei.

    Wenn ich einen Bindebogen hab ist es dann so, dass ich die Note halten muss, bis die Note, wo der Bindebogen endet, beginnt? Oder was genau ist mit Phrasieren gemeint?
    Nein, die Note sollte so lange gehalten werden, bis die Note, wo der Bindebogen endet, endet (nicht beginnt). Andernfalls bräuchte man ja keine Überbindung sondern eine Pause.

    Was Phrasierung ist, ist ein anderes Thema und ein sehr weites Feld. Generell bedeutet es die Gestaltung der musikalischen Phrasen, zumindest unter Gestaltung der Notenlängen, gegebenenfalls auch unter Gestaltung der Lautstärke (das wäre die etwas weitere Auslegung des Begriffes). Aber Wikipedia kann das besser erklären als ich:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Phrasierung

    Und beeinflusst der Bindebogen auch die Noten, welche zwichen dem Anfang des Bindebogen und dem Ende des Bindebogen stehen?
    Insofern ja, als alle Töne unterhalb des Bogens gebunden werden, dass also keine Lücken zwischen den Tönen entstehen und dass, je nach Möglichkeit des Instruments, die Töne nicht einzeln neu angespielt werden.

    Beispiel: bei einem Streichinstrument würde man gebundene Töne auf dem gleichen Bogenstrich spielen, bei Blasinstrumenten auf dem gleichen Atem, jeweils ohne Unterbrechung des Striches oder des Luftstroms. Bei Gitarre, Klavier, Cembalo und Schlagwerk ist das nicht so einfach, hier wäre dann einfach möglichst lückenloses und möglicherweise noch betonungsähnliches Spiel gefragt.

    Gruß Tommok


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