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Thema: Musik oder Musikwissenschaften studieren?

  1. #1

    Musik oder Musikwissenschaften studieren?

    Hallo zusammen,

    ich beschäftige mich momentan intensiv mit meinem zukünftigen Studiengang. Zwar bin ich noch in der 10. Jahrgangsstufe,
    und mache nach G8 erst in 2 Jahren mein Abitur, aber dennoch ist es meiner Meinung nach wichtig, sich schon einmal
    Gedanken über das Studium zu machen!

    Wie oben schon genannt, spiele ich mit dem Gedanken, Musik bzw. Musikwissenschaften zu studieren. Ich weiß, dass diese beiden
    Studiengänge recht unterschiedlich sind. Sie gehören trotzdem in den gleichen Bereich.
    Überdies hinaus wollte ich als 2. Fach Soziologie wählen; ich habe letztens gelesen, dass sich Soziologie sehr gut mit Musikwissenschaften kombinieren lässt. Mir ist auch bewusst, dass das reine Musikstudium sehr viel Fleiß und Zeit in Anspruch nimmt, wodurch ich mir nicht genau sicher bin, ob ich da noch für ein 2. Fach die Kraft und Zeit aufbringen könnte...

    Nun zu meiner musikalischen "Ausbildung":
    Ich habe mit dem Alter von 6 Jahren (jetzt bin ich schon fast 17) mit dem Klavierunterricht begonnen. Insgesamt 7 Jahre hatte ich Klavierunterricht, bis ich dann damit aufgehört habe und mich dem Schlagzeug zugewandt habe. Das Schlagzeugspielen lernte ich zunächst erst autodidaktisch, bis ich schließlich auch in dem Bereich Unterricht nahm. Mittlerweile hat mein Schlagzeuglehrer sein Studium (in Pädagogik) abgeschlossen und hat daher nur noch wenig Zeit, wodurch ich auch jetzt mit dem Schlagzeugunterricht aufgehört habe. Da ich in der Theorie nicht mehr ganz so fit bin, spiele ich mit dem Gedanken, wieder Klavierunterricht zu nehmen, denn sollte ich tatsächlich ein Musikstudium angehen, komme ich ohne "Aufarbeitung" überhaupt nicht klar.

    Vielleicht hat jemand von euch ja Erfahrung in dem Bereich und kann mir weiterhelfen.
    Fakt ist, dass ich etwas mit Musik studieren will, aber Soziologie nicht unberücksichtigt lassen will.

    Danke im Voraus,
    Thomas

  2. Nach oben    #2
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    Hm...

    Solche Fragen finde ich immer relativ schwer zu beantworten, da man als Außenstehender immer nicht weiß, wie du "tickst".

    Bist du eher Theoretiker, Praktiker, oder eine Mischung?
    Was willst du mit deinem Studium erreichen, bzw. welchen Beruf stellst du dir vor.

    Meines Wissens nach, habe beides nicht studiert, ist die Musikwissenschaft sehr theoretisch.

    Im Endeffekt solltest du, m.M. nach, mal mit einem Prof sprechen, bzw. nachlesen, wie das Studium in beiden Fächern aussieht.
    Dann hast du schonmal einen Überblick und kannst vlt schon sagen, weche Richtung dir eher liegt.

    Auf alle Fälle solltest du dich fit machen in einem Instrument, die Aufnahmeprüfung ist ja nicht ohne.

    Würde mich auch interessieren, wie du nachher Musik und Soziologie verknüpfen willst. Das geht doch meines Erachtens nach fast nur in Verbindung mit Musik im Lehramt. Aber da fehlt dir dann das Hauptfach für.
    Würde also fast meinen, die Kombination der beiden Fächer bietet sich nicht an, oder liege ich da jetzt grob falsch?


  3. Nach oben    #3
    Zitat Zitat von PapstKron Beitrag anzeigen
    Würde mich auch interessieren, wie du nachher Musik und Soziologie verknüpfen willst. Das geht doch meines Erachtens nach fast nur in Verbindung mit Musik im Lehramt. Aber da fehlt dir dann das Hauptfach für.
    Würde also fast meinen, die Kombination der beiden Fächer bietet sich nicht an, oder liege ich da jetzt grob falsch?
    Also in einem Buch über Studiengänge habe ich zumindest gelesen, dass zu Musikwissenschaften Soziologie ein gutes Zweitfach wäre... Die Musikwissenschaft beschäftigt sich ja nicht nur mit dem Aufbau von Musikstücken an sich, sondern auch mit den geschichtlich-soziologischen Aspekten! Und wenn man Musikwissenschaften belegt, braucht man auch keine Eignungsprüfung zu machen. Soweit ich weiß ist das nur beim reinen Musikstudium notwendig.

  4. Nach oben    #4
    Hallo Thomas,

    ich studiere Musikwissenschaften (4. Semester) und kann dir vielleicht ein wenig weiterhelfen.

    Wie du schon geschrieben hast, muss dir bewusst sein, dass der Studiengang Musikwissenschaften wirklich sehr theoretisch und - im wahrsten Sinne des Wortes - unpraktisch ist, du lernst und sprichst viel ÜBER Musik, aber Musik machen (spielen, singen) wirst du da kaum. Daher ist es auch gar nicht zwingend erforderlich, dass man ein Instrument beherrscht (was du ja tust) und im ersten Semester wurde sogar noch ein Kurs "Noten lesen" angeboten. Außerdem ist Musikwissenschaften größtenteils zulassungsfrei, was meines Erachtens nicht daran liegt, dass das Studium total lasch ist, sondern dass man es sich schlicht nicht leisten kann, die MuWi-Anwärter mit einem Numerus Clausus zu selektieren, weil diese meistens sowieso schon eine recht überschaubare Menge sind.

    Was macht man da eigentlich alles so?
    Bei mir (ich kann hier und im Folgenden natürlich nur für meine (bayrische) Uni sprechen) liegt der Schwerpunkt vor allem am Anfang auf Historischer Musikwissenschaft - du hörst dir Vorlesungen an, in denen die Musikgeschichte systematisch von der Antike bis zur "Gegenwart" erzählt wird. Dabei ist allerdings spätestens beim Expressionismus (erste Hälfte des 20 Jh.) Schluss. Ich hab allgemein öfter den Eindruck gehabt, dass MuWi etwas in "der alten Zeit" hängen geblieben ist - aktuelle Themen (z.B. Rock, Jazz) werden nur sehr begrenzt angeschnitten.
    Daneben besuchst du Seminare zu meistens älteren Komponisten (Bach ist da der Klassiker) oder älteren Musikepochen. Das können dann Liedanalysen der jeweiligen Künstler oder überwiegend Lebenslauf und Briefwechsel sein, je nachdem.
    Außerdem hast du von Anfang an Seminare in Musiktheorie, die sich von Semester zu Semester steigern. Mir persönlich macht das Spaß, aber ich habe von einigen Komilitonen immer wieder mitbekommen, dass man sich da manchmal doch recht hart tun kann. Musiktheorie heißt vor allem Harmonielehre (also das Tonika-Dominante-Zeug) und Kontrapunkt (weniger Akkorde sondern mehr Stimmführung).
    Später (und darauf hoffe ich sehr) im 5. und 6. Semester kommen dann aber auch richtig interessante Dinge wie Musikästhetik, Musikpsychologie, Musiksoziologie (!) oder Musik und Film. Am Anfang muss man sich mit Musikgeschichte allerdings ein bisschen durchbeißen (vielleicht macht dir das ja auch Spaß?), was irgendwie auch wieder Sinn macht: nur mit dem Wissen der Vergangenheit kann man die Gegenwart richtig interpretieren. Oder so ähnlich ;-)

    Insgesamt ist das Studium aber wirklich gemütlich, gar kein Vergleich zu Jura oder Medizin. Du hast recht wenig Wochenstunden, dein Lernaufwand zu Hause hält sich auch sehr in Grenzen und die Klausuren sind wirklich machbar - vorausgesetzt man hat eine Affinität zu Musik, aber davon gehe ich bei dir aus.
    Das heißt, dass man genug Freizeit hat, um die praktische Musik, die einem im Studium selbst vielleicht etwas fehlt, nachzuholen. Die richtigen Leute dazu lernst du in der Uni kennen ;-).

    Was macht man danach eigentlich?
    Der Vorteil ist: MuWi ist ein sehr breites Feld, du bist also überhaupt nicht festgelegt - das ist aber gleichzeitig auch der Nachteil. Je nachdem was du später beruflich damit anstellen willst (Radio, Musikjournalismus, Verleger, Filmmusikkomponist usw.), musst du dich meistens noch besser qualifizieren ergo Master/Zweitstudium. Das machen in meinem Bekanntenkreis gar nicht so wenige nach ihrem MuWi-Studium.
    Wenn du dir also sicher bist, dass du beruflich auf jeden Fall etwas mit Musik machen möchtest, dann bietet dir ein MuWi-Studium eine sehr solide Grundlage, auf der du weiter aufbauen kannst. Außerdem wird man sich manchmal erst im Laufe des Studiums so richtig bewusst, was man später mal konkret machen möchte.

    Wenn du Musiklehrer an einer Schule werden möchtest, was wie PapstKron schreibt ja auch in das Soziale gehen würde, musst du meines Wissens dein Instrument an einer Musikhochschule studieren. Für eine Musiklehrer-Ausbildung an einer Musikschule bietet sich auch der Studiengang Musikpädagogik an. Damit kann man später auch mal in die Richtung Musiktherapie und Ähnliches gehen, was mir doch als eine ganz gute Kombination aus Musik und Soziologie erscheint. Daher finde ich die Fächerkombi MuWi und Soziologie gar nicht so verkehrt, wenn es später aber etwas mehr um die Menschen als um die Musik gehen soll, dann würde ich dir fast du Musikpädagogik/Soziologie raten. Außerdem ist MuPäd auch um einiges praktischer angelegt: man hat qulifizierten (bezahlten!) Unterricht, der ganz normal wie Wochenstunden angerechnet wird, du machst auf deinem Instrument also noch ziemlich Fortschritte.

    Die Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule ist, was ich so gehört habe, ziemlich knackig. Gerade bei dem "Allerweltsinstrument" Klavier (spiel ich selbst auch) gibt es verdammt gute Leute, vor allem im klassischen Bereich. Allerdings kann man sich an der Musikhochschule auch in andere Musikgenres begeben, z.B. Jazz Klavier. Sieben Jahre Unterricht sind auf jeden Fall nicht schlecht und es kommt natürlich auch etwas darauf an, wie intensiv dein Unterricht und dein Übeverhalten in der Zeit war. Trotzdem könnte ich mir vorstellen, dass du für die Musikhochschulprüfung noch eine ordentliche Schippe drauflegen müsstest. Auch die Theorieprüfung (Harmonielehre, Gehörbildung) sind anscheinend nicht ganz ohne. Dafür solltest du in der Kursstufe auf alle Fälle Musik als Leistungskurs nehmen (falls das nicht sowieso schon klar ist ;-) ).

    So, ich hoffe, du kannst dir jetzt ein bisschen mehr unter MuWi vorstellen :-).

    Lg picasso911

  5. Nach oben    #5
    Erst einmal vielen Dank picasso911, eine sehr gute Beschreibung des Studiums der Musikwissenschaft Zum Glück habe ich noch den Vorteil, mit meiner Entscheidung noch 2 Jahre Zeit zu haben. Aber gerade bei solchen Fragen ist es wichtig, die Meinung Studierter/Studierender zu hören! Ich würde liebend gerne einen Musik Leistungskurs wählen, aber leider ist mein Gymnasium so bescheuert, dass der Leistungskurs mancher Fächer, darunter auch Musik, Zitat: "[...] nicht zu dem Image unseres Gymnasiums passt." -.- Darüber hinaus gäbe es, wie ich das abschätze, nicht einmal genug Leute, die einen Musik LK wählen würden... Ziemlich schade, aber ist leider so. Theoretisch könnte ich die Schule noch wechseln, aber nur um einen Musik Leistungskurs zu bekommen, wäre mir das ein bisschen zu aufwendig, um ehrlich zu sein. Was jedoch aber nicht heißen soll, dass mir das durch den Umstand komplett egal ist.

    Aber wie gesagt: Danke für deine Mühe und Zeit, mir eine ausführliche Beschreibung zu geben

    Greets

  6. Nach oben    #6
    Achso, dass das bei deinem Gymnasium von Vornherein ausgeschlossen wird, ist ja kacke! Muss ja nicht gleich ein musisches Gymi sein, aber zumindest Anbieten bei genügend Nachfrage (was öfter das Problem ist) sollten sie es schon.

    Naja, du hast ja auch noch ein bisschen Zeit, viel Erfolg weiterhin beim Zukunftplanen.

  7. Nach oben    #7
    Danke dir Ja bei den anderen Gymnasien in meiner Stadt wird das angeboten, natürlich mal nur wieder am Besselgymnasium nicht...

  8. Nach oben    #8

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    re

    Du hast hier bereits eine Studienberatung bekommen und genau das ist meine Empfehlung für Dich: lasse Dir bitte einen Termin bei einer persönlichen Studienberatung geben und informiere Dich an den Universitäten Deiner Wahl, die ja vielleicht mal einen Informationstag für Interessenten anbieten, denn es kommt eben auch stark darauf an, welcher Typ Mensch Du bist und wie Deine Interessenlage neben Deinen Fähigkeiten aussieht.

    Und bitte: lasse Dich nicht von etwas abhalten, nur weil andere Menschen es für schwierig / aufwändig erachten. Woher willst Du wissen, ob das genau auch auf Dich zutrifft?

    Außerdem: machst Du Deine Entscheidung pro oder contra Klavierunterricht davon abhängig ob Du nun ein Musikstudium aufnehmen wirst oder nicht? Wenn Du Dich musikalisch weiterentwickeln willst, kann ich Unterricht nur wärmstens empfehlen. Du tust das für Dich und nicht weil es die Zulassung zu irgendeinem Studium erfordert...

    Sehr gut finde ich, dass Du Dir bereits sehr frühzeitig Gedanken über Dein Studium machst, dann hast Du genug Zeit, Dich umfassend zu informieren.

  9. Nach oben    #9
    @Ramo13: Ich sehe das ganz genau so mit dem "nicht-aufhalten-lassen"! Aber es gibt ja nicht umsonst eine Aufnahmeprüfung für das Musikstudium! Und auch wenn ich die musikalische Weiterentwicklung für mich selbst vornehme, im Endeffekt erfordert das Eine das Andere... Man darf das Musikstudium bzw. die Aufnahmeprüfung für Besagtes nicht verniedlichen.
    Aber danke für deinen Tipp mit der persönlichen Beratung! Mein größerer bereits studierender Bruder hat einen Kumpel, der Jazzmusik studiert, ein sehr talentierter Typ (ist auch notwendig, gerade im Bereich des Jazz). Mit dem werde ich auch nochmal jabbeln ^^
    LG

  10. Nach oben    #10
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    An den Unis in deiner Gegend gibt es doch sicher auch so was wie Informationstage oder Schnuppertage oder so was. Entweder kannst du dann dort wirklich von den Fachleuten der konkreten Uni mehr zu dem Studium erfahren und alle deine Fragen stellen oder du kannst dich teilweise sogar in Vorlesungen mit rein setzen und zuhören und dich vielleicht auch mit den Studierenden vor Ort unterhalten. Schau doch mal im Internet, ob es so was in deiner Nähe irgendwo gibt!

    Und geb das nicht gleich auf, wenn diese Schnuppertage unter der Woche sind. Das ist bei so was meistens der Fall. Aber um dich über deine Berufs- bzw. Studienwahl zu informieren und an Schnuppertagen an Unis teilzunehmen, müsste dich eigentlich auch deine Schule befreien für diese ein oder zwei Tage. Ich weiß noch, dass ich damals auch in der Schulzeit an mehreren Unis und Musikhochschulen zu Info- oder Schnuppertagen war. Und ich hab jedesmal dafür frei bekommen. Wir waren dann sogar eine ganze Gruppe meiner Jahrgangsstufe, die gemeinsam zu Infoveranstaltungen zu Musikstudiengängen sind und haben jeweils gemeinschaftlich dafür frei bekommen. Wir mussten nicht mal einzeln die Formulare abgeben. So was kann wirklich sinnvoll sein um einen Eindruck von dem Studium und auch von der konkreten Uni oder Hochschule zu bekommen. Oft kann man aus dem Bauch raus dann viel besser entscheiden, was man wirklich will, als mit vielen theoretischen Infos und Überlegungen.

    Schau dir's einfach an!

    Ansonsten... Ja, nachdem was ich gehört hab, ist Musikwissenschaft in Deutschland sehr theoretisch. In anderen Ländern (z.B. Frankreich) ist das anders. Ein Freund von mir studiert zum Beispiel Musikwissenschaft in Paris, da es dort eben viel mehr eine Mischung aus Praxis und Theorie ist.

    In Deutschland spielt es natürlich noch eine Rolle, wo du Musikwissenschaft studierst! Manche Musikhochschulen bieten auch Musikwissenschafts-studiengänge an, die dann sehr viel mehr Praxis beinhalten als der gleiche Studiengang an ner Uni und die auch zulassungsbeschränkt sind, wobei das dann eher über Motivationsschreiben und persönliches Gespräch oder so läuft. Die Musikhochschule in Weimar bietet das auf alle Fälle an. Dort studiert eine frühere Mitschülerin von mir jetzt Musikwissenschaft. Ansonsten gibt es den Studiengang meines Wissens noch an der Musikhochschule in Detmold. Ob das noch mehr Musikhochschulen anbieten, weiß ich nicht. Aber das müsste ja im Internet rauszufinden sein!

    Auf deine Fragen zum "Musik-"Studium kann ich leider schlecht antworten, da mir nicht wirklich klar ist, was genau du meinst mit dem Musikstudium! Das kann doch sehr vielfältig sein. Zu der Instrumentalpädagogik als Voraussetzung für Musiktherapie muss ich noch sagen, dass ich den Weg sehr kritisch sehen würde! Es gibt einen eigenen Studiengang Musiktherapie! In Instrumentalpädagogik lernst du wirklich ziemlich konkret, dein Instrument gut zu unterrichten. Du hast selbst relativ wenig allgemeine Pädagogik und an spezifischem zu Musiktherapie wirklich nichts nennenswertes an Unterricht. Im Musiktherapiestudium beschäftigst du dich dafür sehr viel weniger mit deinem Instrument, dafür auch eingehender auch mit den medizinischen Aspekten und auf Musik bezogen lernst du eher, mit vielen verschiedenen Instrumenten praxistauglich umgehen zu können, statt das eine Instrument so gezielt zu perfektionieren. Dazwischen wäre vielleicht noch elementare Musikpädagogik. Da lernst du auch dein Instrument zu unterrichten, aber mindestens genauso intensiv, kleine Kinder (oder andere Menschengruppen) für Musik zu begeistern und ihnen elementares Musikverständnis unabhängig vom konkreten Instrument zu vermitteln. Das sind aber eben wieder sehr pädagogische Studiengänge. Ich weiß nicht, ob es wirklich das ist, was dich interessiert.

    Wenn dir auch die Soziologie wichtig ist und du dich für Pädagogik interessieren solltest, kannst du auch gucken, was du Richtung Soziologie als Lehramtsstudienfach studieren und eben mit Musik kombinieren kannst. Da musst du im Internet ein bisschen suchen. In dem Bereich hat nämlich jedes Bundesland völlig andere Schulfächer!

    Ansonsten gibt es noch viele weitere Musikstudiengänge... Musikjournalismus zum Beispiel könntest du in Karlsruhe an der Musikhochschule studieren. (macht auch eine ehemalige Mitschülerin von mir ) Wenn es dann doch nicht Musikwissenschaft sein soll, dann such doch ein wenig rum, was es an verschiedenen Musikhochschulen und Unis gibt. Es gibt gerade mit Musik auch viele ziemlich unbekannte Studiengänge, die eben dann nur eine konkrete Uni oder Musikhochschule anbietet. Aber vielleicht findest du ja so den Studiengang, der dann ganz genau das ist, was du willst.

    Aber schau dir die Musikwissenschaft auch erst mal noch genauer an. Vielleicht bist du da ja schon bei dem genau richtigen Studiengang für dich! Und überleg dir nicht zu viel theoretisch! Ich bin auch so eine Person, die immer alles von allen Seiten durchdenken und durchplanen will und trotzdem hab ich mein Studium betreffend alle Entscheidungen spontan und aus dem Bauch raus entschieden, manchmal ohne so wirklich zu wissen, warum ich mich jetzt so entschieden hab. Und im Nachhinein hab ich aus dem Bauch raus doch irgendwie immer genau das richtige für mich entschieden. Also, vertrau im Ernstfall dann einfach drauf, dass dein Bauchgefühl dir schon sagt, was wirklich zu dir passt!

  11. Nach oben    #11
    Vielen Dank für deine ausführliche Antwort, melpomene! ;-)
    Ich denke mit dem Bauchgefühl hast du verdammt recht, jedoch sollte man trotzdem seine Überlegungen
    zu den eigenen Fähigkeiten berücksichtigen. Denn Zeit ist wichtig und sollte nicht durch unüberlegte Entscheidungen
    verschwendet werden! :-D

    Auf Musikjournalismus bin ich ja noch gar nicht gekommen! Das wäre auch eine
    Überlegung wert, zumal es mir sehr leicht fällt, sachlich und fachlich korrekte Texte zu schreiben (Ich weiß, dass es da nicht
    nur um's Schreiben geht).

    Ich werde mich auch noch einmal an verschiedenen Musikhochschulen und Unis informieren; ein Muster der Aufnahmeprüfung
    habe ich mir bereits auf den Websites verschiedener Unis angesehen.

    Ich finde es echt cool, dass sich Leute für solche Problematiken Zeit nehmen, ausführliche Antworten zu schreiben, die dem
    Fragenden auch wirklich helfen! ;-)

    Viele(n) Grüße/Dank
    SpringenderElch


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