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Thema: Anfängerin: Klavier oder Keyboard?

  1. #1

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    Anfängerin: Klavier oder Keyboard?

    Hey Leute,

    Ich hoffe ich habe einen Eintrag zu diesem Thema nicht übersehen, aber mich quält schon länger das verlangen ein Musikinstrument anzufangen: und zwar Klavier.

    Ich wollte schon als ich klein war Klavier spielen, hätte auch die Möglichkeit gehabt, da mein Onkel ein erstklassiger Klavier und Orgelspieler ist. Aber meine Mutter hat es mir verboten, da sie eine tiefe Abneigung gegen dieses Instrument hat, was mit ihrer Kindheit zu tun hatte.

    Naja jetzt kann sie mir nicht mir irgendwo reinreden und mir etwas verbieten, also möchte ich schon gerne -auch wenn es etwas spät ist- damit anfangen mir Klavier selbst beizubringen.
    Ich will absolut kein Profi werden oder ähnliches, ich möchte einfach nur während ich Lieder spiele dabei abschalten und meiner Phantasie freien Lauf lassen. (man muss dazu sagen dass ich auch viel schreibe)

    So jetzt zu meinem Problem: ich als angehende Studentin habe natürlich überhaupt kein Geld für ein Klavier, geschweige denn den Platz dafür und möchte nicht noch weitere 5 Jahre warten müssen um anfangen zu können. zu meinem Onkel kann ich nicht gehen, da unsere Familie schon lange zerstritten ist.
    Also wollte ich euch fragen, ob man auch mit einem Keyboard anfangen könnte, und ob man es mit einem Klavier annähernd vergleichen kann?
    Ich weiß wohl dass man sich auf einem Keyboard den Anschlag versaut, aber ist das wirklich so heftig?

    Ich hoffe ihr könnt mir helfen

  2. Nach oben   #2
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    Wenn es Dir hauptsächlich um Klavier Spielen geht, dann wäre sicher eine bessere Alternative über den Kauf eines Digital-Pianos nachzudenken.
    Im e-Piano Bereich gibt es eine große Auswahl an Pianos mit einer gewichteten Hammertastatur die einem echten Klavier Feeling näher kommen, als die ungewichteten Tastaturen an den meisten Arranger Keyboards.
    Wie gut dann die Tastatur an den jeweiligen Keys ist hängt unter anderem natürlich auch davon ab, was man bereit ist auszugeben. Ich würde da an Deiner Stelle zunächst erst einmal in ein Musikhaus gehen und mir dort diverse Keys ansehen und auch mal auf diesen selber zu spielen. Vielleicht merkst Du dann eher, ob Du auch mit einer normalen Tastatur zurecht kommen könntest.

    Wo würde denn für Dich erst mal in etwa die Budget Grenze sein?

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  3. Nach oben   #3

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    Naja so was sofort geht wäre vielleicht 250€ auf jeden höheren Wert müsste ich noch ne längere zeit sparen..
    Aber e-Piano hört sich auch gut an, aber was ich so im Internet gesehen habe komm ich mit meinen 250€ nicht weit. ^^

  4. Nach oben   #4
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    Wenn Du auch etwas Gebrauchtes in Erwägung ziehst denke ich kann man auch für 250,- bis 300,- etwas einigermaßen vernünftiges bekommen.

    1 Beispiel welches ich aus eigener Erfahrung empfehlen könnte wäre ein Technics SX P50 Digital Piano. Die Tastatur is absolut hervorragend. Allerdings muss man eventuell etwas Geduld in der Bucht aufbringen denn so häufig wird dieses Piano da nicht unbedingt angeboten. Vorgestern ging da grad mal wieder eines "über die Theke" für 280,- Öcken (NP knapp 900,-).

    Mein Rat...lieber notfalls etwas länger sparen und was vernünftiges kaufen. Denn wer "billig" kauft kauft meistens 2 mal.
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  5. Nach oben   #5
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    Klavier und Digitalpiano (E-Piano) sind zwei Welten, das muss man erst einmal so hart sagen.

    Klang:
    Einigen Digitalpianos wird nur deshalb ein passabler Klang nachgesagt, weil fast nie ein A/B-Vergleich mit einem richtigen Klavier möglich ist. Wenn dieser Vergleich aber möglich ist, erübrigt sich jede weitere Diskussion.
    Geradezu pervers wird die Sache, wenn man sich die Preise der digitalen Spitzenmodelle anschaut. Dafür bekommt man locker ein richtiges Klavier.
    Zum Klang gehört die Lautstärke und hier hat das Digitalpiano die Nase vorne. Man kann es in der Lautstärke einstellen oder sogar einen Kopfhörer ansschließen, dann werden die Lautsprecher automatisch abgestellt. Sehr gute Lösung für Probleme mit Nachbarn.
    Und noch ein Pro: man braucht ein Digitalpiano nicht 1x pro Jahr stimmen und man muss auch nicht auf eine gleichmäßige Luftfeuchtigkeit achten.

    Mechanik:
    Hier fällt ein Vergleich fast noch schlechter aus. Selbst mit einer simulierten Klaviermechanik, also gewichtet und mit Hammermechanik, sind die Teile Meilen weit entfernt von einer richtigen Klaviermechanik. Das macht sich vor allem bei schnellen Tonrepetitionen bemerkbar, die auf den Digitalpianos kaum noch spielbar sind. Auch die Dynamik wird nicht linear umgesetzt, sondern weist wegen der digitalen Erkennung und Übertragung der Werte unschöne Sprünge auf (welche man meistens mit dem eigenen Anschlag erklärt).
    Ein weiteres Manko besteht darin, dass man die Dynamik am richtigen Klavier mit Anschlagsgeschwindigkeit und Armgewicht kontrolliert. Die digitalen Messmethoden erlauben aber nur das Erkennen der Anschlagsgeschwindigkeit. Dadurch fällt eine Komponente komplett weg.
    Im übrigen sieht eine sog. Hammermechanik bei den Digitalpianos wie eine sehr primitive und extrem vereinfachte Klaviertastatur aus. Die Hämmerchen sind sehr kleine Holzbolzen, die gegen eine Gummimatte an der Vorderseite (!) der Gehäuseinnenseite anschlagen und der Rückschwung der Hämmerchen nach dem Anschlag wird durch Stahlfedern simuliert. Diese Konstruktion hat eigentlich fast nichts mit einem echten Klavier zu tun.

    Falls Du bereits Klavier spielst und eine gefestigte Technik hast, sollte das Digitalpiano Deine Technik nicht "versauen" können. Falls Du aber damit anfangen möchtest, um später auf ein richtiges Klavier zu wechseln, ist höchste Vorsicht geboten. Du könntest Dir tatsächlich technische Todsünden angewöhnen.

    Noch schlimmer sind natürlich die superleichten Tastaturen der Billigkeyboards. Falls Du damit anfängst, garantiere ich Dir unzählige technische Probleme, wenn Du später auf ein richtiges Klavier umsteigen möchtest.

    Ein Tipp: ich würde an Deiner Stelle sparen, bis Du etwa 1000,- beisammen hast. Damit kann man schon etwas machen. In der Zwischenzeit würde ich in einer Schule (in jeder Aula steht ein Flügel) oder bei einem Pastor (gleiches gilt auch für Gemeindehäuser) anfragen, ob Du da nicht spielen kannst.

  6. Nach oben   #6
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    @ anona: Natürlich sind ein E-Piano und ein echtes Klavier verschiedene Welten. Aber als Studentin sind 1000 Euro echt verdammt viel und da macht es ab und zu doch Sinn, auf einem billigeren Instrument zu lernen und nebenbei zu sparen. Bis man dann genügend Geld zusammen gespart hat, spielt man auch schon ein paar Jahre und weiß, was es einem bedeutet und ob man wirklich weitermachen will. Noch dazu ist es in vielen Studentenzimmern ein unschätzbarer Vorteil, wenn man das "Klavier" auch leise stellen bzw. mit Kopfhörer üben kann. Minaly schrieb, dass sie sich das Klavierspielen selbst beibringen will. Da kommt die "versaute" Technik viel eher vom fehlenden Unterricht als vom Instrument. Da würd ich lieber für paar übrige Euro ab und zu mal ne Unterrichtsstunde nehmen, als ein teures Instrument zu kaufen.

  7. Nach oben   #7
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    Zitat Zitat von melpomene Beitrag anzeigen
    @ anona: Natürlich sind ein E-Piano und ein echtes Klavier verschiedene Welten. Aber als Studentin sind 1000 Euro echt verdammt viel und da macht es ab und zu doch Sinn, auf einem billigeren Instrument zu lernen und nebenbei zu sparen. Bis man dann genügend Geld zusammen gespart hat, spielt man auch schon ein paar Jahre und weiß, was es einem bedeutet und ob man wirklich weitermachen will. Noch dazu ist es in vielen Studentenzimmern ein unschätzbarer Vorteil, wenn man das "Klavier" auch leise stellen bzw. mit Kopfhörer üben kann. Minaly schrieb, dass sie sich das Klavierspielen selbst beibringen will. Da kommt die "versaute" Technik viel eher vom fehlenden Unterricht als vom Instrument. Da würd ich lieber für paar übrige Euro ab und zu mal ne Unterrichtsstunde nehmen, als ein teures Instrument zu kaufen.
    Ich bin ein wenig ratlos.
    Habe ich denn etwas anderes geschrieben (z.B. Vorteil mit Lautstärke etc.)?
    Die autodidaktische Methode ist großer Mist - keine Frage, aber Digitalpianos können auch großer Mist sein. Es kommt bei ihnen darauf an, ob man bereits eine solide Technik-Basis hat oder nicht. Ist diese vorhanden, weiß man die Nachteile der Mechanik zu relativieren und im eigenen Spiel zu berücksichtigen. Hat man sie aber nicht, formt man seine Technik nach eben dieser Mechanik und da wird es sehr negativ.
    Ich hatte auf einer Tournee zum Üben so ein Teil immer dabei. Schnelle Triller, praktisch jede Art von schnellen Verzierungen waren darauf nicht spielbar. Gleiches gilt für schnelle Tonrepetitionen. Dafür ist die Mechanik viel zu träge.
    Gleiches gilt für die viel zu groben Dynamikabstufungen. Ein pp von einem ppp zu differenzieren, geht nicht oder wird zum Glücksspiel.

    Autodidaktisch mit einem Digitalpiano zu lernen, ist eigentlich ein Vollcrash mit Scylla und Charybdis zur selben Zeit.
    Aber gut, für´s Musizieren zum Hausgebrauch, für Sänger zum Korrepetieren etc. kann es sehr nützlich sein.
    Und ach ja, die armen, armen Studenten habe ich ja völlig vergessen. Die sollen mal ihren Hintern hochkriegen und in die Übezimmer der Hochschule gehen :-))

  8. Nach oben   #8
    Nimm Lieber ein Klavier hat en viel besseres Gefühl damit


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