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Thema: Notenlesen ist unnötig und tötet das Feeling!

  1. #1
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    Notenlesen ist unnötig und tötet das Feeling!

    Eingeständnis: Ich kann diese Vorurteile gegenüber den "Notisten" nicht mehr lesen, geschweige denn hören. Meistens werden sie so formuliert, als wenn die Chance, durch´s Notenlesen ein gefühlloser Spieler zu werden, recht groß sei und als wenn das Notenlesevermögen gar nicht nötig wäre.
    Beim ersten Punkt muss ich entgegnen, dass das eine, also das Lesen, mit dem anderen, dem Feeling, wenig zu tun hat, bzw. dass keine Abhängigkeit oder Relation zwischen beidem besteht. Ich kenne genügend Beispiele für alle möglichen Kombinationen dieser beiden Komponenten und am schlimmsten waren die, wo das Nicht-Lesen-Können mit Gefühllosigkeit zusammentraf.
    Beim zweiten Punkt bliebe zu antworten, dass es für einen professionellen Musiker unabdingbar ist, Noten lesen zu können. Ausnahme: er macht Karriere im Pop/Rock-Bereich. (Auch für einen Jazzer wäre es eine nicht denkbare Einschränkung)

    Als Intro: Notenlesen an sich ist leicht. Nun gibt es aber unzählige Möglichkeiten, die Notenelemente zusammenzustellen, so dass es eher eine Frage des permanenten Machens ist, also des Sammelns von Erfahrungen und Routine, als eine Frage des Erlernens. Es verhält sich fast genauso wie bei einer Sprache.

    Komischerweise gibt es Menschen, die sich darauf berufen, Noten nicht lesen zu können und dieses so postulieren, als wäre es für sie zu spät oder als sei das eine Sache, die sie persönlich schlichtweg nicht bräuchten. Nun, zu spät ist es dafür nie, es bedarf bloß der Einsicht, dass es ein wichtiges Defizit darstellt, und der Bereitschaft, auf dem Gebiet von vorne anzufangen, also eine Sprache in ihrer Schrift von den Grundlagen an zu erlernen. Dass beide Voraussetzungen bei einigen Menschen nicht anzufinden sind, sieht man u.a. an der konstant gleich groß bleibenden Anzahl von Analphabeten in Deutschland. Man kann sich seinem "Schicksal" ergeben und das Beste daraus machen oder man kann durch Lernbereitschaft Türen zu neuen Wissensräumen öffnen und sich dadurch für seinen Fleiß selbst belohnen.

    Ein guter, alter Freund von mir entgegnete mir schon vor vielen Jahren auf meine Frage, warum er als sehr talentierter Hobby-Saxophonist nicht lesen könne, mit genau dieser Aussage, dass er wohl zu alt dafür wäre. Heute, d.h. viele Jahre später, meint er, dass er damals damit hätte beginnen sollen und dass er jetzt ja zu alt dafür sei. -

    Ob man das Lesen tatsächlich braucht, kann jeder eigentlich nur dann beurteilen, wenn er es denn tatsächlich könnte und dann den Vergleich "vorher - hinterher" ziehen würde. Oder: Wenn sich der Horizont auf dem Niveau eines Tellerrands befindet, scheint die Existenz einer Gabel auch sehr fragwürdig.


    Um das Defizit des Nicht-Lesen-Könnens auszugleichen, hat sich generell eine gebetsmühlenartige Begründung breit gemacht, die da lautet: meistens haben die "Notisten" kein Feeling. Häufig geht man noch weiter und sagt: die "Profis" haben kein Feeling.
    Das Positive an dieser Aussage ist: sie ist derart schwammig, pauschal und vorurteilsbeladen, dass sie nicht ernst genommen werden muss, dass sie aber auch keiner entkräften kann, denn wer kann schon "Feeling" genau definieren? Dieses Argument/Vorurteil wird danach von seinem Autor wie eine Nationalflagge mit trotzigem Stolz vor sich hergetragen, ja fast auf eine dogmatische Ebene gehievt, so dass keiner auf die absurde Frage kommen könnte, warum er nicht ganz einfach ein wenig Zeit in´s Lernen investiert hätte?
    Diese trotzige Haltung geht teilweise so weit, dass in einem anderen Musikforum tatsächlich behauptet wurde, Üben würde wenig bringen, da man dadurch noch lange kein Feeling bekäme und das sei letztlich das Allerwichtigste. Und spätestens damit wird es grotesk!


    Ohne das Schreiben und Lesen von Noten wäre unsere heutige Musik auf einem frühmittelalterlichen Stand, das ist ein Faktum. Ohne unsere Buchstaben-Schrift kann man sich unser Leben ja auch nicht vorstellen und beides ist durchaus vergleichbar.
    Die allermeisten Entwicklungen in der Musiktheorie, von der u.a. auch unsere U-Gitarristen profitieren, sind erst durch die Notenschrift möglich gewesen. Und wenn Notenschrift mit Nicht-Feeling gleichzusetzen wäre, müßten wir heute also ein durch lauter Technokraten verdorbenes Musiksystem vor uns haben.

    Um ein komplexeres Stück zu komponieren, geht kein Weg an der Notation vorbei.
    Um ein Stück exakt reproduzierbar zu machen, geht ebenfalls kein Weg an der Notenschrift vorbei. Man stelle sich vor, jedermann würde lediglich mit Audiofiles arbeiten, aus denen man erst einmal seinen Part heraushören und dann auswendig lernen müßte. Lächerlich! Für größere Ensembles wie Orchester, Kammermusik-Besetzungen, Big Bands, aber auch schon für etwas größere Pop-Besetzungen mit Bläsern etc. kann es nur den Weg über, bzw. mit Noten geben. Die örtliche Blues Band oder Tanzmugger brauchen es natürlich nicht können, sofern sie denn ein Leben lang in ihren Gefilden zu verweilen gedenken.

    Meistens kommen die altbekannten Einwände gegen das Noten-Lesen von Gitarristen und Sängern im U-Bereich. Von Bläsern und Streichern nie, von Pianisten/Keyboardern und Schlagzeugern nur selten. Das liegt daran, dass es unter Hobby-Gitarristen und -Sängern viel mehr Autodidakten gibt als unter den anderen Instrumentalisten. Von denen hat mittlerweile selbst die Hobby-Fraktion den Wert des Unterrichts erkannt, der in der Regel eben mit Noten praktiziert wird. Und dass qualifizierter Unterricht eine segensreiche Angelegenheit ist, muss ich in diesem Kontext sicherlich nicht explizit betonen. Es gibt außerdem im U-Bereich mittlerweile unzählige Workshop-Notenhefte, in denen typische Spielweisen von bekannten Musikern oder Musikstilen analysiert werden. Für einen Amateur im U-Genre herrscht daher heute ein Schlaraffenland, wenn man es mit den Zuständen vor 20 oder 30 Jahren vergleicht, als jeder Gitarrist und Keyboarder notgedrungen mit "House of the rising sun" anfangen musste und sich danach durch´s Heraushören langsam weiter nach oben arbeiten musste. Heute kann man exakte Transkriptionen von Soli und Begleitfiguren der besten Musiker auf Noten verfolgen, sie üben und dadurch als Bereicherung seinem eigenen Stil hinzufügen, bzw. dadurch lernen und sich weiterbilden.
    Als generelle Folge dessen ist der allgemeine Technik-Stand der Musiker aller Lager (Profis und Amateure, E und U) in den letzten Jahrzehnten immens gestiegen. Unsere Orchester sind viel besser als vor 40 oder 50 Jahren, aber auch die U-Musiker haben ungeheure Sprünge nach vorne gemacht. Gitarristen wie Clapton würden heute überhaupt nicht mehr auffallen und Bands wie die Stones würden heute als Rumpelbands verschrien sein.

    Notenlesen ist ein Arbetswerkzeug und eine notwendige Fixierung der gemeinsamen Sprache, nicht mehr und nicht weniger. Notation ist das, was für einen Physiker die Mathematik darstellt oder für einen Theologen die Bibel. Dabei ist Notation an sich nicht sehr genau. Häufig kommt sie sogar an ihre Grenzen, so dass es am Spieler liegt, die dahinter steckenden Intentionen des Komponisten richtig zu deuten - sofern er denn ein Feeling dafür hat...

    Was mich zum Totschlagargument des mangelnden Feelings führt. Ich denke: "entweder man hat´s oder man hat´s nicht"...
    Das ist zwar etwas Monty Python-artig, aber wenigstens genauso platt und absurd wie das besagte Vorurteil.

  2. Nach oben    #2

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    Wer Notenlesen mit schwindendem Gefühl für die Musik gleichsetzt hat meiner Meinung nach keine Ahnung.

    Sicher kann es manche Menschen einengen. Ich sehe das bei mir im Chor. Wenn die Noten hoch werden kommt da ein: Oh Gott das kriege ich nicht hin. So hoch komme ich nicht.
    Aber wenn die Noten nicht gesehen werden, geht es komischerweise.

    Das hat aber mehr was mit der mentalen Einstellung zu tun.

    Ich möchte es nicht mehr missen können, dass ich Noten lesen kann.
    Für mich ist ein Musikstück fast so etwas wie ein Buch in dem ich lesen kann.
    Ich hatte damals Musik im Abitur und wir haben Musikstücke interpretiert.
    Heute fehlt mir da schon die Übung ganz klar, aber je mehr ich mich wieder damit beschäftige desto aufschlussreicher sind die Noten für mich.

    Ich kann dafür nichts mit dem Bild eines Malers anfangen.

    Da ich mittlerweile auch schonmal unseren Chorleiter vertrete wenn er nicht kann, bzw. dirigiere wenn er Orgel spielt zu unseren "Auftritten" in der Kirche (Kirchenchor) muss ich natürlich auch die Noten lesen können...

    Ich finde das aber auch total aufregend.
    Ich weiss noch wie ich das erste Mal eine Messe von Charles Gounod dirigieren durfte.

    Ich hatte zu Hause die Kopfhöhrer auf, die Partitur in der Hand und habe einen imaginären Chor in unserem Wohnzimmer dirigiert.
    Mein Mann hat mich angesehen und dachte wohl nurnoch: Jetzt ist se vollkommen übergeschnappt...

    Nein also ich denke, man kann erst so richtig ein Gefühl für die Musik entwickeln wenn man auch versteht was man da tut und da gehört Notenlesen für mich dazu.


  3. Nach oben    #3
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    Ja - Dirigieren-Üben und unerwartete Beobachter...

    Ich fuhr damals zu meinem Examen in Orchesterleitung, saß also im Auto , musste vor einer Ampel halten und dirigierte/übte dabei noch einmal eine schwierige Stelle. - Bis ich merkte, dass alle Fahrer auf den beiden Spuren neben mir völlig entgeistert auf mich starrten und einen Gesichtsausdruck machten, als sei ich reif für die Anstalt...

  4. Nach oben    #4

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    Ich bekenne mich schuldig.
    Ich bin auch so eine "im Auto-Dirigiererin", wenn auch nur als Hobby.

  5. Nach oben    #5

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    Hallo,

    oft ist es ja so, dass Vorurteile aus Angst oder Neid entstehen.

    Ich denke, jeder soll das so machen, wie er es gern möchte und wie er damit zurecht kommt.

    Vorurteile und Pauschalurteile mag ich nicht so gern...

    Grüße,
    Quinty

  6. Nach oben    #6

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    Notenlesen ist unnötig und tötet das Feeling!

    Ich finde dass es Blödsinn ist, dass man als Musiker Noten lesen MUSS. Man kann ein super Musiker sein und braucht nicht Noten lesen zu können. Aber es macht halt Vorteile, wenn man es kann. Z.B. wenn ein Solo nur in Noten geschrieben ist, und da ich als Gitarrist immer noch Probleme mit Noten hab, hab ich mir eher die sog. Tabulatur angeeignet. Viel schneller zu verstehen und nicht so kompliziert aufzuschreiben. Nachteil: Man erkennt nicht den wahren Melodieverlauf, weil es keine Unterschiede mit Halb- und Ganznoten gibt. Warum also nicht eher Tabs lernen als sich mit Noten rumzuquälen? Ganz einfach! Noten sind international verständlich und "unkompliziert", sozusagen: ein Flötist kann auf einmal eine weltbekannte Notenfolge spielen, bei Tabs wird das ganze schon etwas interressanter. Und wenn dazukommt, dass der Musiker selbst das nur in Tabs formuliert hat, wirds sogar richtig spannend! Dann muss erst jemand kommen, der Noten UND Tabs lesen kann und da fängt das Problem an: "Ach die doofen Noten braucht doch eh keiner!" Hör ich immer ganz oft. Dabei ist es eigentlich total wichtig, dass man Noten lesen kann, wenn man weltbekannte und -beliebte Songs schreiben möchte. Wenn jemand kommt, der eben keine Tabs lesen kann, weil er sie nicht versteht (logisch oder? ein Flötist versteht kaum, was 1:x; 2:3; 3:2; 4:0; 5:1; 6:0 bedeutet (die's nicht wissen, es ist ein C-dur))

    Ich hoffe, ich konnte helfen. FÜR DIE NOTEN!

    Gruß, TheRodGonzales

  7. Nach oben    #7
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    Mal ganz vom Thema ab, nur damit das hier alle Lesenden überhaupt wissen; Es gibt nicht nur die Standard-Notation, wie sie hier wahrscheinlich jeder kennt, sondern auch seit dem 14. jhd die Tabulatur für verschiedenste Instrumente, die moderne Gitarrentabulatur, graphische Notation, Zifffernnotation, Akkord-Notation und noch einige Andere.

    Alleine da schon zu pauschalisieren, grenzt an groben Unfug.
    Weshalb? Weil vorallem die U-Musiker, die sich gegen das Lesen der Standard-Notation sträuben, immer darauf pochen dass ihnen bspw. Akkorde reichen. Meine Antwort: "Ätsch,...auch Notation!".

    Schlußendlich kommt es aber auf allerhand unabhängiger Faktoren an, Fragen, die man sich selber stellen muss und genauso sage ich es auch allen meinen Schülern und Studenten, wenn sie mich fragen:
    - Wo stehe ich als Musiker?
    - Quo Vadis?
    - Welche Mittel sind für mich die Geeigneten dieses Ziel zu erreichen?

    Auch wenn mir die nächsten Sätze so einige übel nehmen werden, aber:
    Wenn die qualitativen Ansprüche an mich als Musiker und meine Darbietung nur mittelmäßig bis verhalten sind, d.h. ich recht genügsam bin, mit einfachen Ausführungen und Aufgaben vollends ausgelastet oder befriedigt sein kann, dann ist die Notenschrift für mich sicherlich nicht zwingend notwendig.

    Ich erzähle da immer gerne eine kleine Anekdote, als ich vor ein paar Jahren in meinen jetzigen Proberaum gezogen bin und die eine Band, die dort Untermieter ist, kennengelernt hatte. Natürlich haben sie irgendwann gefragt, ob ich ihnen eines oder mehrere Stücke aus meinem aktuellen Programm vorspielen könnte und ich erwiderte: "Sehr gerne, aber ich hab meine Noten nicht dabei".
    Deren Antwort waren skeptische Blicke und ein kleines Unverständnis, da sie meinten man könnte ja einfach alles auswendig lernen und immer parat haben. Meine Antwort darauf war: "Die meisten meiner Stücke umfassen in etwa 800 Takte und von ihnen spiele ich momentan etwa 7 Stück. Wenn du dir also alle Takte (5600) merken kannst und so wie ich alle zwei bis drei Monate dein Programm teilweise oder vollständig wechselst, sollten wir die Jobs tauschen"
    Wieder gabs ein paar Blicke, aber eher ein paar erstaunte und offene Münder.

    Es macht halt einen großen Unterschied was ich spiele und bei Werken wie "Ballets des Arts", "Bellerophon" von J.B.Lully oder Händels "Water Music", welche 1 Stunde bzw. etwas über 2 Std. Zeitdauer besitzen, kann ich nicht auf eine Notenschrift verzichten.
    Allerdings beeinflusst es in keinster Weise mein Spiel, aber das hat wohl eher den Grund, dass ich kein Autodidakt-Hobby-Klampfist ( ) bin.

  8. stepbeyond´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  9. Nach oben    #8

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    Die Notenschrift ist seinerzeit erfunden worden, damit der Komponist dem Musiker mitteilen konnte: Was, wie und wie lange gespielt werden soll (stark verkürzte Darstellung). Anders als heute gab es damals ja noch keine Aufnahme- und Wiedergabemedien (CD, u.a.), die sowas übernehmen könnten. Heutzutage käme man wohl ohne Noten aus.

    p.s.: Nach über 40 Jahren Musikerfahrung teile ich die Auffassung, dass Noten die musiklische Entfaltung behindern und das sklavische Einhalten der Notenvorgaben "das Feeling t*tet"! Wer nur einmal in seinem Leben mit anderen gejammt/improvisiert hat, weiß das.

  10. Nach oben    #9
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    Schon wieder ein sinnfreier Beitrag.

    Gerade wenn man mit anderen jammt, wäre es vorteilhaft, wenn es notierte Themen gäbe, die jeder lesen und spielen könnte, um dann darüber zu improvisieren - also die typische Realbook-Praxis.
    Für Dich als Amateur mag das Jammen auf einer bis drei Harmonien ja reichen, aber für richtige Musiker wird´s dann zu einer öden, langweiligen Qual.

    Hoch komplexe, kontrapunktische Stücke ohne Noten? Mit CD? Wie soll das gehen?
    Schon einmal über die von mir angesprochene Evolution der Musik durch Noten nachgedacht?
    Orchesterpraxis? Big Band Praxis? Kammermusik Praxis?

    Deine Vorstellungen sind derart oberflächlich und höchstens zehntelwissend, dass sich eine weiter gehende, ernsthafte Antwort erübrigt.

  11. Ex-anona10´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  12. Nach oben    #10
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    Hallo zusammen

    Zitat Zitat von stepbeyond Beitrag anzeigen
    Ich erzähle da immer gerne eine kleine Anekdote, als ich vor ein paar Jahren in meinen jetzigen Proberaum gezogen bin und die eine Band, die dort Untermieter ist, kennengelernt hatte. Natürlich haben sie irgendwann gefragt, ob ich ihnen eines oder mehrere Stücke aus meinem aktuellen Programm vorspielen könnte und ich erwiderte: "Sehr gerne, aber ich hab meine Noten nicht dabei".
    Deren Antwort waren skeptische Blicke und ein kleines Unverständnis, da sie meinten man könnte ja einfach alles auswendig lernen und immer parat haben. Meine Antwort darauf war: "Die meisten meiner Stücke umfassen in etwa 800 Takte und von ihnen spiele ich momentan etwa 7 Stück. Wenn du dir also alle Takte (5600) merken kannst und so wie ich alle zwei bis drei Monate dein Programm teilweise oder vollständig wechselst, sollten wir die Jobs tauschen"
    Wieder gabs ein paar Blicke, aber eher ein paar erstaunte und offene Münder.
    ...Hmmm...Dann frage ich mich nun wirklich ernsthaft, wie ist oder war es eigentlich möglich, das wir mit unserer damaligen Band eine Setlist mit 16 Songs erstellen konnten und diese auch ohne Probleme komplett spielen konnten ohne das irgendeiner von uns Noten lesen konnte. Zumal keine unserer Songs den gleichen Takt aufwies.
    Alle Songs konnten wir frei aus dem Kopf spielen...Ohne Noten zu können.

    Einige Songs von uns waren so komplex aufgebaut, das Freunde von uns sagten...
    "Da habt ihr aber teilweise Songs, die echt abwechslungsreich sind endlich mal weg von diesem
    (Strophe-Refrain-Strophe-Refrain-Strophe-Refrain Schema weg".

    Aber ich denke mal, der eine kommt besser mit dem Notenschema klar und der andere halt so.


    p.s.: Nach über 40 Jahren Musikerfahrung teile ich die Auffassung, dass Noten die musiklische Entfaltung behindern und das sklavische Einhalten der Notenvorgaben "das Feeling t*tet"! Wer nur einmal in seinem Leben mit anderen gejammt/improvisiert hat, weiß das.
    ...Das ist allerdings auch mein Empfinden.



    Gruß Alex
    Viele Grüße

    Alex

  13. Nach oben    #11
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    Natürlich ist es möglich und auch zum Glück möglich, völlig ohne Noten zu spielen. Das Gegenteil habe ich nie behauptet.
    Es kommt aber auf zwei Faktoren an:
    1. Ist man Berufsmusiker oder Amateur?
    2. Welche Musik macht man?

    Als Berufsmusiker ohne Notenkenntnisse überleben zu wollen, kann einen nur Pop/Rock- und Schlagermusik bieten. Alles andere geht ohne Notenkenntnisse nicht. Und alles andere umfasst eben Jazz, Klassik, Crossover etc., d.h. ernsthaftere, ambitioniertere Formen der Musikausübung.

    Wie stellt Ihr euch denn den Alltag eines Musikers vor? Endlose Jam-Sessions auf einer Harmonie? Lachhaft!
    Der Alltag eines Orchestermusikers ist klar definiert, darüber muss man sich nicht unterhalten. Daneben gibt es aber viele freie Musiker und bei denen gilt: je vielseitiger, desto besser.
    Ich kenne einen Bassisten, der Contrabass und klassische Gitarre studiert hat. Daneben spielt er aber auch noch einen sehr guten 6-saitigen E-Bass und ist in puncto Jazz und Rock sehr virtuos. Er wird gerne von Kammerorchestern für Alte Musik eingeladen, macht Tourneen und Konzerte mit ihnen und ist damit durchaus gut beschäftigt. Daneben spielt er noch in einer Band und hat Schüler. Insgesamt kann er davon ganz gut leben, aber reich wird er damit nicht. Und - bevor ich es vergesse - improvisieren kann er "trotz seiner Notenkenntnisse" wirklich verdammt gut.
    Könnte er keine Noten lesen, müßte er Taxi fahren.

    Ein freier Schlagzeuger sollte möglichst alles drauf haben. Von Pauken über Mallets bis zum Drumset. Dementsprechend von Orchesteraushilfen über kleine, jazzige Auftritte (z.B. mit einem Gospelchor) bis zur Pop/Rock-Mugge. Wie soll das ohne Noten funktionieren? Aber auch hier gilt: innerhalb von Pop/Rock und Schlagermugge ist das natürlich möglich. ABER was passiert, wenn er fünfzig wird und man ihm das auch noch ansieht? Dann kann er sich aus diesen Genres allmählich verabschieden, weil Pop und Opas passen trotz ähnlicher Buchstaben nicht zusammen. Und dann? Dann kann auch er Taxi fahren.

    Was man hier bis zum Überdruss lesen muss, sind die klischeehaften Vorurteile von Amateur- oder Popmusikern. Meine Güte, das Forum heißt "Musikerforum". Also sollte es nicht verwundern, dass hier auch Fachleute schreiben. Und deren Wissen und Horizont muss nun einmal deutlich über dem der reinen Liebhaber stehen. Alles andere wäre ja auch tragisch, denn das hieße, dass man all die Semester und all das Üben völlig umsonst gemacht hätte.
    Aber seltsamerweise - ich wiederhole mich jetzt - wird die dadurch bedingte Kompetenz der Fachleute nicht anerkannt. Nein, im Gegenteil, die Amateure reagieren dünnhäutig und fast beleidigt.

    Geht einmal zu einem Arzt und erzählt ihm etwas darüber, wie er diese oder jene Krankheit behandeln sollte. Oder zu einem Kfz-Mechaniker mit einer ähnlichen Attitüde. Die Antworten dürften klar sein. Nur macht das kein Mensch, weil in diesen Bereichen die Kompetenz durch Studium/Ausbildung völlig neidlos anerkannt wird. Im Bereich der Musik aber nicht. Das ist schon ein merkwürdiges Phänomen, das ich mir nur durch die in der Musik steckenden Emotionen erklären kann.

  14. Nach oben    #12

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    das non - plus - ultra iss ja wenn man beides kann, sowohl mit wie auch ohne noten.
    ich spiele seit 40 jahren mehrere instrumente, steh seit 35 jahren inzwischen wohl annähernd das 2.000ste mal auf der bühne, und vor 12 jahren hab ich angefangen mit noten.
    ich kann nur sagen, alle die keine noten lesen können sagen man braucht das nicht!
    seit ich noten lesen kann find ich es ist wesentlich besser man kann!
    wenn ich noten lesen kann heisst das nicht dass ich nicht mehr jammen darf.
    im gegenteil, mir sind mit den noten mehrere lichter angegangen.
    inzwischen weiss ich was ich warum mach. das versteht man allerdings ohne noten nicht.
    l.g.
    achim.

  15. achim13´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  16. Nach oben    #13

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    Zitat Zitat von anona10 Beitrag anzeigen
    Für Dich als Amateur mag das Jammen auf einer bis drei Harmonien ja reichen, aber für richtige Musiker wird´s dann zu einer öden, langweiligen Qual.
    Dem halte ich mit meiner über 40-jährigen Erfahrungen als Rockmusiker mit Hunderten von erfolgreichen Auftritten (und der ein oder anderen Platten/CD-Veröffentlichung) entgegen, dass Du nicht die geringste Ahnung von lebendiger Musik zu haben scheinst!

    "Tote" Musik längst verstorbener Komponisten stupide vom Blatt runterzuspielen, das reicht mir und den mir bekannten Musikern einfach nicht aus. Wir haben nichts reproduziert, sondern etwas Neues geschaffen! Das scheint der große Unterschied zwischen uns zu sein. Ob die Kompositionen der Beatles, der Stones oder der Beach Boys besser sind, als die Werke Mozarts oder Schönbergs, wird wohl erst die Zukunft zeigen.

    p.s.: anona, dürfte ich Dich, zumindest mir gegenüber, um einen etwas freundlicheren Ton Deinerseits bitten. Macht bestimmt mehr Spaß, als nur rumzurüpeln ..

  17. Nach oben    #14

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    Zitat Zitat von achim13 Beitrag anzeigen
    das non - plus - ultra iss ja wenn man beides kann, sowohl mit wie auch ohne noten.
    ich spiele seit 40 jahren mehrere instrumente, steh seit 35 jahren inzwischen wohl annähernd das 2.000ste mal auf der bühne, und vor 12 jahren hab ich angefangen mit noten.
    ich kann nur sagen, alle die keine noten lesen können sagen man braucht das nicht!
    seit ich noten lesen kann find ich es ist wesentlich besser man kann!
    wenn ich noten lesen kann heisst das nicht dass ich nicht mehr jammen darf.
    im gegenteil, mir sind mit den noten mehrere lichter angegangen.
    inzwischen weiss ich was ich warum mach. das versteht man allerdings ohne noten nicht.
    l.g.
    achim.
    Ich konnte zwar von Anfang an Noten lesen, habe es aber in meinen 40 Jahre aktiven Musikschaffens nicht gebraucht!
    OK ..., eine Ausnahme gibt es: Die Noten von "New York, New York" haben mir in der Vorbereitung eines größeren Live-Gigs sehr geholfen, das Leitthema korrekt auf einem Klavier zu spielen - was nicht mein Instrument ist, *gg*.

  18. Nach oben    #15
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    Lieber Bully, Dein enger musikalischer Horizont ist schon sehr gut damit charakterisiert, dass Du die Feststellung triffst, dass man wohl erst nach diversen Jahren feststellen wird, wer denn nun besser sei, Mozart oder irgendein heutiger Rockmusiker.

    Bezeichnend ist auch Dein Statement, dass man nicht die Werke toter Komponisten stupide herunterspielen möchte. Wer das tut, der hat in der Klassik nichts verloren, bzw. der hat dort auch keinen Erfolg. Da geht es um Nuancen und Feinheiten, nicht um Grobmotorik. Aber das wirst Du mangels Erfahrung und Ausbildung nicht nachvollziehen können.

    Warum sollte ich freundlich zu Dir sein? Deine Zeilen strotzen vor Vorurteilen richtigen Musikern gegenüber, vor Ignoranz gegenüber der Tatsache, dass Musik ein akademischer Ausbildungsberuf ist und generell einen sehr fundierten, theoretischen Unterbau hat, ohne dessen Wissen man in jedem Musikgenre halt nur an der Oberfläche kleben bleibt.
    Wenn aber jemand wie Du all das zu einem Dogma macht und damit in einem Forum quasi Meinungsmache betreibt, dann muss man sich dem entgegen stellen, da einige Leser meinen könnten, dass genau so Musik gemacht wird.
    Deine Efahrungen mit Rockbands sind nun mal sehr einseitig und spiegeln nur einen Bruchteil des musikalisch Möglchen wieder. Und Deine Bühnen- und CD-Erfahrungen? So what? Bohlen vekauft auch reichlich CDs und Tokio Hotel macht die Hallen oder Stadien voll. Du redest hier von der niedrigst-möglichen Anforderung, nämlich bei der Masse anzukommen und leitest daher Deine Kompetenz in Sachen Musik ab. Wir reden hier über Musik im qualitativen Sinn.

    Da Du ja in Sachen Rock unterwegs bist: was meinst Du denn, woher die Musiker von Frank Zappa kamen? Da hatte fast jeder ein Musikstudium hinter sich und konnte trotzdem mehr als gut improvisieren. Aber lassen wir das.

    Und zum Schluss: die Tatsache, dass Du für "New York, New York" noch Noten brauchtest, zeigt eben, dass Dein Gehör nicht sehr geschult sein kann. Das spielt Dir jeder richtige Musiker mit einem müden Lächeln vor - und zwar ohne Noten und ziemlich gelangweilt, wie es sich für das Stück gehört.

  19. Ex-anona10´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  20. Nach oben    #16

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    @ Anona: Während Sie sich anscheinend eine Menge Musiktheorie angelesen haben, scheint Ihre Kinderstube etwas zu kurz gekommen zu sein. Ich bin jedenfalls nicht länger bereit, mich auf Ihr pampiges Niveau einzulassen.

    Und tschüss ..

  21. Nach oben    #17
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    Da gebe ich Anona vollkommen recht!

    Zitat Zitat von Vinterland Beitrag anzeigen
    ...Hmmm...Dann frage ich mich nun wirklich ernsthaft, wie ist oder war es eigentlich möglich, das wir mit unserer damaligen Band eine Setlist mit 16 Songs erstellen konnten und diese auch ohne Probleme komplett spielen konnten ohne das irgendeiner von uns Noten lesen konnte. Zumal keine unserer Songs den gleichen Takt aufwies.
    Alle Songs konnten wir frei aus dem Kopf spielen...Ohne Noten zu können.

    Einige Songs von uns waren so komplex aufgebaut, das Freunde von uns sagten...
    "Da habt ihr aber teilweise Songs, die echt abwechslungsreich sind endlich mal weg von diesem
    (Strophe-Refrain-Strophe-Refrain-Strophe-Refrain Schema weg".
    Möchtest du im Ernst die Songs deiner Band mit mehrstündigen, orchestralen Werken großer Komponisten vergleichen?
    Dann sollten wir wahrscheinlich demnächst in jeder Philharmonie einführen, dass die Musiker ihre Notenständer von der Bühne entfernen. Das spart Geld, schon den Haushalt und man braucht sie ja nicht, um mitzulesen. So retten wir die Kulturlandschaft der Metropolen! Vielen Dank für deine grandiose Idee!
    Wo wir schon dabei sind, wollen wir dann nicht auch alle Bibeln verbrennen?
    Ich meine, glauben können die Leute doch auch ohne sie und wer liest heutzutage schon noch?



    Zitat Zitat von anona10 Beitrag anzeigen
    Lieber Bully, Dein enger musikalischer Horizont ist schon sehr gut damit charakterisiert, dass Du die Feststellung triffst, dass man wohl erst nach diversen Jahren feststellen wird, wer denn nun besser sei, Mozart oder irgendein heutiger Rockmusiker.

    Da Du ja in Sachen Rock unterwegs bist: was meinst Du denn, woher die Musiker von Frank Zappa kamen? Da hatte fast jeder ein Musikstudium hinter sich und konnte trotzdem mehr als gut improvisieren. Aber lassen wir das.

    Und zum Schluss: die Tatsache, dass Du für "New York, New York" noch Noten brauchtest, zeigt eben, dass Dein Gehör nicht sehr geschult sein kann. Das spielt Dir jeder richtige Musiker mit einem müden Lächeln vor - und zwar ohne Noten und ziemlich gelangweilt, wie es sich für das Stück gehört.
    Eigentlich wollte ich ja noch etwas zu Bully sagen, aber umso mehr ich gelesen habe, desto unqualifizierter erschien mir das. Tote Musik oder Beach Boys und Mozart in einem Satz zeigen mir nur, dass seine Zukunft wahrscheinlich nicht bei ernsthafter Musik liegt.

    Zum Improvisieren fällt mir nur ein: Das kann man auch mit Kammermusik-Ensembles oder einem Orchester. Wir habens früher immer ganz gerne zum Aufwärmen oder Einspielen gemacht. Es ist immerhin besser als absolut unkoordinierte Ka(c)kophonie.

    Was das Gehör angeht, wär ich manchmal froh einiges nicht zu hören. Wie ich öfter zu sagen pflege: Möchtest du einem Musik wehtun, dann brauchst du keine Gewalt, sondern ein Youtube-Video mit 13 Jährigen, die Stücke für sein Instrument spielen und mit 5 Sternen bewertet werden.

    Haha...Oh Gott. Ich mag ja wirklich Youtube, aber DAFÜR hasse ich die Plattform.
    Das ist wie ein überfahrenes Tier, man möchte nicht hingucken, aber tuts aus Neugier trotzdem und bereut es dann.

  22. Nach oben    #18
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    Stepbeyond, es ist ein unerschöpfliches Thema. Meine Güte, womit hat man das verdient?
    Aber und gerade daher frage ich Dich nach deiner Meinung: warum wird gerade in der Musik Kompetenz so geringschätzig, wenn nicht gar verachtend seitens der Amateure angesehen?

  23. Nach oben    #19
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    Zitat Zitat von stepbeyond Beitrag anzeigen
    Möchtest du im Ernst die Songs deiner Band mit mehrstündigen, orchestralen Werken großer Komponisten vergleichen?
    ...Habe ich das ?.
    Also ich könnte mich nicht an einen einzigen Satz erinnern, in dem ich das tat.
    Ich selber höre zwar Metal und Rock aber sehr oft auch Klassische Musik ( Tschaikowski, Rachmaninov )
    und ich würde nicht mal im Traum dran denken, uns mit diesen Musikern zu vergleichen.

    Es ist halt meine persönliche Meinung und Einstellung zu dieser Sache.
    Ich sage mir einfach...Ich möchte Musik machen und Leben und nicht stundenlang über Notenblättern sitzen.
    Ist einfach nicht mein Ding.

    Und ich möchte jetzt auch niemandem zu nahe treten, aber ich fände es gut, wenn die auch
    so akzeptiert würde ohne beleidigend oder ausfallend zu werden.

    Gruß Alex
    Viele Grüße

    Alex

  24. Nach oben    #20
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    Ich akzeptiere doch auch deine Meinung, gar keine Frage.
    Wenn du allerdings meinst es wäre eurer Band leicht möglich gewesen ohne Noten dies und das zu können und es an meinem Kommentar misst, solltest du nur bedenken dass ich ein Orchestermusiker bin. Auch wenn das z.Z., auf Grund von anderer beruflicher Tätigkeit, ruht.

    Nehmen wir dies hier als bekanntes Beispiel:
    http://www.youtube.com/watch?v=AqMBHhcHtZU

    Ich spiele Dvoraks Neunte seit gut 10 Jahren immer mal wieder, kenne das Werk in- und auswendig, habe jeden einzelnen Ton davon im Ohr und würde trotzdem nicht ohne Blatt spielen.
    Weshalb? Weil Erinnerungen einen täuschen können, weil Randbemerkungen auf dem Blatt immer sehr wichtig sind, man sie manchmal auch wieder verwirft und ändert (gerade, wenn man es längere Zeit nicht gespielt hat) und die Konzentration irgendwann nunmal nachlässt.

    Es gibt wohl keinen Musiker, der ein einstündiges Programm spielt und von sich behauptet am Ende noch genauso erholt, fit und kognitiv unverbraucht zu sein, wie ganz zu Anfang.

    Noten sind also ein geeignetes Hilfsmittel uns einen Teil unserer Konzentration für andere Dinge zu bewahren, indem wir wenigstens nur stumpf ablesen müssen. Wofür aber? Für den wichtigen Teil, nämlich die Interpretation.

  25. stepbeyond´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  26. Nach oben    #21

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    was tut ihr hier?
    ich dachte musiker sind kollegen?
    ich hab jahrelang blues gespielt, ich hab viele tränen gesehen, von leuten die aus rührung dahin geschmolzen sind, viele emotionen, stimmung pur bis zur extase, menschen jeglichen alters und aus sämtlichen schichten, die sich zu unseren beats vereinten, es war schön, teilweise unbeschreiblich schön, und alles ohne noten und ohne jegliche vorlage, einfach nur feeling pur.
    ich machte jahrzehntelang und mach immer noch unterhaltungsmusik. bestimmt irgendwo am 2.000sten gig. und ich komponiere..
    es ist sehr hilfreich wenn man noten lesen kann, und dinge nachlesen kann die man nur durch notenlesen versteht.
    es ist verständlicherweise einfacher einem trompeter hinzuschreiben was er spielen soll, anstatt es diesem vorzusingen...
    ist es so schwer zu sagen: stimmt, da is was dran?
    egal ob man es braucht oder nicht, wenn man´s kann isses nur von vorteil, und hat mit gefühl rein gar nix zu tun.
    vertragt euch und denkt mal nach.

  27. Nach oben    #22
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    Achim, das ist wohl weniger eine Frage des Vertragens. Das sind ziemlich typische Reaktionen darauf, dass man auf Vorurteile, die gerade bei Pop/Rock & Verwandtem sehr verbreitet sind, eingeht und sie als Unsinn verifiziert. Wenn jemand schreibt, dass man heute in den Zeiten von digitalen Tonaufzeichnungen keine Noten mehr bräuchte, dann ist das simpler Quatsch - Tausende von Orchester- und Big Band-Musikern, von Chorsängern, von Jazzband-Musikern etc. würden bei solchen Aussagen in höhnendes Gelächter ausbrechen, nur die sind komischerweise höchst selten in solchen Foren anzufinden, so dass sich der allgemeine Meinungstenor genau in diese inkompetente Richtung entwickelt.

    Wir haben aber immer wieder Anfragen von angehenden Musik- und Musik-auf-Lehramt-Studenten bezüglich ihrer Prüfungsinhalte. Das zeigt, dass das Forum gelesen und von einigen als kompetent angesehen wird. Auch deshalb kann es doch nur von Vorteil sein, wenn man das Niveau auf eine ernsthaftere, angemessene Ebene stellt.

    Die meisten Foren werden - wie das hiesige - von Hobbymusikern aus gerade o.a. Musikbereichen dominiert und entsprechenden Unsinn kann man dort häufig lesen. Falls meine Antworten darauf als "pampig" bezeichnet werden und Anlass für Streit darstellen, tut mir das einerseits leid, zeigt aber um so deutlicher, dass es sich bei diesem Komplex nicht um Fakten, sondern um Emotionen und gekränkte Eitelkeiten handelt.
    Kein Mathematiker würde die Gleichung "2+2=5" stehen lassen oder sich bei der Berichtigung mit vorsichtigster Wortwahl der "4" allmählich annähern. Nein, er würde es direkt und kompromisslos als falsch bezeichnen und die richtige Lösung nebst Beweisführung hinzufügen. Einem Mathematiker würde man aber die Kompetenz dafür einräumen, einem Musiker eben nicht.
    Und da das Thema eben sehr emotional zu sein scheint, flüchtet man sich mangels eigener Beweisführungsmöglichkeit in totschlagende, abenteuerliche Behauptungen wie:
    "wir spielen lieber neue, eigene Musik als den toten, uralten Kram stupide Note für Note nachzuspielen."
    Spätestens damit wird es lächerlich und das sollte auch entsprechend demaskiert werden.

    Eine andere Variante des Unsinns ist die Polarisierung: hier die Kreativen, die improvisieren können, eigene Sachen spielen, Feeling haben und daher keine Noten benötigen - dort die Akademiker, die nur das Schwarze auf dem Papier nachspielen können, vor lauter einengender Theorie überhaupt keinen vitalen Zugang zur Musik haben und eine Panikattacke bekommen, wenn so etwas wie Improvisieren von ihnen verlangt wird.
    Was für ein unbeschreiblicher Quatsch und welche Ignoranz!

    So etwas kann man nicht unwidersprochen stehen lassen. Wenn es dann ungemütlich wird, dann ist das eben so.

  28. Nach oben    #23
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    Machen wir uns doch nichts vor, Anona, vorallem bei Musik geht es immer um Emotionen.
    Manchmal habe ich den Eindruck, dass sich Hobbymusiker alleine schon durch die Anwesenheit von studierten Musikern gekränkt, provoziert oder in Frage gestellt fühlen. Die Gründe dafür mögen sicherlich zahlreich sein.

    Es ist auch vollkommen egal, ob es sich dabei ums Notenlesen handelt oder man über Technik spricht. Das erzeugt beides ähnliche Reaktionen. Wenn man dann auch noch einem autodidaktischem Gitarristen versucht zu erklären weshalb es nicht verkehrt ist mindestens ein Jahr lang technische Fingerübungen zu praktizieren, hat man den selben Ausgangspunkt wie wir momentan.
    "Wozu Anschlagstechniken üben? Das ist Feeling, das muss man im Gespür haben oder man hat es eben nicht. Da muss ich keine diatonischen Tonleitern spielen!"

    Genau, deswegen klingt der Anschlag der meisten Autodidakten auch ungefähr nach Presslufthammer.

    Aber kommen wir mal zurück zum Thema.
    Wenn man dann mit Erfahrung aufwartet und sagt "Habe ich nie gebraucht, brauche ich nicht und werde ich niemals brauchen", mag diese Entscheidung für einen individuell wohl vernünftig sein. Das mag in einigen Nischen sogar sehr gut funktionieren (U-"Bahn").

    Viele Musiker sehen aber gar nicht, dass sie sich damit eine große Fülle ihrer Möglichkeiten selber wegnehmen.
    Das wäre vergleichbar mit einem Golf-Pro, der sich irgendwann entscheiden würde nur noch einen Arm zu benutzen, weil der ja vollkommen ausreicht um den Schläger zu halten.
    Improvisieren ist sicherlich nicht alles, vom Blatt spielen aber auch nicht. Beides sind Seiten der gleiche Medaille, zwischen ihnen, wie bei jeder Münze, haben wir noch ein paar Graustufen im Rand, welche für einen nahtlosen Übergang sorgen.
    Man kann als Musiker jedoch erst dann aus der Fülle seiner Möglichkeiten schöpfen, wenn man die Medaille als notwendige Einheit betrachtet.

    Extreme waren noch nie für irgend jemanden gut. Nur dies, nur das, immer nur rechts auf Parkplätzen parken, nur durch Türen auf der linken Seite gehen, usw...führt einen leider selten tatsächlich ans Ziel.

  29. Nach oben    #24

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    das sind doch mal beiträge ganz nach meinem geschmack, kompliment, ihr sprecht mir aus der seele.
    trotzdem gibt es musiker die ohne notenkenntnisse und studium sowas von geile musik und musikgeschichte geschrieben haben, dass ich vor diesen neidlos und anerkennend den kopf neige. auch das sollte man anerkennen.
    gerade diese beweisen, es geht auch ohne.
    allerdings isses wie gesagt von grossem vorteil beides zu können, mit und ohne...
    ich hab übrigens auch nicht studiert, ich hab angefangen, in ganz jungen jahren, war mir zu viel theorie, ich wollt "raus", allerdings hab ich oben schon geschrieben dass ich noten lesen kann und das für gut und als grosse bereicherung empfinde.
    schön dass es euch gibt, macht spass...

  30. Nach oben    #25
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    Die erfolgreichen selfmade Musiker kommen jedoch alle aus der U-Bahn
    (Unterhaltungsmusik)
    Ein gutes Beispiel für die Gitarre (noch lebend) wäre Tommy Emmanuel:
    http://www.youtube.com/watch?v=nOp6j1_sn-g
    Der ist seines Zeichens eher als Entertainer einzustufen. Trotzdem ist er recht erfolgreich und zählt schon zu den besseren Gitarristen, auch wenn ihm hörbar vieles technisches fehlt.

    Das sind jedoch ziemliche Ausnahmen und wer nicht annähernd clever genug ist sich selbst gewinnbringend zu vermarkten und den persönlichen "Ausverkauf" zu betreiben, der muss wohl oder übel durch die harte Schule der Theorie.
    (Angenommen wird würden die Qualität der Musik am Kontostand gen Monatsende messen)


    Was ich trotz allem noch bei vielen Musikern bedenklich finde ist, warum weigert man sich dagegen?
    Wenn ich mich für Musik begeistern kann, dann doch nicht nur dafür sie zu spielen, sondern für das Gesamtpaket oder etwa nicht?
    Wenn dann jemand sein Instrument gerne spielt, ansonsten aber kein Interesse für Musik besitzt, sollte die Person halt lieber häkeln, Fußball spielen oder irgend etwas anderes tun.

  31. Nach oben    #26

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    "Der ist eher als Entertainer einzustufen. Trotzdem erfolgreich...?"?
    sollten "solche" nicht erfolgreich sein?

    "Was ich trotz allem noch bei vielen Musikern bedenklich finde ist, warum weigert man sich dagegen?"
    das ist ganz einfach, mit 2 oder 3 akkorden hab ich ein totales erfolgserlebnis, ich kann die ersten lieder spielen...
    so fangen doch die meisten an..
    ich hab mich auch erst sehr spät für das "gesamtpacket" interessiert...
    theorie ist und bliebt nun mal trocken, staubtrocken je nach lehrer...
    was bzw. wo wären wir ohne beatles? oder ohne die stones?
    meines wissens konnte keiner von den jungs noten lesen, und schon gar nicht schreiben.
    und was wäre geworden wenn die musik studiert hätten? das muss man sich rein ziehen, die beatles mit dem wissen von beethoven oder amadeus...
    fakt ist, es gibt genies die nicht eine einzige note lesen können (klar, wenn nicht alle dann fast alle aus der "u-bahn"), und es gibt wiederum andere die studiert haben und von tuten und blasen nicht die geringste ahnung haben, eben absolut talentfrei.
    was ist da besser?
    ich denke das wird niemals anders werden, und ein wenig finde ich das auch gut so, dennso wird die art der musik vielfältiger.
    ich beweg mich grad auf dünnem eis, ich empfinde das aber so.
    für mich isses eine grosse empfehlenswerte bereicherung noten zu verstehen, aber nicht ein dringendes muss.

  32. Nach oben    #27
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    Das gesamte Feld um´s Notenlesen und generell um die Theorie ist leider bei den Amateuren zu einem tradierten Dogma geworden - meistens jedenfalls. Vielleicht hängt es auch mit der unbewußten Wahrnehmung zusammen, dass für sie jedes Vorlegen eines Notenblattes mit der Aufforderung, das Geschriebene zu spielen, eine Art Crashtest in Sachen Spielfähigkeit darstellen würde. Auf einmal wird das Spielen objektiv bewertbar und das soll im Unterbewusstsein vermieden werden.

    Das wäre zwar eine ziemlich irrationale Haltung, deckt sich aber mit einer Erfahrung, die Du sicherlich auch gemacht hast:
    Bei Berufsmusikern gehört das Benennen von Fehlern bei Proben etc. zum täglichen Brot. Man registriert es und macht es eben das nächste Mal besser oder übt es intensiv zu Hause bis zur nächsten Probe. Aber kein Berufsmusiker würde das persönlich nehmen, denn dann könnte er sich ja angesichts der vielen Proben und vielen Fehler gleich einen Strick kaufen. Bei Amateuren dagegen muss man immer damit rechnen, dass sie Hinweise auf Fehler sehr persönlich nehmen. Fast wie eine persönliche Beleidigung. Dabei könnten sie es doch als Chance verstehen, das eigene Spiel zu verbessern.
    Meine Erfahrungen haben mir schon in jungen Jahren gezeigt, dass diese beiden Welten meistens nicht zusammen passen. Sie haben unterschiedliche Herangehensweisen und Mentalitäten und sprechen verschiedene Sprachen.

    P.S. Den Boogie von TE höre ich trotzdem ganz gerne.

  33. Nach oben    #28
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    Achim - Theorie ist staubtrocken? Ich möchte das Gegenteil behaupten.
    Da Du Beatles ansprichst: ist Dir mal aufgefallen, dass sie in etwa zu Zeiten von Revolver harmonisch auf einmal viel anspruchsvoller wurden (Michelle, Here, There And Everywhere etc.). Vergleich das mal mit den Platten aus der Anfangszeit.
    Die Ursache ist recht simpel. Sie hatten noch gute Kontakte nach Hamburg und luden einen Theorie-Prof. von der dortigen Musikhochschule ein, ihnen ein Vierteljahr intensiven Harmonielehre-Unterricht zu geben. Ich war bei ihm Student und er konnte ein paar amüsante Geschichten erzählen. So viel zur trockenen Theorie.

  34. Nach oben    #29

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    ganz klar, sag ich doch! was wäre wenn man beides kann...?
    ich geb dir doch in allem recht.
    und wenn manch einer, der heute sagt man braucht keine noten dann doch irgendwann das vergnügen hat noten zu lernen, wird er uns beipflichten! es ist eine grosse bereicherung. es wird bei JEDEM wesentlich heller...
    und die theorie..., na ja, ich hab noch keinen gehabt der mir theorie richtig schmackhaft machen konnte, da gibt´s wohl zu wenige die da richtig frisch erklären und lehren können.
    sorry, diese erfahrung hab ich noch nicht gemacht.

  35. Nach oben    #30
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    Ich fürchte, Du wohnst zu weit entfernt für mich. Aber ich bin mir sehr sicher, dass es in Deiner Gegend jemanden gibt, der das interessant, frisch und Genre-übergreifend machen kann. Frag doch mal in der nächsten Musikschule danach.

  36. Nach oben    #31

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    ich fürchte auch ich wohn zu weit weg, obwohl usere wohnorte sehr ähnlich klingen. ich wohn in klingenmünster..
    ich machte 3x den anlauf, erst in einer musikhochschule, ein halbes jahr, und direkt neben mir hat es 2 studierte kollegen, sorry, ich möcht hier nicht schreiben welche gefühle ich habe...
    ich geb ja selbst unterricht, und zwar genau den den ihr verpöhnt...
    es gibt viele die gitarre spielen wollen um lagerfeuermusik zu machen, einfach um sich oder andere zu begleiten...
    ich lehre aber auch notenlesen, egal ob klassik oder "u-bahn", und was man meiner meinung nach braucht über harmonielehre ect.
    meine schüler, (zumindest die meisten) wissen schon auf was es ankommt...
    und auf einge bin ich sehr sehr stolz.
    ich spiele gitarre, drums, sax und keyboard, alles mit und ohne noten.
    was ich allerdings zugeben muss, ich bin, nicht notenfest, zumindest nicht für alles, ich kann nach noten lernen, aber nicht nach noten spielen, dafür bin ich zu langsam, übung, ich weiss...
    deswegen ja auch meine meinung:
    wer´s lernt weiss was im fehlte...

  37. Nach oben    #32

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    geschockt jetzt?
    das wäre schade.
    musik bedeutet für mich etwas vermitteln, etwas erzählen, etwas ausdrücken.

    das geht mit und ohne noten.
    man kann nach noten spielen und trotzdem jede menge gefühl vermitteln, wer das nicht kann ist zu sehr mit den noten beschäftigt oder gar überfordert und sollte noch üben und lernen.
    noten t*ten kein feeling.

  38. Nach oben    #33
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    Geschockt?
    Was soll ich sagen - ich denke, nein ich weiß, dass Theorie und Lesen zu 90% auf Eigeninitiative und Selbstdisziplin beruhen. Wenn Du theoretisch tatsächlich weiter in die Tiefe gehen möchtest, dann kannst Du das auch. Es gibt entsprechende Bücher, es gibt Foren für Detailfragen und Theorie-Profs, die man zumindest ein paar Mal aufsuchen und nach einer Art Supervision fragen kann. Warum machst Du es nicht?


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