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Thema: Bass spielen: Finger oder Plektrum?

  1. #1
    Avatar von MasterOfPuppets
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    Bass spielen: Finger oder Plektrum?

    Hi Leute,

    also ich spiel seit längerer Zeit Bass und zwar eigentlich nur mit Plektrum, da ich finde, dass man damit sowohl besser als auch klarer spielen kann. Nun liest man häufig jedoch, bspw. bei YouTube-Videos Kommentare von leuten, die das Spielen mit Plek, als anfängerhaftes, ja fast schon schandhaftes Spiel darstellen, obwohl es ja eigentlich auf die Töne ankommt. Muss ich meine Spielweise (mit der ich immerhin bei einer Band spiele, dabei singe und unsere Lieder sind nicht alle besonders einfach) ändern?
    Immerhin spielen ja auch andere Bassgrößen mit Plek, siehe z.B. Jason Newsted...

    Danke, euer MoP

  2. Nach oben    #2
    Avatar von Prey
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    das in der Internet-Gemeinde (u.v.a. in YouTube vorkommende) Kommentar:
    Plek = Anfänger / Finger = Profi
    ist einfach nur Wichtigtuerei von Finger-Spielern!

    Natürlich finde ich es wichtig beides zu beherrschen!

    Aber: die Wahl ob Finger oder Plek entscheidet immer noch der Song!
    Solange das Plek in den Liedkontext passt oder es sich einfach besser anhört, sollte man mit Plek spielen, wenn ein runder/weicher Sound besser passt, spielt man eben mit Fingern (obwohl manche auch dort einen harten Anschlag hinbekommen, siehe: Robert Agustín Miguel Santiago Samuel Trujillo Veracruz).

    {Die dämlichen Kommentare kommen selbst bei wirklich guten Covern, wo selbst der Original-Basser mit Plek spielt. Ist mir meist beim TOOLbassplayer aufgefallen}

    Fazit: Lass' dich nicht von irgendwelchen Spinnern aus dem Netz irritieren, mach' es so wie du es willst, und nur das ist der richtige Weg.

    MfG
    Prey


  3. Nach oben    #3
    Avatar von MasterOfPuppets
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    OK, danke wir haben eher Heavy Metal Titel, da muss sich der Bass ja gewissermaßen durchsetzen ...
    Aber auch bei Titeln wie Iron Man, Holiday In Cambodia oder Electric Funeral benutz ich das Plek...

  4. Nach oben    #4

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    ich hab das von anfang an mit fingern gelernt aber ich krieg das mit dem plek nich hin (is wohl der hauptgrund ) ich hab gegen plek nix aber ich kann das net so beurteilen wie des ist

  5. Nach oben    #5
    Avatar von MasterOfPuppets
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    hä, wie du kriegst das mit dem plek net hin?

  6. Nach oben    #6

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    :P ja klingt komisch ne

    naja ich treff die seiten zu 80% nicht perfekt.. oder garnich

  7. Nach oben    #7
    Avatar von Prey
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    das hört sich ganz so an, als wenn deine Technik nicht ganz in Ordnung ist, oder du zu überhastet bist ... erstmal langsam beginnen und möglichst nur die Hand bewegen, die Kraft sollte aus dem Handgelenk kommen. Der Rest des Arms bleibt dabei locker.

  8. Nach oben    #8

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    jo damit hab ich mich schon beschäftigt. und ich spiel jetzt jetzt schon ab und zu mit plek seid ich den bass hab aber hab noch keine wirkliche verbesserung bemerke. mit dem fingern hingegen kann ich schon 3 finger style...

  9. Nach oben    #9
    Definitiv beides, sich zu beschränken macht doch keinen Sinn.

  10. Nach oben    #10

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    die Probleme von InFlamer kenne ich auch zu genüge =)

    Schließe mich aber der Meinung meiner Vorredner an:

    Spielen, was gefällt und zum Sound passt.
    Nicht einschränken lassen!

  11. Nach oben    #11
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    Niemals mit Plek aus dem Handgelenk spielen!
    Wer sowas sagt, sollte darauf hoffen dass seine KK später mal irgendwann für chronische Ermüdungserscheinungen aufgrund von Fehlbelastung haftet. Da ist das Karpaltunnelsyndrom noch die geringste Sorge.

    Für irgend eine mittelmäßig ambitionierte Freizeitband ist es vollkommen egal welche Stücke du nun mit Plek oder Fingern spielst. Da haben die anderen schon Recht, wenn sie sagen du solltest nach dem persönlichen Geschmack gehen.
    Wenn du ein bischen ernsthafter spielen möchtest, wirst du um Finger nicht drumherum kommen und dann wird das Plek zum No-Go.
    Dieses Klischee sich z.B. beim Metal mit Fingern nicht durchsetzen zu können, ist nur ein blödes Märchen.
    Gegen einen gut trainierten Drei-Finger-Anschlag (Daumen, Zeige- und Mittelfinger) kommt kein Plek-Spieler an.
    Man hat definitiv ordentlich Druck und ein großer Vorteil mit Fingern ist die Geschwindigkeit.
    Jemand, der mit Fingern spielt, wird immer schneller als jemand mit Plek sein.
    Es ist halt nur die Frage, ob du das unbedingt sein musst/ möchtest oder für dich selbst / in der Band brauchst.
    Möglich ist halt vieles und es geht fast immer etwas mehr, aber ob es sinnvoll ist musst du entscheiden.

  12. Nach oben    #12
    Zitat Zitat von stepbeyond Beitrag anzeigen
    ...
    Für irgend eine mittelmäßig ambitionierte Freizeitband ist es vollkommen egal welche Stücke du nun mit Plek oder Fingern spielst. Da haben die anderen schon Recht, wenn sie sagen du solltest nach dem persönlichen Geschmack gehen.
    Wenn du ein bischen ernsthafter spielen möchtest, wirst du um Finger nicht drumherum kommen und dann wird das Plek zum No-Go.
    Dieses Klischee sich z.B. beim Metal mit Fingern nicht durchsetzen zu können, ist nur ein blödes Märchen.
    Gegen einen gut trainierten Drei-Finger-Anschlag (Daumen, Zeige- und Mittelfinger) kommt kein Plek-Spieler an.
    Man hat definitiv ordentlich Druck und ein großer Vorteil mit Fingern ist die Geschwindigkeit.
    Jemand, der mit Fingern spielt, wird immer schneller als jemand mit Plek sein.
    ...
    Hallo Leute,

    bin neu hier in dem Forum (Bassist & Gitarrist, derzeit in drei Metal-Bands, befasse mich zuhause aber auch mit Jazz Rock und Funk).

    Ich will ja nicht gleich so auf den Putz hauen, aber zu diesem schon etwas älteren Beitrag musste ich etwas schreiben...

    Die Entscheidung Plektrum/Finger hat überhaupt nichts damit zu tun, wie "ernsthaft" man Bass spielt. Kaum jemand wird behaupten, dass Queens of the Stone Age, Yes, The Police, Queen, Black Country Communion usw. nur "mittelmäßig ambitionierte Freizeitbands" sind, obwohl auf den meisten Alben der Bass überwiegend mit Plektrum eingespielt wurde. Es ist schlicht und einfach eine Frage des Sounds und der Spieltechnik, der am besten zu den Songs passt. Warum man Gitarristen zugesteht, sich zwischen Plektrum und Fingern zu entscheiden und bei Bassisten immer wieder diese Diskussion auftaucht, habe ich nie verstanden.
    Es gibt Bassisten, die mit Fingern einen Hammer-Sound haben, den manche Plektrum-Spieler nicht hinbekommen. Aber auch umgekehrt! Dass man mit Fingern grundsätzlich schneller ist, ist beim Bass genauso quatsch wie wenn man es bei der Gitarre behaupten würde (und da spielen auch sowohl Al Di Meola mit Fingern als auch Yngwie Malmsteen mit Plektrum am physikalischen Limit, und das kann man beim Bass auch mit beiden Techniken).

    Ich persönlich finde es wichtig, sich mit allen Spieltechniken zu befassen, um möglichst flexibel zu sein. Als Profi erst recht, es kann vorkommen, dass der Produzent im Studio spontan entscheidet, dass zu irgendeinem Song Plektrum-Basssound besser passt, dann sollte man das auch bieten können.

  13. Nach oben    #13

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    4 Anschlagsarten

    Wenn Du dich mit dem Plek wohlfühlst, dann nutze es weiterhin, pfeif auf die anderen Versionen
    Wenn Du zum möglichst kompletten Basser avancieren willst, gäbe es noch die Pizzicato-Technik (Fingeranschlag, erlaubt sehr schnelle Anschläge u ist weit verbreitet; Slap-Technik =laaaaangsam damit anfangen; Tapping). Ich empfehle Dir, eines nach dem anderen einzustudieren. Aufgrund der weiten Verbreitung in der Literatur wäre für Dich dann wohl Pizzicato die nächste Technik, Tapping am Schluß, kommt aber auf Deine Musikrichtung an!

    Hau rein!

  14. Nach oben    #14
    wenn ich an Stranglers "Peaches" denke, muss ein Plek her, wenn ich an den berühmten letzten Bassisten von Miles denke, muss ein Daumen her und wenn ich an vieles andere denke, müssen zwei Finger her,

    ich finde, die Musik gibt es oft vor

  15. Nach oben    #15

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    Hallo,

    ich spiel semi-professionell (nebenberuflich) Bass in mehreren Bands. Derzeit sind es 4 unterschiedliche Bands von Jazz bis Alternative/Progressive Rock und von Künstlerbegleitung/Studio bis Bigband oder Band die eigene Songs schreibt. Die Wahl der Spielart (Slap mal mit ins Boot geholt) hängt wie von Vorredner bereits erwähnt immer vom Song ab. Wenn ihr eigene Lieder schreibt ist das ganze nicht so wichtig. Hier kommts darauf an seinen eigene Sound zu entwickeln und dem treu zu bleiben. Bei Coverbands ist das eine andere Geschichte. Dabei kommts meistens auf die Band an, ob die den Song möglichst Original performen oder so du machen darfst was du willst.
    Bei Künstlerbegleitungen und Studioarbeit ist ganz die Sache des Künstlers oder des Produzenten, welchen Sound sie von dir hören wollen.

    Und Plek ist nicht gleich Anfänger. Manche denken man sei ein "gescheiterter Gitarrist". Haha so ein scheiß.
    Lass dir da nicht so stark reinreden und spiel so wie es die Musik von dir will.

  16. Nach oben    #16
    Avatar von Hans am Klavier
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    Ich bin Jazzpianist und spiele nur mit echten Bassisten, also kein E-Bass, weil dessen Sound mich erdrückt. Spiele ich jedoch E-Piano oder Keyboard oder Orgel, dann sieht es anders aus !

  17. Nach oben    #17
    Avatar von Zebulon
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    Danke
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    Ob Plektrum oder Finger ist für mich eine Frage des Sounds, den man erreichen will. Mit den Fingern ist wesentlich mehr Dynamik und Tonformung möglich. Das Plektrum eignet sich eher für Sachen, wo man einen stets konstanten Ton ohne grosse Dynamik braucht. Am besten man beherscht beides.

    Tschö mit Ö
    Zebulon

  18. Nach oben    #18
    Premium-Mitglied Avatar von capmaster
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    Danke
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    Das beim Bass äußerst wichtige völlige Abdämpfen macht den Unterschied

    Im Allgemeinen sollten Neigung, Klang und Geschmack über die Anschlagstechnik entscheiden. Der wesentliche Vorteil des Fingeranschlags ist nach meinen eigenen Erfahrungen nicht der Anschlag, sondern die entscheidende Erleichterung des Abdämpfens. Dies kommt vor Allem zum Tragen, wenn die Greifhand durch weite und/oder schnelle Sprünge gebunden ist.

    Verglichen mit (Tenor-, also den üblichen -)Gitarren ist es auf Bässen erheblich schwieriger, Saiten zum Schweigen zu bringen. Die Anschlagshand tut sich da um so leichter, je ruhiger der Daumenballen ist, weil dieser meist die "Bass"saiten übernimmt. Das Dämpfen der "Diskant"saiten wird die Greifhand noch eher hinbekommen.

    Schlägt man mit dem Plektrum nahe am Steg, wird die Beruhigung unerwünscht nachmaulender Saiten noch schwieriger. Die angeschlagenen Saiten klingen hell, die abdämpfende Hand sitzt am kurzen Hebel, und das überflüssige Grundtongebrummel stört um so mehr. Meist ist es im Bandgefüge nicht transparent herauzuhören, aber es zermatscht die Musik erheblich.

    Darüber hinaus habe ich als Aufnahmetechniker regelmäßig erlebt, wie Bassisten und ihre Bandkollegen übereinander herfallen, wenn sich herausstellt, dass der "Tieftöner" nicht genug Disziplin beim Üben alleine hatte. Gewissenhaftes Erledigen der Hausaufgaben ist also angesagt, was insbesondere für Plektrum-Spieler eine echte Herausforderung darstellen kann. Aber es geht, wie so viele Plektrum-Bassisten beweisen und bewiesen haben.


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